The Japan Times - Südkorea: Aufstieg &Niedergang

EUR -
AED 4.242869
AFN 76.250342
ALL 93.247528
AMD 421.964016
AOA 1060.572233
ARS 1728.626236
AUD 1.637747
AWG 2.082442
AZN 1.95442
BAM 1.95517
BBD 2.323451
BDT 142.793982
BHD 0.43505
BIF 3442.245991
BMD 1.155308
BND 1.479204
BOB 14.010485
BRL 5.937698
BSD 1.153603
BTN 109.671657
BWP 15.643552
BYN 3.4119
BYR 22644.030618
BZD 2.320142
CAD 1.618476
CDF 2612.150446
CHF 0.931709
CLF 0.026743
CLP 1055.974029
CNY 7.798053
CNH 7.795213
COP 3676.986215
CRC 523.120097
CUC 1.155308
CUP 30.615654
CVE 110.229477
CZK 24.187288
DJF 205.419355
DKK 7.475378
DOP 67.276572
DZD 153.581966
EGP 57.556847
ERN 17.329615
ETB 186.190862
FJD 2.553806
FKP 0.858651
GBP 0.857925
GEL 3.021126
GGP 0.858651
GHS 13.525641
GIP 0.858651
GMD 84.914239
GNF 10132.383874
GTQ 8.799164
GYD 241.32223
HKD 9.061864
HNL 30.919233
HRK 7.533413
HTG 150.826824
HUF 362.202869
IDR 20696.181862
ILS 3.470255
IMP 0.858651
INR 109.822567
IQD 1511.219527
IRR 1588317.004451
ISK 141.80247
JEP 0.858651
JMD 183.31537
JOD 0.819133
JPY 182.194907
KES 149.462068
KGS 101.031383
KHR 4675.351658
KMF 493.31666
KRW 1638.053175
KWD 0.357244
KYD 0.961394
KZT 541.347885
LAK 26077.708924
LBP 103304.008718
LKR 387.05831
LRD 208.222897
LSL 18.925383
LTL 3.411323
LVL 0.698834
LYD 7.342475
MAD 10.751835
MDL 20.043627
MGA 4910.290079
MKD 61.505179
MMK 2425.340128
MNT 4157.025473
MOP 9.319937
MRU 46.258492
MUR 54.264829
MVR 17.849421
MWK 2000.294776
MXN 19.917441
MYR 4.722435
MZN 73.836264
NAD 18.925383
NGN 1572.905055
NIO 42.454848
NOK 11.010256
NPR 175.469896
NZD 1.961395
OMR 0.444221
PAB 1.153628
PEN 3.905142
PGK 5.172176
PHP 70.03013
PKR 320.314956
PLN 4.300516
PYG 6879.634064
QAR 4.217541
RON 5.244867
RSD 117.359633
RUB 93.554303
RWF 1694.602551
SAR 4.335326
SBD 9.321425
SCR 15.49527
SDG 693.766315
SEK 10.9609
SGD 1.47936
SLE 28.429167
SOS 659.267569
SRD 43.518143
STD 23912.536514
STN 24.491365
SVC 10.093791
SZL 18.909415
THB 38.2141
TJS 10.647669
TMT 4.043577
TND 3.384909
TRY 54.983998
TTD 7.824327
TWD 37.250007
TZS 3061.563041
UAH 51.622323
UGX 4302.613418
USD 1.155308
UYU 46.385052
UZS 13713.580591
VES 871.346053
VND 30308.341798
VUV 138.133218
WST 3.161791
XAF 655.725817
XAG 0.018555
XAU 0.00027
XCD 3.122277
XCG 2.079039
XDR 0.815516
XOF 655.731491
XPF 119.331742
YER 273.663498
ZAR 18.861902
ZMK 10399.156062
ZMW 22.021903
ZWL 372.008603
  • Goldpreis

    19.1000

    4324.3

    +0.44%

  • EUR/USD

    0.0000

    1.1555

    0%

  • TecDAX

    -35.2500

    3946.73

    -0.89%

  • Euro STOXX 50

    -9.7200

    6476.98

    -0.15%

  • MDAX

    -133.5800

    32426.33

    -0.41%

  • SDAX

    -85.5200

    18553.91

    -0.46%

  • DAX

    -76.0500

    26126.3

    -0.29%


Südkorea: Aufstieg &Niedergang




Südkorea galt jahrzehntelang als ökonomisches Wunder. Nach dem verheerenden Koreakrieg standen die Menschen praktisch vor dem Nichts; ihre Infrastruktur war zerstört, Kapital und Ressourcen fehlten. In den frühen 1960er‑Jahren wurde eine exportorientierte Entwicklungsstrategie eingeleitet. Zunächst waren es leichte Industrieerzeugnisse, später investierte der Staat massiv in Chemie‑ und Stahlwerke. Mit dem Einstieg in den Schiffbau, den Automobilbau und später in die Halbleiterproduktion reihte sich das Land unter die „asiatischen Tiger“ ein. 1988 richtete Seoul die Olympischen Spiele aus und trat 1996 der OECD bei. Die Exporte schossen von rund 33 Millionen US‑Dollar 1960 auf weit über 500 Milliarden US‑Dollar 2019; das Bruttonationaleinkommen pro Kopf kletterte im selben Zeitraum von 67 US‑Dollar auf über 32 000 US‑Dollar. Südkoreanische Konzerne wie Samsung, SK Hynix, Hyundai und Kia zählen heute zu den weltweit führenden Herstellern von Elektronik, Halbleitern, Automobilen und Schiffen, und die Pop‑Kultur schafft ein weiches Machtinstrument mit globaler Wirkung.

