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Die US-Wirtschaft ist zwischen Juli und September deutlich stärker gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im dritten Quartal um 3,4 Prozent auf das Gesamtjahr hochgerechnet zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Wenige Tage vor den Kongresswahlen am Dienstag dürfte die Nachricht US-Präsident Donald Trump Aufwind geben. Dessen Republikanern droht laut Umfragen eine Niederlage.
Zu dem deutlichen Anstieg hätten "Zuwächse bei den Investitionen, den Konsumausgaben und den Staatsausgaben" beigetragen, erklärte das Ministerium zu seiner ersten Schätzung. Die Exporte dagegen seien zurückgegangen. Analysten hatten im dritten Quartal nur mit einem BIP-Zuwachs von 3,1 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft um 2,2 Prozent gewachsen.
Der von der US-Zentralbank Fed bevorzugte Inflationsindex (PCE) stieg derweil im September auf 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist etwas weniger als Analysten erwartet hatten, aber mehr als im August. Die Fed empfiehlt eine deutlich niedrigere Inflationsrate von zwei Prozent. Sie hatte den Leitzins am Mittwoch unverändert gelassen, eine Erhöhung im Dezember ist aber nicht ausgeschlossen.
Die Wirtschaftslage und die Lebenshaltungskosten sind zentrales Thema vor den Zwischenwahlen etwa zur Hälfte von Trumps Amtszeit. In dem von ihm mit ausgelösten Iran-Krieg sind insbesondere die Treibstoffpreise wegen der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran massiv gestiegen. Laut dem Automobilclub AAA müssen US-Bürger durchschnittlich 42 Prozent mehr für Benzin zahlen als vor Kriegsbeginn Ende Februar.
K.Okada--JT