The Japan Times - Der schlaue Eritrea‑Pakt?

EUR -
AED 4.243603
AFN 75.680614
ALL 93.435737
AMD 423.112329
AOA 1060.75621
ARS 1732.118969
AUD 1.636952
AWG 2.079914
AZN 1.958749
BAM 1.960326
BBD 2.327073
BDT 143.024567
BHD 0.435697
BIF 3459.187047
BMD 1.155508
BND 1.480518
BOB 13.732063
BRL 5.903186
BSD 1.155368
BTN 109.941469
BWP 15.595008
BYN 3.440344
BYR 22647.956716
BZD 2.323635
CAD 1.610853
CDF 2611.447728
CHF 0.933883
CLF 0.026784
CLP 1057.407289
CNY 7.798581
CNH 7.792526
COP 3654.814015
CRC 525.224073
CUC 1.155508
CUP 30.620962
CVE 110.52354
CZK 24.260063
DJF 205.745052
DKK 7.475778
DOP 67.445728
DZD 153.610645
EGP 57.528581
ERN 17.33262
ETB 186.48005
FJD 2.554253
FKP 0.858821
GBP 0.856712
GEL 3.021621
GGP 0.858821
GHS 13.558658
GIP 0.858821
GMD 85.507793
GNF 10147.737864
GTQ 8.815354
GYD 241.718112
HKD 9.065451
HNL 30.967502
HRK 7.535417
HTG 151.068808
HUF 362.95604
IDR 20561.109276
ILS 3.46635
IMP 0.858821
INR 109.970331
IQD 1513.494564
IRR 1588650.168343
ISK 142.60075
JEP 0.858821
JMD 183.483652
JOD 0.81929
JPY 182.481304
KES 149.476942
KGS 101.049317
KHR 4692.835464
KMF 493.401928
KRW 1628.763599
KWD 0.356717
KYD 0.962823
KZT 541.490267
LAK 26085.892065
LBP 103461.84386
LKR 387.534794
LRD 208.545127
LSL 18.770139
LTL 3.411914
LVL 0.698955
LYD 7.349191
MAD 10.76839
MDL 20.09139
MGA 4930.319798
MKD 61.67427
MMK 2426.049949
MNT 4155.253063
MOP 9.336419
MRU 46.447652
MUR 54.38913
MVR 17.86473
MWK 2003.425785
MXN 19.809879
MYR 4.726256
MZN 73.847013
NAD 18.770139
NGN 1576.482821
NIO 42.517619
NOK 10.972802
NPR 175.906351
NZD 1.963747
OMR 0.444306
PAB 1.155353
PEN 3.912853
PGK 5.105944
PHP 70.259509
PKR 320.758912
PLN 4.298432
PYG 6870.070656
QAR 4.22358
RON 5.250745
RSD 117.339569
RUB 95.236935
RWF 1698.922706
SAR 4.338617
SBD 9.323041
SCR 16.746941
SDG 693.879389
SEK 10.95053
SGD 1.477612
SLE 28.426523
SOS 660.324648
SRD 43.755041
STD 23916.68255
STN 24.5567
SVC 10.109649
SZL 18.76633
THB 38.092505
TJS 10.658309
TMT 4.050056
TND 3.394237
TRY 55.121159
TTD 7.831251
TWD 37.273184
TZS 3059.20505
UAH 51.74765
UGX 4304.068193
USD 1.155508
UYU 46.508795
UZS 13818.3242
VES 871.49713
VND 30279.509274
VUV 137.517454
WST 3.152706
XAF 657.475069
XAG 0.018153
XAU 0.000266
XCD 3.122818
XCG 2.082308
XDR 0.818323
XOF 657.49503
XPF 119.331742
YER 273.682393
ZAR 18.68977
ZMK 10400.959762
ZMW 21.807068
ZWL 372.073103
  • TecDAX

    67.7900

    4068.78

    +1.67%

  • Euro STOXX 50

    21.3000

    6523.86

    +0.33%

  • SDAX

    94.8200

    18659.63

    +0.51%

  • Goldpreis

    97.9000

    4397.5

    +2.23%

  • MDAX

    -23.9200

    32407.2

    -0.07%

  • DAX

    179.3200

    26319.45

    +0.68%

  • EUR/USD

    0.0037

    1.1562

    +0.32%


Der schlaue Eritrea‑Pakt?




