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Unmittelbar vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele sind in Italien die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft worden. Unter anderem waren am Freitag auf den Straßen von Mailand gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. In der Metropole und drei weiteren Orten Norditaliens soll am Abend parallel die große Eröffnungszeremonie für die Spiele stattfinden. Im Vorfeld rief der Papst zur "Olympischen Waffenruhe" auf.
Am traditionellen Einlauf der Nationen sollen am Freitagabend rund 2900 Sportlerinnen und Sportler teilnehmen. Die Zahl der Sicherheitskräfte war fast dreimal so groß: 6000 Polizisten und 2000 Militärangehörige sollen im Einsatz sein.
Zentrum der unter dem Motto "Harmonie" stehenden Show ist das berühmte San-Siro-Stadion in Mailand. Zu den auftretenden Musikern gehören der einheimische Tenor Andrea Bocelli und US-Popdiva Mariah Carey.
Das deutsche Team will mit insgesamt 130 Sportlerinnen und Sportlern bei den Eröffnungsveranstaltungen in Mailand, Cortina d'Ampezzo, Predazzo und Livigno präsent sein. Fahnenträger sind Eishockey-Star Leon Draisaitl in Mailand und Skispringerin Katharina Schmid in Predazzo. In Mailand wohnt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Zeremonie bei.
Überschattet wird die Eröffnung der Spiele durch den Streit um den Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Italien, die seit Wochen im eigenen Land mit brutalen Razzien gegen Migranten vorgeht. Als einer der ersten prominenten Staatsgäste war am Donnerstag US-Vizepräsident JD Vance in Mailand eingetroffen.
Zur Delegation von Vance gehören auch ICE-Mitarbeiter, die mit für seine Sicherheit sorgen sollen. Der ICE-Einsatz hat in Italien für Proteste gesorgt, in Mailand demonstrierten hunderte junge Menschen gegen die US-Behörde.
Am Freitag kam Vance mit der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni zusammen. Dabei lobte er die "gemeinsamen Werte" beider Länder. Meloni, die ein gutes Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump pflegt, sagte, dass Sport und Religion Werte seien, "die Italien und die USA, Europa und die USA, die westliche Zivilisation zusammenhalten".
Papst Leo XIV. rief am Freitag dazu auf, die Tradition der "Olympischen Waffenruhe" zu respektieren. "Ich ermutige alle Nationen nachdrücklich, anlässlich der bevorstehenden Olympischen und Paralympischen Winterspiele dieses Instrument der Hoffnung, das die Olympische Waffenruhe darstellt, wiederzuentdecken und zu respektieren."
T.Ueda--JT