Goldpreis
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Alexander Zverev hat den ersten deutschen Wimbledon-Triumph im Männereinzel seit 35 Jahren verpasst. Der Hamburger verlor das Finale des prestigeträchtigen Tennisturniers in London 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 gegen seinen italienischen Angstgegner Jannik Sinner, der seinen Titel erfolgreich verteidigte. Für Zverev ist es in seinem fünften Major-Finale die vierte Niederlage.
Fünf Wochen nach seinem ersten Grand-Slam-Sieg bei den French Open hätte Zverev die Nachfolge von Michael Stich antreten können, der 1991 als letzter Deutscher beim Rasenklassiker gewann. Zudem hätte er als erst dritter Deutscher nach dem dreimaligen Champion Boris Becker und Stich an der Church Road triumphieren können. Geschlechterübergreifend gewann zuletzt Angelique Kerber 2018 den Titel im All England Club.
Zverev wäre der erste Spieler seit der Einführung der Open Era 1968 gewesen, der nach seinem ersten Titel direkt beim folgenden Major den zweiten Sieg gefeiert hätte. Der 29-Jährige wäre zudem der 14. Spieler in der langen Geschichte des Sports gewesen, dem innerhalb weniger Wochen der Titel-Doppelpack in Paris und im All England Club gelungen wäre.
Gegen den Weltranglistenersten Sinner kassierte Zverev, der sein fünftes Finale bei einem Grand Slam bestritt, nun die bereits zehnte Niederlage nacheinander. Trotz des bitteren Dämpfers zeigte Zverev in diesem Jahr große Fortschritte auf dem Rasen von Wimbledon, wo er zuvor nie weiter als das Achtelfinale gekommen war.
Nach dem erlösenden Triumph in Paris war er mit einem neuen Selbstvertrauen aufgetreten. Mit dem Einzug in sein fünftes Grand-Slam-Finale hatte er bereits den Spanier Carlos Alcaraz von Platz zwei der Weltrangliste verdrängt, als Verlierer des Endspiels kassiert er nun immerhin ein üppiges Preisgeld in Höhe von umgerechnet 2,11 Millionen Euro.
Sinner meldete sich derweil nach seinem schockierenden Zweitrundenaus bei den French Open eindrucksvoll zurück und gewann seinen fünften Major-Titel. Er erhielt für seinen zweiten Wimbledon-Triumph ein Preisgeld von umgerechnet 4,22 Millionen Euro.
Y.Ishikawa--JT