The Japan Times - Verleumdungsprozess gegen Filmemacher Polanski hat in Paris begonnen

EUR -
AED 4.269899
AFN 72.662339
ALL 95.405511
AMD 428.950368
ANG 2.081712
AOA 1067.330384
ARS 1621.356113
AUD 1.625758
AWG 2.095711
AZN 1.980527
BAM 1.952809
BBD 2.342712
BDT 142.77316
BGN 1.941564
BHD 0.438736
BIF 3463.255005
BMD 1.162669
BND 1.486948
BOB 8.037827
BRL 5.923818
BSD 1.163118
BTN 111.565038
BWP 16.453082
BYN 3.236898
BYR 22788.315786
BZD 2.339357
CAD 1.600001
CDF 2610.191988
CHF 0.914404
CLF 0.026737
CLP 1052.20463
CNY 7.888827
CNH 7.922689
COP 4416.608133
CRC 527.637215
CUC 1.162669
CUP 30.810733
CVE 110.096369
CZK 24.325073
DJF 207.126313
DKK 7.473236
DOP 69.494752
DZD 154.501333
EGP 61.501196
ERN 17.440038
ETB 181.618544
FJD 2.561012
FKP 0.862572
GBP 0.871508
GEL 3.115639
GGP 0.862572
GHS 13.300856
GIP 0.862572
GMD 84.292821
GNF 10199.377903
GTQ 8.873523
GYD 243.351452
HKD 9.103781
HNL 30.934151
HRK 7.533282
HTG 152.299826
HUF 360.805293
IDR 20469.953455
ILS 3.394343
IMP 0.862572
INR 111.557996
IQD 1523.792263
IRR 1528909.962123
ISK 143.577646
JEP 0.862572
JMD 183.788496
JOD 0.82435
JPY 184.449292
KES 150.525696
KGS 101.675279
KHR 4666.932073
KMF 490.646704
KPW 1046.404385
KRW 1742.538579
KWD 0.358789
KYD 0.969332
KZT 546.063004
LAK 25509.366836
LBP 104161.250939
LKR 382.099678
LRD 212.857634
LSL 19.267337
LTL 3.433059
LVL 0.703287
LYD 7.385814
MAD 10.721878
MDL 20.122525
MGA 4841.667441
MKD 61.623296
MMK 2441.186696
MNT 4161.744004
MOP 9.381492
MRU 46.688489
MUR 54.842444
MVR 17.903675
MWK 2016.945397
MXN 20.182309
MYR 4.59372
MZN 74.305846
NAD 19.267089
NGN 1594.089176
NIO 42.805173
NOK 10.825322
NPR 178.503662
NZD 1.989595
OMR 0.447045
PAB 1.163138
PEN 3.987661
PGK 5.067239
PHP 71.634949
PKR 323.968666
PLN 4.244964
PYG 7088.143293
QAR 4.240006
RON 5.210505
RSD 117.405232
RUB 84.637916
RWF 1701.523095
SAR 4.380063
SBD 9.320115
SCR 15.845149
SDG 698.171038
SEK 10.967087
SGD 1.488321
SHP 0.86805
SLE 28.659693
SLL 24380.593665
SOS 664.793191
SRD 43.259365
STD 24064.904456
STN 24.462531
SVC 10.177412
SYP 128.512671
SZL 19.270732
THB 37.944894
TJS 10.852364
TMT 4.069342
TND 3.404286
TOP 2.799428
TRY 52.953804
TTD 7.895586
TWD 36.672333
TZS 3022.939585
UAH 51.358635
UGX 4367.310715
USD 1.162669
UYU 46.588642
UZS 13928.905095
VES 593.134301
VND 30642.146048
VUV 137.102475
WST 3.145716
XAF 654.965075
XAG 0.015168
XAU 0.000255
XCD 3.142171
XCG 2.096325
XDR 0.813791
XOF 654.953826
XPF 119.331742
YER 277.471017
ZAR 19.394775
ZMK 10465.424388
ZMW 21.896838
ZWL 374.378999
  • Goldpreis

    -121.3000

    4564

    -2.66%

  • TecDAX

    -61.2000

    3795.76

    -1.61%

  • DAX

    -505.6900

    23950.57

    -2.11%

  • MDAX

    -528.7100

    31365.17

    -1.69%

  • SDAX

    -238.7200

    18365.64

    -1.3%

  • Euro STOXX 50

    -107.2000

    5827.76

    -1.84%

  • EUR/USD

    -0.0040

    1.1631

    -0.34%

Verleumdungsprozess gegen Filmemacher Polanski hat in Paris begonnen
Verleumdungsprozess gegen Filmemacher Polanski hat in Paris begonnen / Foto: Alain JOCARD - AFP

Verleumdungsprozess gegen Filmemacher Polanski hat in Paris begonnen

Der Platz des Angeklagten ist leer geblieben, seine Klägerin ist ganz in Schwarz gekleidet erschienen: In Paris hat am Dienstag der erste Prozess gegen Filmemacher Roman Polanski begonnen, in dem es indirekt um Vorwürfe sexueller Gewalt geht. Die britische Schauspielerin Charlotte Lewis hatte den polnisch-französischen Starregisseur 2020 wegen Verleumdung verklagt, weil er ihr eine "gemeine Lüge" vorgeworfen hatte.

