Goldpreis
39.3000
Ein 29-Jähriger aus Mecklenburg-Vorpommern hat versucht, seine eigene Großmutter mit einem sogenannten Enkeltrick um mehrere hundert Euro zu bringen. Dazu habe er die 85-Jährige in Demmin angerufen und ihr gesagt, dass er in den Händen zwielichtiger Gestalten sei, teilte die Polizei in Neubrandenburg am Mittwoch mit. Ihm würde etwas angetan, wenn er nicht sofort 400 bis 600 Euro auftreibe, habe der Mann weiter gesagt.
In Berlin ist ein mutmaßliches Mitglied einer internationalen Bande von Telefonbetrügern festgenommen worden, die in Bayern ältere Menschen mit Schockanrufen zur Übergabe von Geld veranlasst haben soll. Am Telefon gäben sich die Täter als Polizisten aus, teilten das niederbayerische Polizeipräsidium in Straubing und die Staatsanwaltschaft Landshut am Mittwoch mit. Sie erzählten die Lüge, dass ein Verwandter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Damit der oder die Angehörige nicht ins Gefängnis müsse, werde eine größere Summer Bargeld gebraucht und demnächst abgeholt.
Die iranischen Behörden gehen nach einem Bericht von Amnesty International wieder verstärkt gehen Frauen und Mädchen vor, die sich dem Kopftuchzwang widersetzen. So werde etwa Massenüberwachung genutzt, um unverschleierte Frauen in Autos oder Fußgängerzonen zu identifizieren, betonte Katja Müller-Fahlbusch, Expertin für die Region bei der Menschenrechtsorganisation, am Mittwoch. "Die sogenannte 'Sittenpolizei' im Iran war nie wirklich weg und geht nun erneut brutal gegen Frauen und Mädchen vor", sagte sie.
In Lüdenscheid hat ein Angeklagter einen Richter gebissen, während dieser gerade das Urteil gegen ihn verkündete. Der 29-Jährige habe sich am Dienstag wegen eines Drogenvorwurfs vor dem Amtsgericht der nordrhein-westfälischen Stadt verantworten müssen, teilte die Kreispolizei in Iserlohn am Mittwoch mit. Während der Urteilsverkündung habe er den Vorsitzenden Richter Zeugen zufolge immer wieder unterbrochen und sei dann plötzlich aufgesprungen.
Im Mammutprozess um die Brüsseler Terror-Anschläge mit 32 Todesopfern vom Frühjahr 2016 sind zwei Hauptverdächtige schuldig gesprochen worden. Das Schwurgericht in der belgischen Hauptstadt verurteilte am Dienstag den 38-jährigen Mohamed Abrini und den 33-jährigen Franzosen Salah Abdeslam wegen "terroristischen Mords". Das Strafmaß für die insgesamt acht Verurteilten in dem Mammut-Prozess wird ab September erwartet, Abrini und Abdeslam müssen mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen.
US-Präsident Joe Biden hat die Errichtung eines neuen Nationaldenkmals zum Gedenken an den schwarzen Teenager Emmett Till verkündet, der in den 50er-Jahren Opfer eines brutalen Lynchmords geworden war. Das Weiße Haus bezeichnete den symbolischen Akt am Dienstag als Teil des Kampfes gegen wiederauflebenden Rassismus. "Wir sollten über unser Land Bescheid wissen. Wir sollten alles wissen", sagte Biden bei der Unterzeichnung des Dokuments zur Errichtung des Denkmals.
Im Mammutprozess um die Brüsseler Terror-Anschläge mit 32 Todesopfern vom Frühjahr 2016 hat es die ersten Schuldsprüche gegeben. Das Schwurgericht in der belgischen Hauptstadt sprach am Dienstag den 38-jährigen Mohamed Abrini und den 33-jährigen Franzosen Salah Abdeslam wegen "terroristischen Mords" schuldig. Beide müssen mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen. Das Strafmaß für die insgesamt zehn Angeklagten wird ab September erwartet.
Vor dem Landgericht Frankfurt am Main beginnt am 7. September ein Prozess um Cum-Ex-Geschäfte. Vor Gericht müssen sich zwei ehemalige Banker einer mittlerweile insolventen Bank sowie ein Steuerberater wegen schwerer Steuerhinterziehung beziehungsweise Beihilfe dazu verantworten, teilte das Gericht am Dienstag mit.
Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind in Schleswig-Holstein zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich am Dienstagnachmittag auf einer Landstraße zwischen den Gemeinden Alveslohe und Ellerau, wie die Polizei in Bad Segeberg mitteilte. Dort kam es aus bislang unbekannter Ursache zu dem Zusammenstoß. Sowohl für einen Fahrer als auch eine Fahrerin kam jede Hilfe zu spät.
Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat besorgt auf die Verabschiedung eines Kernelements der umstrittenen Justizreform in Israel reagiert. Israel sei "immer ein Leuchtfeuer für Demokratie und Rechtsstaat im Nahen Osten" gewesen, sagte Buschmann am Dienstag dem "Spiegel". "Viele Freunde Israels haben die Sorge, dass dieses Licht nun nicht unbedingt heller scheint."
