The Japan Times - Schlappe für Koalition: Bundesrat stoppt geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie

EUR -
AED 4.243657
AFN 75.108826
ALL 91.818855
AMD 419.778169
ANG 2.068806
AOA 1060.768991
ARS 1742.421542
AUD 1.617732
AWG 2.079939
AZN 1.968087
BAM 1.957242
BBD 2.326004
BDT 142.164764
BGN 1.945252
BHD 0.435695
BIF 3461.942489
BMD 1.155522
BND 1.467775
BOB 13.92232
BRL 5.941
BSD 1.154846
BTN 110.290798
BWP 15.619713
BYN 3.513274
BYR 22648.22189
BZD 2.322722
CAD 1.606302
CDF 2669.254787
CHF 0.943512
CLF 0.027942
CLP 1103.279857
CNY 7.751759
CNH 7.752418
COP 3598.305584
CRC 520.18108
CUC 1.155522
CUP 30.62132
CVE 110.756871
CZK 24.276375
DJF 205.359458
DKK 7.475525
DOP 67.945229
DZD 153.903845
EGP 59.611389
ERN 17.332823
ETB 188.643331
FJD 2.550925
FKP 0.854085
GBP 0.855519
GEL 3.037583
GGP 0.854085
GHS 13.282771
GIP 0.854085
GMD 85.50834
GNF 10142.589664
GTQ 8.819614
GYD 241.61596
HKD 9.063332
HNL 30.997245
HRK 7.533652
HTG 150.940578
HUF 365.223951
IDR 20416.909825
ILS 3.52775
IMP 0.854085
INR 110.66343
IQD 1512.934549
IRR 1588350.999968
ISK 140.003239
JEP 0.854085
JMD 182.254307
JOD 0.819328
JPY 178.413098
KES 149.593895
KGS 101.050717
KHR 4685.639725
KMF 492.252274
KPW 1039.96974
KRW 1555.15889
KWD 0.356582
KYD 0.962422
KZT 516.998749
LAK 25838.152411
LBP 103476.951918
LKR 380.070081
LRD 201.811535
LSL 18.76197
LTL 3.411955
LVL 0.698964
LYD 7.328337
MAD 10.948573
MDL 20.107078
MGA 4982.693398
MKD 61.574843
MMK 2426.308614
MNT 4155.115663
MOP 9.330697
MRU 46.379777
MUR 54.448369
MVR 17.852645
MWK 2002.558392
MXN 19.801224
MYR 4.673622
MZN 73.8493
NAD 18.76197
NGN 1531.64124
NIO 42.500952
NOK 10.767508
NPR 176.464513
NZD 1.997983
OMR 0.444285
PAB 1.154856
PEN 3.88156
PGK 5.138742
PHP 72.595621
PKR 320.161262
PLN 4.338804
PYG 6946.208958
QAR 4.221366
RON 5.254388
RSD 117.338593
RUB 97.641594
RWF 1704.077887
SAR 4.33491
SBD 9.259201
SCR 15.939641
SDG 695.045478
SEK 11.256687
SGD 1.467495
SHP 0.855403
SLE 28.36811
SLL 24230.699236
SOS 659.983498
SRD 43.640595
STD 23916.962578
STN 24.517962
SVC 10.105403
SYP 15024.091162
SZL 18.747734
THB 38.328066
TJS 10.665406
TMT 4.055881
TND 3.379991
TOP 2.782218
TRY 56.182958
TTD 7.841745
TWD 36.723646
TZS 3057.07434
UAH 51.549241
UGX 4527.297068
USD 1.155522
UYU 46.514076
UZS 13592.899222
VES 960.755712
VND 30030.271152
VUV 135.486269
WST 3.161494
XAF 655.957
XAG 0.018156
XAU 0.000268
XCD 3.122855
XCG 2.081425
XDR 0.817014
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 273.91656
ZAR 18.77184
ZMK 10401.077315
ZMW 22.318544
ZWL 372.07746
SSP 6527.830417
MXV 2.245473
  • TecDAX

    -19.7300

    3960.75

    -0.5%

  • MDAX

    -606.6300

    31057.16

    -1.95%

  • Euro STOXX 50

    -64.7500

    6260.38

    -1.03%

  • SDAX

    -164.5800

    18182

    -0.91%

  • DAX

    -127.7500

    25440.81

    -0.5%

  • EUR/USD

    -0.0051

    1.155

    -0.44%

  • Goldpreis

    -70.8000

    4338.1

    -1.63%

Schlappe für Koalition: Bundesrat stoppt geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie
Schlappe für Koalition: Bundesrat stoppt geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Schlappe für Koalition: Bundesrat stoppt geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie

Dämpfer für die schwarz-rote Koalition: Der Bundesrat hat die geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie gestoppt. Der dazugehörige Gesetzentwurf bekam am Freitag in der Länderkammer keine Mehrheit. Mehrere Länder kritisierten die zusätzliche Belastungen, die sich durch die Steuerausfälle für sie und die Gemeinden ergeben hätten. Die Opposition sieht im Scheitern der Prämie ein Fiasko für die Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU).

