The Japan Times - Westen wirft Moskau nach Fund hunderter Leichen nahe Kiew "Kriegsverbrechen" vor

EUR -
AED 4.1039
AFN 71.518282
ALL 90.596933
AMD 402.732664
ANG 2.000029
AOA 1024.718441
ARS 1726.552642
AUD 1.624806
AWG 2.014237
AZN 1.905291
BAM 1.949726
BBD 2.25317
BDT 139.335896
BGN 1.953146
BHD 0.422281
BIF 3343.154414
BMD 1.117469
BND 1.428131
BOB 13.507795
BRL 6.138144
BSD 1.118715
BTN 105.631594
BWP 15.326114
BYN 3.337796
BYR 21902.38266
BZD 2.24987
CAD 1.57139
CDF 2586.939653
CHF 0.914743
CLF 0.027788
CLP 1093.51018
CNY 7.47419
CNH 7.452761
COP 3622.587044
CRC 507.31491
CUC 1.117469
CUP 26.847994
CVE 109.919102
CZK 24.354329
DJF 199.209359
DKK 7.475339
DOP 67.180098
DZD 152.247158
EGP 60.143721
ERN 16.762028
ETB 183.605829
FJD 2.530004
FKP 0.828775
GBP 0.833827
GEL 2.910992
GGP 0.828775
GHS 13.049228
GIP 0.828775
GMD 83.254541
GNF 9908.906907
GTQ 8.549097
GYD 234.387663
HKD 8.757819
HNL 30.067056
HRK 7.564155
HTG 146.611915
HUF 364.211482
IDR 20227.241501
ILS 3.571767
IMP 0.828775
INR 104.968454
IQD 1695.901207
IRR 2113527.40639
ISK 136.78913
JEP 0.828775
JMD 177.435608
JOD 0.792281
JPY 176.900881
KES 145.181654
KGS 97.720161
KHR 4551.818712
KMF 492.803438
KPW 1005.721609
KRW 1517.879473
KWD 0.347309
KYD 0.932283
KZT 502.996153
LAK 25177.22187
LBP 100465.766297
LKR 371.906326
LRD 190.174953
LSL 18.332084
LTL 3.299594
LVL 0.675945
LYD 7.161688
MAD 10.901937
MDL 20.000703
MGA 5072.152212
MKD 61.554642
MMK 2346.631266
MNT 4025.090542
MOP 9.039456
MRU 45.19479
MUR 52.555195
MVR 17.270463
MWK 1939.839031
MXN 20.883218
MYR 4.535845
MZN 71.4175
NAD 18.332738
NGN 1505.218973
NIO 41.17081
NOK 10.504774
NPR 169.013921
NZD 2.015438
OMR 0.429658
PAB 1.118705
PEN 3.853295
PGK 5.096077
PHP 70.413971
PKR 309.398892
PLN 4.393992
PYG 6892.526188
QAR 4.089132
RON 5.341167
RSD 117.652691
RUB 91.464807
RWF 1647.851338
SAR 4.194588
SBD 8.997541
SCR 15.361079
SDG 672.159515
SEK 11.026587
SGD 1.431863
SHP 0.833123
SLE 25.601046
SLL 23432.76069
SOS 639.302518
SRD 41.968771
STD 23129.341854
STN 24.423689
SVC 9.788373
SYP 14529.325125
SZL 18.325742
THB 37.482088
TJS 10.31981
TMT 3.922314
TND 3.33341
TOP 2.690596
TRY 56.049651
TTD 7.576294
TWD 36.589831
TZS 2954.212401
UAH 50.816625
UGX 4524.862203
USD 1.117469
UYU 45.059415
UZS 13349.290541
VES 998.7587
VND 28587.63798
VUV 133.552417
WST 3.104903
XAF 655.957
XAG 0.021457
XAU 0.000274761437
XCD 3.020015
XCG 2.016101
XDR 0.790108
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 263.918097
ZAR 18.459473
ZMK 10058.569965
ZMW 22.681133
ZWL 359.824402
SSP 6420.075745
MXV 2.349444
  • Goldpreis

    39.3000

    4219

    +0.93%

  • DAX

    -38.2900

    25360.92

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -11.5200

    6308.74

    -0.18%

  • TecDAX

    -4.8600

    3998.24

    -0.12%

  • MDAX

    129.2300

    31012.42

    +0.42%

  • SDAX

    27.7900

    18406.89

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1364

    +0.15%

Westen wirft Moskau nach Fund hunderter Leichen nahe Kiew "Kriegsverbrechen" vor
Westen wirft Moskau nach Fund hunderter Leichen nahe Kiew "Kriegsverbrechen" vor

Westen wirft Moskau nach Fund hunderter Leichen nahe Kiew "Kriegsverbrechen" vor

Die Ukraine und der Westen haben Russland nach dem Fund hunderter toter Zivilisten nahe Kiew "Kriegsverbrechen" vorgeworfen. Die ukrainische Staatsanwaltschaft erklärte am Sonntag, im Großraum Kiew seien nach dem Abzug der russischen Truppen die Leichen von mehr als 400 Zivilisten entdeckt worden. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verurteilte die "Verbrechen der russischen Streitkräfte" im Kiewer Vorort Butscha und kündigte weitere Sanktionen gegen Moskau an. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem "Völkermord".

