The Japan Times - Nach Angriff auf jüdischen Studenten: Geringere Haftstrafe für Ex-Kommilitonen

EUR -
AED 4.255618
AFN 75.309998
ALL 92.358548
AMD 422.104822
ANG 2.073658
AOA 1062.444686
ARS 1736.920935
AUD 1.616843
AWG 2.085496
AZN 1.974235
BAM 1.94563
BBD 2.33402
BDT 142.854512
BGN 1.965425
BHD 0.436831
BIF 3466.5575
BMD 1.158609
BND 1.47282
BOB 13.58809
BRL 6.017355
BSD 1.158853
BTN 110.472498
BWP 15.527967
BYN 3.494992
BYR 22708.732283
BZD 2.330737
CAD 1.611683
CDF 2633.518199
CHF 0.937844
CLF 0.027407
CLP 1078.676828
CNY 7.793672
CNH 7.798949
COP 3720.315997
CRC 522.970872
CUC 1.158609
CUP 30.703133
CVE 110.651651
CZK 24.143674
DJF 205.90841
DKK 7.476971
DOP 68.068722
DZD 154.54919
EGP 57.696928
ERN 17.379132
ETB 185.961199
FJD 2.547554
FKP 0.854831
GBP 0.856009
GEL 3.016856
GGP 0.854831
GHS 12.970672
GIP 0.854831
GMD 85.737462
GNF 10172.585588
GTQ 8.845838
GYD 242.454748
HKD 9.086216
HNL 31.132268
HRK 7.537218
HTG 151.608828
HUF 365.25187
IDR 20573.879727
ILS 3.448256
IMP 0.854831
INR 110.571309
IQD 1518.356819
IRR 1592594.677879
ISK 140.643968
JEP 0.854831
JMD 183.689828
JOD 0.821499
JPY 185.464348
KES 149.970767
KGS 101.320784
KHR 4687.156258
KMF 492.409141
KPW 1042.748251
KRW 1596.065155
KWD 0.357918
KYD 0.96576
KZT 537.047413
LAK 25981.802519
LBP 103753.417546
LKR 380.046723
LRD 208.839676
LSL 18.526596
LTL 3.421071
LVL 0.700831
LYD 7.346021
MAD 10.762362
MDL 20.03644
MGA 5015.617853
MKD 61.200624
MMK 2432.762691
MNT 4168.372878
MOP 9.358164
MRU 46.472237
MUR 54.269674
MVR 17.91253
MWK 2011.345259
MXN 19.736326
MYR 4.664448
MZN 74.047125
NAD 18.526591
NGN 1554.366817
NIO 42.544551
NOK 10.862889
NPR 176.755599
NZD 1.959758
OMR 0.441521
PAB 1.158853
PEN 3.883082
PGK 5.123658
PHP 72.147003
PKR 321.572303
PLN 4.341713
PYG 6867.163647
QAR 4.223174
RON 5.259509
RSD 117.395089
RUB 99.813465
RWF 1701.996312
SAR 4.390852
SBD 9.269084
SCR 16.081921
SDG 696.907446
SEK 11.097561
SGD 1.476651
SHP 0.858374
SLE 28.530786
SLL 24295.446125
SOS 662.149166
SRD 43.726325
STD 23980.86273
STN 24.765263
SVC 10.139866
SYP 15064.231378
SZL 18.526582
THB 38.408309
TJS 10.71946
TMT 4.066717
TND 3.375071
TOP 2.789652
TRY 55.891714
TTD 7.864957
TWD 36.65688
TZS 3064.517976
UAH 51.634047
UGX 4369.199296
USD 1.158609
UYU 46.666471
UZS 13700.549328
VES 916.085443
VND 30222.310286
VUV 137.006296
WST 3.13732
XAF 652.554455
XAG 0.017451
XAU 0.00026
XCD 3.131199
XCG 2.088601
XDR 0.819197
XOF 652.297133
XPF 119.331742
YER 274.039987
ZAR 18.737613
ZMK 10428.873593
ZMW 21.93155
ZWL 373.071558
  • MDAX

