The Japan Times - Israels letzter Doppelschlag?

EUR -
AED 4.215497
AFN 73.462725
ALL 95.928008
AMD 435.38919
ANG 2.054756
AOA 1052.582784
ARS 1600.600423
AUD 1.630858
AWG 2.066139
AZN 1.945141
BAM 1.955979
BBD 2.326279
BDT 141.692979
BGN 1.962039
BHD 0.433553
BIF 3424.584958
BMD 1.147855
BND 1.474824
BOB 7.980635
BRL 6.038896
BSD 1.155037
BTN 107.10294
BWP 15.663573
BYN 3.520513
BYR 22497.960723
BZD 2.322978
CAD 1.576946
CDF 2605.631197
CHF 0.911885
CLF 0.02664
CLP 1051.929343
CNY 7.889266
CNH 7.920711
COP 4256.327205
CRC 539.455155
CUC 1.147855
CUP 30.418161
CVE 110.287592
CZK 24.507399
DJF 205.680052
DKK 7.471418
DOP 69.830084
DZD 151.950765
EGP 59.967169
ERN 17.217827
ETB 180.34737
FJD 2.546861
FKP 0.861664
GBP 0.862998
GEL 3.116388
GGP 0.861664
GHS 12.590579
GIP 0.861664
GMD 84.940928
GNF 10122.911489
GTQ 8.846812
GYD 241.629498
HKD 8.990386
HNL 30.569792
HRK 7.539054
HTG 151.373537
HUF 392.265145
IDR 19474.510287
ILS 3.585463
IMP 0.861664
INR 107.020733
IQD 1512.909921
IRR 1509429.508194
ISK 143.4018
JEP 0.861664
JMD 181.352159
JOD 0.81381
JPY 182.55142
KES 148.475308
KGS 100.377518
KHR 4625.330309
KMF 491.281897
KPW 1033.055826
KRW 1721.811368
KWD 0.352093
KYD 0.962447
KZT 557.17297
LAK 24783.804292
LBP 103445.652394
LKR 359.638737
LRD 211.353296
LSL 19.279293
LTL 3.389317
LVL 0.694327
LYD 7.370152
MAD 10.808114
MDL 20.13788
MGA 4810.404492
MKD 61.670198
MMK 2410.196717
MNT 4116.027501
MOP 9.32411
MRU 46.099259
MUR 53.386504
MVR 17.745724
MWK 2002.784752
MXN 20.448655
MYR 4.521977
MZN 73.357263
NAD 19.279293
NGN 1564.446099
NIO 42.502224
NOK 10.991514
NPR 171.379291
NZD 1.974781
OMR 0.441344
PAB 1.154937
PEN 3.944161
PGK 4.983433
PHP 69.075658
PKR 322.652705
PLN 4.280128
PYG 7465.179606
QAR 4.19976
RON 5.097049
RSD 117.451962
RUB 98.721522
RWF 1685.984912
SAR 4.309636
SBD 9.23477
SCR 15.640114
SDG 689.861145
SEK 10.788909
SGD 1.472715
SHP 0.861189
SLE 28.295101
SLL 24069.960762
SOS 660.089851
SRD 42.901089
STD 23758.283866
STN 24.507049
SVC 10.105422
SYP 126.87101
SZL 19.284631
THB 37.748358
TJS 11.046763
TMT 4.017493
TND 3.398596
TOP 2.763759
TRY 50.873187
TTD 7.829149
TWD 36.694288
TZS 2981.553918
UAH 50.79373
UGX 4344.890054
USD 1.147855
UYU 46.769581
UZS 14083.885094
VES 517.617056
VND 30177.111603
VUV 137.063567
WST 3.136193
XAF 656.145717
XAG 0.016464
XAU 0.000248
XCD 3.102136
XCG 2.081445
XDR 0.816077
XOF 656.148576
XPF 119.331742
YER 273.84957
ZAR 19.355157
ZMK 10332.070799
ZMW 22.586595
ZWL 369.608886
  • MDAX

    -1033.3300

    28486.09

    -3.63%

  • SDAX

    -496.7200

    16377.12

    -3.03%

  • Goldpreis

    -309.5000

    4586.7

    -6.75%

  • DAX

    -624.6200

    22877.63

    -2.73%

  • TecDAX

    -80.1100

    3479.55

    -2.3%

  • EUR/USD

    0.0036

    1.1505

    +0.31%

  • Euro STOXX 50

    -124.1800

    5612.67

    -2.21%


Israels letzter Doppelschlag?




