The Japan Times - EU-Gipfel: Ringen um Nutzung russischer Vermögen für die Ukraine

EUR -
AED 4.24119
AFN 73.895229
ALL 96.121797
AMD 435.474912
ANG 2.066857
AOA 1058.781575
ARS 1596.310642
AUD 1.675918
AWG 2.07975
AZN 1.960111
BAM 1.969704
BBD 2.324417
BDT 141.599507
BGN 1.973594
BHD 0.43586
BIF 3422.279069
BMD 1.154615
BND 1.489917
BOB 7.974288
BRL 6.006067
BSD 1.154051
BTN 109.817165
BWP 15.920377
BYN 3.431925
BYR 22630.455382
BZD 2.320983
CAD 1.608887
CDF 2638.295737
CHF 0.924067
CLF 0.027103
CLP 1070.177986
CNY 7.960731
CNH 7.957821
COP 4258.786141
CRC 536.589946
CUC 1.154615
CUP 30.597299
CVE 110.698737
CZK 24.551703
DJF 205.198458
DKK 7.471171
DOP 69.389397
DZD 153.622695
EGP 62.963126
ERN 17.319226
ETB 181.332532
FJD 2.586049
FKP 0.875243
GBP 0.871983
GEL 3.106408
GGP 0.875243
GHS 12.700953
GIP 0.875243
GMD 85.441642
GNF 10131.746943
GTQ 8.830369
GYD 241.515831
HKD 9.053296
HNL 30.718522
HRK 7.533981
HTG 151.469174
HUF 384.711992
IDR 19561.603986
ILS 3.6446
IMP 0.875243
INR 108.105439
IQD 1512.545742
IRR 1519329.105994
ISK 143.368111
JEP 0.875243
JMD 182.578767
JOD 0.818602
JPY 183.457368
KES 150.099783
KGS 100.971005
KHR 4630.006503
KMF 494.755683
KPW 1039.124319
KRW 1743.41035
KWD 0.357388
KYD 0.961688
KZT 549.841159
LAK 25343.800878
LBP 103395.779747
LKR 364.071444
LRD 212.073918
LSL 19.709295
LTL 3.409278
LVL 0.698416
LYD 7.395285
MAD 10.786992
MDL 20.438267
MGA 4823.981745
MKD 61.622462
MMK 2424.112128
MNT 4123.140655
MOP 9.318717
MRU 46.311692
MUR 54.405395
MVR 17.862002
MWK 2005.566775
MXN 20.731979
MYR 4.67505
MZN 73.837509
NAD 19.709099
NGN 1599.396069
NIO 42.409414
NOK 11.215521
NPR 175.707263
NZD 2.012736
OMR 0.443931
PAB 1.154046
PEN 4.036553
PGK 5.069058
PHP 69.790126
PKR 322.368849
PLN 4.29201
PYG 7475.769141
QAR 4.207446
RON 5.10028
RSD 117.465776
RUB 93.877539
RWF 1685.738003
SAR 4.333345
SBD 9.285457
SCR 16.140178
SDG 693.923359
SEK 10.948418
SGD 1.485995
SHP 0.86626
SLE 28.345495
SLL 24211.71322
SOS 659.875403
SRD 43.152621
STD 23898.200801
STN 25.084012
SVC 10.098325
SYP 127.648533
SZL 19.70917
THB 37.692393
TJS 11.06158
TMT 4.052699
TND 3.38287
TOP 2.780035
TRY 51.317212
TTD 7.840377
TWD 36.893992
TZS 2988.502822
UAH 50.701002
UGX 4344.686613
USD 1.154615
UYU 46.820491
UZS 14081.108519
VES 546.453738
VND 30412.560957
VUV 138.950239
WST 3.197445
XAF 660.620113
XAG 0.015389
XAU 0.000248
XCD 3.120405
XCG 2.079881
XDR 0.820876
XOF 658.695399
XPF 119.331742
YER 275.548508
ZAR 19.591197
ZMK 10392.918889
ZMW 22.059713
ZWL 371.785582
  • MDAX

    350.2900

    28150.78

    +1.24%

  • TecDAX

    37.2300

    3421.6

    +1.09%

  • Euro STOXX 50

    27.9400

    5569.73

    +0.5%

  • DAX

    117.1600

    22680.04

    +0.52%

  • SDAX

    102.7500

    16492.54

    +0.62%

  • Goldpreis

    21.0000

    4699.6

    +0.45%

  • EUR/USD

    0.0094

    1.1561

    +0.81%

EU-Gipfel: Ringen um Nutzung russischer Vermögen für die Ukraine
EU-Gipfel: Ringen um Nutzung russischer Vermögen für die Ukraine / Foto: JOHN THYS - AFP

EU-Gipfel: Ringen um Nutzung russischer Vermögen für die Ukraine

Auf dem EU-Gipfel in Brüssel haben sich die Partnerländer ein zähes Ringen um die Verwendung der in Europa eingefrorenen russischen Vermögenswerte geliefert. Eine Nutzung der Gelder für sogenannte Reparationsdarlehen für die Ukraine wäre eine "bedeutende Entscheidung", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag in Brüssel und drängte die europäischen Verbündeten zu einer entsprechenden Einigung. Beim Thema Verteidigung einigten sich die 27 Staats- und Regierungschefs hingegen auf einen zügigen und großangelegten Ausbau der europäischen Fähigkeiten.

