The Japan Times - Streit um "grüne Verbrenner" und Atomkraft prägt EU-Gipfel in Brüssel

EUR -
AED 4.189014
AFN 72.431472
ALL 93.956358
AMD 419.587061
ANG 2.042211
AOA 1046.537188
ARS 1692.722503
AUD 1.654862
AWG 2.056009
AZN 1.954528
BAM 1.955282
BBD 2.295932
BDT 140.442813
BGN 1.928691
BHD 0.429792
BIF 3392.346377
BMD 1.140643
BND 1.475629
BOB 7.89391
BRL 5.885689
BSD 1.139913
BTN 107.845972
BWP 15.448842
BYN 3.341701
BYR 22356.602362
BZD 2.292533
CAD 1.621078
CDF 2583.556657
CHF 0.922952
CLF 0.026723
CLP 1051.752471
CNY 7.749471
CNH 7.754884
COP 3913.785591
CRC 519.769209
CUC 1.140643
CUP 30.227039
CVE 110.235328
CZK 24.267196
DJF 202.988032
DKK 7.474067
DOP 67.952901
DZD 151.914408
EGP 56.154878
ERN 17.109645
ETB 182.454989
FJD 2.561599
FKP 0.860404
GBP 0.861243
GEL 3.011512
GGP 0.860404
GHS 12.903583
GIP 0.860404
GMD 83.832783
GNF 9992.48557
GTQ 8.696659
GYD 238.436866
HKD 8.94669
HNL 30.50179
HRK 7.533488
HTG 149.042496
HUF 356.076847
IDR 20469.750748
ILS 3.400827
IMP 0.860404
INR 108.036686
IQD 1493.330776
IRR 1569524.737008
ISK 143.789575
JEP 0.860404
JMD 179.601657
JOD 0.808731
JPY 185.632826
KES 147.655742
KGS 99.748808
KHR 4587.845551
KMF 492.75784
KPW 1026.579079
KRW 1770.996664
KWD 0.353188
KYD 0.949965
KZT 546.247336
LAK 25566.790719
LBP 102076.32452
LKR 383.015226
LRD 206.884314
LSL 18.655269
LTL 3.368022
LVL 0.689964
LYD 7.323157
MAD 10.712963
MDL 20.142108
MGA 4835.698394
MKD 61.635434
MMK 2394.907224
MNT 4086.905405
MOP 9.207923
MRU 45.550538
MUR 53.792431
MVR 17.634306
MWK 1976.567975
MXN 19.98817
MYR 4.667538
MZN 72.830569
NAD 18.655269
NGN 1574.281378
NIO 41.949444
NOK 11.327554
NPR 172.556579
NZD 2.010321
OMR 0.438575
PAB 1.139893
PEN 3.89592
PGK 5.00674
PHP 70.270407
PKR 316.977838
PLN 4.298964
PYG 6932.225242
QAR 4.166678
RON 5.243761
RSD 117.324291
RUB 89.936956
RWF 1670.850264
SAR 4.279123
SBD 9.199332
SCR 16.874381
SDG 684.980032
SEK 11.091362
SGD 1.478125
SHP 0.851605
SLE 28.290454
SLL 23918.7171
SOS 651.424659
SRD 42.779245
STD 23609.006688
STN 24.493837
SVC 9.974534
SYP 126.077661
SZL 18.652306
THB 38.045572
TJS 10.532465
TMT 4.003657
TND 3.378291
TOP 2.746395
TRY 53.239603
TTD 7.737121
TWD 36.354574
TZS 2999.888714
UAH 51.08425
UGX 4177.893767
USD 1.140643
UYU 45.757684
UZS 13684.556527
VES 709.757701
VND 30018.301243
VUV 136.989364
WST 3.171996
XAF 655.780486
XAG 0.019877
XAU 0.000288
XCD 3.082645
XCG 2.054392
XDR 0.81558
XOF 655.791982
XPF 119.331742
YER 272.162817
ZAR 18.738198
ZMK 10267.163288
ZMW 20.54692
ZWL 367.286573
  • SDAX

    118.5500

    18045.58

    +0.66%

  • DAX

    368.9200

    24995.81

    +1.48%

  • Euro STOXX 50

    96.4600

    6328.09

    +1.52%

  • TecDAX

    4.1600

    3853.08

    +0.11%

  • Goldpreis

    -55.6000

    3982.9

    -1.4%

  • MDAX

    325.4600

    31809.1

    +1.02%

  • EUR/USD

    -0.0020

    1.1406

    -0.18%

Streit um "grüne Verbrenner" und Atomkraft prägt EU-Gipfel in Brüssel
Streit um "grüne Verbrenner" und Atomkraft prägt EU-Gipfel in Brüssel / Foto: NICOLAS MAETERLINCK - BELGA/AFP

Streit um "grüne Verbrenner" und Atomkraft prägt EU-Gipfel in Brüssel

Autos mit Verbrennermotor in Europa ab 2035 schrittweise verbieten oder nicht - der erbitterte Streit zwischen den Grünen und der FDP um dieses Thema hat am Donnerstag den EU-Gipfel in Brüssel erreicht. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich zum Auftakt des Treffens optimistisch hinsichtlich einer Ausnahmeregel für Verbrenner, die sogenannte E-Fuels tanken, wie es die FDP fordert. Von den EU-Partnern kam hingegen teils scharfe Kritik an der deutschen Haltung.