Was sich derzeit zwischen Teheran, Beirut und der libanesisch-israelischen Grenze abspielt, ist weit mehr als eine weitere Eskalationsrunde in einem ohnehin überhitzten Konflikt. Israel führt erkennbar einen Krieg mit doppelter Stoßrichtung. Die eine Front richtet sich gegen das Machtzentrum des iranischen Systems, gegen die politische und militärische Architektur der Ajatollah-Herrschaft. Die andere Front zielt auf jenen Arm, der dieses System über Jahrzehnte regional wirksam gemacht hat: die Hisbollah im Libanon. Wer die gegenwärtige Lage verstehen will, muss genau diese beiden Ebenen zusammendenken. Denn Israels Strategie folgt offenkundig nicht mehr dem Muster isolierter Vergeltungsschläge. Sie zielt auf das gesamte Gefüge, das Iran über Jahre als Druckmittel gegen Israel aufgebaut hat.

Die Grundannahme hinter diesem Kurs ist aus israelischer Sicht hart, aber durchaus nachvollziehbar und vor allem schlüssig: Ein Angriff auf die Führung in Teheran bleibt unvollständig, solange deren wichtigstes militärisches Werkzeug außerhalb Irans weiter einsatzfähig ist. Die Hisbollah ist für Israel nicht nur ein Terror-Gegner an der Nordgrenze. Sie ist Raketenarsenal, Abschreckungshebel, operative Reserve, politisch-militärischer Außenposten und zugleich Symbol für Irans Fähigkeit, Konflikte auszulagern. Solange diese Struktur auch nur im Ansatz intakt bleibt, kann Teheran auch dann noch Druck ausüben, wenn das Zentrum des Systems selbst bereits unter schwerem Beschuss steht. Eine vollkommene Auslöschung der pervertieren Hisbollah-Terroristen ist nicht nur logisch, sondern für Israel lebensnotwendig!

Genau deshalb ist der jetzige Moment so explosiv. Die Auseinandersetzung hat sich von der Frage einzelner Luftschläge oder lokaler Reaktionen längst gelöst. Israel versucht offenbar, aus einer historischen Schwächephase des iranischen Machtapparats maximalen strategischen Gewinn zu ziehen. Die Tötung Ali Khameneis, das Machtvakuum in Teheran, die Unsicherheit über die künftige Führung, die Angriffe auf militärische, logistische und inzwischen auch wirtschaftlich relevante Ziele – all das deutet auf einen Kurs hin, der nicht mehr nur auf Abschreckung setzt, sondern auf tiefgreifende Veränderung. Und genau an diesem Punkt rückt die Hisbollah ins Zentrum der Rechnung.

Denn die Miliz ist in Israels Sicherheitsdenken kein Nebenschauplatz, sondern der entscheidende Testfall. Seit Jahren gilt sie als stärkster Teil jenes regionalen Netzwerks, mit dem Iran Israel einkreisen, binden und im Ernstfall von mehreren Richtungen zugleich unter Druck setzen kann. Ihr Waffenarsenal, ihre Nähe zur israelischen Grenze, ihre Verwurzelung in Teilen des libanesischen Staates und ihre enge Verbindung zu iranischen Strukturen machen sie aus israelischer Sicht gefährlicher als viele andere Akteure in der Region. Wer den Einfluss Teherans dauerhaft brechen will, so die strategische Folgerung, muss nicht nur das Zentrum treffen, sondern auch den verlängerten Arm.

