The Japan Times - EU-Gipfel: Ringen um Nutzung russischer Vermögen für die Ukraine

EUR -
AED 4.305592
AFN 77.502034
ALL 96.677795
AMD 447.438236
ANG 2.099047
AOA 1075.080192
ARS 1701.720203
AUD 1.751362
AWG 2.113229
AZN 1.999485
BAM 1.953323
BBD 2.363013
BDT 143.478026
BGN 1.954021
BHD 0.442003
BIF 3470.812747
BMD 1.172388
BND 1.508293
BOB 8.124799
BRL 6.405931
BSD 1.173217
BTN 105.603513
BWP 15.404528
BYN 3.446558
BYR 22978.805823
BZD 2.359617
CAD 1.609073
CDF 2538.220138
CHF 0.929584
CLF 0.026801
CLP 1051.398019
CNY 8.202497
CNH 8.168426
COP 4420.782248
CRC 582.763363
CUC 1.172388
CUP 31.068283
CVE 110.126735
CZK 24.168741
DJF 208.356321
DKK 7.469109
DOP 73.966503
DZD 152.130231
EGP 55.909311
ERN 17.585821
ETB 182.079843
FJD 2.673162
FKP 0.869956
GBP 0.871881
GEL 3.159628
GGP 0.869956
GHS 12.319533
GIP 0.869956
GMD 86.757138
GNF 10264.02584
GTQ 8.998702
GYD 245.46182
HKD 9.136068
HNL 30.930902
HRK 7.536461
HTG 153.545912
HUF 383.549119
IDR 19599.455882
ILS 3.721934
IMP 0.869956
INR 105.713645
IQD 1536.957221
IRR 49386.846867
ISK 147.193253
JEP 0.869956
JMD 186.444327
JOD 0.831232
JPY 183.937098
KES 151.238294
KGS 102.517718
KHR 4701.057665
KMF 492.4031
KPW 1055.171203
KRW 1695.214015
KWD 0.360389
KYD 0.977764
KZT 594.868062
LAK 25362.940177
LBP 105065.341074
LKR 363.300773
LRD 208.836022
LSL 19.421034
LTL 3.461757
LVL 0.709166
LYD 6.353968
MAD 10.698468
MDL 19.746124
MGA 5385.19289
MKD 61.575623
MMK 2461.838468
MNT 4174.32193
MOP 9.407109
MRU 46.589109
MUR 54.223183
MVR 18.113792
MWK 2034.428397
MXN 21.028327
MYR 4.75283
MZN 74.927127
NAD 19.420951
NGN 1691.709465
NIO 43.175424
NOK 11.813316
NPR 168.965421
NZD 2.031074
OMR 0.450778
PAB 1.173227
PEN 3.946295
PGK 4.997683
PHP 68.986243
PKR 328.540611
PLN 4.211558
PYG 7702.264014
QAR 4.267642
RON 5.089449
RSD 117.311492
RUB 93.849743
RWF 1709.439197
SAR 4.396659
SBD 9.539524
SCR 16.525359
SDG 705.194002
SEK 10.822326
SGD 1.50826
SHP 0.879595
SLE 28.195557
SLL 24584.395557
SOS 669.353909
SRD 44.699049
STD 24266.065639
STN 24.46907
SVC 10.266023
SYP 12963.331531
SZL 19.415458
THB 36.824776
TJS 10.835004
TMT 4.115082
TND 3.421205
TOP 2.82283
TRY 50.400143
TTD 7.974919
TWD 36.832096
TZS 2907.522576
UAH 49.637256
UGX 4247.667001
USD 1.172388
UYU 45.942123
UZS 14084.196983
VES 349.102512
VND 30833.805773
VUV 142.075203
WST 3.253955
XAF 655.12889
XAG 0.015772
XAU 0.000267
XCD 3.168437
XCG 2.114527
XDR 0.813229
XOF 655.12889
XPF 119.331742
YER 279.556414
ZAR 19.353489
ZMK 10552.90231
ZMW 26.017113
ZWL 377.508474
  • MDAX

    291.2400

    30908.91

    +0.94%

  • SDAX

    143.8500

    17318.58

    +0.83%

  • DAX

    52.4800

    24542.89

    +0.21%

  • TecDAX

    3.9900

    3626.26

    +0.11%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.1755

    +0.03%

  • Goldpreis

    12.1000

    4353.2

    +0.28%

  • Euro STOXX 50

    39.7000

    5791.41

    +0.69%

EU-Gipfel: Ringen um Nutzung russischer Vermögen für die Ukraine
EU-Gipfel: Ringen um Nutzung russischer Vermögen für die Ukraine / Foto: JOHN THYS - AFP

EU-Gipfel: Ringen um Nutzung russischer Vermögen für die Ukraine

Auf dem EU-Gipfel in Brüssel haben sich die Partnerländer ein zähes Ringen um die Verwendung der in Europa eingefrorenen russischen Vermögenswerte geliefert. Eine Nutzung der Gelder für sogenannte Reparationsdarlehen für die Ukraine wäre eine "bedeutende Entscheidung", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag in Brüssel und drängte die europäischen Verbündeten zu einer entsprechenden Einigung. Beim Thema Verteidigung einigten sich die 27 Staats- und Regierungschefs hingegen auf einen zügigen und großangelegten Ausbau der europäischen Fähigkeiten.

