The Japan Times - Ernste Probleme bei der Fed

EUR -
AED 4.256694
AFN 73.006558
ALL 96.183185
AMD 437.462357
ANG 2.074413
AOA 1062.652651
ARS 1616.583177
AUD 1.634887
AWG 2.088802
AZN 1.968976
BAM 1.975086
BBD 2.334991
BDT 142.252756
BGN 1.980809
BHD 0.437517
BIF 3441.742426
BMD 1.158836
BND 1.487395
BOB 8.011612
BRL 6.048742
BSD 1.159341
BTN 108.010902
BWP 15.820233
BYN 3.584907
BYR 22713.182337
BZD 2.331679
CAD 1.591719
CDF 2636.351736
CHF 0.91339
CLF 0.026784
CLP 1057.587983
CNY 7.996489
CNH 7.972918
COP 4277.55277
CRC 542.427133
CUC 1.158836
CUP 30.70915
CVE 112.464864
CZK 24.472182
DJF 205.948898
DKK 7.471133
DOP 68.168493
DZD 153.256108
EGP 60.532024
ERN 17.382538
ETB 182.173906
FJD 2.558248
FKP 0.869907
GBP 0.862579
GEL 3.146225
GGP 0.869907
GHS 12.629381
GIP 0.869907
GMD 85.754443
GNF 10171.680078
GTQ 8.868484
GYD 242.551028
HKD 9.078147
HNL 30.790613
HRK 7.5344
HTG 152.071514
HUF 390.82922
IDR 19560.279743
ILS 3.624074
IMP 0.869907
INR 108.151817
IQD 1518.074942
IRR 1524013.975298
ISK 143.799646
JEP 0.869907
JMD 182.132997
JOD 0.821554
JPY 182.779731
KES 150.179997
KGS 101.337763
KHR 4646.931796
KMF 495.9811
KPW 1042.938319
KRW 1723.368534
KWD 0.354812
KYD 0.96618
KZT 557.540752
LAK 24885.999794
LBP 103773.749324
LKR 361.379075
LRD 212.536652
LSL 19.502855
LTL 3.421741
LVL 0.700968
LYD 7.393341
MAD 10.845255
MDL 20.31736
MGA 4826.550671
MKD 61.840893
MMK 2433.253315
MNT 4155.40254
MOP 9.354227
MRU 46.481248
MUR 53.891672
MVR 17.903794
MWK 2012.897608
MXN 20.545118
MYR 4.564685
MZN 74.050655
NAD 19.503121
NGN 1573.11839
NIO 42.552008
NOK 10.987384
NPR 172.811971
NZD 1.971968
OMR 0.445583
PAB 1.159381
PEN 4.0032
PGK 4.985268
PHP 68.413043
PKR 323.488759
PLN 4.267587
PYG 7533.334191
QAR 4.223496
RON 5.094213
RSD 117.478165
RUB 99.83641
RWF 1690.741481
SAR 4.350755
SBD 9.326986
SCR 17.598041
SDG 696.460551
SEK 10.757867
SGD 1.480649
SHP 0.869427
SLE 28.565483
SLL 24300.220556
SOS 662.27146
SRD 43.458668
STD 23985.562074
STN 24.91497
SVC 10.144364
SYP 128.084693
SZL 19.503003
THB 37.627637
TJS 11.10097
TMT 4.055925
TND 3.373661
TOP 2.790198
TRY 51.308384
TTD 7.858106
TWD 36.841128
TZS 3010.068531
UAH 50.982556
UGX 4381.978336
USD 1.158836
UYU 46.959974
UZS 14132.002921
VES 526.906001
VND 30465.794063
VUV 138.374754
WST 3.166195
XAF 662.460109
XAG 0.015907
XAU 0.000249
XCD 3.131812
XCG 2.08942
XDR 0.823884
XOF 662.273593
XPF 119.331742
YER 276.440433
ZAR 19.405896
ZMK 10430.917809
ZMW 22.694786
ZWL 373.144666
  • Euro STOXX 50

