The Japan Times - Alarm wegen fast 20 russischen Drohnen über Polen - Erstmals Drohnen abgeschossen

EUR -
AED 4.299797
AFN 74.931614
ALL 96.031574
AMD 440.479809
AOA 1073.632019
ARS 1630.923879
AUD 1.658735
AWG 2.110384
AZN 1.991069
BAM 1.957572
BBD 2.356632
BDT 143.793374
BHD 0.441991
BIF 3477.543108
BMD 1.17081
BND 1.491605
BOB 8.084868
BRL 5.951814
BSD 1.170009
BTN 108.01968
BWP 15.698335
BYN 3.415189
BYR 22947.867085
BZD 2.353219
CAD 1.622572
CDF 2692.862132
CHF 0.922241
CLF 0.026918
CLP 1062.884195
CNY 8.028711
CNH 7.989575
COP 4321.376075
CRC 544.269303
CUC 1.17081
CUP 31.026453
CVE 110.364877
CZK 24.380949
DJF 208.360551
DKK 7.472634
DOP 70.751913
DZD 154.895116
EGP 62.392677
ERN 17.562143
ETB 182.71729
FJD 2.590357
FKP 0.884233
GBP 0.868934
GEL 3.137852
GGP 0.884233
GHS 12.881943
GIP 0.884233
GMD 86.055927
GNF 10266.290664
GTQ 8.9511
GYD 244.79212
HKD 9.170184
HNL 31.075122
HRK 7.538722
HTG 153.391609
HUF 375.716879
IDR 19879.175267
ILS 3.601691
IMP 0.884233
INR 108.120574
IQD 1532.787123
IRR 1540639.010301
ISK 143.799546
JEP 0.884233
JMD 184.186683
JOD 0.830104
JPY 185.184012
KES 151.490849
KGS 102.387268
KHR 4687.98221
KMF 499.935712
KPW 1053.715591
KRW 1726.657212
KWD 0.361886
KYD 0.975028
KZT 559.409525
LAK 25810.034579
LBP 104795.918983
LKR 368.813765
LRD 215.285633
LSL 19.207782
LTL 3.457096
LVL 0.708211
LYD 7.42572
MAD 10.885551
MDL 20.148115
MGA 4861.150068
MKD 61.686862
MMK 2458.707556
MNT 4181.642855
MOP 9.439759
MRU 46.500081
MUR 54.747097
MVR 18.089
MWK 2028.840729
MXN 20.374509
MYR 4.655158
MZN 74.873654
NAD 19.207782
NGN 1611.209698
NIO 43.057679
NOK 11.152207
NPR 172.834243
NZD 2.00562
OMR 0.450179
PAB 1.169999
PEN 4.008608
PGK 5.137649
PHP 69.525596
PKR 326.427607
PLN 4.253036
PYG 7589.868588
QAR 4.266561
RON 5.094543
RSD 117.344404
RUB 92.024048
RWF 1712.955071
SAR 4.39342
SBD 9.423358
SCR 16.267549
SDG 703.656832
SEK 10.78531
SGD 1.490218
SLE 28.805163
SOS 668.685149
SRD 43.838662
STD 24233.39373
STN 24.521144
SVC 10.238265
SYP 129.432241
SZL 19.203476
THB 37.319602
TJS 11.121242
TMT 4.109542
TND 3.416892
TRY 52.087256
TTD 7.935843
TWD 37.133975
TZS 3047.034824
UAH 50.705169
UGX 4328.714002
USD 1.17081
UYU 47.533016
UZS 14309.950047
VES 554.33992
VND 30830.342348
VUV 139.819173
WST 3.244211
XAF 656.514677
XAG 0.015136
XAU 0.000244
XCD 3.164171
XCG 2.108745
XDR 0.818368
XOF 656.551158
XPF 119.331742
YER 279.296731
ZAR 19.094782
ZMK 10538.709692
ZMW 22.377104
ZWL 377.000196
  • Euro STOXX 50

    283.3300

    5916.55

    +4.79%

  • Goldpreis

    131.0000

    4815.7

    +2.72%

  • TecDAX

    176.5000

    3602.2

    +4.9%

  • SDAX

    738.0200

    17271.75

    +4.27%

  • MDAX

    1670.3100

    30403.77

    +5.49%

  • DAX

    1149.2600

    24070.85

    +4.77%

  • EUR/USD

    0.0109

    1.1715

    +0.93%

Alarm wegen fast 20 russischen Drohnen über Polen - Erstmals Drohnen abgeschossen
Alarm wegen fast 20 russischen Drohnen über Polen - Erstmals Drohnen abgeschossen / Foto: JANEK SKARZYNSKI - AFP/Archiv

Alarm wegen fast 20 russischen Drohnen über Polen - Erstmals Drohnen abgeschossen

Alarm in Polen und in der gesamten Nato wegen fast 20 russischen Drohnen über dem Nachbarland Deutschlands: "Eine große Zahl" russischer Drohnen drang in der Nacht zum Mittwoch in den polnischen Luftraum ein und wurde nach polnischen Angaben teils abgeschossen. Polens Regierungschef Donald Tusk sprach von einer "Provokation großen Ausmaßes", Warschau beantragte Konsultationen der Nato nach Artikel 4 des Militärbündnisses wegen Bedrohung eines Mitgliedstaates. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 haben Polen und die Nato-Staaten im Baltikum immer wieder Verletzungen ihres Luftraums durch einzelne russische Drohnen gemeldet, bisher hatten sie aber nie Drohnen abgeschossen - und noch nie ein solches Ausmaß gemeldet.