Textgröße:

Die Leichen von 410 Zivilisten seien aus "den befreiten Gebieten in der Region Kiew in Sicherheit gebracht" worden, sagte die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa im Fernsehen. Experten hätten bereits 140 Tote gerichtsmedizinisch untersucht.

Die russische Armee hatte sich kürzlich aus der Region um Kiew zurückgezogen. Im Vorort Butscha wurden anschließend laut Angaben der ukrainischen Behörden mehr als 300 Leichen gefunden. AFP-Reporter berichteten, dass zahlreiche Toten zivile Kleidung getragen hätten. Sie sahen auf einer einzigen Straße in Butscha mindestens 20 Leichen liegen.

"Alle diese Menschen wurden erschossen", sagte Bürgermeister Anatoly Fedoruk. Nach seinen Angaben mussten 280 Menschen in Butscha in Massengräbern beigesetzt werden, da die drei städtischen Friedhöfe während der Kämpfe in Reichweite des russischen Militärs lagen. Am Sonntag meldeten die Behörden den Fund dutzender weiterer Leichen in Butscha. 57 Menschen seien in einem Massengrab verscharrt worden, teilten die Rettungskräfte mit.

"Die Ermordung von Zivilisten ist ein Kriegsverbrechen", sagte Scholz mit Blick auf die Leichenfunde in Butscha. "Diese Verbrechen der russischen Streitkräfte müssen wir schonungslos aufklären." Die Täter und die Auftraggeber der "Gräueltaten" müssten "zur Rechenschaft gezogen werden".

"Wir werden im Kreis der Verbündeten in den nächsten Tagen weitere Maßnahmen beschließen", fügte Scholz hinzu. Russlands Präsident Wladimir Putin und seine Unterstützer "werden die Folgen spüren, und wir werden der Ukraine weiterhin Waffen zur Verfügung stellen, damit sie sich gegen die russische Invasion verteidigen kann", betonte der Kanzler.

Auch andere westliche Staats- und Regierungschefs sowie die EU und die Nato äußerten sich entsetzt über die Vorfälle in Butscha. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief dazu auf, die russischen Verantwortlichen für "diese Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen". Der britische Premierminister Boris Johnson erklärte, die "Angriffe Russlands auf unschuldige Zivilisten" in den Kiewer Vororten seien ein weiterer Beweis dafür, "dass Putin und seine Armee in der Ukraine Kriegsverbrechen begehen".

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte dem US-Sender CNN, eine solche "Brutalität gegen Zivilisten" sei in Europa seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen worden. UN-Generalsekretär António Guterres reagierte "zutiefst schockiert" auf die "Bilder von getöteten Zivilisten in Butscha" und forderte eine "unabhängige Untersuchung". Nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros in Genf werfen die bisherigen Erkenntnisse "eindeutig ernsthafte und beunruhigende Fragen über mögliche Kriegsverbrechen und schwerwiegende Verletzungen des humanitären Völkerrechts auf".

Moskau dementierte die Tötung von Zivilisten durch russische Soldaten in Butscha. Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete die Fotos und Videos von Leichen in den Straßen von Butscha als "eine weitere Produktion des Kiewer Regimes für die westlichen Medien".

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sprach hingegen von einem "absichtlichen Massaker" der russischen Armee in Butscha und forderte von der Gruppe sieben wichtiger Industriestaaten (G7) "neue verheerende" Sanktionen gegen Russland.

Selenskyj warf Russland einen "Völkermord" in der Ukraine vor. "Wir haben mehr als hundert Nationalitäten. Hier geht es um die Zerstörung und Vernichtung all dieser Nationalitäten", sagte Selenskyj dem US-Sender CBS.

Die ukrainische Regierung wertete den russischen Rückzug aus dem Großraum Kiew und der weiter nördlich gelegenen Region Tschernihiw als Beleg für einen Strategiewechsel: Moskau wolle sich stärker darauf konzentrieren, eroberte Gebiete im Süden und Osten der Ukraine zu halten.

Die russische Armee flog am Sonntag einen Luftangriff auf ein Industriegebiet nahe der südukrainischen Hafenstadt Odessa. Selenskyj erwartet auch "mächtige Angriffe" im Osten, vor allem auf das belagerte Mariupol. Die strategisch wichtige Stadt am Asowschen Meer steht seit Wochen unter massivem Beschuss der russischen Streitkräfte. Etwa 160.000 Zivilisten sollen in der weitgehend zerstörten Stadt festsitzen. Die humanitäre Situation ist katastrophal.

Auch in Kramatorsk in der Ostukraine wuchs die Furcht vor einer russischen Offensive. Am Sonntag flohen hunderte Menschen aus der nördlich von Donezk gelegenen Stadt.

Seit Beginn des Kriegs am 24. Februar wurden nach ukrainischen Angaben bereits 20.000 Menschen getötet. Fast 4,2 Millionen Menschen flohen außer Landes, wie die UNO mitteilte. Nach Angaben Kiews kehrten aber mehr als 500.000 Ukrainer inzwischen wieder in ihre Heimat zurück.

S.Yamada--JT