Ein Mann ist in Hamburg vom Dach des Millerntorstadions gestürzt und gestorben. Die Polizei in der Hansestadt geht von einem Arbeitsunfall aus, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. Eine Reanimation blieb demnach erfolglos. Die Identität des Manns war zunächst unbekannt.
Bei einem Arbeitsunfall sind in Bayern drei Männer im Alter von 20, 27 und 28 Jahren in einem Kanalisationsschacht ertrunken. Wie die Polizei in Rosenheim mitteilte, ereignete sich der Vorfall am späten Dienstagvormittag auf dem Firmengelände eines Entsorgungs- und Recyclingunternehmens in der Gemeinde Weyarn. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte ein Angestellter des Betriebs in einem wassergefüllten Gullyschacht gearbeitet.
Das Landgericht im niedersächsischen Oldenburg hat einen Bestatter wegen der Beisetzung einer falsch befüllten Urne in einem Berufungsprozess zu einer Geldstrafe in Höhe von 2800 Euro verurteilt. 400 Euro davon gelten wegen einer langen Verfahrensdauer bereits als vollstreckt, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag sagte. Das Gericht sah demnach den Vorwurf der Anstiftung zur Störung der Totenruhe als erfüllt an.
Vor dem Landgericht im niedersächsischen Oldenburg hat am Dienstag ein Prozess um einen mutmaßlichen Mord beim Sex begonnen. Der angeklagte 38-Jährige soll laut Staatsanwaltschaft im Februar seine Lebensgefährtin während des Geschlechtsverkehrs erwürgt haben. Grund dafür sei die Befriedigung seines Geschlechtstriebs gewesen. Die Frau starb durch einen Mangel an Sauerstoff.
Eine betrunkene 68-Jährige hat in einem Dresdner Stadtbus eine hochschwangere 27 Jahre alte Frau rassistisch beleidigt und geschlagen. Wie die Polizei in der sächsischen Landeshauptstadt am Dienstag mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Montagnachmittag in der Südvorstadt. Die Angreiferin beleidigte in dem Bus die schwangere Frau sowie eine 61-Jährige zunächst rassistisch. Kurz darauf stieß sie die ältere der beiden Marokkanerinnen beiseite und schlug die andere.
Angesichts der Sommerferien in allen Bundesländern hat der ADAC vor vielen Staus auf den Autobahnen auch am kommenden Wochenende gewarnt. Reisende erwarte "eines der schlimmsten Stauwochenenden der Saison", teilte der Automobilklub am Dienstag in München mit. Als letzte Bundesländer starten Baden-Württemberg und Bayern am kommenden Wochenende in die Ferien.
Zwei Arbeiter sind bei metertiefen Stürzen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ums Leben gekommen. Ein 45-Jähriger stürzte am Montag bei Wartungsarbeiten auf dem Dach einer Firma in Mechernich der Nordeifel rund zehn Meter in die Tiefe, wie die Polizei in Euskirchen am Dienstag mitteilte. Der fiel stürzte demnach durch ein Plastikpaneel, er starb noch am Unfallort.
Der wegen Betrugs bereits in Untersuchungshaft sitzende Bürgermeister der Gemeinde Seeg im Allgäu, Markus Berktold (CSU), wird nun auch der Untreue verdächtigt. Wie die Nürnberger Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, wurde deshalb bereits in der vergangenen Woche ein neuer Haftbefehl gegen ihn erlassen. Diesem zufolge besteht der dringende Tatverdacht, dass Berktold knapp 1,4 Millionen Euro der Caritas-Stiftung in Seeg veruntreute.
Einer aktuellen Umfrage zufolge haben 59 Prozent im Urlaub schon einmal eigens ein Ausflugsziel ausgewählt, um Aufnahmen davon in sozialen Netzwerken zu teilen. Wie der Branchenverband Bitkom am Dienstag mitteilte, waren es unter den 16- bis 29-Jährigen sogar 71 Prozent und unter den Älteren ab 65 Jahren noch 44 Prozent.
Einen Monat nach der Gewissheit über den Tod des britischen Schauspielers Julian Sands haben die Behörden die Untersuchungsergebnisse zur Todesursache bekannt gegeben. Aufgrund des "Zustands des Leichnams" und der "Tatsache, dass bei der Untersuchung durch den Gerichtsmediziner keine weiteren Faktoren festgestellt worden seien", würde die Todesursache als "ungeklärt" eingestuft, erklärte das Büro des Sheriffs und Gerichtsmediziners von San Bernardino gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Diese Einstufung sei "endgültig".
Wegen der Missachtung einer polizeilichen Anordnung bei einem Klimaprotest ist die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Thunberg räumte am Montag vor Gericht in Malmö ein, dass sie sich bei dem Protest Mitte Juni geweigert hatte, eine Blockade-Aktion am Hafen in Malmö zu verlassen. Sie begründete dies mit der Notwendigkeit ihres Protests durch die Klimakrise - und nahm nur wenige Stunden nach dem Urteil an einer ähnlichen Aktion teil.