Während der Golfkrieg mit Iran seit dem Frühjahr 2026 die wichtigste Ölrute der Welt lahmlegt, verfolgt Washington einen riskanten Plan: eine Annäherung an Eritrea. Der ostafrikanische Staat kontrolliert mehr als 1 000 Kilometer Küstenlinie am Roten Meer und den nördlichen Zugang zur Meerenge Bab al‑Mandeb, über die zwölf Prozent des weltweiten Ölhandels fließen. Seit der Kriegsbeginn zwischen den USA und Iran hat Teheran den Persischen Golf abgeriegelt. Houthis in Jemen drohen, aus Solidarität mit Iran auch den Bab al‑Mandeb zu sperren. Saudi‑Arabien leitet seine Exporte bereits über den Roten Meer‑Hafen Yanbu um, womit die alternative Route zur Lebensader geworden ist.

Die Trump‑Regierung hat daher begonnen, die Beziehungen zu Eritrea zu normalisieren. Berichte zufolge traf sich Massad Boulos, Trumps Sondergesandter für Afrika, im vergangenen Winter in Kairo heimlich mit Präsident Isaias Afwerki. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al‑Sisi vermittelte das Treffen. Laut Insidern sagte Boulos seinem ägyptischen Gastgeber im April, die USA wollten bald mit der Aufhebung von Sanktionen beginnen und den jahrzehntelang eingefrorenen diplomatischen Austausch wieder aufnehmen. Auch andere Gespräche fanden bereits im September am Rande der UN‑Generalversammlung statt.

Warum denn nun gar Eritrea?
Eritrea gilt als eine der repressivsten Diktaturen der Welt. Die Regierung von Isaias Afwerki regiert seit der Unabhängigkeit 1993 mit eiserner Hand. Menschenrechtsgruppen vergleichen das Land wegen seiner systematischen Unterdrückung der Opposition und der religiösen Freiheit mit Nordkorea. Tausende Menschen sitzen ohne Gerichtsverfahren in überfüllten Gefängnissen. Selbst anerkannte Kirchen und Moscheen unterliegen ständiger staatlicher Kontrolle. Die Bevölkerung wird zu unbegrenztem Militärdienst verpflichtet, was unabhängige Beobachter als „Sklaverei“ bezeichnen.

Die USA haben das Regime jahrzehntelang isoliert. Washington verhängte Sanktionen wegen Eritreas Rolle im Krieg in der äthiopischen Region Tigray, wegen mutmaßlicher Unterstützung islamistischer Gruppen in Somalia und wegen systematischer Verstöße gegen die Religionsfreiheit. Seit 2004 stuft das US‑Außenministerium Eritrea als „Land besonders großer Sorge“ ein. Trotzdem hat die außenpolitische Priorität sich verschoben. Der geschlossene Persische Golf zwingt die USA, ihre militärische Präsenz entlang der alternativen Route auszubauen. Washington unterhält bereits eine große Basis in Djibouti, doch eine zusätzliche Anlaufstelle würde die Marine‑Operationen und logistische Versorgung stärken.

Die Rolle Ägyptens und regionale Dynamik
Ägypten verfolgt eine eigene Agenda. Das Land hat in den letzten Jahren ein Netzwerk aufgebaut, um Äthiopiens Einfluss zu begrenzen. Kairo betrachtete Äthiopiens Megastaudamm am Nil als existenzielle Bedrohung. Im Oktober 2024 schloss es mit Eritrea und Somalia ein Sicherheitsbündnis, das auf eine Eindämmung Äthiopiens zielt. Laut Analysten will Ägypten die amerikanische Militärpräsenz im Roten Meer nutzen, um den Druck auf Addis Abeba zu erhöhen und die Versorgung des Suezkanals zu sichern, dessen Einnahmen durch Houthi‑Angriffe bereits Milliardenverluste verursachten.

Gleichzeitig verschärft die Annäherung die Spannungen am Horn von Afrika. Eritrea und Äthiopien ziehen Truppen an ihrer Grenze zusammen. Nach dem Ende des Tigray‑Krieges 2022 zerfiel der Friedensschluss zwischen Addis Abeba und Asmara. Eritrea unterstützt seither Milizen im äthiopischen Hinterland und fördert die Bildung von Parallelparlamenten in Tigray. Viele Beobachter befürchten, dass Washington durch eine Kooperation mit Asmara in regionale Konflikte hineingezogen werden könnte und dass Äthiopien von der USA entfremdet wird.

