The Japan Times - SPD-Basisvertreter starten Mitgliederbegehren gegen geplante Bürgergeldreform

EUR -
AED 4.232402
AFN 72.605135
ALL 95.706558
AMD 435.177963
ANG 2.062997
AOA 1056.804427
ARS 1603.618324
AUD 1.65557
AWG 2.077307
AZN 1.961597
BAM 1.95077
BBD 2.324606
BDT 141.624843
BGN 1.969908
BHD 0.435258
BIF 3416.39138
BMD 1.152459
BND 1.476094
BOB 7.975333
BRL 6.158091
BSD 1.154224
BTN 107.90279
BWP 15.738898
BYN 3.501695
BYR 22588.187959
BZD 2.321315
CAD 1.583305
CDF 2621.843157
CHF 0.911981
CLF 0.027088
CLP 1069.589781
CNY 7.936286
CNH 7.966405
COP 4260.1092
CRC 539.109991
CUC 1.152459
CUP 30.540152
CVE 109.98143
CZK 24.533526
DJF 205.530073
DKK 7.471942
DOP 68.513349
DZD 152.623121
EGP 60.197142
ERN 17.286879
ETB 181.899523
FJD 2.566755
FKP 0.863792
GBP 0.866148
GEL 3.128882
GGP 0.863792
GHS 12.58156
GIP 0.863792
GMD 84.702925
GNF 10116.915147
GTQ 8.841204
GYD 241.474254
HKD 9.021578
HNL 30.55076
HRK 7.529019
HTG 151.419589
HUF 394.161555
IDR 19583.728468
ILS 3.618257
IMP 0.863792
INR 108.26023
IQD 1512.001545
IRR 1516203.305264
ISK 143.803546
JEP 0.863792
JMD 181.335602
JOD 0.817081
JPY 183.766402
KES 149.356508
KGS 100.780082
KHR 4612.108414
KMF 492.099875
KPW 1037.217292
KRW 1743.629507
KWD 0.353563
KYD 0.96182
KZT 554.899281
LAK 24784.881075
LBP 103366.389324
LKR 360.048548
LRD 211.215415
LSL 19.47033
LTL 3.402911
LVL 0.69711
LYD 7.388949
MAD 10.785152
MDL 20.100001
MGA 4812.737286
MKD 61.570546
MMK 2419.531945
MNT 4110.76234
MOP 9.316479
MRU 46.201876
MUR 53.67017
MVR 17.817413
MWK 2001.500236
MXN 20.76932
MYR 4.540115
MZN 73.641731
NAD 19.470498
NGN 1570.755077
NIO 42.470497
NOK 11.143238
NPR 172.643369
NZD 1.989414
OMR 0.443096
PAB 1.154209
PEN 3.990411
PGK 4.982154
PHP 69.481575
PKR 322.260089
PLN 4.284921
PYG 7538.563017
QAR 4.220618
RON 5.096631
RSD 117.502393
RUB 94.692921
RWF 1679.399082
SAR 4.327407
SBD 9.279205
SCR 16.048454
SDG 692.627514
SEK 10.871545
SGD 1.480137
SHP 0.864642
SLE 28.321615
SLL 24166.492445
SOS 659.610746
SRD 43.202787
STD 23853.56558
STN 24.436993
SVC 10.098961
SYP 127.420483
SZL 19.477457
THB 37.970631
TJS 11.085917
TMT 4.04513
TND 3.408811
TOP 2.774843
TRY 51.089066
TTD 7.830742
TWD 36.992194
TZS 2990.629888
UAH 50.564363
UGX 4362.751341
USD 1.152459
UYU 46.509075
UZS 14071.718318
VES 524.012113
VND 30356.911174
VUV 137.403135
WST 3.143667
XAF 654.281394
XAG 0.018012
XAU 0.000271
XCD 3.114577
XCG 2.080119
XDR 0.813727
XOF 654.270069
XPF 119.331742
YER 274.978746
ZAR 19.805113
ZMK 10373.512186
ZMW 22.535895
ZWL 371.091189
  • TecDAX

    15.1000

    3435.28

    +0.44%

  • SDAX

    11.7100

    16209.69

    +0.07%

  • Euro STOXX 50

    85.6800

    5586.96

    +1.53%

  • MDAX

    103.8700

    27900.15

    +0.37%

  • Goldpreis

    -116.1000

    4458.8

    -2.6%

  • DAX

    302.2700

    22682.46

    +1.33%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1558

    -0.15%

SPD-Basisvertreter starten Mitgliederbegehren gegen geplante Bürgergeldreform
SPD-Basisvertreter starten Mitgliederbegehren gegen geplante Bürgergeldreform / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

SPD-Basisvertreter starten Mitgliederbegehren gegen geplante Bürgergeldreform

Vertreterinnen und Vertreter der SPD-Basis wenden sich in einem Mitgliederbegehren gegen die von der Bundesregierung geplante Bürgergeldreform. "Die SPD darf keine Politik mittragen, die Armut bestraft", heißt es in der Begründung des Begehrens, das am Dienstag in Berlin bekannt wurde. "Wir, engagierte Mitglieder der SPD, erheben unsere Stimme gegen die aktuellen und geplanten Verschärfungen im Bereich des SGB II (Bürgergeld)."

