The Japan Times - Warnungen vor Ausgang der Weltklimakonferenz COP30 ohne Vereinbarung

EUR -
AED 4.237681
AFN 75.575697
ALL 92.940333
AMD 421.656142
AOA 1058.122213
ARS 1728.956202
AUD 1.633787
AWG 2.077011
AZN 1.945226
BAM 1.955597
BBD 2.323358
BDT 142.405188
BHD 0.434964
BIF 3448.416033
BMD 1.153895
BND 1.477446
BOB 13.698575
BRL 5.892632
BSD 1.15348
BTN 110.034939
BWP 15.57038
BYN 3.419918
BYR 22616.341608
BZD 2.320009
CAD 1.608143
CDF 2619.917771
CHF 0.935353
CLF 0.026801
CLP 1054.82155
CNY 7.786026
CNH 7.783968
COP 3623.980269
CRC 523.056928
CUC 1.153895
CUP 30.578217
CVE 110.253532
CZK 24.246391
DJF 205.418634
DKK 7.475866
DOP 67.263004
DZD 153.32836
EGP 57.978842
ERN 17.308425
ETB 186.588492
FJD 2.551207
FKP 0.853163
GBP 0.854863
GEL 3.011187
GGP 0.853163
GHS 13.571588
GIP 0.853163
GMD 84.816206
GNF 10129.946354
GTQ 8.800085
GYD 241.584872
HKD 9.053789
HNL 30.918784
HRK 7.535739
HTG 150.824312
HUF 364.485455
IDR 20573.947493
ILS 3.461731
IMP 0.853163
INR 110.028559
IQD 1511.142822
IRR 1586288.276314
ISK 142.206313
JEP 0.853163
JMD 182.501018
JOD 0.818185
JPY 183.741653
KES 149.210113
KGS 100.907683
KHR 4673.513894
KMF 491.559225
KRW 1629.997786
KWD 0.356542
KYD 0.9613
KZT 537.975699
LAK 26026.292929
LBP 103298.655603
LKR 385.739878
LRD 208.208344
LSL 18.719353
LTL 3.407152
LVL 0.69798
LYD 7.356235
MAD 10.687188
MDL 20.036916
MGA 4963.483733
MKD 61.513602
MMK 2422.530647
MNT 4148.022534
MOP 9.32273
MRU 46.106204
MUR 54.27904
MVR 17.827624
MWK 2000.191954
MXN 19.759816
MYR 4.72185
MZN 73.739592
NAD 18.719353
NGN 1572.262254
NIO 42.445585
NOK 10.968631
NPR 176.051688
NZD 1.963162
OMR 0.443666
PAB 1.15348
PEN 3.899694
PGK 5.176462
PHP 70.583912
PKR 320.191096
PLN 4.297007
PYG 6868.285609
QAR 4.205063
RON 5.240181
RSD 117.359248
RUB 95.137449
RWF 1699.123269
SAR 4.322325
SBD 9.306967
SCR 15.797863
SDG 692.91888
SEK 10.965822
SGD 1.477245
SLE 28.388939
SOS 659.231431
SRD 43.560114
STD 23883.296381
STN 24.497452
SVC 10.09295
SZL 18.708459
THB 38.202042
TJS 10.629794
TMT 4.050171
TND 3.386948
TRY 55.08686
TTD 7.812357
TWD 37.209663
TZS 3052.632612
UAH 51.756417
UGX 4291.553623
USD 1.153895
UYU 46.445169
UZS 13715.573403
VES 872.07044
VND 30158.776144
VUV 137.137857
WST 3.15444
XAF 655.888779
XAG 0.017687
XAU 0.000263
XCD 3.118459
XCG 2.079029
XDR 0.815327
XOF 655.888779
XPF 119.331742
YER 275.086221
ZAR 18.677174
ZMK 10386.440091
ZMW 21.62875
ZWL 371.553713
  • DAX

    73.6900

    26397.57

    +0.28%

  • Goldpreis

    35.0000

    4454.7

    +0.79%

  • TecDAX

    31.5700

    4098.99

    +0.77%

  • MDAX

    6.4700

    32257.61

    +0.02%

  • Euro STOXX 50

    25.6100

    6561.23

    +0.39%

  • SDAX

    -6.8500

    18533.69

    -0.04%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1547

    +0.01%

Warnungen vor Ausgang der Weltklimakonferenz COP30 ohne Vereinbarung
Warnungen vor Ausgang der Weltklimakonferenz COP30 ohne Vereinbarung / Foto: Pablo PORCIUNCULA - AFP

Warnungen vor Ausgang der Weltklimakonferenz COP30 ohne Vereinbarung

Wenige Stunden vor dem offiziell geplanten Ende der UN-Weltklimakonferenz COP30 in Brasilien ist weiterhin keine Einigung in Sicht. Nach der Veröffentlichung eines neuen Beschlussentwurfs durch die brasilianische COP-Präsidentschaft Freitagfrüh warnte die EU vor einem Ausgang der Konferenz ohne eine Vereinbarung. "Was jetzt auf dem Tisch liegt, ist inakzeptabel", sagte EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra. Zuvor hatte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) erklärt, der neue Beschlussentwurf könne so "nicht bleiben".

