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Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin hat knapp sechs Wochen nach seinem Olympia-Debakel Wiedergutmachung betrieben und das erhoffte WM-Triple gefeiert. Bei der Weltmeisterschaft in Prag gewann der 21-jährige US-Amerikaner und selbsternannte "Vierfach-Gott" am Samstag mit einer glanzvollen Kür die Goldmedaille im Einzel - und sicherte sich nach 2024 und 2025 den dritten Titel in Serie.
Mit 329,40 Punkten nach Kurzprogramm und Kür verwies Malinin die Japaner Yuma Kagiyama (306,67 Punkte) und Shun Sato (288,54) auf die Plätze. Der deutsche Meister und WM-Debütant Genrikh Gartung wurde 24. (192,31 Punkte). Der kasachische Überraschungs-Olympiasieger Michail Schaidorow ist bei der WM nicht am Start.
In Prag wirkte Malinin befreit und zeigte einen gelungenen Mix aus Spektakel und dosiertem Risiko. Er landete fünf Vierfachsprünge sowie einen Rückwärtssalto, den Axel sprang er jedoch nur dreifach. Schon während der Darstellung ballte Malinin die Fäuste, am Ende stieß er einen Schrei aus und jubelte ausgiebig.
Malinin hatte bereits im Kurzprogramm am Donnerstag mit einem persönlichen Bestwert von 111,29 Punkten überzeugt. Die Olympischen Spiele in Mailand, wo er nach einer völlig verpatzten Kür nur Achter geworden war, sind abgehakt. "Ich bin ohne große Erwartungen nach Prag gekommen. Das Publikum hat mich wahnsinnig unterstützt, ich bin einfach auf das Eis gegangen und bin gelaufen", hatte Malinin nach dem Kurzprogramm gesagt. Olympia sei für ihn "nur noch Vergangenheit, alles, was passiert, hat einen Grund. Nun schaue ich nach vorne."
K.Abe--JT