The Japan Times - Kuba am Rand der Katastrophe

EUR -
AED 4.29132
AFN 74.203609
ALL 95.805414
AMD 433.4011
ANG 2.091481
AOA 1072.683853
ARS 1638.188454
AUD 1.635513
AWG 2.106222
AZN 1.985616
BAM 1.953101
BBD 2.353774
BDT 143.421198
BGN 1.949178
BHD 0.440993
BIF 3476.288379
BMD 1.1685
BND 1.49084
BOB 8.105799
BRL 5.801133
BSD 1.16865
BTN 111.08949
BWP 15.864078
BYN 3.305632
BYR 22902.60579
BZD 2.350851
CAD 1.591894
CDF 2706.246758
CHF 0.916396
CLF 0.027083
CLP 1065.929196
CNY 7.981149
CNH 7.986584
COP 4356.694927
CRC 531.363456
CUC 1.1685
CUP 30.965258
CVE 110.598731
CZK 24.400589
DJF 207.665735
DKK 7.472548
DOP 69.678194
DZD 154.723383
EGP 62.546481
ERN 17.527504
ETB 183.542149
FJD 2.573271
FKP 0.860275
GBP 0.863931
GEL 3.137447
GGP 0.860275
GHS 13.081357
GIP 0.860275
GMD 85.886397
GNF 10256.527946
GTQ 8.931861
GYD 244.512118
HKD 9.155872
HNL 31.117461
HRK 7.535193
HTG 152.947888
HUF 364.799928
IDR 20373.386901
ILS 3.452103
IMP 0.860275
INR 111.408203
IQD 1530.735387
IRR 1536577.888516
ISK 143.398483
JEP 0.860275
JMD 184.115578
JOD 0.828489
JPY 183.758944
KES 150.972215
KGS 102.150883
KHR 4688.022868
KMF 491.349122
KPW 1051.650263
KRW 1724.431853
KWD 0.360026
KYD 0.974054
KZT 542.160809
LAK 25663.184483
LBP 104465.362619
LKR 373.460733
LRD 214.565871
LSL 19.666146
LTL 3.450278
LVL 0.706815
LYD 7.402479
MAD 10.80515
MDL 20.122194
MGA 4855.118969
MKD 61.663486
MMK 2453.558203
MNT 4179.346411
MOP 9.430668
MRU 46.681467
MUR 54.860921
MVR 18.059139
MWK 2034.93947
MXN 20.461022
MYR 4.633061
MZN 74.679165
NAD 19.665886
NGN 1601.931692
NIO 42.907309
NOK 10.841901
NPR 177.741105
NZD 1.989903
OMR 0.449285
PAB 1.168885
PEN 4.096709
PGK 5.062529
PHP 72.106988
PKR 325.719728
PLN 4.256204
PYG 7265.959457
QAR 4.256826
RON 5.190447
RSD 117.422683
RUB 87.636497
RWF 1706.594681
SAR 4.384441
SBD 9.378229
SCR 15.60968
SDG 701.689458
SEK 10.869375
SGD 1.492529
SHP 0.872403
SLE 28.803202
SLL 24502.862465
SOS 667.79835
SRD 43.767328
STD 24185.596923
STN 24.713781
SVC 10.227823
SYP 129.148477
SZL 19.665661
THB 38.292338
TJS 10.940881
TMT 4.095594
TND 3.371707
TOP 2.813468
TRY 52.838293
TTD 7.939029
TWD 36.968998
TZS 3049.786129
UAH 51.502231
UGX 4386.05699
USD 1.1685
UYU 47.074949
UZS 14019.666522
VES 571.329748
VND 30758.433277
VUV 138.793042
WST 3.172698
XAF 655.05181
XAG 0.015991
XAU 0.000257
XCD 3.157931
XCG 2.106689
XDR 0.812844
XOF 652.608671
XPF 119.331742
YER 278.833394
ZAR 19.63285
ZMK 10517.907557
ZMW 21.887754
ZWL 376.256618
  • MDAX