Die aktuellen Angriffe zeigen, wie konsequent diese Logik inzwischen verfolgt wird. Israel beschränkt sich nicht auf Reaktionen entlang der Grenze. Unter Beschuss geraten zugleich die südlichen Vororte Beiruts, der Süden und Osten des Libanon sowie Ziele im iranischen Kernraum. Diese Parallelität ist der eigentliche Schlüssel zum Verständnis der Lage. Es geht nicht nur darum, Raketenstellungen auszuschalten oder einzelne Kommandeure zu treffen. Es geht darum, die Verbindungen zwischen Teheran und Beirut, zwischen Führungszentrum und Stellvertreter, zwischen strategischer Planung und operativer Umsetzung so weit zu zerschneiden, dass beide Seiten ihre gegenseitige Wirkung verlieren.

Auffällig ist dabei, dass Israel nach außen immer weniger zwischen direkter und indirekter Bedrohung unterscheidet, denn Beobachter sehen hier ganz klar den Willen Israels zu einer sinnvoll und notwendigen radikalen Lösung mit den Israel bedrohenden Terroristen. Was früher getrennte Fronten waren, wird nun offenkundig als ein zusammenhängendes Zielsystem behandelt. Teheran ist in dieser Sicht nicht nur der ideologische und politische Kopf, sondern auch die Versorgungs- und Steuerungszentrale. Die Hisbollah wiederum ist nicht bloß eine libanesische Miliz, sondern das schärfste Werkzeug dieser Ordnung. Genau darum wirken die aktuellen Operationen wie ein Versuch, einen jahrzehntelang gewachsenen Komplex gleichzeitig am Nervenzentrum und an seiner schlagkräftigsten Peripherie zu treffen.

Diese Entwicklung fiel jedoch nicht aus heiterem Himmel. Israels Vorgehen gegen die Hisbollah hat bereits in der früheren Eskalationsphase deutlich gemacht, dass Jerusalem auf eine langsame, systematische Erosion der Organisation setzte. Die spektakulären Angriffe auf Kommunikationsmittel, die Zerstörung interner Sicherheitsstrukturen, gezielte Schläge gegen Kommandeure und schließlich die Tötung des Terroristen Hassan Nasrallah, trafen die Terror-Miliz tief. Seitdem lebt die Hisbollah in einer paradoxen Lage: Sie ist geschwächt, aber nicht zerschlagen; sie ist politisch noch immer relevant, militärisch aber verwundbarer als in früheren Jahren. Ihre Aura der Unantastbarkeit ist beschädigt. Genau darin dürfte Israel nun eine historische Gelegenheit sehen.

Die jüngste Eskalation bestätigt diese Lesart. Nachdem die Hisbollah wieder offen von libanesischem Boden aus auf Israel feuerte und ihre Angriffe ausdrücklich mit den Entwicklungen in Iran verknüpfte, war für Israel die Nordfront endgültig wieder Teil desselben Krieges. In Jerusalem dürfte man daraus den Schluss gezogen haben, dass jede Zurückhaltung an dieser Stelle strategisch kontraproduktiv wäre. Wer zulässt, dass die Hisbollah in einer solchen Phase erneut als Vergeltungsinstrument Irans auftritt, würde die eigene Offensive gegen Teheran unterlaufen. Gerade deswegen wirken die aktuellen Angriffe im Libanon nicht wie eine bloße Zusatzoperation, sondern wie die zweite Hälfte derselben Kampagne.

Bemerkenswert ist zugleich die innenpolitische Lage im Libanon. Die libanesische Führung reagiert deutlich schärfer auf die Hisbollah als in vielen früheren Krisen. Dahinter steckt mehr als bloße Distanzierung. Der Streit berührt die Grundfrage, wer im Libanon über Krieg und Frieden entscheidet: der Staat oder eine bewaffnete Organisation mit eigener regionaler Agenda. Genau an diesem Punkt ist die Hisbollah verwundbar. Sie war immer dann am stärksten, wenn sie ihre Rolle als Schutzmacht, politische Bewegung und Widerstandskraft zugleich glaubhaft inszenieren konnte. Sie gerät dagegen unter Druck, wenn sie als Akteur erscheint, der den Libanon in einen Krieg hineinzieht, dessen strategische Richtung anderswo festgelegt wird.