Textgröße:

Ob die russischen Drohnen absichtlich den polnischen Luftraum verletzten oder ob sie aus Versehen beim Angriff Russlands auf die Ukraine bis nach Polen flogen, war zunächst unklar. Russland hatte in der Nacht erneut massive Angriffe auf die Ukraine geflogen, unter anderem auf die westukrainische Stadt Lwiw, die etwa 80 Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt ist. Dabei wurden nach Angaben der ukrainischen Armee 458 Drohnen und Raketen eingesetzt.

Polen meldete in einer vorläufigen Bilanz mindestens 19 Luftraumverletzungen und bestätigte zunächst den Abschuss von drei Drohnen, wie Tusk vor dem polnischen Parlament bekanntgab. Warschau nannte den Vorfall "beispiellos". Tusk sagte: "In dieser Nacht kam es zu einer Verletzung des polnischen Luftraums durch eine große Anzahl russischer Drohnen." Er berief eine Krisensitzung seines Kabinetts ein. Verletzte oder Todesopfer gab es nach seinen Angaben nicht. Sieben Drohnen und Überreste eines noch nicht identifizierten Geschosses wurden im Osten des Landes gefunden, wo nach Angaben des polnischen Innenministeriums ein Haus und ein Auto beschädigt wurden.

Polnische Flugzeuge schossen bei dem Einsatz erstmals russische Drohnen ab. Der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz teilte mit, die Flugzeuge hätten die "feindlichen Objekte" beschossen. Das polnische Einsatzkommando erklärte: "Das ist ein Akt der Aggression, der eine echte Bedrohung für die Sicherheit unserer Bürger darstellt." Polen schloss während der Einsätze den Luftraum über Teilen des Landes, wie der Warschauer Chopin-Flughafen mitteilte. An dem Hauptstadt-Flughafen wurden Starts und Landungen zeitweise gestoppt.

An dem Einsatz waren auch Nato-Flugzeuge beteiligt. Polen bedankte sich bei der Nato und der niederländischen Luftwaffe für die Unterstützung. Laut Den Haag waren niederländische F-35-Kampfjets im Einsatz. Ein Nato-Sprecher bestätigte eine Beteiligung der Luftabwehr der Nato. Es sei das erste Mal gewesen, dass Nato-Flugzeuge "potenzielle Bedrohungen im Luftraum eines Verbündeten angegriffen haben", erklärte er. Während der Luftraumverletzung seien auch deutsche Patriot-Luftabwehrsysteme in Polen in Alarmbereitschaft gesetzt und ein italienisches Frühwarnflugzeug gestartet worden, hieß es weiter.

Die ohnehin für Mittwoch geplante Sitzung des Nordatlantikrats wurde auf Antrag Polens unter Artikel 4 abgehalten. Nato-Generalsekretär Mark Rutte verurteilte das "absolut rücksichtslose" und "absolut gefährliche" Verhalten Russlands und lobte den Nato-Einsatz gegen die russischen Drohnen als "sehr erfolgreich". Bei der Sitzung des Nordatlantikrats hätten die Verbündeten ihre "Solidarität mit Polen" bekundet. Die Nato sei bereit, "jeden Zentimeter" des Nato-Gebiets zu verteidigen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe die Drohnen gezielt in den polnischen Luftraum gesteuert. Es handele sich nicht um ein "Versehen". Er forderte erneut eine gemeinsame Luftabwehr der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten. Zudem forderte er eine "klare und entschiedene" Reaktion der Verbündeten.

Auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ging von einer vorsätzlichen Verletzung des polnischen Luftraums aus. Es gebe "Anzeichen, dass es absichtlich war, nicht aus Versehen", schrieb sie im Onlinedienst Bluesky. Es handele sich um die "schwerwiegendste Verletzung des europäischen Luftraums durch Russland seit Kriegsbeginn". EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilte eine "rücksichtslose und beispiellose" Verletzung des polnischen Luftraums.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf X, Kreml-Chef Wladimir Putin weite seinen Krieg aus und werde nicht aufhören, "den Westen zu testen", solange er "keine entschiedene Antwort" auf die Aggressionen Russlands erhalte. Russland und Belarus halten ab Freitag auch ihr gemeinsames, großes Manöver "Sapad 2025" (Westen 2025) ab. Der Kreml lehnte einen Kommentar zum Eindringen der Drohnen in den polnischen Luftraum ab. Der russische Geschäftsträger in Polen wurde ins Außenministerium einbestellt.

Das Nato-Mitglied Polen ist ein wichtiger Unterstützer der Ukraine und ein zentraler Transitort für westliche humanitäre und militärische Hilfe für die Ukraine. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben Polen und die baltischen Staaten immer wieder Verletzungen ihres Luftraums durch russische Drohnen gemeldet. Der polnische Präsident Karol Nawrocki hatte erst am Dienstag vor einer Ausweitung des russischen Angriffskrieges gewarnt. Putin sei bereit, "auch in andere Länder einzumarschieren", sagte er bei einem Besuch in Finnland.

Bei der Nato gilt der Grundsatz: Wenn ein Mitgliedstaat angegriffen wird, wird dies als Angriff auf alle Nato-Mitglieder gewertet. Dies ist in Artikel 5 des Nordatlantikvertrages festgelegt. Gemäß Artikel 4 kann jeder Mitgliedstaat im Fall einer Bedrohung seiner "territorialen Integrität, politischen Unabhängigkeit oder Sicherheit" die Einberufung einer Sitzung des Nordatlantikrates verlangen. Dabei kann es zu gemeinsamen Beschlüssen oder Maßnahmen kommen, muss es aber nicht. Der Anwendungsbereich von Artikel 4 ist also weniger klar als in Artikel 5.

M.Ito--JT