    188.1900

    30633.93

    +0.61%

  • DAX

    101.8600

    24093.13

    +0.42%

  • TecDAX

    22.4300

    3730.28

    +0.6%

  • Euro STOXX 50

    38.3000

    5801.91

    +0.66%

  • Goldpreis

    28.0000

    4561.3

    +0.61%

  • SDAX

    124.1100

    18132.79

    +0.68%

  • EUR/USD

    0.0000

    1.1697

    0%


Kuba am Rand der Katastrophe




Ein drastischer Öl- und Energie­mangel hat Kuba im Frühjahr 2026 in eine tiefe Krise gestürzt. Die Regierung des Inselstaats kämpft seit Jahren mit veralteten sowjetischen Kraftwerken und einem chronischen Defizit an Devisen. Im Januar verhängte Washington neue Zölle und drohte Ländern mit Sanktionen, die Öl an Havanna liefern. Mexiko stoppte daraufhin seine Versorgung, und die USA beschlagnahmten Schiffe, die Treibstoff für Kuba transportierten. Die Folge sind landesweite Stromausfälle; die Nationalelektrizität brach im März wieder zusammen. Während Restaurants, Schulen und Krankenhäuser im Dunkeln liegen, können Familien nur in kurzen Stromfenstern kochen, Wäsche waschen oder Handys laden. Dieselengpässe legen den öffentlichen Verkehr und die Müllabfuhr lahm; verdorbene Lebensmittel und Mückenschwärme prägen das Stadtbild.

Kubanische Behörden betonen, dass sie mit Washington im Gespräch seien, doch US‑Präsident Donald Trump verhängte nach der Machtübernahme in Venezuela ein striktes Öl‑Embargo gegen Kuba. Die UN‑Menschenrechts­experten nannten das Vorgehen „eine extreme Form einseitiger wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen“. Die Vereinigten Staaten gestatten lediglich minimalen „humanitären“ Ölverkauf über private Firmen, was den täglichen Bedarf von rund 100 000 Barrel bei weitem nicht deckt. Die USA sehen das Embargo als Druckmittel, um das Ende des kommunistischen Systems zu erzwingen. In Havanna hingegen herrscht Wut: die Bevölkerung sieht sich zwischen einer ineffizienten, repressiven Regierung und einer internationalen Blockade gefangen.

Proteste und wachsender Widerstand
Die Versorgungsengpässe haben auch den Unmut der Bevölkerung verstärkt. Normalerweise sind Proteste in Kuba selten, weil die Regierung scharf gegen Demonstranten vorgeht. Doch im März griffen in Morón wütende Menschen einen Sitz der Kommunistischen Partei an und setzten ihn in Brand. Töpfe- und Pfannen­konzerte („cacerolazos“) ertönen allabendlich, Studierende besetzen Universitäten, und die Zahl der kleineren Protestaktionen stieg laut Menschenrechtsgruppen von 30 im Januar auf 130 in der ersten Märzhälfte. Staatschef Miguel Díaz-Canel räumte ein, dass die langen Stromausfälle „Verzweiflung“ hervorrufen, warnte aber vor „Gewalt und Vandalismus“.

Die Unzufriedenheit äußert sich auch in der digitalen Sphäre. Viele Kubanerinnen und Kubaner beklagen, dass sie selbst für einfache Operationen grundlegende Utensilien wie Skalpelle und Desinfektionsmittel besorgen müssen, weil die staatlichen Kliniken leer sind. Andere vergleichen die missliche Lage mit der Situation in Staaten, die Jahrzehnte autoritärer Herrschaft erlebt haben: Sozialismus funktioniere nur, wenn er sich kapitalistischen Prinzipien öffne, andernfalls drohe der wirtschaftliche Kollaps. Wieder andere fordern offen ein freies Kuba („Cuba libre“) und hoffen auf einen politischen Wandel. Exilkubanerinnen und ‑kubaner berichten, wie sie ihre Familien auf der Insel finanziell unterstützen und die Bewohner zur Standhaftigkeit ermutigen.

