The Japan Times - EU-Landwirtschaftsminister wollen wegen Ukraine-Kriegs Produktion ankurbeln

EUR -
AED 4.180037
AFN 72.270777
ALL 94.072481
AMD 418.914562
ANG 2.037836
AOA 1043.729181
ARS 1695.336459
AUD 1.651252
AWG 2.04876
AZN 1.899515
BAM 1.953671
BBD 2.293161
BDT 140.274702
BGN 1.92456
BHD 0.42913
BIF 3397.526703
BMD 1.1382
BND 1.475966
BOB 7.896258
BRL 5.944592
BSD 1.13854
BTN 108.510868
BWP 16.254005
BYN 3.317028
BYR 22308.718053
BZD 2.289865
CAD 1.618111
CDF 2589.404665
CHF 0.920781
CLF 0.026767
CLP 1053.472271
CNY 7.733442
CNH 7.728076
COP 3857.348081
CRC 518.226272
CUC 1.1382
CUP 30.162297
CVE 110.547653
CZK 24.224767
DJF 202.281259
DKK 7.474508
DOP 67.665916
DZD 151.751619
EGP 55.876496
ERN 17.072999
ETB 181.144491
FJD 2.579901
FKP 0.858561
GBP 0.856763
GEL 3.005215
GGP 0.858561
GHS 12.935602
GIP 0.858561
GMD 83.655968
GNF 9982.013148
GTQ 8.683387
GYD 238.166326
HKD 8.927499
HNL 29.877576
HRK 7.533633
HTG 148.865192
HUF 355.706847
IDR 20470.525213
ILS 3.398099
IMP 0.858561
INR 108.297729
IQD 1491.61097
IRR 1566163.062726
ISK 143.800226
JEP 0.858561
JMD 179.054915
JOD 0.806949
JPY 184.992202
KES 147.146334
KGS 99.535312
KHR 4567.030089
KMF 492.840401
KPW 1024.380309
KRW 1767.999828
KWD 0.352022
KYD 0.94885
KZT 545.695861
LAK 25609.497225
LBP 102131.456754
LKR 382.476561
LRD 207.01013
LSL 18.665708
LTL 3.360809
LVL 0.688486
LYD 7.301551
MAD 10.707613
MDL 20.135708
MGA 4880.032989
MKD 61.620632
MMK 2389.777711
MNT 4078.151899
MOP 9.198816
MRU 45.676217
MUR 53.666326
MVR 17.585086
MWK 1975.915126
MXN 19.955091
MYR 4.649659
MZN 72.742268
NAD 18.667613
NGN 1564.990484
NIO 41.663845
NOK 11.283072
NPR 173.617788
NZD 2.005264
OMR 0.437633
PAB 1.13854
PEN 3.890358
PGK 4.983019
PHP 70.126777
PKR 316.703795
PLN 4.291696
PYG 6920.338504
QAR 4.149304
RON 5.226156
RSD 117.354129
RUB 88.207855
RWF 1668.601054
SAR 4.273031
SBD 9.16149
SCR 15.090169
SDG 683.492044
SEK 11.063701
SGD 1.474367
SHP 0.849781
SLE 27.74365
SLL 23867.486987
SOS 650.485164
SRD 42.687619
STD 23558.439927
STN 24.926578
SVC 9.961971
SYP 125.807623
SZL 18.666607
THB 37.943052
TJS 10.53174
TMT 3.9837
TND 3.344885
TOP 2.740513
TRY 53.141401
TTD 7.729443
TWD 36.251094
TZS 2987.772476
UAH 51.040968
UGX 4172.380764
USD 1.1382
UYU 45.769329
UZS 13581.567161
VES 719.994173
VND 29935.226487
VUV 136.695954
WST 3.165202
XAF 655.231594
XAG 0.018964
XAU 0.000281
XCD 3.076043
XCG 2.051928
XDR 0.813834
XOF 653.898923
XPF 119.331742
YER 271.574022
ZAR 18.649349
ZMK 10245.167577
ZMW 20.728052
ZWL 366.499904
  • Goldpreis

    -6.6000

    4075.8

    -0.16%

  • EUR/USD

    0.0006

    1.139

    +0.05%

  • MDAX

    247.5400

    32056.64

    +0.77%

  • TecDAX

    36.0900

    3889.17

    +0.93%

  • DAX

    44.4700

    25040.28

    +0.18%

  • Euro STOXX 50

    -45.5900

    6282.5

    -0.73%

  • SDAX

    150.0100

    18195.59

    +0.82%

EU-Landwirtschaftsminister wollen wegen Ukraine-Kriegs Produktion ankurbeln
EU-Landwirtschaftsminister wollen wegen Ukraine-Kriegs Produktion ankurbeln

EU-Landwirtschaftsminister wollen wegen Ukraine-Kriegs Produktion ankurbeln

Die EU-Landwirtschaftsminister wollen die Lebensmittelproduktion in ihren Ländern ausweiten, um Ausfälle durch den Ukraine-Krieg aufzufangen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßte am Dienstag die Empfehlung des Agrarrats, in diesem Jahr die Bewirtschaftung von Brachflächen zu erlauben, um auf diesen Flächen zum Beispiel Sonnenblumen, Soja oder Mais anbauen zu können. Die Kommission in Brüssel kündigte zudem Hilfen für den bedrohten Agrarsektor in der Ukraine an.

