The Japan Times - Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue

EUR -
AED 4.164278
AFN 73.703929
ALL 92.035421
AMD 411.813851
ANG 2.030112
AOA 1039.794699
ARS 1729.140013
AUD 1.623802
AWG 2.041037
AZN 1.927083
BAM 1.954446
BBD 2.284317
BDT 139.445844
BGN 1.90887
BHD 0.427449
BIF 3397.192469
BMD 1.133909
BND 1.448996
BOB 13.672406
BRL 5.900183
BSD 1.134114
BTN 108.801617
BWP 15.486134
BYN 3.423428
BYR 22224.623627
BZD 2.28102
CAD 1.609301
CDF 2619.33096
CHF 0.94597
CLF 0.027956
CLP 1103.85725
CNY 7.600991
CNH 7.606366
COP 3781.780509
CRC 516.741974
CUC 1.133909
CUP 27.219141
CVE 110.188656
CZK 24.430873
DJF 201.518854
DKK 7.475156
DOP 67.443272
DZD 151.787585
EGP 59.030532
ERN 17.008641
ETB 185.251614
FJD 2.543591
FKP 0.855352
GBP 0.857179
GEL 2.942525
GGP 0.855352
GHS 13.26108
GIP 0.855352
GMD 83.909169
GNF 9975.088741
GTQ 8.659153
GYD 237.305582
HKD 8.896432
HNL 30.446905
HRK 7.533466
HTG 148.427162
HUF 367.11222
IDR 20329.861072
ILS 3.477768
IMP 0.855352
INR 108.913073
IQD 1485.770581
IRR 1558955.294935
ISK 136.806549
JEP 0.855352
JMD 179.545601
JOD 0.803946
JPY 178.451228
KES 147.10207
KGS 99.158448
KHR 4602.77037
KMF 490.983101
KPW 1020.518792
KRW 1533.238568
KWD 0.350061
KYD 0.945137
KZT 497.895032
LAK 25447.368742
LBP 101561.237429
LKR 375.409897
LRD 194.503523
LSL 18.580427
LTL 3.348139
LVL 0.685891
LYD 7.254846
MAD 10.984389
MDL 20.124879
MGA 4994.539524
MKD 61.551624
MMK 2380.497127
MNT 4078.923643
MOP 9.16593
MRU 45.411537
MUR 53.985785
MVR 17.530592
MWK 1966.637412
MXN 20.470296
MYR 4.628048
MZN 72.454233
NAD 18.580099
NGN 1501.273332
NIO 41.741815
NOK 10.885989
NPR 174.080853
NZD 2.010926
OMR 0.435992
PAB 1.134114
PEN 3.901266
PGK 5.131445
PHP 71.018989
PKR 314.184916
PLN 4.370433
PYG 6662.383955
QAR 4.134036
RON 5.276646
RSD 117.500246
RUB 94.964153
RWF 1674.525034
SAR 4.259546
SBD 9.100982
SCR 15.792061
SDG 682.049087
SEK 11.337625
SGD 1.44921
SHP 0.855426
SLE 27.899183
SLL 23777.503301
SOS 648.145215
SRD 42.808447
STD 23469.634579
STN 24.483037
SVC 9.924124
SYP 14743.089901
SZL 18.576129
THB 38.04257
TJS 10.439767
TMT 3.968683
TND 3.366667
TOP 2.730181
TRY 55.577657
TTD 7.693669
TWD 36.132132
TZS 2987.854618
UAH 50.870657
UGX 4445.919636
USD 1.133909
UYU 45.468497
UZS 13405.711827
VES 971.437448
VND 29450.461079
VUV 134.840583
WST 3.140147
XAF 655.957
XAG 0.018456
XAU 0.000271001775
XCD 3.064447
XCG 2.043984
XDR 0.801733
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.311266
ZAR 18.591885
ZMK 10206.55038
ZMW 22.200423
ZWL 365.118354
SSP 6477.561477
MXV 2.3177
  • EUR/USD

