The Japan Times - Verdi zweifelt an Job-Versprechen von Unicredit bei möglicher Commerzbank-Übernahme

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Verdi zweifelt an Job-Versprechen von Unicredit bei möglicher Commerzbank-Übernahme
Verdi zweifelt an Job-Versprechen von Unicredit bei möglicher Commerzbank-Übernahme / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Verdi zweifelt an Job-Versprechen von Unicredit bei möglicher Commerzbank-Übernahme

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi lehnt eine Übernahme der Commerzbank durch den italienischen Konkurrenten Unicredit trotz Zusagen zum Erhalt von Arbeitsplätzen und Filialen ab. "Unsere Bedenken als Gewerkschaft Verdi in Bezug auf eine mögliche Fusion der beiden Institute wurden durch Ihr Schreiben nicht ausgeräumt", zitierte das "Handelsblatt" laut Vorabmeldung von Donnerstag aus einem Brief des Verdi-Vorsitzenden Frank Werneke an Unicredit-Chef Andrea Orcel.

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Der Verdi-Chef reagierte damit auf ein Schreiben von Orcel, das dieser Mitte Juni fast wortgleich auch an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) geschickt hatte.

Die italienische Großbank war in großem Stil bei der Commerzbank eingestiegen; das Bundeskartellamt hatte ihr Mitte April eine Anteilserhöhung auf 29,9 Prozent freigegeben. Ab 30 Prozent wäre die Unicredit zu einem öffentlichen Übernahmeangebot verpflichtet. Die Führung der Commerzbank und die Beschäftigten ebenso wie die Bundesregierung, die seit der staatlichen Rettung der Bank in der Krise 2008 noch Anteile besitzt, haben sich gegen eine Übernahme ausgesprochen.

Werneke antwortete nun laut "Handelsblatt" auf Orcels Brief, er nehme das Bekenntnis darin zum Filialnetz und den Arbeitsplätzen zur Kenntnis. "Solche Aussagen mögen auf dem Papier beruhigend klingen – die Realität vergangener Fusionen, insbesondere der Übernahme der Hypo-Vereinsbank durch Unicredit im Jahr 2005, spricht jedoch eine andere Sprache", schreibt der Verdi-Chef. Bei der HVB sei die Zahl der Stellen seitdem um rund zwei Drittel gefallen. Er fürchte deshalb, dass es im Falle einer Übernahme erneut "zu einem Wegfall tausender Arbeitsplätze" bei Commerzbank und HVB kommen würde.

"Eine Fusion zweier gut aufgestellter Banken würde vor allem langwierige Integrationsprozesse und eine institutionelle Selbstbeschäftigung nach sich ziehen", warnt Werneke. "Gerade in volkswirtschaftlich herausfordernden Zeiten – in Deutschland wie in Europa – braucht es jedoch Banken mit einem klaren Fokus." Verdi bleibe deshalb bei seiner Position: "Im Interesse der Beschäftigten beider Häuser setzen wir uns weiterhin gegen eine Fusion und für eine eigenständige Commerzbank ein."

M.Saito--JT