The Japan Times - Nach zwei Rezessionsjahren: Deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht gewachsen

EUR -
AED 4.256969
AFN 73.026624
ALL 95.949668
AMD 436.29849
ANG 2.074968
AOA 1062.937298
ARS 1612.956254
AUD 1.648622
AWG 2.089361
AZN 1.97515
BAM 1.955793
BBD 2.330592
BDT 141.989509
BGN 1.981339
BHD 0.437098
BIF 3425.188147
BMD 1.159146
BND 1.479895
BOB 7.995972
BRL 6.159011
BSD 1.157196
BTN 108.180626
BWP 15.778945
BYN 3.510788
BYR 22719.261378
BZD 2.327292
CAD 1.591102
CDF 2637.057544
CHF 0.91272
CLF 0.027244
CLP 1075.745893
CNY 7.982348
CNH 8.005172
COP 4253.385281
CRC 540.49813
CUC 1.159146
CUP 30.717369
CVE 110.264618
CZK 24.515015
DJF 206.059287
DKK 7.48519
DOP 68.689762
DZD 153.294785
EGP 60.452891
ERN 17.38719
ETB 182.369469
FJD 2.566871
FKP 0.87126
GBP 0.867852
GEL 3.147128
GGP 0.87126
GHS 12.613956
GIP 0.87126
GMD 85.201694
GNF 10142.964899
GTQ 8.863969
GYD 242.099162
HKD 9.082199
HNL 30.628894
HRK 7.547552
HTG 151.809475
HUF 393.739159
IDR 19654.711213
ILS 3.60393
IMP 0.87126
INR 108.971952
IQD 1515.894754
IRR 1525001.44174
ISK 144.047519
JEP 0.87126
JMD 181.799371
JOD 0.82188
JPY 184.582853
KES 149.909481
KGS 101.364887
KHR 4623.983998
KMF 494.955743
KPW 1043.080849
KRW 1744.874492
KWD 0.35536
KYD 0.964297
KZT 556.328075
LAK 24848.914008
LBP 103633.441366
LKR 360.978751
LRD 211.759267
LSL 19.520632
LTL 3.422657
LVL 0.701156
LYD 7.407974
MAD 10.813063
MDL 20.15193
MGA 4824.983303
MKD 61.639787
MMK 2434.137979
MNT 4156.167228
MOP 9.340468
MRU 46.32084
MUR 53.912319
MVR 17.920835
MWK 2006.593056
MXN 20.746631
MYR 4.565921
MZN 74.073751
NAD 19.520632
NGN 1572.092184
NIO 42.579853
NOK 11.093021
NPR 173.089401
NZD 1.981616
OMR 0.445696
PAB 1.157196
PEN 4.000686
PGK 4.994983
PHP 69.723065
PKR 323.078682
PLN 4.282755
PYG 7557.973845
QAR 4.231485
RON 5.101986
RSD 117.449594
RUB 97.499663
RWF 1683.694173
SAR 4.352195
SBD 9.33305
SCR 15.877645
SDG 696.647132
SEK 10.831104
SGD 1.486609
SHP 0.86966
SLE 28.486057
SLL 24306.724357
SOS 661.297712
SRD 43.45349
STD 23991.981659
STN 24.499915
SVC 10.124965
SYP 128.128397
SZL 19.526932
THB 38.14522
TJS 11.114462
TMT 4.068602
TND 3.417588
TOP 2.790945
TRY 51.295112
TTD 7.850973
TWD 37.135217
TZS 3008.589588
UAH 50.693025
UGX 4373.984863
USD 1.159146
UYU 46.629839
UZS 14107.951178
VES 527.05282
VND 30499.449254
VUV 138.346896
WST 3.161587
XAF 655.95473
XAG 0.017031
XAU 0.000257
XCD 3.13265
XCG 2.085493
XDR 0.815797
XOF 655.95473
XPF 119.331742
YER 276.576393
ZAR 19.85325
ZMK 10433.709028
ZMW 22.593922
ZWL 373.244535
  • Euro STOXX 50

    -112.5500

    5501.28

    -2.05%

  • SDAX

    -179.9500

    16197.98

    -1.11%

  • MDAX

    -626.8000

    27796.28

    -2.25%

  • Goldpreis

    -30.8000

    4574.9

    -0.67%

  • EUR/USD

    -0.0014

    1.1575

    -0.12%

  • TecDAX

    -51.3100

    3420.18

    -1.5%

  • DAX

    -459.3700

    22380.19

    -2.05%

Nach zwei Rezessionsjahren: Deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht gewachsen

Nach zwei Rezessionsjahren: Deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht gewachsen

Gestützt von privaten und staatlichen Konsumausgaben in die deutsche Wirtschaft nach zwei Rezessionsjahren wieder gewachsen - allerdings nur leicht: 2025 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vorjahresvergleich um preisbereinigt 0,2 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Für die deutsche Exportwirtschaft, vor allem in der gewichtigen Automobil- und Chemieindustrie, blieb die Lage aber weiter schwierig.