Ein britisches Gericht hat eine Klage von Klimaschutzaktivisten gegen den Ölkonzern Shell abgewiesen. Ein Konzernsprecher sagte am Montag, die Abweisung sei "das richtige Ergebnis - das Gericht hat seine Entscheidung bekräftigt, dass diese Klage grundlegend fehlerhaft ist". Die Klimaschutzorganisation ClientEarth, die selbst eine Minderheitsbeteiligung an Shell hält, zeigte sich enttäuscht und kündigte an, Berufung einzulegen.
Die umstrittene israelische Justizreform hat eine entscheidende Hürde genommen. Ungeachtet monatelanger massiver Proteste verabschiedete das Parlament in Jerusalem am Montag mit den Stimmen aller 64 Abgeordneten der rechts-religiösen Regierungsmehrheit die sogenannte Angemessenheitsklausel. Durch diese Reform wird dem Obersten Gericht die Möglichkeit entzogen, Regierungsentscheidungen als "unangemessen" einzustufen und so außer Kraft zu setzen. Während der Abstimmung protestierten vor dem Gebäude der Knesset erneut zahlreiche Demonstranten lautstark gegen die Reform.
Ein 82 Jahre alter Mann hat in Baden-Württemberg aus Versehen seine Ehefrau angefahren und ihr damit tödliche Verletzungen zugefügt. Wie die Polizei in Konstanz am Montag mitteilte, starb die ebenfalls 82-Jährige später in einer Klinik. Die Beamten sprachen von einem "tragischen Unfall".
Eine Mitgliedschaft bei der rechtsextremen türkischen Organisation Graue Wölfe rechtfertigt die Entziehung einer Waffenerlaubnis. Dies entschied das Verwaltungsgericht Köln laut Mitteilung vom Montag. Zur Begründung hieß es, es gebe einen hinreichenden Verdacht, dass die sogenannte Ülkücü-Bewegung verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolge. Dies reiche für die Annahme der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit ihrer Mitglieder aus.
Eine 85-Jährige hat in Erfurt beim Rauchen einer Zigarette ihre Oberkörperorthese in Brand gesetzt. Wie die Polizei in der thüringischen Landeshauptstadt am Montag mitteilte, fügten die Flammen der Frau schwere Brandverletzungen am gesamten Körper zu. Sie kam deshalb in ein Krankenhaus.
Wegen mutmaßlicher Spionageaktivitäten in Deutschland muss sich seit Montag ein 36 Jahre alter Marokkaner vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verantworten. Zum Auftakt wurde die Anklage verlesen, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der Angeklagte äußerte sich zu den Vorwürfen.
Das erleichterte Visaverfahren für Opfer des verheerenden Erdbebens in der Türkei und Syrien läuft zum 6. August aus. Es gebe insgesamt einen starken Rückgang der Visa-Anträge für Betroffene aus den Erdbebengebieten, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin. Aus Sicht der Bundesregierung reiche daher das normale Visaverfahren aus, "um den Wünschen der Betroffenen Genüge zu leisten".
Wer unter Cannabiseinfluss mit einem E-Scooter fährt, kann einem Gerichtsurteil aus Berlin zufolge unter Umständen seinen Führerschein verlieren. Das entschied das Verwaltungsgericht der Hauptstadt nach Angaben vom Montag in einem Rechtsstreit zwischen einem Mann und der Fahrerlaubnisbehörde. Dieser war vor etwa einem Jahr von Polizisten unter dem Einfluss von Cannabis gestoppt worden. (Az. VG 11 L 184/23)
Ein Polizist ist für eine 93-Jährige in Nordrhein-Westfalen zum Retter in der Not geworden. Der Beamte reparierte nach einem Hilferuf der Seniorin das defekte Pflegebett der betagten Frau, wie die Polizei in Bochum am Montag berichtete. Die 93-Jährige konnte demnach mit ihrer Fernbedienung das Pflegebett nicht mehr steuern.
Nach schweren Verletzungen durch verbotene Feuerwerkskörper, an denen ein Mann an Neujahr 2022 starb, hat die Staatsanwaltschaft Berlin den 21 Jahre alten Verkäufer der Pyrotechnik angeklagt. Ihm wird neben gewerbsmäßigem Sprengstoffhandel unter anderem fahrlässige Tötung zur Last gelegt, wie die Behörde am Montag mitteilte. Weitere Vorwürfe gegen den Mann lauten auf Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, bewaffneten Drogenhandel und Verstöße gegen das Waffengesetz.
Kurz vor der Abstimmung über ein zentrales Gesetz der Justizreform in Israel hat US-Präsident Joe Biden die israelische Regierung zu Kompromissbereitschaft aufgerufen. "Es ergibt keinen Sinn für die israelische Führung, dies zu überstürzen - Ziel sollte sein, die Menschen zusammenzubringen und einen Konsens zu finden", mahnte Biden am Sonntag in einer zuerst vom Nachrichtenportal "Axios" veröffentlichten und später vom Weißen Haus an die Nachrichtenagentur AFP weitergegebenen Erklärung.