The Japan Times - Low-Budget-Produktion "Anora" räumt bei Oscars Hauptpreis und vier weitere Preise ab

EUR -
AED 4.337789
AFN 77.955631
ALL 96.755197
AMD 449.01782
ANG 2.11436
AOA 1083.11748
ARS 1714.991769
AUD 1.680903
AWG 2.126077
AZN 2.003623
BAM 1.955442
BBD 2.389263
BDT 145.083447
BGN 1.983595
BHD 0.445336
BIF 3528.88785
BMD 1.181154
BND 1.507992
BOB 8.226494
BRL 6.218962
BSD 1.186283
BTN 108.480146
BWP 15.624848
BYN 3.396778
BYR 23150.614952
BZD 2.385763
CAD 1.615163
CDF 2545.386154
CHF 0.918343
CLF 0.025875
CLP 1021.698128
CNY 8.204888
CNH 8.188343
COP 4286.407228
CRC 589.051003
CUC 1.181154
CUP 31.300576
CVE 110.244823
CZK 24.295626
DJF 211.241338
DKK 7.468671
DOP 74.984682
DZD 153.383359
EGP 55.514703
ERN 17.717307
ETB 185.059273
FJD 2.594346
FKP 0.861952
GBP 0.863246
GEL 3.183183
GGP 0.861952
GHS 13.007619
GIP 0.861952
GMD 86.794294
GNF 10417.295638
GTQ 9.102334
GYD 248.184577
HKD 9.228207
HNL 31.338674
HRK 7.536001
HTG 155.592055
HUF 380.589611
IDR 19798.264169
ILS 3.650461
IMP 0.861952
INR 106.427274
IQD 1554.009005
IRR 49756.105026
ISK 145.211105
JEP 0.861952
JMD 186.399493
JOD 0.837475
JPY 183.743887
KES 152.309797
KGS 103.291835
KHR 4779.827963
KMF 493.722575
KPW 1063.038442
KRW 1708.456332
KWD 0.362804
KYD 0.988515
KZT 599.055432
LAK 25511.330892
LBP 105750.711543
LKR 367.351212
LRD 220.049726
LSL 18.992424
LTL 3.487641
LVL 0.714468
LYD 7.494628
MAD 10.81772
MDL 20.083324
MGA 5293.997707
MKD 61.622244
MMK 2480.407042
MNT 4210.370736
MOP 9.543113
MRU 47.141891
MUR 54.202952
MVR 18.248559
MWK 2058.465599
MXN 20.457462
MYR 4.63843
MZN 75.298821
NAD 18.992585
NGN 1651.572071
NIO 43.685847
NOK 11.416147
NPR 173.703506
NZD 1.95266
OMR 0.454167
PAB 1.186283
PEN 3.995469
PGK 5.087074
PHP 69.722921
PKR 332.307261
PLN 4.219601
PYG 7887.556412
QAR 4.336506
RON 5.096325
RSD 117.438577
RUB 90.651241
RWF 1735.619524
SAR 4.429389
SBD 9.517857
SCR 16.416211
SDG 710.460956
SEK 10.539004
SGD 1.499433
SHP 0.886171
SLE 28.908779
SLL 24768.204249
SOS 678.498558
SRD 44.913357
STD 24447.499419
STN 24.514815
SVC 10.380056
SYP 13063.05918
SZL 18.997677
THB 37.156767
TJS 11.079572
TMT 4.14585
TND 3.422474
TOP 2.843935
TRY 51.371947
TTD 8.031598
TWD 37.277802
TZS 3055.101843
UAH 51.12635
UGX 4237.224499
USD 1.181154
UYU 46.021577
UZS 14502.345767
VES 438.964675
VND 30707.046542
VUV 140.742405
WST 3.201849
XAF 656.348104
XAG 0.013527
XAU 0.00024
XCD 3.192127
XCG 2.1379
XDR 0.816262
XOF 655.836968
XPF 119.331742
YER 281.557585
ZAR 18.87159
ZMK 10631.795497
ZMW 23.279739
ZWL 380.331049
  • Euro STOXX 50

    11.4300

    6018.94

    +0.19%

  • TecDAX

    -42.7500

    3598.76

    -1.19%

  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1791

    -0.03%

  • DAX

    27.0800

    24824.6

    +0.11%

  • MDAX

    -38.8200

    31473.27

    -0.12%

  • Goldpreis

    276.8000

    4929.4

    +5.62%

  • SDAX

    -151.3600

    17976.81

    -0.84%

Low-Budget-Produktion "Anora" räumt bei Oscars Hauptpreis und vier weitere Preise ab
Low-Budget-Produktion "Anora" räumt bei Oscars Hauptpreis und vier weitere Preise ab / Foto: Patrick T. Fallon - AFP

Low-Budget-Produktion "Anora" räumt bei Oscars Hauptpreis und vier weitere Preise ab

Die Low-Budget-Produktion "Anora" ist der große Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung. Bei der Gala im Dolby Theatre in Hollywood wurde der Film von US-Regisseur Sean Baker in fünf Kategorien ausgezeichnet, darunter "Bester Film" und "Beste Regie". Außerdem bekam die erst 25 Jahre alte Mikey Madison den Preis als beste Hauptdarstellerin. Der Vatikan-Thriller "Konklave" des deutsch-schweizerischen Regisseurs Edward Berger bekam nur einen Oscar für das beste adaptierte Drehbuch.

Textgröße:

Baker nutzte eine seiner Dankesreden, um mehr Unterstützung für unabhängige Filme zu fordern. "Dieser Film wurde aus Blut, Schweiß und Tränen unglaublicher Independent-Künstler gemacht", sagte der 54-jährige US-Regisseur über seinen Film, der mit einem Budget von gerade einmal sechs Millionen Dollar realisiert wurde.

