The Japan Times - Deutschland erlebt heißesten Juni-Tag: Viele Veranstaltungen abgesagt

EUR -
AED 4.240317
AFN 75.613798
ALL 93.083621
AMD 422.304338
AOA 1058.65099
ARS 1729.863941
AUD 1.63662
AWG 2.078049
AZN 1.966429
BAM 1.954423
BBD 2.325762
BDT 142.67949
BHD 0.435489
BIF 3446.098132
BMD 1.154472
BND 1.477659
BOB 13.741379
BRL 5.906976
BSD 1.154687
BTN 109.989518
BWP 15.555907
BYN 3.432982
BYR 22627.646025
BZD 2.322364
CAD 1.609934
CDF 2611.992228
CHF 0.935157
CLF 0.026841
CLP 1056.411264
CNY 7.789916
CNH 7.788897
COP 3623.690519
CRC 524.22617
CUC 1.154472
CUP 30.593501
CVE 110.187856
CZK 24.259377
DJF 205.172641
DKK 7.476145
DOP 67.321992
DZD 153.279508
EGP 57.585512
ERN 17.317076
ETB 186.715352
FJD 2.553114
FKP 0.856331
GBP 0.854713
GEL 3.013068
GGP 0.856331
GHS 13.556568
GIP 0.856331
GMD 84.856485
GNF 10140.856305
GTQ 8.81087
GYD 241.831737
HKD 9.057432
HNL 30.951928
HRK 7.535817
HTG 150.98364
HUF 364.606998
IDR 20526.507465
ILS 3.461279
IMP 0.856331
INR 110.133259
IQD 1512.727812
IRR 1587081.157342
ISK 142.20827
JEP 0.856331
JMD 183.379231
JOD 0.818459
JPY 183.716281
KES 149.365809
KGS 100.958668
KHR 4681.70199
KMF 491.805569
KRW 1637.335322
KWD 0.356743
KYD 0.962318
KZT 538.348431
LAK 26078.516124
LBP 103405.556276
LKR 387.005699
LRD 208.423177
LSL 18.684038
LTL 3.408855
LVL 0.698328
LYD 7.358816
MAD 10.768161
MDL 20.068863
MGA 4945.473339
MKD 61.481956
MMK 2423.870661
MNT 4149.464085
MOP 9.331386
MRU 46.314972
MUR 54.25975
MVR 17.836226
MWK 2002.272162
MXN 19.799721
MYR 4.722482
MZN 73.776479
NAD 18.683957
NGN 1572.009557
NIO 42.490068
NOK 10.961657
NPR 175.981506
NZD 1.962504
OMR 0.443899
PAB 1.154692
PEN 3.900486
PGK 5.105359
PHP 70.2929
PKR 320.577493
PLN 4.303005
PYG 6873.158225
QAR 4.209453
RON 5.242474
RSD 117.329831
RUB 95.245181
RWF 1696.29036
SAR 4.323331
SBD 9.311619
SCR 16.647423
SDG 693.263532
SEK 10.968947
SGD 1.478549
SLE 28.396685
SOS 659.929398
SRD 43.581889
STD 23895.234065
STN 24.482541
SVC 10.103839
SZL 18.680679
THB 38.101605
TJS 10.663842
TMT 4.052196
TND 3.38493
TRY 55.083338
TTD 7.832449
TWD 37.252468
TZS 3059.347785
UAH 51.797563
UGX 4301.007424
USD 1.154472
UYU 46.517634
UZS 13778.234292
VES 872.506333
VND 30195.208254
VUV 137.805149
WST 3.155998
XAF 655.489565
XAG 0.017742
XAU 0.000265
XCD 3.120017
XCG 2.081125
XDR 0.815219
XOF 655.495238
XPF 119.331742
YER 275.226374
ZAR 18.707811
ZMK 10391.663406
ZMW 21.598785
ZWL 371.739428
  • SDAX

    -119.0900

    18540.54

    -0.64%

  • MDAX

    -156.0600

    32251.14

    -0.48%

  • TecDAX

    -1.3600

    4067.42

    -0.03%

  • DAX

    4.4300

    26323.88

    +0.02%

  • Goldpreis

    37.4000

    4437.1

    +0.84%

  • Euro STOXX 50

    11.7600

    6535.62

    +0.18%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1545

    -0.15%

Deutschland erlebt heißesten Juni-Tag: Viele Veranstaltungen abgesagt

Deutschland erlebt heißesten Juni-Tag: Viele Veranstaltungen abgesagt

In Deutschland war es am Freitag so heiß wie noch nie in einem Juni. Nach den vorläufigen Messungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) stiegen gleich an mehreren Orten die Thermometer über 40 Grad Celsius, mit 40,9 Grad wurde in Saarbrücken ein neuer Rekordwert gemessen. Viele Städte sagten angesichts der Gluthitze Veranstaltungen ab, in der Mosel droht ein Fischsterben.

