The Japan Times - Justizministerin Hubig kündigt strengere Regeln für Ticketzweitmarkt an

EUR -
AED 4.243163
AFN 76.836825
ALL 93.168392
AMD 422.683441
AOA 1059.490664
ARS 1731.895657
AUD 1.635936
AWG 2.081143
AZN 1.964472
BAM 1.956127
BBD 2.327789
BDT 142.803865
BHD 0.435867
BIF 3452.176908
BMD 1.155388
BND 1.478954
BOB 13.753358
BRL 5.87804
BSD 1.155693
BTN 110.085873
BWP 15.570074
BYN 3.435989
BYR 22645.606405
BZD 2.324398
CAD 1.610755
CDF 2614.066317
CHF 0.933808
CLF 0.026824
CLP 1055.723909
CNY 7.7961
CNH 7.793635
COP 3642.60356
CRC 524.689954
CUC 1.155388
CUP 30.617784
CVE 110.283907
CZK 24.250092
DJF 205.808847
DKK 7.47569
DOP 67.38126
DZD 153.592261
EGP 57.747336
ERN 17.330821
ETB 186.880539
FJD 2.553243
FKP 0.857011
GBP 0.85579
GEL 3.016025
GGP 0.857011
GHS 13.568326
GIP 0.857011
GMD 84.917311
GNF 10149.74009
GTQ 8.818397
GYD 242.045687
HKD 9.064453
HNL 30.979177
HRK 7.536369
HTG 151.115254
HUF 363.604111
IDR 20498.202116
ILS 3.466245
IMP 0.857011
INR 110.109235
IQD 1514.05302
IRR 1589294.076063
ISK 142.216689
JEP 0.857011
JMD 183.540672
JOD 0.819128
JPY 183.187355
KES 149.507516
KGS 101.038588
KHR 4685.803343
KMF 492.195074
KRW 1637.520047
KWD 0.3569
KYD 0.963165
KZT 538.813048
LAK 26101.474886
LBP 103496.143572
LKR 387.344731
LRD 208.609375
LSL 18.700163
LTL 3.411561
LVL 0.698883
LYD 7.365231
MAD 10.777548
MDL 20.086965
MGA 4949.848611
MKD 61.530283
MMK 2425.794575
MNT 4152.757665
MOP 9.339844
MRU 46.355747
MUR 54.303359
MVR 17.850882
MWK 2004.078274
MXN 19.818137
MYR 4.726342
MZN 73.835072
NAD 18.700163
NGN 1573.280637
NIO 42.527107
NOK 10.987336
NPR 176.136435
NZD 1.961554
OMR 0.444245
PAB 1.155698
PEN 3.903852
PGK 5.109876
PHP 70.211802
PKR 320.85972
PLN 4.299164
PYG 6879.149604
QAR 4.213104
RON 5.244535
RSD 117.352589
RUB 95.451742
RWF 1697.791072
SAR 4.326647
SBD 9.319009
SCR 17.004638
SDG 693.805905
SEK 10.965222
SGD 1.478256
SLE 28.420632
SOS 660.501804
SRD 43.750504
STD 23914.200576
STN 24.504095
SVC 10.112734
SZL 18.697125
THB 38.145135
TJS 10.673415
TMT 4.055412
TND 3.387866
TRY 55.125778
TTD 7.839344
TWD 37.238734
TZS 3058.893435
UAH 51.843388
UGX 4304.71938
USD 1.155388
UYU 46.557982
UZS 13790.304557
VES 873.198868
VND 30219.175282
VUV 137.91453
WST 3.158504
XAF 656.069478
XAG 0.018024
XAU 0.000266
XCD 3.122494
XCG 2.082948
XDR 0.815502
XOF 656.069478
XPF 119.331742
YER 275.449418
ZAR 18.687033
ZMK 10399.872862
ZMW 21.617706
ZWL 372.034491
  • SDAX

    -40.6900

    18618.94

    -0.22%

  • Goldpreis

    -9.3000

    4390.4

    -0.21%

  • Euro STOXX 50

    31.2400

    6555.1

    +0.48%

  • DAX

    68.4200

    26387.87

    +0.26%

  • TecDAX

    10.2600

    4079.04

    +0.25%

  • MDAX

    21.2200

    32428.42

    +0.07%

  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1553

    -0.08%

Justizministerin Hubig kündigt strengere Regeln für Ticketzweitmarkt an
Justizministerin Hubig kündigt strengere Regeln für Ticketzweitmarkt an / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Justizministerin Hubig kündigt strengere Regeln für Ticketzweitmarkt an

