The Japan Times - Britischer Premier Starmer lehnt Rücktritt nach Labour-Absturz bei Kommunalwahlen ab

EUR -
AED 4.292294
AFN 76.558763
ALL 92.543258
AMD 425.668988
ANG 2.091835
AOA 1071.757796
ARS 1752.039854
AUD 1.631897
AWG 2.105238
AZN 1.99154
BAM 1.955658
BBD 2.356728
BDT 142.989582
BGN 1.982653
BHD 0.441168
BIF 3482.2463
BMD 1.168765
BND 1.484792
BOB 13.515015
BRL 6.006872
BSD 1.170115
BTN 111.979842
BWP 15.678858
BYN 3.500445
BYR 22907.791044
BZD 2.353329
CAD 1.609682
CDF 2658.940455
CHF 0.936657
CLF 0.027171
CLP 1080.391288
CNY 7.855561
CNH 7.85545
COP 3594.438126
CRC 532.461207
CUC 1.168765
CUP 30.972269
CVE 110.256967
CZK 24.133363
DJF 208.364819
DKK 7.481311
DOP 68.555005
DZD 155.237732
EGP 59.448669
ERN 17.531473
ETB 189.240713
FJD 2.56147
FKP 0.856759
GBP 0.856803
GEL 3.044679
GGP 0.856759
GHS 13.017052
GIP 0.856759
GMD 85.908717
GNF 10281.250955
GTQ 8.929349
GYD 244.802165
HKD 9.164695
HNL 31.378714
HRK 7.541577
HTG 153.078847
HUF 362.895688
IDR 20628.465835
ILS 3.491339
IMP 0.856759
INR 111.851385
IQD 1532.888321
IRR 1606584.162089
ISK 141.713189
JEP 0.856759
JMD 185.70647
JOD 0.828701
JPY 185.804438
KES 151.52896
KGS 102.208935
KHR 4723.655856
KMF 493.219176
KPW 1051.888708
KRW 1619.90849
KWD 0.360483
KYD 0.975129
KZT 538.730751
LAK 26357.079745
LBP 104787.965631
LKR 385.201936
LRD 212.374527
LSL 18.763233
LTL 3.451059
LVL 0.706975
LYD 7.436458
MAD 10.807113
MDL 20.143532
MGA 5003.635458
MKD 61.520518
MMK 2453.714692
MNT 4204.885702
MOP 9.449012
MRU 46.626603
MUR 54.468814
MVR 18.057859
MWK 2028.95218
MXN 19.772467
MYR 4.720061
MZN 74.661139
NAD 18.763233
NGN 1572.577458
NIO 43.056863
NOK 10.874159
NPR 179.167947
NZD 1.954457
OMR 0.449257
PAB 1.170115
PEN 3.922914
PGK 5.185622
PHP 72.071929
PKR 324.677545
PLN 4.31584
PYG 7048.48648
QAR 4.25369
RON 5.257981
RSD 117.35145
RUB 96.63036
RWF 1724.174385
SAR 4.396224
SBD 9.387821
SCR 16.05273
SDG 703.016353
SEK 11.059442
SGD 1.483752
SHP 0.865898
SLE 28.755901
SLL 24508.413601
SOS 668.751278
SRD 44.144681
STD 24191.072651
STN 24.498215
SVC 10.238254
SYP 15196.280459
SZL 18.750634
THB 38.621879
TJS 10.794314
TMT 4.090677
TND 3.403252
TOP 2.814105
TRY 56.15039
TTD 7.936422
TWD 37.219361
TZS 3100.974077
UAH 52.285191
UGX 4352.682884
USD 1.168765
UYU 47.066571
UZS 13871.989351
VES 910.447072
VND 30533.981685
VUV 138.518447
WST 3.174336
XAF 655.909213
XAG 0.01694
XAU 0.000254
XCD 3.158646
XCG 2.108846
XDR 0.826377
XOF 655.909213
XPF 119.331742
YER 277.08497
ZAR 18.722468
ZMK 10520.29035
ZMW 22.203382
ZWL 376.341805
  • MDAX

    394.9100

    32110.41

    +1.23%

  • TecDAX

    25.3000

    4090.64

    +0.62%

  • DAX

    153.5600

    26136.56

    +0.59%

  • Euro STOXX 50

    40.1600

    6462.22

    +0.62%

  • SDAX

    66.6700

    18564.27

    +0.36%

  • Goldpreis

    109.2000

    4680.6

    +2.33%

  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1678

    -0.03%

Britischer Premier Starmer lehnt Rücktritt nach Labour-Absturz bei Kommunalwahlen ab
Britischer Premier Starmer lehnt Rücktritt nach Labour-Absturz bei Kommunalwahlen ab / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP

Britischer Premier Starmer lehnt Rücktritt nach Labour-Absturz bei Kommunalwahlen ab

Nach deutlichen Verlusten seiner sozialdemokratischen Labour-Partei bei den Kommunalwahlen in England hat der britische Premierminister Keir Starmer einen Rücktritt abgelehnt. Trotz der "sehr harten" Ergebnisse sei er weiter entschlossen, "den Wandel herbeizuführen, den ich versprochen habe", sagte Starmer am Freitag. Auch bei den Regionalwahlen in Schottland und Wales wurden Verluste für Labour erwartet. Die Rechtsaußen-Partei Reform UK etablierte sich mit deutlichen Zugewinnen als politische Kraft in Großbritannien.