Textgröße:

"Es ist verstörend, wenn eine Regierung nach anfänglicher Zustimmung plötzlich den Rückwärtsgang einlegt", sagte der lettische Regierungschef Krisjanis Karins. "Das ist ein sehr schwieriges Zeichen für die Zukunft." Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer sprach sich dagegen für "grüne Verbrenner" und E-Fuels aus.

Das Auto-Thema steht offiziell nicht auf der Tagesordnung des zweitägigen Gipfels, wurde aber von mehreren Staats- und Regierungschefs angesprochen. Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten hatten sich im Oktober geeinigt, dass von 2035 an keine Autos mit Verbrennermotor mehr neu zugelassen werden dürfen. Deutschland bremste den Beschluss jedoch in letzter Minute aus, um eine Ausnahme für synthetische Kraftstoffe auszuhandeln. Diese gelten allerdings als teuer und ineffizient.

Der belgische Ministerpräsident Alexander De Croo sagte, er wolle Druck auf Scholz machen: "Die meisten Länder sagen, wir haben diese Hürde genommen und können den Kurs nicht einfach ändern." Auch EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola sagte in Brüssel: "Wir können den Deal nicht mehr aufschnüren." Dies sei eine Frage der "Glaubwürdigkeit" der EU.

Scholz betonte dagegen, die Gespräche zwischen der Bundesregierung und der EU-Kommission seien "auf gutem Weg". Er verwies auf die Zusage der Kommission, eine Lösung für synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, zu prüfen. "Es geht jetzt eigentlich nur noch ganz pragmatisch darum, den richtigen Weg zu finden, diese von der Kommission ja längst gegebene Zusage umzusetzen", fügte Scholz hinzu.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte zuvor die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch gedämpft. Eine rechtlich saubere Lösung "könnte noch Zeit brauchen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagsausgabe).

Zweites Streitthema auf dem Gipfel war die Atomkraft: Der französische Präsident Emmanuel Macron wollte sich dafür einsetzen, Kernenergie als saubere Technologie zum Klimaschutz einzustufen, wie es aus seinem Umfeld hieß. Ziel sei es, "die Diskriminierung" der Atomkraft in Europa zu beenden.

Macron stört sich unter anderem am jüngsten EU-Gesetzesvorschlag zur Förderung grüner Technologien, dem sogenannten Netto-Null-Industriegesetz. Die EU-Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen will Atomkraft zwar als "sauber" einstufen, stellt sie aber unter anderem wegen deutschen Widerstands nicht mit erneuerbaren Energien auf dieselbe Stufe.

Österreich und Luxemburg warnten bei dem Gipfel vor Zugeständnissen an Macron: Dass Atomkraft "nicht sicher ist, haben wir bei Fukushima gesehen", sagte Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel. Auch Österreichs Kanzler Nehammer sagte, Atomenergie könne wegen ihrer "Gefährlichkeit" nicht als Zukunftstechnologie gelten.

Die eigentlichen Gipfelthemen rückten zunächst in den Hintergrund. Der per Video zugeschaltete ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte von den Staats- und Regierungschefs erneut Kampfflugzeuge und Raketen mit größerer Reichweite, wie ein EU-Beamter mitteilte. Von den EU-Ländern haben bisher allein Polen und die Slowakei Kampfjets sowjetischer Bauart an die Ukraine geliefert.

Die EU-Spitzen wollen bei dem Gipfel milliardenschwere Munitionslieferungen an die Ukraine billigen. Binnen eines Jahres sollen eine Million Schuss Artillerie-Munition an Kiew geliefert werden, wie aus dem Entwurf der Gipfel-Schlussfolgerungen hervorgeht.

Sondergast auf dem EU-Gipfel war UN-Generalsekretär António Guterres. Er rief zu einem entschiedeneren Kampf gegen den Klimawandel aufrief. "Der jüngste Bericht des Weltklimarats zeigt, wie dramatisch die Lage ist", sagte Guterres. Bei den Bemühungen um eine Begrenzung der Erderwärmung setze er auf die "Führungsrolle der EU."

K.Abe--JT