    -123.0200

    5613.83

    -2.19%

  • SDAX

    -495.9100

    16377.93

    -3.03%

  • TecDAX

    -88.1700

    3471.49

    -2.54%

  • DAX

    -662.6900

    22839.56

    -2.9%

  • MDAX

    -1096.3400

    28423.08

    -3.86%

  • Goldpreis

    35.3000

    4641

    +0.76%

  • EUR/USD

    0.0110

    1.1579

    +0.95%


Ernste Probleme bei der Fed




Bei der US‑Notenbank hat sich eine Entwicklung verfestigt, die in ihrer Dimension historisch ist: Die Federal Reserve schreibt seit geraumer Zeit Verluste, überweist daher kein Geld mehr an den Staatshaushalt und verbucht stattdessen einen wachsenden Posten namens „Deferred Asset“. Dieser steht dafür, wie viele künftige Überschüsse die Notenbank erst erwirtschaften muss, bevor wieder Einnahmen an das Finanzministerium fließen können. Parallel dazu zahlt die Fed enorme Zinsen an Banken und Geldmarktfonds – mehr, als sie derzeit an Zinsen auf ihre Anleihebestände einnimmt.
Für Steuerzahler bedeutet das unterm Strich: Statt der früher üblichen Milliardenausschüttungen fällt derzeit eine wichtige Einnahmequelle des Bundes aus, während die Zinslasten der Notenbank hoch bleiben.

Die Mechanik hinter dem Defizit
Der Kern des Problems liegt im Zinsdreh nach der Inflationswelle: Um die Teuerung zu bremsen, hob die Fed die Leitzinsen massiv an. Seither vergütet sie Bankeinlagen bei der Fed (Zinsen auf Reserven, IORB) sowie Anlagen im Reverse‑Repo‑Programm (ON RRP) mit hohen Sätzen. Diese Zinsausgaben stiegen so stark, dass sie die Zinserträge aus dem Fed‑Portfolio – vor allem US‑Staatsanleihen und Hypothekenpapiere – zeitweise übertrafen. Das Ergebnis: negativer Nettozinsertrag, operative Verluste und ein wachsender „Deferred‑Asset“‑Bestand. Buchhalterisch ist die Fed dadurch nicht insolvent; sie funktioniert weiter. Politisch und fiskalisch ist die Situation dennoch brisant, weil die sonst üblichen Überweisungen an den Staat entfallen und die hohen Zinszahlungen an den Finanzsektor sichtbar werden.

Unrealisierte Verluste drücken zusätzlich auf die Optik
Hinzu kommen gewaltige unrealisierte Kursverluste auf den Anleihebeständen der Notenbank. Diese sind bilanziell zwar „nur auf dem Papier“ – die Fed hält ihre Papiere in der Regel bis zur Endfälligkeit –, doch sie verdeutlichen, wie sehr der Zinsanstieg die Bilanz belastet. Je länger die Zinsen hoch bleiben, desto länger dauert es, bis die Zinserträge aus dem Portfolio wieder deutlich über den Zinsausgaben liegen und der „Deferred Asset“ zurückgeführt werden kann.

Bilanzabbau aus Vorsicht verlangsamt
Der zweite große Strang der aktuellen Entwicklung betrifft die Liquidität im Finanzsystem. Seit 2022 reduziert die Fed ihre Bilanz („Quantitative Tightening“, QT), indem fällige Wertpapiere nicht mehr vollumfänglich ersetzt werden. Aus Sorge vor Spannungen an den Geldmärkten hat sie das Tempo des Bilanzabbaus seit 2024 zweimal gedrosselt – erst deutlich, dann nochmals stark. Die Botschaft dahinter: Die Versorgung der Märkte mit Reserven soll nicht zu knapp werden. Das ist ein Hinweis darauf, wie sensibel die Geldmärkte auf sinkende Überschussliquidität reagieren – und wie vorsichtig die Fed derzeit manövriert, um Störungen wie im Repo‑Markt 2019 zu vermeiden.