Textgröße:

Der leichte Anstieg des BIP gehe insbesondere auf die "gestiegenen privaten und staatlichen Konsumausgaben" zurück, erläuterte Bundesamtspräsidentin Ruth Brand bei einer Pressekonferenz in Berlin. Der Konsum der privaten Haushalte habe in der ersten Jahreshälfte "deutlich" angezogen, in der zweiten Jahreshälfte aber "kaum noch" zugenommen, sagte sie. "Der Staatskonsum stieg vor allem wegen zunehmender Ausgaben der Sozialversicherung für Gesundheit und Pflege", fügte sie hinzu.

Die Exportwirtschaft sei im vergangenen Jahr hingegen "schwach" geblieben, sagte Brand weiter. Zudem sei "erneut weniger in Ausrüstung und Bauten investiert" worden. Das sogenannte Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität habe im vergangenen Jahr "noch keine spürbaren Impulse" gegeben.

Auch sei die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe "im dritten Jahr in Folge" zurückgegangen, hob die Präsidentin des Bundesamtes hervor. "Dabei verzeichneten mit der Automobilindustrie und dem Maschinenbau zwei wichtige Industriezweige Einbußen", fügte sie hinzu. "Die Chemieindustrie und andere energieintensive Branchen unterschritten das niedrige Niveau der Vorjahre nochmals leicht." Insgesamt habe die exportorientierte Industrie "unter den höheren US-Einfuhrzöllen" gelitten - ebenso wie unter "der stärkeren Konkurrenz auf den internationalen Märkten", vor allem aus China.

Das staatliche Finanzierungsdefizit war 2025 unterdessen niedriger als im Vorjahr, "da die Einnahmen des Staates vor allem aufgrund höherer Sozialbeiträge stärker stiegen als die Ausgaben", wie Brand erklärte. Konkret betrug das Defizit dem Bundesamt zufolge 2,4 Prozent, während die Staatsquote erstmals seit den Corona-Jahren 2020 und 2021 wieder auf über 50 Prozent stieg.

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt sagte die Bundesamtspräsidentin, dass hier 2025 der "langjährige Aufwärtstrend" zum "Erliegen" gekommen sei. Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe habe die Zahl der Erwerbstätigen abgenommen. Zudem wies das Bundesamt darauf hin, dass die Bundesrepublik im internationalen Vergleich bei der konjunkturellen Entwicklung derzeit hinterherhinke. Deutlich kräftiger steigt die Wirtschaftsleistung derzeit demnach etwa in Spanien und in Polen.

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte am Donnerstag, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung nach einer Stagnation im dritten Quartal zum Jahresende wieder "leicht belebt" habe. Mit einer "zunehmenden Realisierung der fiskalischen Impulse" werde nun eine weitere Stabilisierung der konjunkturelle Entwicklung erwartet, die im Jahresverlauf 2026 an Dynamik gewinne. Angesichts eingetrübter Stimmungsindikatoren zeichne sich aber "noch keine breite konjunkturelle Belebung" ab.

Im Jahr 2024 war das BIP um 0,5 Prozent zurückgegangen, 2023 sogar um 0,9 Prozent. Für 2026 hatten führende Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen erst im Dezember angesichts struktureller Wettbewerbsprobleme und der schwierigen Lage für die deutsche Exportwirtschaft nach unten korrigiert; die sogenannten Wirtschaftsweisen gehen derzeit von 0,9 Prozent aus, wobei 0,3 Prozentpunkte davon auf das Sondervermögen des Bundes zurückgeführt werden.

Die Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Helena Melnikov, wertete das "Mini-Wachstum" 2025 am Donnerstag als "Hoffnungsschimmer, dass wir die Talsohle endlich erreicht haben". Jüngste Industriezahlen seien ein Anzeichen für eine Stabilisierung der heimischen Produktion. "Es liegt allerdings noch ein weiter Weg vor uns, bis wir einen echten Aufschwung sehen werden", mahnte sie. Die Betriebe würden "weiterhin von hohen Kosten, umfangreichen Berichtspflichten und noch immer überlangen Verfahren ausgebremst".

KfW-Konjunkturexperte Philipp Scheuermeyer erwartet indes für 2026 eine "spürbare Wachstumsbeschleunigung aufgrund von erheblich steigenden Staatsausgaben und voraussichtlich auch Ausstrahlungseffekte auf die privaten Investitionen". Strukturelle Herausforderungen und geopolitische Risiken bestünden aber weiter.

Auch der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien, erwartet, dass 2026 die Wirkungen des Sondervermögens sowie der steigenden Verteidigungsausgaben "erstmals spürbar wachstumswirksam werden". Zudem zeichne sich eine Erholung beim Wohnungsbau ab.

H.Nakamura--JT