Textgröße:

Bisher waren 39,6 Grad, die 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt gemessen wurden, der Juni-Rekordwert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Übertroffen wurde dieser bisherige Rekordwert an zahlreichen Orten, darunter etwa Bad Kreuznach mit 40,7 Grad oder Trier mit 40,1 Grad. Insgesamt registrierten 147 Wetterstationen einen lokalen neuen Juni-Rekordwert.

Die Hitze sollte sich am Samstag noch weiter steigern mit lokal bis zu 42 Grad. Lediglich im äußersten Norden Deutschlands sollte es etwas kühler sein. Mit der anhaltenden Hitze steigt die gesundheitliche Belastung, deshalb warnen Mediziner und Behörden. Besonders problematisch sind vielerorts tropische Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken.

Am Samstag wurden zudem vom westlichen Mittelgebirgsraum über Nordrhein-Westfalen bis nach Niedersachsen einzelne kräftige Gewitter, auch Unwetter, erwartet, in der Nacht zu Sonntag dann im Nordwesten und Norden einzelne Gewitter mit Unwetterpotenzial. Am Sonntag sollte bei anhaltender Hitze die Unwetterneigung mit Starkregen, Hagel und Sturmböen allgemein zunehmen.

An der Mosel droht derweil wegen der anhaltenden Hitzewelle ein Fischsterben. Im Bereich Palzern an der Obermosel liege die Sauerstoffkonzentration des Wassers bereits unter der für Fische kritischen Marke, teilte das rheinland-pfälzische Umweltministerium mit.

Die Gewässertemperaturen an Rhein und Mosel überschritten demnach mittlerweile die 27-Grad-Marke, die Saar wird diese Marke voraussichtlich am Wochenende erreichen. Das Land löste die zweite Warnstufe eines Handlungs- und Informationskonzepts bei hohen Wassertemperaturen aus. Das vierstufige Warnsystem sieht insbesondere auch Einschränkungen für Firmen vor, die Wasser in die Flüsse einleiten.

Angesichts der extremen Hitze in Deutschland strichen mehrere Städte Veranstaltungen. Die Stadt Köln sagte das am Sonntag im Rheinpark geplante Kinder- und Familienfest ab. Eigentlich war ein mehrstündiges Programm inklusive Bühnenauftritte und Bewegungsparcours geplant.

Die Stadt Cottbus sagte das ebenfalls für Sonntag geplante Spreekonzert ab, das Konzert wäre eine Premiere geworden. Die Stadt begründete die Verschiebung mit Temperaturprognosen von bis zu 43 Grad für den Sonntag. In Leipzig sagte die dortige Oper den Premierentermin des musikalischen Märchens "Pit und Paula - frisch versalzen" am Samstag ab. "Der Auftritt des Kinder- und Jugendchores wäre nicht zu verantworten", hieß es von der Oper. Die hessische Stadt Hanau sagte sämtliche städtische Veranstaltungen für das gesamte Wochenende ab.

In München hielt die Stadt hingegen am Christopher Street Day (CSD) für Samstag fest. Es werde "heiß und voll", Besucher sollten Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 verwenden, regelmäßig Wasser trinken und eine Kopfbedeckung mitbringen, hieß es. Außerdem seine Trinkwasserstellen aufgebaut und Wasser-Sprühstationen geplant.

Weite Teile Europas leiden unter der aktuellen Hitzewelle. In Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien werden ebenfalls außergewöhnlich hohe Temperaturen gemessen. Die französische Regierung befürchtet zahlreiche Hitzetote. "Wir sind besorgt über landesweite Todesfälle zu Hause", erklärte das Gesundheitsministerium. Zahlen dazu lagen zunächst nicht vor. Die jüngste Hitzewelle hat in ihrer Ausdehnung und Intensität bereits eine Hitzewelle von 2003 übertroffen, die in Frankreich zu 15.000 Todesfällen geführt hatte. In Spanien starben bereits mehr als 200 Menschen wegen der extremen Temperaturen.

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdiensts dürfte die Hitzewelle bis Anfang kommender Woche andauern. Damit wäre es mit voraussichtlich zwölf Tagen eine der längsten Phasen mit Hitzewarnungen seit Einführung des DWD-Hitzewarnsystems im Jahr 2005, erklärte dieser.

Die Intensität der derzeitigen Hitzewelle in Europa hängt nach Einschätzung einer Wissenschaftlergruppe mit dem Klimawandel zusammen. "Der Klimawandel ist eindeutig dafür verantwortlich", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Die natürliche Wärmephase durch das Wetterphänomen El Niño spiele hingegen "keine Rolle bei der Steigerung der Hitze".

Die derzeitigen extrem hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht wären den Forschenden zufolge zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren "praktisch unmöglich" gewesen.

K.Inoue--JT