Textgröße:

Baden-Württembergs scheidender Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) warf der Bundesregierung vor, regelmäßig Gesetze zu verabschieden, für deren Folgekosten sie nicht aufkomme. "Die Kosten bleiben dann bei Ländern und Kommunen hängen", kritisierte Kretschmann. Der Grünen-Politiker äußerte den Eindruck, dass beim Bund "das Gespür für einen gut funktionierenden Föderalismus weitgehend abhanden gekommen" sei.

Der Plan der Bundesregierung sah vor, Unternehmen durch die Gesetzesänderung die Möglichkeit zu geben, ihren Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Prämie von 1000 Euro zu zahlen. Für die Länder und Kommunen wäre dies mit Einnahmeausfällen verbunden gewesen. Eine Gegenfinanzierung hatte die Koalition lediglich in Form einer höheren Tabaksteuer vorgesehen, die aber alleine dem Bund zugute kommt.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) kritisierte, dass der Bund nur eine Gegenfinanzierung "bei sich selbst" geplant habe. Die Bundesregierung habe sich der Forderung verweigert, bei Ländern und Kommunen für einen Ausgleich zu sorgen. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) betonte: "Die geplanten Maßnahmen kosten alle Geld und belasten unsere Haushalte."

Nach dem Nein des Bundesrats haben Bundesregierung oder Bundestag die Möglichkeit, den Vermittlungsausschuss anzurufen. "Über die weiteren Verfahrensschritte wird die Bundesregierung zeitnah entscheiden", sagte Vizeregierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. Er kündigte Gespräche mit den Ländern an, zudem werde der Koalitionsausschuss kommende Woche über das weitere Vorgehen beraten.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) forderte Merz auf, nun ein großes Reform-Gesamtpaket auf breiter politischer Grundlage vorzubereiten. Der Entlastungs- und Reformbedarf in Deutschland habe "eine Dimension erreicht, wo es notwendig ist, dass der Kanzler mit den Ministerpräsidenten zusammenkommt und auch mit den Sozialpartnern, um umfangreiche Maßnahmen zu besprechen", sagte Schwesig.

Mit einer Entlastungsprämie sei es nicht getan, betonte Schwesig. "Einzelmaßnahmen alleine helfen uns nicht mehr weiter." Nötig sei eine Einkommensteuerreform zur Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen.

Die Grünen sehen den Kanzler nach der Niederlage im Bundesrat geschwächt. "Wenn die eigenen CDU-Ministerpräsidenten die Krisenpolitik des Kanzlers stoppen, dann ist das ein Fiasko für Friedrich Merz persönlich", sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. "Diese Koalition muss zurück in die Montagehalle. Da fällt gerade alles auseinander, was auseinanderfallen kann."

Von der "unfähigsten Bundesregierung aller Zeiten" sprach Linken-Ko-Chefin Ines Schwerdtner. Statt frühzeitig mit den Ländern und Kommunen "pragmatische Lösungen zur Entlastung der Menschen zu finden", würden "Gesetze halb fertig präsentiert und scheitern anschließend am Widerstand im Bundesrat".

Aus der SPD kam hingegen Kritik an der Entscheidung des Bundesrats. Fraktionsvize Wiebke Esdar kritisierte das Votum als "unverständlich", weil damit eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger verhindert werde. Die Koalition werde sich "weiterhin dafür einsetzen, dass notwendige Entlastungen schnellstmöglich Realität werden".

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) zeigte sich enttäuscht über das Votum des Bundesrats. Auch wenn viele Unternehmen die Prämie nicht hätten zahlen können, wäre sie doch "ein zusätzlicher Weg zur Unterstützung von Beschäftigten gewesen", sagte die SoVD-Vorstandschefin Michaela Engelmeier den Funke-Zeitungen.

Für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) kommt das Prämien-Aus hingegen "nicht überraschend". Die Entscheidung zeige: "Entlastungsversprechen scheitern, wenn ihre Finanzierung nicht verbindlich geregelt ist", erklärte AWO-Vorstand Marvin Deversi.

Von einer "erforderlichen Notbremsung", sprach der Präsident der Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian. Eine gut gemeinte Prämie dürfe nicht zu zusätzlichen Kosten für die Unternehmen führen.

Neben den Arbeitgebern stieß die geplante Prämie auch auf Seiten der Gewerkschaften auf große Vorbehalte. Letztere argumentieren, dass es sich lediglich um eine Einmalzahlung handelt, die nicht zu einer dauerhaften Gehaltssteigerung für die Beschäftigten führt, sondern möglicherweise in Konkurrenz zu einer linearen Anhebung der Bezüge steht.

T.Maeda--JT