Textgröße:

Starmer sagte am Tag nach den Wahlen, die Ergebnisse könnten nicht schöngeredet werden. "Das tut weh, und es sollte wehtun, und ich übernehme die Verantwortung", sagte der Premier. Gleichzeitig schloss er einen Rückzug von seinem Amt aus. "Ich werde nicht einfach weggehen und das Land ins Chaos stürzen", betonte Starmer, der seit Monaten unter Druck steht. "Tage wie dieser" könnten an seiner Entschlossenheit nichts ändern.

Nigel Farage, Chef der einwanderungsfeindlichen Reform UK, sagte, die Wahlen hätten einen "wirklich historischen Wandel in der britischen Politik" gezeigt. "Wir sind hier, um zu bleiben." Bisher waren in England zwei Parteien vorherrschend, die linksgerichtete Labour und die konservativen Tories.

Am Freitagnachmittag lag Reform UK bei den Wahlen in England deutlich vorne: Die Rechtsaußen-Partei kam auf fast 520 Sitze, während Labour in 61 der 136 Gemeinden, aus denen Ergebnisse vorlagen, auf 278 Mandate kam - laut BBC ein Verlust von 353 Sitzen. In der Hauptstadt London wurden Verluste für die konservativen Tories in bisherigen Hochburgen erwartet. Die Grünen konnten den Stadtteil Hackney erobern.

In Wales drohte Labour zum ersten Mal seit der Gründung des dortigen Regionalparlaments vor 27 Jahren der Verlust der Kontrolle über das Abgeordnetenhaus. Die Meinungsforscher des Instituts YouGov rechnen in Wales mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Reform UK und der Mitte-links-Partei Plaid Cymru, welche die Unabhängigkeit von Wales anstrebt.

Auch in Schottland befürchtete Labour ein demütigendes Ergebnis bei der Wahl des Regionalparlaments. Dort dürfte die Schottische Nationalpartei (SNP) weiter das Regionalparlament kontrollieren. Sie setzt sich für die Unabhängigkeit Schottlands ein.

Die Ergebnisse dürften die Rücktrittsforderungen gegen Starmer befeuern. Politisch ist er seit längerem angeschlagen; mittlerweile ist er einer der unbeliebtesten Premierminister aller Zeiten. Ihm ist es bislang nicht gelungen, die Wirtschaft anzukurbeln und den Anstieg der Lebensmittelpreise zu stoppen.

Zuletzt belastete die Epstein-Affäre um das langjährige Labour-Schwergewicht Peter Mandelson den Premier zusätzlich. Starmer hatte den Parteifreund zum Botschafter in Washington ernannt - trotz dessen Verbindungen zu dem 2019 im Gefängnis gestorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Starmer war im Sommer 2024 mit einem historischen Wahlergebnis und einer absoluten Mehrheit im Unterhaus in Downing Street 10 eingezogen. Damit beendete er die 14 Jahre währende konservative Regierungszeit. Die anfängliche Begeisterung vieler Wähler wich rasch Ernüchterung und Enttäuschung.

In den britischen Medien kursierten schon vor den Wahlen Gerüchte, dass die ehemalige Vizepremierministerin Angela Rayner oder Gesundheitsminister Wes Streeting versuchen könnten, Starmer zu beerben. Auch der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, gilt als ein möglicher Nachfolger.

Die "Times" hatte am Wahltag berichtet, dass Energieminister Ed Miliband den Premierminister hinter verschlossenen Türen dazu gedrängt habe, einen Zeitplan für seinen Rücktritt nach den Wahlen aufzustellen.

Vize-Premierminister David Lammy betonte am Tag nach den Wahlen jedoch, dass ein Führungswechsel ein Fehler sei. "Man wechselt nicht den Piloten während des Fluges, man macht weiter", sagte er im BBC-Radio. Zugleich räumte Lammy ein, dass es "viel Frustration" gebe, aber "manchmal werden unsere Fehler stärker wahrgenommen als unsere Erfolge".

Starmer will die Partei in die nächste Parlamentswahl führen, die voraussichtlich 2029 stattfinden wird. Daneben wird auch über eine Kabinettsumbildung spekuliert, um die Regierung zu stärken.

Der Finanzangestellte Ian Tanner aus London sagte, er sei zwar gegen Starmers "schreckliche Politik", allerdings befürchte er, dass ein möglicher Nachfolger "noch weiter links" stehen könnte. Die ebenfalls in der Finanzbranche tätige Dayo Foster sagte, aus ihrer Sicht verfolge Labour den richtigen Kurs. Starmer brauche aber mehr Zeit, seine Vorhaben umzusetzen.

M.Yamazaki--JT