Textgröße:

Unter den 167 Erstunterzeichnerinnen und Unterzeichnern des Mitgliederbegehrens sind Juso-Chef Türmer und weitere führende Vertreterinnen und Vertreter der Jungsozialisten sowie zahlreiche Mitglieder von SPD-Landesvorständen und weitere Funktionsträgerinnen und -träger auf Landes- und Kommunalebene, jedoch keine aktiven Bundestagsabgeordneten. Auf der Internetseite mitgliederbegehren.org wurde zur Mitzeichnung aufgerufen. Bis Dienstagnachmittag wurden mehr als 1100 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner registriert.

Das Mitgliederbegehren enthält drei Forderungen. So sollen die Sanktionen beim Bürgergeld nicht wie geplant verschärft werden, Betroffene sollen mehr Unterstützung erhalten und die SPD solle sich populistischen Narrativen stärker entgegenstellen. "Die Diskussion um das Bürgergeld ist auf die Ursachen von Armut zu lenken anstatt auf symbolpolitische Maßnahmen", heißt es in dem Text, über den zuerst der "Spiegel" berichtet hatte. "Eine Modernisierung und eine Effizienzsteigerung des Sozialstaates ist zu unterstützen, aber kein Sozialabbau."

Die Beteiligten wenden sich ausdrücklich gegen erneute Sozialstaatsverschärfungen wie bei der Agenda 2010 unter dem SPD-Kanzler Gerhard Schröder. "Die SPD muss sich dafür einsetzen, dass die soziale Spaltung geringer wird", fordern sie stattdessen. "Die Verschärfung des Drucks auf arbeitslose Menschen bewirkt das Gegenteil und wird von uns abgelehnt", heißt es weiter.

"Bislang ist beim SPD-Parteivorstand kein Mitgliederbegehren angezeigt worden", erklärte auf Anfrage eine Sprecherin des SPD-Parteivorstands. Sobald dies der Fall sei, müsste dort zunächst die Zulässigkeit geprüft werden. Als weitere Hürde muss ein geplantes Begehren von einem Prozent der Parteimitglieder unterstützt werden und zwar aus mindestens zehn Unterbezirken aus drei Bundesländern. Dafür stellt der Parteivorstand den Initiatorinnen und Initiatoren eine Online-Plattform bereit.

Wird das Quorum innerhalb von zwei Monaten erreicht, startet das eigentliche Mitgliederbegehren. Es ist erfolgreich, wenn es innerhalb von drei weiteren Monaten von mindestens 20 Prozent der Mitglieder unterstützt wird. Wird das Begehren dann nicht als Beschluss umgesetzt, findet ein verbindlicher Mitgliederbescheid über das Anliegen statt. Dabei kann der Parteivorstand auch einen Gegenvorschlag unterbreiten.

Von Seiten der CDU/CSU wurde Unverständnis über den Vorstoß aus der SPD-Basis geäußert. Die Reform sei "gemeinsam im Koalitionsvertrag vereinbart" worden, sagte der erste parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger (CDU), am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Diesem habe auch die SPD-Basis zugestimmt, und "wir erwarten von der SPD, dass sie sich auch daran hält." Die Bürgergeld-Reform sei "längst überfällig", mahnte Bilger.

Kritik kam auch vom Chef der Jungen Union, Johannes Winkel (CDU). "Ob bei Rente oder Bürgergeld: Es nervt, wenn andauernd der Koalitionsvertrag infrage gestellt wird", sagte Winkel dem "Spiegel". Winkel stellte auch die Rolle der Sozialdemokraten als Koalitionspartner in Frage: "Wenn die SPD keine Lust mehr hat, Verantwortung für Deutschland zu übernehmen, soll sie es ehrlich sagen."

Der Koalitionsausschuss der schwarz-roten Bundesregierung hatte sich Anfang Oktober auf Verschärfungen für Bürgergeldempfänger geeinigt, die angebotene Jobs ablehnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, dass diese spätestens im Frühjahr in Kraft treten sollen. Vorgesehen ist unter anderem, dass Leistungen nach dem dritten versäumten Termin komplett gestrichen werden. Beim zweiten versäumten Termin soll es eine sofortige Kürzung von 30 Prozent geben.

S.Fujimoto--JT