Wirtschaftlicher Absturz und Migration
Die Energiekrise verstärkt eine seit Jahren andauernde wirtschaftliche Talfahrt. Tourismus, eine wichtige Einnahmequelle, ist wegen globaler Konflikte fast zum Erliegen gekommen. Lebensmittel, Medikamente und Benzin sind stark rationiert. Die kubanische Währung verliert dramatisch an Wert, und die Preise explodieren. Verschleppte Reformen, Misswirtschaft und Korruption haben weite Teile der Wirtschaft ausgeblutet. Eine Untersuchung des Bush Centers beschreibt, wie die militärische Holding GAESA enorme Vermögenswerte kontrolliert und staatliche Einnahmen am Parlament vorbeischleust. Die Organisation WOLA weist darauf hin, dass die Wirtschaftspolitik des Regimes seit Jahrzehnten scheitert, die U.S.-Sanktionen die Situation verschärfen und der UN‑Generalsekretär vor einem möglichen humanitären „Kollaps“ warnte.

Das Vertrauen in die Zukunft sinkt dramatisch. Seit 2021 haben über eine Million Menschen Kuba verlassen, viele Richtung Lateinamerika und Spanien. In 2025 stellten Kubaner die drittgrößte Gruppe von Asylsuchenden weltweit. Wer bleibt, leidet unter Arbeitslosigkeit, sinkender Kaufkraft und fehlender Grundversorgung. Menschenrechtsorganisationen werfen den Behörden vor, Proteste mit willkürlichen Festnahmen zu unterdrücken; laut NGOs gibt es zwischen 754 und 1 214 politische Gefangene.

Internationale Reaktionen und geopolitische Dimensionen
Der Konflikt um Kuba ist eng mit globaler Machtpolitik verknüpft. Nachdem Washington im Iran- und Venezuela-Konflikt militärisch intervenierte, droht Präsident Trump, „Kuba zu übernehmen“. Politiker wie Marco Rubio drängen auf einen raschen Regimewechsel, während Russland und China die US‑Drohungen als „unzulässige Einmischung“ verurteilen und Havanna symbolisch Unterstützung zusichern. Die Vereinten Nationen fordern sowohl die USA als auch Kuba zu konkreten Schritten auf, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Kanada und Mexiko haben Hilfslieferungen angekündigt, doch wegen des Embargos reichen sie nicht aus.

In der europäischen Öffentlichkeit wächst der Ruf nach Solidarität. Einige Kommentatoren schlagen vor, einen Teil der deutschen Sondervermögen oder Militär­hilfen für humanitäre Zwecke nach Kuba umzuleiten. Andere warnen davor, das Land dem Einfluss autoritärer Mächte zu überlassen. Gleichzeitig verweisen konservative Stimmen darauf, dass jahrzehntelanger Sozialismus die Misere verursacht habe und das Embargo nur das Scheitern offenlege. Diese Polarisierung erschwert eine kohärente internationale Strategie.

Ausblick: Zwischen Hoffnung und Verzweiflung
Kuba steht an einem Scheideweg. Die wirtschaftliche Misere, die Energiekrise und der Mangel an Lebensmitteln haben das Vertrauen der Bevölkerung in die Führung weiter erodiert. Immer mehr Menschen verlieren die Angst, ihre Unzufriedenheit öffentlich zu zeigen. Regimekritikerinnen und ‑kritiker hoffen auf einen friedlichen Übergang zu demokratischen Verhältnissen, während andere das Eingreifen der internationalen Gemeinschaft verlangen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das kubanische Regime die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen ohne grundlegende Reformen bewältigen kann – oder ob sich die humanitäre Krise in eine ausgewachsene Katastrophe verwandelt, bei der nur noch internationale Hilfe Schlimmeres verhindern kann.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...