    -0.0005

    1.1342

    -0.04%

  • SDAX

    130.5800

    18379.1

    +0.71%

  • MDAX

    -12.4000

    30883.19

    -0.04%

  • Euro STOXX 50

    18.9800

    6320.26

    +0.3%

  • TecDAX

    33.9500

    4003.1

    +0.85%

  • Goldpreis

    36.3000

    4216

    +0.86%

  • DAX

    24.7900

    25399.21

    +0.1%

Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue
Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue

Das Versenden von objektiv rassistischen oder das NS-Unrecht verharmlosenden Chatnachrichten durch einen Beamten lässt laut Bundesverwaltungsgericht nicht automatisch den Rückschluss auf einen mit der weiteren Dienstausübung unvereinbaren Verstoß gegen die Verfassungstreuepflicht zu. Das entschied das Gericht in Leipzig nach Angaben vom Donnerstag im Fall eines Feuerwehrmanns aus Bremen. (Az. BVerwG 2 C 12.25)

Textgröße:

Es stellte dabei nicht in Frage, dass es sich beim Versenden solcher Nachrichten um Dienstvergehen handelt, die disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen müssen. Differenziert positionierte sich das Gericht aber in der Frage, ob das Verschicken anscheinend rassistischer oder anderweitig gegen Grundprinzipien des Rechtsstaats gerichteter Chats zudem automatisch darauf schließen lässt, dass der Betreffende wegen fehlender Verfassungstreue aus dem Beamtenverhältnis zu entfernen sei.

Entsprechend weitreichende Entscheidungen durch Disziplinargerichte setzten "eine Aufklärung des Kontexts der Meinungsäußerung und der subjektiven Einstellung des Beamten voraus", betonte das Gericht. Es müsse sichergestellt sein, dass derartige Äußerungen auch "von einer entsprechenden inneren Einstellung" getragen und nicht etwa durch "äußere Einflussfaktoren der gruppenspezifischen Kommunikation" zu erklären seien, etwa einer Art "Überbietungswettbewerb" in Chats.

Demnach läge auch in dieser Konstellation ein Verstoß gegen zentrale Pflichten des Beamtentums vor - namentlich gegen die Pflicht, dem in Beamte gesetzten Vertrauen sowie der dem Beruf entsprechenden Achtung gerecht zu werden. Eine Zurückstufung bei der Besoldung sei auch im Fall rassistischer oder das NS-Unrecht relativierender Äußerungen ohne eine entsprechende innere Einstellung "der Ausgangspunkt der Maßnahmebemessung", stellte das Bundesverwaltungsgericht klar. Eine Entfernung aus dem Beamtenverhältnis wäre dann aber ungerechtfertigt.

Mit seinem Urteil vom Donnerstag hob es zugunsten des Feuerwehrmanns eine Entscheidung des Oberverwaltungsgericht Bremen aus dem vergangenen Jahr auf. Es hatte den Hauptbrandmeister in einem vom Land Bremen angestrengten Disziplinarklageverfahren aus dem Beamtenverhältnis entfernt, weil es von einem Verstoß gegen die Verfassungstreuepflicht ausging. Das Oberverwaltungsgericht muss nun unter Beachtung der von den Leipziger Richtern aufgestellten Kriterien neu entscheiden.

Das Bundesverwaltungsgericht verwies dabei auf die vom beklagten Feuerwehrmann vorgetragene Schilderung, er habe sich in dem Chat von anderen Teilnehmern anstacheln lassen und über seine eigentlichen Einstellungen hinausgehenden Beiträge verschickt. Es handle sich um eine denkbare Möglichkeit, entschied das oberste Verwaltungsgericht. Es sei in dem Fall daher noch "weitere Sachaufklärung erforderlich".

Hintergrund ist ein Skandal um Bilder und Textnachrichten in einer von Bremer Feuerwehrangehörigen betriebenen Gruppe im Messengerdienst Whatsapp in den Jahren 2013 bis 2015. Nach früheren Gerichtsangaben soll der Beamte darin unter anderem Meinungsäußerungen verschickt haben, die Menschen wegen ihrer Herkunft oder Hautfarbe verächtlich machten oder von Nationalsozialisten begangene Unrechtstaten verharmlosten.

Y.Hara--JT