Kurzfristige Spannungen am Geldmarkt als Warnsignal
Wie dünn die Puffer sein können, zeigte sich zuletzt mehrfach zum Quartalsende: In Phasen hoher Abflüsse steigen einzelne kurzfristige Zinsen spürbar, obwohl die Fed den Leitzins zuvor gesenkt hatte. Auch die ständige Repo‑Einrichtung (Standing Repo Facility, SRF), die eigentlich als Sicherheitsventil gedacht ist, wird in solchen Momenten oft nur zögerlich in Anspruch genommen – auch wegen des „Stigmas“, das die Nutzung solcher Notventile im Markt noch immer mit sich bringt. Das deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer Liquiditätsengpässe zunächst intern zu überbrücken versuchen. Für die Fed ist das ein heikles Abwägen: Zu langsamer Bilanzabbau zementiert hohe Zinsausgaben; zu schneller Abbau riskiert Marktstress.

Das Kapitel BTFP: Notprogramm, Arbitrage und abruptes Ende
Nach den regionalen Bankenturbulenzen im Frühjahr 2023 hatte die Fed mit dem „Bank Term Funding Program“ (BTFP) ein Sonderfenster geöffnet, das Banken gegen hochwertige Sicherheiten Liquidität zum Nennwert verschaffte – wichtig, um panikartige Abflüsse zu bremsen. Ende 2023/Anfang 2024 öffnete sich jedoch zeitweise ein Zinsfenster, in dem sich mit dem BTFP eine Arbitrage zu Lasten der Fed rechnen ließ: Banken konnten zu einem im Markt abgeleiteten Satz leihen und die Mittel praktisch risikolos zu einem höheren Satz als Reserven bei der Fed parken. Die Notenbank zog daraufhin die Reißleine, passte die BTFP‑Bepreisung an und beendete das Programm planmäßig. Dass es zu dieser Korrektur kommen musste, unterstrich aber die Gratwanderung: Liquidität schützen, ohne Fehlanreize zu setzen.

Unabhängigkeit unter politischem Druck
Parallel zu den bilanziellen Herausforderungen ist ein anderes Risiko spürbar gewachsen: politischer Druck. Der ungewöhnliche Versuch, ein amtierendes Mitglied des Fed‑Direktoriums vorzeitig abzuberufen, hat eine Grundsatzdebatte über die Unabhängigkeit der Notenbank entfacht. Gerichte beschäftigen sich damit, in welchem Umfang die Exekutive in die Zusammensetzung des Fed‑Gremiums eingreifen darf. Zugleich fordern Senatorinnen und Senatoren parteiübergreifend, die interne Aufsicht der Fed mit einem unabhängigeren, vom Senat bestätigten Inspektor neu zu ordnen. Das alles sendet ein klares Signal: Die politische Auseinandersetzung um die Rolle und Kontrolle der Zentralbank nimmt zu – just in einer Phase, in der ihre Entscheidungen für Konjunktur, Arbeitsmarkt und Staatsfinanzen besonders folgenreich sind.

Was jetzt zählt
-  Wie schnell die Fed aus der Verlustzone kommt, hängt vor allem von drei Variablen ab:
-  Zinspfad – je schneller und weiter die Marktzinsen fallen, desto schneller steigt die Zinsmarge der Fed.
-  Bilanzpfad – ein vorsichtiges, aber konsequentes Schrumpfen vermindert künftige Zinsausgaben, darf aber die Geldmärkte nicht überfordern.
-  Institutionelle Stabilität – je weniger politische Eingriffe, desto verlässlicher kann die Fed ihren Auftrag erfüllen.

Die aktuelle Lage ist kein operatives Funktionsversagen der US‑Notenbank. Sie ist vielmehr das Ergebnis einer außergewöhnlichen Inflations‑ und Zinsphase, die die Bilanzmechanik der Fed in eine selten gesehene Schieflage gebracht hat – verbunden mit erhöhtem politischem Risiko. „Wirklich schlimm“ ist daran nicht, dass die Fed handlungsunfähig wäre; schlimm ist, wie lange der Weg zurück in die Normalität dauern dürfte – und wie anfällig das System auf diesem Weg für neue Störungen ist.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...