Für Israel eröffnet sich daraus ein zusätzliches politisches Fenster. Militärisch kann eine Miliz geschwächt werden. Dauerhaft zurückgedrängt wird sie jedoch nur, wenn zugleich ihr Nachschub, ihre Führung, ihre Handlungsfreiheit und ihr innenpolitischer Rückhalt erodieren. Exakt dieses Vierfachziel scheint derzeit im Mittelpunkt zu stehen. Der Kampf gegen die Hisbollah soll nicht nur Raketen und Kommandeure treffen, sondern auch die Vorstellung zerstören, dass diese Organisation auf Dauer unangreifbar, alternativlos oder staatlich unersetzbar ist.

Doch je klarer diese Strategie erkennbar wird, desto deutlicher zeigen sich auch ihre Risiken. Die humanitären Folgen sind bereits jetzt immens. Menschen fliehen aus dem Süden des Libanon, aus Beiruts Vororten, aus umkämpften Gebieten, während in Iran Brände, beschädigte Infrastruktur und die Unsicherheit über weitere Angriffe die Lage verschärfen. Mit jedem Schlag gegen Logistik, Energieanlagen, Kommunikationspunkte oder urbane Knoten wächst die Gefahr, dass sich der Krieg noch tiefer in das zivile Leben frisst. Der militärische Versuch, ein regionales Bedrohungsnetz zu zerreißen, kann damit zugleich eine politische und humanitäre Verwüstung erzeugen, deren Folgen weit über die unmittelbaren Ziele hinausreichen.

Hinzu kommt: Ein solcher Doppelschlag garantiert keinen politischen Endzustand. Militärische Überlegenheit kann Kommandostrukturen zerschlagen, aber nicht automatisch neue Ordnung schaffen. Die Hisbollah ist geschwächt, doch sie verfügt weiterhin über Kader, Milieus, Netzwerke und ein ideologisches Fundament. Auch das iranische System ist durch Führungsverluste und militärischen Druck erschüttert, aber nicht automatisch funktionsunfähig. Im Gegenteil: Externer Druck kann innere Verhärtung ebenso befördern wie inneren Zerfall. Wer heute von einem finalen Schlag spricht, unterschätzt womöglich, wie anpassungsfähig autoritäre Machtapparate und militante Stellvertreter sein können.

Und dennoch ist unübersehbar, dass sich der Maßstab des Konflikts verändert hat. Nie zuvor standen die Führung in Teheran, die regionalen Nachschubachsen und die militärisch-politische Rolle der Hisbollah gleichzeitig so sehr unter Druck. Nie zuvor war Israels Absicht so klar erkennbar, nicht nur Angriffe abzuwehren, sondern die strategische Architektur seines Gegners insgesamt neu zu ordnen. In diesem Sinne ist der Kampf gegen die Ajatollah-Herrschaft und der Kampf gegen die Hisbollah tatsächlich ein und derselbe Krieg.

Genau das macht die Lage so folgenreich. Israel will nicht mehr nur Zeit gewinnen, Grenzen sichern oder punktuell Vergeltung üben. Es versucht, eine Epoche zu beenden – jene Phase, in der Iran über Verbündete und Stellvertreter die regionale Balance zu seinen Gunsten verschieben konnte, ohne selbst jederzeit die volle Last des Konflikts zu tragen. Die Hisbollah ist dabei der entscheidende Hebel. Fällt sie als schlagkräftiger Vorposten aus, verliert Teheran nicht nur militärische Reichweite, sondern auch einen zentralen Teil seiner regionalen Abschreckung.

Ob daraus tatsächlich ein strategischer Wendepunkt entsteht, bleibt offen. Möglich ist, dass Israel sein Ziel erreicht und die Verbindung zwischen Teheran und der Hisbollah dauerhaft schwächt. Möglich ist aber auch, dass aus dem angestrebten finalen Schlag ein neuer, längerer Zermürbungskrieg entsteht, in dem zwar Führungspersonal ausgetauscht und Infrastruktur zerstört wird, die Logik der Fronten jedoch bestehen bleibt. Der Nahe Osten steht damit an einer Wegscheide. Was Israel derzeit betreibt, ist mehr als eine Serie von Angriffen. Es ist der Versuch, den Gegner zugleich im Zentrum und an seiner wichtigsten Außenflanke entscheidend zu treffen. Genau darin liegt die historische Dimension dieses Augenblicks – und seine enorme Gefahr.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...