Textgröße:

Zur Ankurbelung der Produktion plant die Kommission, vorübergehend die Bewirtschaftung von Flächen zu gestatten, die eigentlich sogenannte ökologische Vorrangflächen sind und zur Förderung der Artenvielfalt unbewirtschaftet bleiben. Auf diesen Flächen sollen nun vor allem Futterpflanzen wie Soja und Mais angebaut werden dürfen, um die Abhängigkeit von Importen aus der Ukraine zu verringern. Bislang kam mehr als die Hälfte des Maises in der EU aus der Ukraine.

Die österreichische Ministerin Elisabeth Köstinger begrüßte am Montag beim Treffen der Minister in Brüssel die Vorschläge der EU-Kommission dazu: "In den kommenden Monaten müssen wir mit weltweiten Engpässen rechnen: Die Nutzung von Brachflächen ist notwendig, um den Verlust der ukrainischen Ernten auszugleichen."

Für Deutschland hat Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) bereits angekündigt, dass Landwirte in diesem Jahr ausnahmsweise auch auf ökologischen Vorrangflächen Futterpflanzen anbauen dürfen. Als weitere Maßnahme will der Minister Eiweißfuttermittel wie etwa Soja vermehrt auch in Deutschland anbauen lassen.

"Wir müssen alles daran setzen, die eigene Erzeugung innerhalb der EU zu stabilisieren", erklärte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Dienstag. "Wenn der EU-Agrarministerrat den Anbau von Eiweiß- und Energiepflanzen auf ökologischen Vorrangflächen empfiehlt, dann sollte das in Deutschland wie in der gesamten EU zu gleichen Bedingungen umgesetzt werden", forderte er. Die deutschen Bauern seien bereit, ihren Beitrag zu leisten, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und die Marktlage zu stabilisieren.

Hintergrund ist, dass die russische Invasion in der Ukraine die Preise für Öl, Weizen, Sojabohnen, Raps und Mais auf Rekordhöhen getrieben hat. Auch die Preise für Dünger und Treibstoff sind explodiert, was die Betriebskosten der Landwirte erheblich steigert.

Nach Vorstellung der EU-Kommission soll die "Krisenreserve" der EU angezapft werden, um Landwirte bei Preisschwankungen zu unterstützen. Durch ein zeitlich begrenztes "Rahmenabkommen" könnten die nationalen Regierungen damit ihren Landwirten weitere Hilfen zukommen lassen, ohne gegen EU-Recht zu verstoßen. Bauernpräsident Rukwied forderte, die Krisenreserve müsse "auch in Deutschland zügig aktiviert werden, um Landwirte angesichts der Kostenexplosion zu unterstützen". Der gesamte "Fahrplan" der EU-Kommission soll am Mittwoch vorgestellt werden.

Die EU-Agrarminister forderten die Kommission indessen bereits dazu auf, die nationalen Pläne zur Umsetzung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die im Januar 2023 in Kraft tritt, schnell neu zu bewerten. Der französische Minister Julien Denormandie sagte, eine Anpassung der Pläne müsse die Notwendigkeit der "Ernährungsunabhängigkeit" berücksichtigen.

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski warnte jedoch davor, das Ziel des Umweltschutzes in der Landwirtschaftspolitik "aufzugeben" oder "abzuschwächen". Er wandte sich damit gegen die Vorstöße einiger EU-Staaten, die die von Brüssel anvisierte Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und Dünger in Frage stellen.

Unterdessen gaben die Minister grünes Licht für EU-Hilfen an die ukrainischen Landwirte. Wojciechowski zufolge brauchen diese "50.000 Tonnen Treibstoff, um ihre Felder minimal zu bearbeiten und ihre Produktion auf einem überlebensnotwendigen Niveau zu halten".

Bei der Konferenz in Brüssel schilderte der ukrainische Landwirtschaftsminister Roman Leschtschenko per Videoschalte die Situation des heimischen Agrarsektors. "Er musste uns wegen einer Bombenwarnung schneller verlassen als geplant", sagte Denormandie. Dennoch habe er "präzise Forderungen" an die EU gestellt: "Nahrungsmittelhilfe" für die Bevölkerung in der Ukraine und für Flüchtlinge, Unterstützung für die ukrainische Lebensmittelindustrie sowie Hilfe für die Landwirte durch die Lieferung von Düngemitteln, Saatgut und Treibstoff.

Die EU-Minister hätten mit der Kommission vereinbart, eine "Organisation aufzubauen, um auf diese Anfragen effizient reagieren zu können", sagte Denormandie.

S.Yamada--JT