Textgröße:

Die Staats- und Regierungschefs der EU diskutierten in Brüssel darüber, ob rund 140 Milliarden Euro russischer Zentralbankgelder, die in Belgien eingefroren sind, für Kredite an die Ukraine genutzt werden sollen. Einem ersten Vorschlag der Kommission zufolge würde Russland erst dann wieder auf das Geld zugreifen können, wenn es Reparationen an Kiew zahlt. Haften würden zunächst die EU-Mitgliedstaaten für das Geld.

Selenskyj sagte, die Gespräche zur Verwendung der Vermögenswerte seien nicht "einfach", aber die Ukraine "setzt auf Entscheidungen bei diesem Thema". Im Onlinedienst X schrieb er deutlicher: Wer die Entscheidung verzögere, "schränkt nicht nur unsere Verteidigung ein, sondern verlangsamt auch den Fortschritt der EU selbst".

Die meisten EU-Länder haben bereits Zustimmung zu einer Einigung bei dem Thema signalisiert, welche die EU-Kommission beauftragen würde, konkrete Vorschläge für eine rechtssichere Umsetzung zu machen.

Der belgische Regierungschef Bart de Wever dämpfte allerdings zu Beginn des Gipfels die Hoffnung auf eine schnelle Einigung und stellte Bedingungen für seine Zustimmung auf. Er forderte, dass sowohl die Ausfallrisiken als auch die finanziellen Folgen möglicher Gegenreaktionen aus Russland auf alle EU-Länder verteilt werden.

Außerdem sollten alle EU-Länder, in denen weitere russische Vermögenswerte angelegt sind, dies offenlegen. Andernfalls werde er "alles in meiner Macht Stehende tun, um diese Entscheidung zu verhindern". Belgien fürchtet unter anderem, finanzielle Risiken durch mögliche Gegenmaßnahmen Russlands alleine tragen zu müssen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von "ernstzunehmende Einwendungen, über die wir sprechen müssen". Er zeigte sich dennoch zuversichtlich: "Wir werden da aber auch einen Schritt weiter kommen."

Klar wurde unterdessen, dass Ungarn weder eine Einigung zu den Vermögenswerten, noch die übrige EU-Position zur Unterstützung der Ukraine mittragen wird. Wie bereits bei den vergangenen Gipfeln wurde der Teil zur Ukraine aus der Abschlusserklärung herausgenommen. In der Vergangenheit wurden die diesbezüglichen Schlussfolgerungen dann nur im Namen von 26 der 27 Mitgliedstaaten veröffentlicht.

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban war erst am späten Nachmittag zum Gipfel angereist und verpasste so den Großteil der Diskussion zur Ukraine. Er hatte Sanktionen gegen Russland in der Vergangenheit immer wieder blockiert und sich gegen die Verwendung der russischen Vermögenswerte ausgesprochen.

In ihrer Abschlusserklärung zum Thema Verteidigung und Sicherheit bekannten sich die Staats- und Regierungschefs im Großen und Ganzen zu einem Vorschlag der Kommission aus der vergangenen Woche, der unter anderem den Aufbau einer effizienten Drohnenabwehr vorsieht. Sie forderten eine besondere Ausrichtung auf Drohnenabwehr und Luftverteidigung. Die EU reagiert damit auf das Eindringen russischer Drohnen und Kampfflugzeuge in europäischen Luftraum sowie mysteriöse Drohnensichtungen in mehreren EU-Ländern.

Bereits am Mittwochabend hatten sich die EU-Länder auf ein 19. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Brüssel strebt demnach ein Ende der russischen Lieferungen von Flüssigerdgas bis Ende 2026 an und will gegen die sogenannte russische Schattenflotte vorgehen - Tanker, mit denen Russland das Öl-Embargo umgeht. Die USA verhängten Sanktionen gegen die wichtigen russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil. Selenskyj sprach von "sehr wichtigen" Sanktionen und "einer starken und notwendigen Botschaft". Moskau und Peking verurteilten die Sanktionen Brüssels und Washingtons scharf.

Vor dem Gipfel hatte ein mögliches Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für Unsicherheit über den Kurs Washingtons im Ukraine-Krieg gesorgt. In Brüssel zeigte sich Selenskyj jedoch zufrieden mit der Entwicklung der letzten Tage: Die USA hätten nun Sanktionen gegen russische Energieexporte beschlossen, das von der Ukraine kritisch gesehene Treffen von Trump und Putin in Ungarn sei abgesagt worden.

Als weitere Themen hat Ratspräsident António Costa die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Klimaziele der Europäischen Union auf die Agenda des Gipfels gesetzt. Merz forderte nachdrücklich "schnelle Entscheidungen" der EU beim Thema Bürokratieabbau. "Ich mache mir allergrößte Sorgen um die Arbeitsplätze in ganz Europa", sagte er.

K.Hashimoto--JT