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will schärfer gegen überhöhte Preise auf dem Ticketzweitmarkt vorgehen. "Ein Blick in andere Länder zeigt: Auch auf nationaler Ebene kann man den Ticketzweitmarkt wirksam regulieren. Diese Möglichkeiten will ich nutzen", sagte Hubig der "Bild"-Zeitung vom Freitag. Sie reagiert auf einen offenen Brief von Künstlern und Veranstaltungsfirmen, die sie auffordern, gegen "Wucher und Betrug" auf dem Ticketzweitmarkt zu handeln.

Textgröße:

Gewerbliche Wiederverkäufer kaufen Tickets in Massen auf, nicht selten mithilfe automatisierter Software (sogenannten Bots), wie es in dem offenen Brief heißt. Anschließend würden sie Tickets zu horrenden Preisen weiterverkaufen. Ein Ticket, das für 60 Euro angeboten wurde, werde auf Plattformen wie Viagogo oder Ebay etwa für 100, 200 oder noch mehr Euro gehandelt. Aufschläge von 250 Prozent und mehr seien keine Seltenheit.

Das Geld fließe allerdings weder den Künstlerinnen und Künstlern noch der Veranstaltungswirtschaft zu, es fließe "nicht in die Produktion neuer Musik, in faire Löhne oder in die nächste Tour", heißt es in dem offenen Brief weiter. Es lande in den Taschen von Zwischenhändlern, "die zur Kultur nichts beitragen als Abzocke".

Den offenen Brief hatte kürzlich der Verband freier Musikschaffender Pro Musik veröffentlicht - unterschrieben von zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern wie den Toten Hosen oder Ikkimel. Zu den Initiatoren gehört auch der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft.

Hubig hat nicht nur Musikveranstaltungen im Visier: Konzerte, Fußballspiele und andere Veranstaltungen dürften nicht nur denjenigen offenstehen, "die sich die horrenden Preise auf dem Zweitmarkt leisten können", sagte sie der "Bild". Sie skizzierte erste Maßnahmen: Ein möglicher Schritt sei, überzogene Preisaufschläge beim Weiterverkauf zu begrenzen.

Zugleich müsse der private Weiterverkauf von Tickets möglich bleiben und dürfe nicht unnötig kompliziert werden, betonte die Ministerin. "Es geht darum, kommerzielle Geschäftemacherei einzudämmen - im Interesse von Fans, Künstlerinnen und Künstlern sowie Sportlerinnen und Sportlern."

Wie die Ministerin verwies auch Pro Musik auf Regelungen im Ausland: In Frankreich sei der kommerzielle Weiterverkauf von Tickets "seit Jahrzehnten" gesetzlich eingeschränkt. In Großbritannien müssten Originalpreis, Sitznummer und Verkäuferidentität klar ausgewiesen sein. In den USA verbiete der Better Online Ticket Sales-Act unter anderem den Einsatz automatisierter Kaufprogramme. In Belgien und Italien existierten vergleichbare Schutzregelungen.

Deutschland hingegen sei ein nahezu regulierungsfreier Raum für Ticketspekulanten. Das sei ein politisches Versäumnis. Pro Musik schlug unter anderem vor, dass Veranstalter künftig das Recht haben festzulegen, auf welchen Plattformen Tickets weiterverkauft werden dürfen und unerwünschte Angebote löschen lassen zu können. Ein Weiterverkauf solle nur bis zu einem Aufschlag von maximal 25 Prozent auf den Originalpreis erlaubt sein. Der Verkauf von Tickets, die noch gar nicht im Besitz eines Verkäufers sind, müsse verboten werden - ebenso der Einsatz automatisierter Bots zum massenweisen Ticketkauf.

Pro Musik verwies auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD aus dem vergangenen Jahr: "Die Bundesregierung will den Ticketzweitmarkt für Sport- und Kulturveranstaltungen stärker regulieren, um Verbraucherinnen und Verbraucher vor überhöhten Preisen, Intransparenz und betrügerischen Verkaufspraktiken zu schützen und Veranstalter besser in die Lage zu versetzen, sich gegen unlauteres Verhalten von Ticketspekulanten zur Wehr zu setzen." Die Bundesregierung müsse nun "zügig" einen Gesetzentwurf vorlegen.

K.Nakajima--JT