Der moralische Preis der Strategie
Die Trump‑Administration rechtfertigt die Annäherung mit dem Kampf gegen den iranischen Einfluss im Roten Meer. Houthis, die von Iran unterstützt werden, attackieren regelmäßig Handelsschiffe und drohen offen mit einer Blockade des Bab al‑Mandeb. Durch eine Kooperation mit Eritrea möchten die USA dem „Axis of Resistance“ einen Riegel vorschieben und den maritimen Korridor schützen. Doch Kritiker warnen: Die Erosion von Menschenrechten sei ein zu hoher Preis.

Michael Rubin vom American Enterprise Institute verweist darauf, dass Isaias Afwerki als notorisch unzuverlässig gilt. Er hat im Laufe seiner Herrschaft Bündnisse mit Israel, Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Russland und nun den USA geschmiedet und wieder gebrochen. Afwerki habe Kriege gegen alle Nachbarn geführt und 1998 einen Grenzkrieg gegen Äthiopien ausgelöst, dem über 100 000 Menschen zum Opfer fielen. Die Bevölkerung leide unter unbezahltem Militärdienst und systematischer Überwachung.

Auch kirchliche Organisationen und Menschenrechtsgruppen sprechen sich gegen eine Aufhebung der Sanktionen aus. Sie verweisen auf Hunderte von politischen Gefangenen und die Verfolgung unabhängiger Gemeinden. Die Annäherung stehe im Widerspruch zum erklärten Ziel der US‑Regierung, weltweit Christen zu schützen.

Es bleibt eine sehr gefährliche Schachpartie
Auf geopolitischer Ebene ist die Initiative ein komplexes Spiel. Einerseits zwingt der Iran‑Krieg die USA zu strategischen Zugeständnissen. Die Kontrollpunkte für den globalen Energiehandel liegen jetzt am Roten Meer, weshalb Washington nach neuen Partnern sucht. Eritreas Lage an der Meerenge Bab al‑Mandeb erscheint wie das fehlende Puzzlestück. Andererseits könnte der Pakt unvorhergesehene Folgen haben. Die Annäherung könnte Eritreas autoritäres Regime legitimieren und den Kreislauf der Repression verlängern. Sie könnte ferner die fragile Balance zwischen Ägypten, Äthiopien und den sudanesischen Konfliktparteien stören und sogar eine neue Front im Krieg gegen Iran eröffnen, sollten Houthi‑Milizen die Rotmeer‑Route schließen.

Trump operiert häufig über informelle Netzwerke und persönliche Beziehungen statt über etablierte Institutionen. Experten sprechen von einem parallelen „Deep State“ aus Geschäftsleuten, ausländischen Staatschefs und Lobbygruppen, der die Politik formt und vom Außenministerium abgekoppelt ist. Im Fall Eritrea könnten insbesondere al‑Sisi und andere regionale Autokraten den Kurs bestimmen, während klassische diplomatische Kanäle umgangen werden.

Für Washington steht viel auf dem Spiel: Die sichere Passage von Öl- und Frachtschiffen, die Eindämmung des iranischen Einflusses und die Stabilität des Horns von Afrika. Doch ebenso gravierend sind die Risiken für die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Menschenrechtspolitik und die Gefahr, neue Konflikte zu entfachen.

Wo geht die politische "Reise" hin?
Das Vorhaben der USA, sich mit Eritrea zu verbünden, gleicht einer Schachpartie mit ungewissem Ausgang. Die strategischen Vorteile liegen auf der Hand: ein alternativer Seeweg, zusätzliche Militärstützpunkte und ein direkter Hebel gegen Teheran. Doch der Preis ist hoch. Eritreas Regime steht für brutale Repression, Kriegsverbrechen und eine lange Geschichte wechselnder Allianzen. Eine unkritische Annäherung könnte Washingtons Ansehen beschädigen und den ohnehin fragilen Frieden im Horn von Afrika untergraben. In diesem Spiel droht nicht nur dem Iran ein „Schachmatt“, sondern auch den moralischen Grundlagen der US‑Außenpolitik.

 



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...