Doch hinter der glänzenden Fassade bestehen strukturelle Schwächen. Die Bevölkerung altert, das Wachstum soll laut Prognosen in den kommenden Jahrzehnten deutlich unter zwei Prozent fallen. Schon vor der Pandemie geriet das Land in eine demografische und wirtschaftliche Sackgasse. Das exportorientierte Modell macht die Wirtschaft besonders anfällig für externe Schocks – und genau diese treffen sie seit Ende 2024 mit voller Wucht.

Im Dezember 2024 rief Präsident Yoon Suk‑yeol nach tagelanger politischer Blockade überraschend das Kriegsrecht aus. Spezialkräfte besetzten das Parlamentsgebäude, Abgeordnete kletterten über Mauern, um den Ausnahmezustand aufzuheben. Die Maßnahme dauerte nur wenige Stunden, setzte aber eine Kettenreaktion in Gang: der Präsident verlor den Rückhalt seiner eigenen Partei, seine Zustimmung sackte unter zwanzig Prozent. Die Opposition reichte im Parlament ein Impeachment‑Verfahren ein, das zunächst scheiterte, aber den politischen Stillstand verlängerte. Es folgten Massenproteste und ein Reiseverbot für Yoon, während die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Hochverrats einleitete. Ende Mai löste die verfassungsmäßige Krise vorgezogene Neuwahlen aus. Der geschwächte konservative Block und die Übergangsregierung sahen sich gezwungen, den Kurs neu zu bestimmen.

Parallel geriet der Exportmotor ins Stottern. Im Sommer 2025 verhängte die wiedergewählte US‑Regierung unter Donald Trump Strafzölle von 25 Prozent auf südkoreanische Waren – Stahl, Autos und Konsumgüter waren betroffen. Für eine Volkswirtschaft, deren Ausfuhren 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen, war das ein Schock. Stahl‑ und Schiffbaukonzerne meldeten zweistellige Einbrüche, Automobilhersteller verlegten den Fokus auf den Gebrauchtwagenhandel in Russland, Zentralasien und dem Nahen Osten, um den Absatzrückgang in Nordamerika zu kompensieren. Die Handelsbilanz mit China, einst wichtigster Absatzmarkt, kippte wegen der dortigen Überkapazitäten ins Minus, während sie mit den USA zwar noch einen Überschuss aufwies, dieser aber durch höhere Importzölle bedroht war. Die Regierung in Seoul warnte vor einem „perfekten Sturm“ aus Rezession, Inflation und drohenden Unternehmensinsolvenzen.

Erst Ende Oktober 2025 konnte eine Delegation unter Leitung des südkoreanischen Chefunterhändlers Kim Yong‑beom in Washington einen Kompromiss erzielen: Die Strafzölle auf Autos und Teile werden auf 15 Prozent gesenkt, ähnlich wie für japanische Hersteller. Zugleich vereinbarte man einen Fonds über 350 Milliarden US‑Dollar für gemeinsame Investitionen in Schiffbau und Energie. Beobachter werteten das Abkommen als Verschnaufpause, nicht als Lösung. Viele Branchen jenseits der Halbleiterproduktion verharren weiterhin in der Rezession, und die Nachfrage aus den USA bleibt schwach. Weltweit leiden Fabrikbestellungen unter den Unwägbarkeiten amerikanischer Strafzölle; europäische und chinesische Einkaufsmanager‑Indizes bestätigen einen allgemeinen Abschwung.

Die Spannungen mit den USA reichen über den Handel hinaus. Präsident Trump forderte offen, Seoul solle jährlich zehn Milliarden Dollar zur Stationierung der US‑Truppen zahlen – das Fünfjahresabkommen über die Kostenteilung sah lediglich rund 1,47 Milliarden Dollar im ersten Jahr vor. Zudem knüpfte Washington die Militärfrage an die Zollverhandlungen und drohte, Teile der 28 500 Soldaten in andere Regionen wie Guam zu verlegen. Zwar dementierten sowohl das Pentagon als auch das südkoreanische Verteidigungsministerium konkrete Abzugspläne, doch das Säbelrasseln verunsicherte die Öffentlichkeit. Meinungsumfragen zeigten eine wachsende Skepsis gegenüber der amerikanischen Schutzmacht, während Teile der Opposition für eine eigenständigere Sicherheitsstrategie warben und eine Annäherung an China und die Nachbarländer ins Spiel brachten.

Südkoreas Weg vom Entwicklungsland zur Hightech‑Nation bleibt eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Die jüngsten Ereignisse zeigen jedoch, wie zerbrechlich dieses Modell sein kann, wenn politische Führung versagt, äußere Kräfte ihre Bedingungen diktieren und die Abhängigkeit vom Welthandel zur Achillesferse wird. Die neue Regierung steht vor der Aufgabe, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen, den Einfluss der Großkonzerne zu begrenzen, die Wirtschaft zu diversifizieren und gleichzeitig Allianzen zu pflegen, ohne in geopolitischen Machtspielen zerrieben zu werden. Die Zukunft der „Hanfluss‑Wunder“‑Nation hängt davon ab, ob sie aus der aktuellen Krise Lehren zieht und den eigenen Kurs selbstbewusst bestimmt.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...