    82.6100

    33029.91

    +0.25%

  • Euro STOXX 50

    60.9400

    6485.67

    +0.94%

  • TecDAX

    14.8700

    4119.39

    +0.36%

  • SDAX

    42.5900

    18995.19

    +0.22%

  • DAX

    202.7900

    26569.99

    +0.76%

  • Goldpreis

    -134.1000

    4529.9

    -2.96%

  • EUR/USD

    -0.0072

    1.1587

    -0.62%

Nach Angriff auf jüdischen Studenten: Geringere Haftstrafe für Ex-Kommilitonen
Nach Angriff auf jüdischen Studenten: Geringere Haftstrafe für Ex-Kommilitonen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Nach Angriff auf jüdischen Studenten: Geringere Haftstrafe für Ex-Kommilitonen

Mehr als zwei Jahre nach einem Angriff auf einen jüdischen Studenten vor einer Bar in Berlin hat der Täter in einem Berufungsprozess eine geringere Haftstrafe bekommen. Das Landgericht Berlin verurteilte den ehemaligen Kommilitonen des Opfers am Montag zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. Außerdem erkannte es im Gegensatz zum Amtsgericht Tiergarten, das den Angeklagten vor einem Jahr in erster Instanz zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt hatte, kein antisemitisches Motiv.

Textgröße:

Der Angriff ereignete sich Anfang Februar 2024 vor einer Bar in Berlin-Mitte. Die beiden Lehramtsstudenten kannten sich bis dahin nur aus einer gemeinsamen Uni-Chatgruppe, in der auch über den Nahost-Konflikt debattiert wurde. Bei dem zufälligen abendlichen Aufeinandertreffen schlug der heute 25-jährige Angreifer zunächst zweimal mit der Faust auf seinen Mitstudenten ein und trat ihm dann mit voller Wucht ins Gesicht.

Das Opfer, bei dem es sich um den Bruder des Comedians Shahak Shapira handelt, erlitt erhebliche Gesichtsverletzungen, die mehrere Operationen nötig machten. Bis heute hat er mit den Folgen des Angriffs zu kämpfen.

Einen antisemitischen Hintergrund habe die Kammer nicht feststellen können, sagte die Vorsitzende Richterin Sinje Stachrowski in ihrer Urteilsbegründung. So sei nicht nachgewiesen, dass der Angeklagte antisemitische Aussagen in den Chatgruppen getätigt oder gutgeheißen habe. Ein israelfeindlicher Anhänger und eine propalästinensische Landkarte, die in der Wohnung des Angeklagten gefunden wurden, könne nicht eindeutig dem 25-Jährigen oder einem seiner Familienmitglieder zugeordnet werden.

Der Fall hatte über die Grenzen der Hauptstadt hinaus für Empörung gesorgt. Als Konsequenz wurde im Juli 2024 an den Berliner Hochschulen das erst vor wenigen Jahren abgeschaffte Ordnungsrecht wieder eingeführt. Damit können Studenten nach bestimmten Vergehen unter anderem exmatrikuliert werden.

Den Prozess verfolgte wie schon in erster Instanz auch der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. Er begrüße, dass Körperverletzung aus Hass geahndet werde, sagte er. Dass das Gericht nicht von einem antisemitischen Motiv ausgehe, müsse akzeptiert werden.

Deutlicher wurde Zissi Sauermann von der mobilen Opferberatung Sachsen-Anhalt, die Shapira und seine Familie nach eigenen Angaben seit Jahren begleitet. Das Urteil sei ein "Schlag ins Gesicht für die Betroffenen von Antisemitismus", sagte sie nach der Urteilsverkündung. Das Gericht sei offenbar nicht in der Lage, Antisemitismus zu erkennen.

Auch Shapira selbst, der als Nebenkläger aufgetreten war, kritisierte das Urteil und sprach von einer Täter-Opfer-Umkehr. Er hoffe, dass die Staatsanwaltschaft Revision einlege und die Sache "von kompetenten Leuten" verhandelt werde, sagte er.

S.Suzuki--JT