Textgröße:

Die Staats- und Regierungschefs der EU diskutierten in Brüssel darüber, ob rund 140 Milliarden Euro russischer Zentralbankgelder, die in Belgien eingefroren sind, für Kredite an die Ukraine genutzt werden sollen. Einem ersten Vorschlag der Kommission zufolge würde Russland erst dann wieder auf das Geld zugreifen können, wenn es Reparationen an Kiew zahlt. Haften würden zunächst die EU-Mitgliedstaaten für das Geld.

Selenskyj sagte, die Gespräche zur Verwendung der Vermögenswerte seien nicht "einfach", aber die Ukraine "setzt auf Entscheidungen bei diesem Thema". Im Onlinedienst X schrieb er deutlicher: Wer die Entscheidung verzögere, "schränkt nicht nur unsere Verteidigung ein, sondern verlangsamt auch den Fortschritt der EU selbst".

Die meisten EU-Länder haben bereits Zustimmung zu einer Einigung bei dem Thema signalisiert, welche die EU-Kommission beauftragen würde, konkrete Vorschläge für eine rechtssichere Umsetzung zu machen.

Der belgische Regierungschef Bart de Wever dämpfte allerdings zu Beginn des Gipfels die Hoffnung auf eine schnelle Einigung und stellte Bedingungen für seine Zustimmung auf. Er forderte, dass sowohl die Ausfallrisiken als auch die finanziellen Folgen möglicher Gegenreaktionen aus Russland auf alle EU-Länder verteilt werden.

Außerdem sollten alle EU-Länder, in denen weitere russische Vermögenswerte angelegt sind, dies offenlegen. Andernfalls werde er "alles in meiner Macht Stehende tun, um diese Entscheidung zu verhindern". Belgien fürchtet unter anderem, finanzielle Risiken durch mögliche Gegenmaßnahmen Russlands alleine tragen zu müssen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von "ernstzunehmende Einwendungen, über die wir sprechen müssen". Er zeigte sich dennoch zuversichtlich: "Wir werden da aber auch einen Schritt weiter kommen."

Klar wurde unterdessen, dass Ungarn weder eine Einigung zu den Vermögenswerten, noch die übrige EU-Position zur Unterstützung der Ukraine mittragen wird. Wie bereits bei den vergangenen Gipfeln wurde der Teil zur Ukraine aus der Abschlusserklärung herausgenommen. In der Vergangenheit wurden die diesbezüglichen Schlussfolgerungen dann nur im Namen von 26 der 27 Mitgliedstaaten veröffentlicht.

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban war erst am späten Nachmittag zum Gipfel angereist und verpasste so den Großteil der Diskussion zur Ukraine. Er hatte Sanktionen gegen Russland in der Vergangenheit immer wieder blockiert und sich gegen die Verwendung der russischen Vermögenswerte ausgesprochen.

In ihrer Abschlusserklärung zum Thema Verteidigung und Sicherheit bekannten sich die Staats- und Regierungschefs im Großen und Ganzen zu einem Vorschlag der Kommission aus der vergangenen Woche, der unter anderem den Aufbau einer effizienten Drohnenabwehr vorsieht. Sie forderten eine besondere Ausrichtung auf Drohnenabwehr und Luftverteidigung. Die EU reagiert damit auf das Eindringen russischer Drohnen und Kampfflugzeuge in europäischen Luftraum sowie mysteriöse Drohnensichtungen in mehreren EU-Ländern.

Bereits am Mittwochabend hatten sich die EU-Länder auf ein 19. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Brüssel strebt demnach ein Ende der russischen Lieferungen von Flüssigerdgas bis Ende 2026 an und will gegen die sogenannte russische Schattenflotte vorgehen - Tanker, mit denen Russland das Öl-Embargo umgeht. Die USA verhängten Sanktionen gegen die wichtigen russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil. Selenskyj sprach von "sehr wichtigen" Sanktionen und "einer starken und notwendigen Botschaft". Moskau und Peking verurteilten die Sanktionen Brüssels und Washingtons scharf.

Vor dem Gipfel hatte ein mögliches Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für Unsicherheit über den Kurs Washingtons im Ukraine-Krieg gesorgt. In Brüssel zeigte sich Selenskyj jedoch zufrieden mit der Entwicklung der letzten Tage: Die USA hätten nun Sanktionen gegen russische Energieexporte beschlossen, das von der Ukraine kritisch gesehene Treffen von Trump und Putin in Ungarn sei abgesagt worden.

Als weitere Themen hat Ratspräsident António Costa die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Klimaziele der Europäischen Union auf die Agenda des Gipfels gesetzt. Merz forderte nachdrücklich "schnelle Entscheidungen" der EU beim Thema Bürokratieabbau. "Ich mache mir allergrößte Sorgen um die Arbeitsplätze in ganz Europa", sagte er.

K.Hashimoto--JT