Textgröße:

Der 90-jährige Polanski weist die Vorwürfe zurück. Er lässt sich in dem Prozess durch seine Anwälte vertreten. Auslöser der Klage von Charlotte Lewis war ein Interview, das der Filmemacher 2019 der französischen Zeitschrift "Paris Match" gegeben hatte. Darin hatte er ihre Vorwürfe sexueller Gewalt als "gemeine Lüge" bezeichnet.

Lewis hatte die Vorwürfe 2010 öffentlich gemacht, ohne jedoch Klage einzureichen. Lewis wirft dem Filmemacher vor, sie im Jahr 1983 als 16-Jährige sexuell missbraucht zu haben. Die Schauspielerin hatte in der Zeit eine Rolle in Polanskis Abenteuerfilm "Piraten" bekommen.

Polanski verwies in "Paris Match" auf ein früheres Interview, das Charlotte Lewis 1999 dem britischen Klatschblatt "News of the World" gegeben hatte. Darin berichtet sie, dass sie selbst Polanski habe verführen wollen. "Ich war fasziniert von ihm, ich wollte seine Geliebte werden. (...) Wahrscheinlich wollte ich ihn mehr als umgekehrt", so zitierte das Blatt sie. Sie habe gewusst "dass Roman in den USA Mist gemacht hatte, aber nicht genau was".

Mit ihren früheren Aussagen konfrontiert, erklärte Lewis, "News of the World" habe sie falsch zitiert, und sie halte an ihren Vorwürfen gegen Polanski fest.

Der Prozess gegen Polanski erregt in Frankreich viel Aufsehen, da die #Metoo-Bewegung seit einigen Monaten wieder an Bedeutung gewinnt. Dies wurde nicht zuletzt durch den französischen Schauspieler Gérard Depardieu befördert, gegen den immer mehr Vorwürfe sexueller Gewalt, sexistischer Bemerkungen und vulgären Auftretens öffentlich werden.

Die französische Schauspielerin Anouk Grinberg warf der Filmbranche eine Kultur des bewussten Wegschauens vor. "Wenn Filmproduzenten Depardieu engagieren, dann wissen sie, dass sie einen Angreifer engagieren", sagte Grinberg in einem AFP-Gespräch in Paris. "Ich habe immer schon sexuelle Anzüglichkeiten von ihm gehört, aber es hat sich dramatisch verschlimmert - im Einverständnis der ganzen Branche, die seine Verfehlungen kaschiert", sagte die 60-Jährige.

Polanski, der mit Filmen wie "Rosemaries Baby" und "Der Pianist" zahlreiche Filmpreise wie den Oscar und die Goldene Palme von Cannes gewonnen hat, wird von mehreren Frauen sexuelle Gewalt vorgeworfen. Bislang hat es jedoch nur ein einziges Gerichtsverfahren gegen ihn gegeben: 1977 in den USA wegen Vergewaltigung der damals 13 Jahre alten Samantha Geimer.

Es ist auch bislang der einzige Fall, in dem Polanski sich schuldig bekannte, allerdings nicht wegen Vergewaltigung, sondern wegen illegalen Geschlechtsverkehrs mit einer Minderjährigen. Obwohl Geimer ihre Klage schon vor Jahren zurückzog, hat die US-Justiz das Verfahren nie eingestellt. Die übrigen Fälle sind entweder verjährt oder haben bislang nicht zu Strafanzeigen geführt.

Als Polanski 2020 den französischen Filmpreis César erhalten sollte, hatte die Schauspielerin Adèle Haenel aus Protest die Veranstaltung verlassen. Schließlich sah sich die gesamte Führung der César-Filmakademie zum Rücktritt genötigt.

Die Schauspielerin Judith Godrèche, die in Frankreich zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der MeToo-Bewegung zählt, forderte kürzlich eine Untersuchungskommission zu sexueller Gewalt in der Filmbranche. Die Filmbranche in ihrem Land sei wie "eine Familie, wo sich niemand traut, jemanden anzuzeigen". "Wir müssen aufhören, so zu tun, als wüssten wir nichts", sagte sie bei einer Anhörung im Senat.

H.Takahashi--JT