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Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat sich für einen stärkeren Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ausgesprochen, um Sicherheitslücken bei Internetseiten zu schließen. "Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters der Cybersicherheit", sagte Wildberger dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe). KI-basierte Tools könnten dabei helfen, "Schwachstellen schneller und präziser aufzuspüren als je zuvor". Im digitalen Raum gehe es jetzt um Geschwindigkeit, um Sicherheitslücken rechtzeitig zu schließen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Behörden weltweit hatten in der vergangenen Woche vor einer hochkritischen Schwachstelle in der Programmiersprache PHP gewarnt. PHP ist eine der weltweit am häufigsten genutzten Technologien für den Betrieb von Internetseiten und Online-Diensten. Zahlreiche Websites - auch von Bundesregierung und Bundesverwaltung - wurden vorübergehend vom Netz genommen.
Die Bundesregierung nehme den Vorfall und die aktuellen Warnungen sehr ernst, sagte Wildberger. "Unsere Cybersicherheitsbehörden haben vorausschauend, schnell und klar reagiert", bilanzierte der Digitalminister. Ein Sprecher des Digitalministeriums wies darauf hin, dass die Sicherheitswarnung vom Mittwoch noch gültig sei. "Das BSI sehe weiterhin "akuten Handlungsbedarf" und rufe alle Nutzer von PHP auf, zügig die bereitgestellten Aktualisierungen aufzuspielen.
Wildberger verwies darauf, dass die Bundesregierung gezielt in die digitale Souveränität investiere und eigene Kompetenzen aufbaue, etwa mit dem neuen KI-Sicherheitsinstitut in Berlin. "Indem wir führende Modelle unabhängig prüfen und Künstliche Intelligenz konsequent für den Schutz unserer Netze einsetzen, können wir diesen Wettlauf gewinnen", sagte der CDU-Politiker.
S.Yamamoto--JT