"Anora" setzte sich als bester Film gegen neun andere Werke durch, darunter die Bob-Dylan-Filmbiografie "Like A Complete Unknown" und die Fantasy-Musicalverfilmung "Wicked". Als schärfster Konkurrent im Rennen um die Auszeichnung in der Königskategorie hatte der Vatikan-Thriller "Konklave" gegolten.

"Anora" erzählt die Geschichte einer New Yorker Stripperin, die eine Liaison mit einem russischen Oligarchensohn eingeht und ihn heiratet. Das ruft allerdings dessen Eltern auf den Plan und der Sex-Arbeiterin wird schmerzhaft klargemacht, dass sie nicht in die Welt der Superreichen gehört.

Kritiker loben, dass Baker sich intensiv mit der Realität von Sex-Arbeiterinnen auseinandergesetzt hat. Auch seine vorherigen Filme spielten in dem Milieu, hatten aber nie großen kommerziellen Erfolg. Im Mai 2024 sorgte schließlich die Goldene Palme in Cannes für "Anora" für Aufsehen.

Von den sechs Kategorien, in denen "Anora" nominiert war, gewann der Film nur eine nicht. Vier Oscars konnte Baker als Autor, Regisseur und Produzent des Überraschungserfolgs persönlich entgegennehmen - neben dem Oscar für den besten Film auch den Regie-Preis, den Oscar für den besten Schnitt und den Preis für das beste Original-Drehbuch.

Den fünften Oscar bekam seine 25-jährige Hauptdarstellerin Mikey Madison. Für sie war der Part in "Anora" ihre erste große Filmrolle. Bei den Oscar-Akademie setzte sich Madison unter anderem gegen die 62-jährige Demi Moore durch, die für ihre Rolle in dem gesellschaftskritischen Horrorfilm "The Substance" ebenfalls als Favoritin gehandelt worden war.

Madison, die ihren Oscar in einem schulterfreien rosa Kleid mit schwarzem Brustteil entgegennahm, fand ihre Auszeichnung selbst "unglaublich". "Ich bin in Los Angeles aufgewachsen, aber Hollywood schien für mich immer so weit weg zu sein", sagte sie in ihrer nervös vom Zettel abgelesenen Dankesrede. Für ihre Rolle hatte Madison drei Monate lang Pole-Dance gelernt und zu Recherchezwecken Sex-Clubs besucht.

Als bester Hauptdarsteller wurde Adrien Brody für die Rolle eines jüdischen Architekten und Holocaust-Überlebenden in "Der Brutalist" ausgezeichnet. Der 51-jährige US-Schauspieler stieg damit in den erlesenen Kreis der Zweifach-Oscar-Gewinner auf, nachdem er die begehrte Trophäe 2003 für seine Hauptrolle in "Der Pianist" bekommen hatte.

Als beste Nebendarsteller wurden der 42-jährige Kieran Culkin für seinen Part in der Tragikomödie "A Real Pain" und die 46-jährige Zoë Saldaña für ihre Rolle als Anwältin in "Emilia Pérez" ausgezeichnet. Beide waren als klare Favoriten angetreten.

Für "Emilia Pérez" gab es außer Saldañas Auszeichnung nur noch den Oscar für "El Mal" als besten Song. Dabei war der Musical-Thriller über einen mexikanischen Drogenbaron, der nach einer Geschlechtsumwandlung ein neues Leben als Frau beginnt, mit 13 Nominierungen ursprünglich als Favorit in das Oscar-Rennen gegangen. Das Bekanntwerden früherer rassistischer und Islam-feindlicher Äußerungen der Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón hatte die Erfolgschancen des Films des französischen Regisseurs Jacques Audiard bei der Oscar-Akademie jedoch deutlich verringert.

Der deutsche Beitrag in der Kategorie "Bester internationaler Film", die hochpolitische iranisch-deutsch-französische Co-Produktion "Die Saat des heiligen Feigenbaums" von Mohammad Rasoulof, ging leer aus. Stattdessen wurde das brasilianische Militärdiktatur-Drama "Für immer hier" ausgezeichnet. Auch die nominierte deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl ging leer aus. Der Deutsche Gerd Nefzer gewann hingegen für seine visuellen Effekte beim Science-Fiction-Film "Dune: Part Two" bereits seinen dritten Oscar.

Moderiert wurde die eher konservativ inszenierte Oscar-Verleihung erstmals von dem Komiker und Moderator Conan O'Brien. Sie fand kurz nach den verheerenden Bränden rund um Los Angeles im Januar statt. Deswegen wurden Feuerwehrleute der Stadt auf der Bühne gewürdigt.

Politische Äußerungen gab es trotz des polarisierenden neuen US-Präsidenten Donald Trump kaum. Saldaña hob in Zeiten eines scharfen Anti-Einwanderungskurses in ihrer emotionalen Dankesrede ihren Migrationshintergrund hervor. "Ich bin ein stolzes Kind von Einwanderer-Eltern, mit Träumen und Würde und hart arbeitenden Händen", sagte sie.

Die US-Schauspielerin Daryl Hannah begann ihren Auftritt zum Überreichen eines Preises mit den Worten "Slawa Ukraini" (Ruhm der Ukraine) und der lettische Filmemacher Gints Zilbalodis, der für "Flow" den Oscar für den besten Animationsfilm entgegennahm, sagte, die Menschen müssten ihre "Differenzen beilegen und Wege finden zusammenzuarbeiten".

S.Ogawa--JT