Textgröße:

Einer der Hauptstreitpunkte unter den COP-Teilnehmerländern sind die fossilen Energieträger. Der neue Beschlussentwurf enthält zwar vielfach das Bekenntnis zur 1,5-Grad-Grenze und betont die Notwendigkeit, die globalen Treibhausgas-Emissionen drastisch zurückzufahren. Auf sieben Seiten findet sich aber kein einziges Mal das Wort "fossile", geschweige denn der von Deutschland und vielen anderen Staaten geforderte Fahrplan für eine Abkehr von Kohle, Öl und Gas.

"Angesichts der Tatsache, dass wir so weit weg sind von dem, wo wir sein sollten, muss man leider sagen, dass wir wirklich vor einem Szenario ohne Vereinbarung stehen", sagte Hoekstra im Tagungsort Belém. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP kritisierte er, der Entwurf reiche "nicht annähernd an die Ambition heran, die wir bei der Emissionsminderung brauchen".

Auch Schneider wies den Entwurf entschieden zurück. "So kann der Text nicht bleiben", erklärte der Bundesumweltminister. Es brauche mehr konkrete Fortschritte für den Klimaschutz. "Das werden noch harte Verhandlungen."

Widerstand meldete auch Kolumbien an. Die COP30 dürfe "nicht zu Ende gehen ohne einen Fahrplan zur Abkehr von fossilen Energien", sagte Umweltministerin Irene Vélez Torres bei einer Pressekonferenz, bei der ihr Vertreter kleiner Pazifik-Inselstaaten sowie von der EU und Lateinamerika zur Seite standen. Vélez Torres betonte, die Welt braucht kein "leeres Dokument". Kolumbien führt die Bemühungen um eine Abkehr von fossilen Energien mit an und will dazu eine internationale Konferenz ausrichten.

Zuvor hatten rund 30 Staaten, darunter Deutschland, in einem Brief an die COP-Präsidentschaft gedroht, einem Beschluss ohne einen solchen Ausstiegsfahrplan nicht zuzustimmen. "Lassen Sie uns ehrlich sein: In seiner jetzigen Form erfüllt der Vorschlag nicht einmal die Minimalbedingungen für ein glaubwürdiges Ergebnis der COP", erklärten in dem Schreiben vom Donnerstag Staaten wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Kolumbien.

Nach Angaben eines Verhandlers, der nicht namentlich genannt werden wollte, stellen sich mehrere Staaten einem Beschluss über den Fahrplan entgegen. Dabei handele es sich um China, Indien, Saudi-Arabien, Nigeria und Russland. Bei der Weltklimakonferenz müssen Beschlüsse der rund 190 Staaten im Konsens getroffen werden.

Paris warf Ölförderstaaten derweil vor, eine Einigung bei der Weltklimakonferenz zu blockieren. "Wer blockiert am meisten? Das wissen wir alle", sagte die französische Ministerin für ökologischen Wandel, Monique Barbut, der Nachrichtenagentur AFP. "Es sind natürlich die Ölförderländer Russland, Indien, Saudi-Arabien." Aber auch viele Schwellenländer schlössen sich den Ölförderern an, fügte sie hinzu.

Der Fahrplan zum Ausstieg aus den fossilen Energien war ursprünglich von Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva vorgeschlagen worden und eines der zentralen Themen der zweiwöchigen Verhandlungen bei der UN-Klimakonferenz in Belém gewesen. Am Mittwoch hatte Lula allerdings gesagt, die Länder sollten den Ausstieg aus den klimaschädlichen Energien entsprechend ihrer "Möglichkeiten" vollziehen. Dies solle erfolgen, "ohne irgendjemandem etwas vorzuschreiben, ohne eine Frist festzulegen".

Kritik am neuen Beschlussentwurf kam auch von Greenpeace Deutschland. Dieser ignoriere "in einer zynischen Art und Weise die Hauptdebatte der letzten zwei Wochen", erklärte Vorstand Martin Kaiser. "Diesen Verhandlungstext kann und darf Umweltminister Carsten Schneider und die Europäische Union nicht hinnehmen", forderte er. Viviane Raddatz von WWF Deutschland äußerte sich ebenfalls enttäuscht, es sei aber "noch Zeit", ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig erklärte, würde der Text so beschlossen, wäre dies ein "Ergebnis, das man aber als politischen Fehlschlag bezeichnen müsste". Teilnehmer rechnen nun mit schwierigen Nachverhandlungen den ganzen Freitag über - voraussichtlich bis weit in den Samstag hinein. Seit 2003 war keine UN-Klimakonferenz mehr pünktlich zu Ende gegangen.

Am Donnerstag waren die Verhandlungen durch einen Brand bei der COP30 und der anschließenden vollständigen Evakuierung des Konferenzgeländes stundenlang unterbrochen worden. Am Freitag informierte die brasilianische Polizei über Unregelmäßigkeiten bei den Sicherheitsmaßnahmen. Sie sei auf illegal betriebene Sicherheitsfirmen gestoßen, die mit der Überwachung und Sicherheit von Bereichen des Konferenzgeländes beauftragt worden seien.

M.Fujitav--JT