The Japan Times - Pro Asyl fordert Abschiebestopp nach Afghanistan - Kritik an Asyl-Entscheidungen

EUR -
AED 4.254498
AFN 75.885308
ALL 92.768782
AMD 423.424629
ANG 2.073419
AOA 1063.48067
ARS 1723.514807
AUD 1.629062
AWG 2.086703
AZN 1.980773
BAM 1.955167
BBD 2.333605
BDT 142.172157
BGN 1.965198
BHD 0.436957
BIF 3459.135947
BMD 1.158475
BND 1.478902
BOB 13.457471
BRL 6.012828
BSD 1.15861
BTN 110.713699
BWP 15.597886
BYN 3.524214
BYR 22706.113039
BZD 2.330316
CAD 1.60662
CDF 2633.214169
CHF 0.93778
CLF 0.026922
CLP 1059.587548
CNY 7.81183
CNH 7.809669
COP 3632.271416
CRC 520.424869
CUC 1.158475
CUP 30.699592
CVE 110.227907
CZK 24.194787
DJF 206.327896
DKK 7.475989
DOP 67.797185
DZD 154.008817
EGP 58.142595
ERN 17.377127
ETB 187.432526
FJD 2.551777
FKP 0.856109
GBP 0.854781
GEL 3.023615
GGP 0.856109
GHS 12.745601
GIP 0.856109
GMD 85.147999
GNF 10178.574751
GTQ 8.84091
GYD 242.405288
HKD 9.088262
HNL 31.060548
HRK 7.531941
HTG 151.608981
HUF 363.089862
IDR 20640.841457
ILS 3.43635
IMP 0.856109
INR 110.762737
IQD 1517.889207
IRR 1592425.464198
ISK 142.225876
JEP 0.856109
JMD 183.550609
JOD 0.82135
JPY 184.579265
KES 150.081038
KGS 101.308753
KHR 4681.384231
KMF 494.668947
KPW 1042.62798
KRW 1636.972065
KWD 0.357644
KYD 0.965583
KZT 534.084882
LAK 26137.204424
LBP 103757.983823
LKR 384.445606
LRD 210.299231
LSL 18.729297
LTL 3.420676
LVL 0.70075
LYD 7.361618
MAD 10.740925
MDL 19.94646
MGA 4990.320679
MKD 61.499305
MMK 2432.551384
MNT 4166.051801
MOP 9.362609
MRU 46.45097
MUR 54.367372
MVR 17.898408
MWK 2009.097893
MXN 19.726908
MYR 4.703497
MZN 74.037976
NAD 18.729297
NGN 1569.084839
NIO 42.635652
NOK 10.915332
NPR 177.14039
NZD 1.960343
OMR 0.445473
PAB 1.15861
PEN 3.899888
PGK 5.130274
PHP 71.283254
PKR 321.561353
PLN 4.310258
PYG 6978.651575
QAR 4.235375
RON 5.241411
RSD 117.400656
RUB 98.40911
RWF 1700.342486
SAR 4.340327
SBD 9.324083
SCR 15.874081
SDG 695.668119
SEK 10.998766
SGD 1.479344
SHP 0.858275
SLE 28.384585
SLL 24292.643869
SOS 662.177167
SRD 43.772411
STD 23978.096758
STN 24.491758
SVC 10.138588
SYP 15062.493857
SZL 18.733453
THB 38.259782
TJS 10.688465
TMT 4.066248
TND 3.385761
TOP 2.78933
TRY 55.493392
TTD 7.851358
TWD 36.886216
TZS 3058.377917
UAH 51.829758
UGX 4310.549433
USD 1.158475
UYU 46.424377
UZS 13738.55465
VES 892.152257
VND 30357.841439
VUV 135.92212
WST 3.16784
XAF 655.730676
XAG 0.017489
XAU 0.000262
XCD 3.130837
XCG 2.088215
XDR 0.819102
XOF 655.736335
XPF 119.331742
YER 274.795166
ZAR 18.744881
ZMK 10427.659414
ZMW 21.827655
ZWL 373.028527
  • MDAX

    -107.4100

    32356.98

    -0.33%

  • Euro STOXX 50

    -9.1400

    6530.45

    -0.14%

  • DAX

    -101.7000

    26338.61

    -0.39%

  • Goldpreis

    43.0000

    4480.3

    +0.96%

  • TecDAX

    -12.6300

    4093.24

    -0.31%

  • SDAX

    -147.1900

    18486.32

    -0.8%

  • EUR/USD

    0.0013

    1.1586

    +0.11%

Pro Asyl fordert Abschiebestopp nach Afghanistan - Kritik an Asyl-Entscheidungen
Pro Asyl fordert Abschiebestopp nach Afghanistan - Kritik an Asyl-Entscheidungen / Foto: Wakil KOHSAR - AFP

Pro Asyl fordert Abschiebestopp nach Afghanistan - Kritik an Asyl-Entscheidungen

Angesichts der Menschenrechtslage in Afghanistan dringt die Organisation Pro Asyl auf einen sofortigen bundesweiten Abschiebestopp in das von den radikalislamischen Taliban beherrschte Land. Scharfe Kritik übte die Menschenrechtsorganisation in einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Positionspapier am Umgang mit Asylanträgen insbesondere männlicher, alleinstehender Afghanen. Verwiesen wird auf eine von Anfang 2025 bis Anfang 2026 dramatisch gesunkene Schutzquote - obwohl sich die Lage in dem Land nicht verbessert habe.

Textgröße:

"Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) verkennt die Willkür der Taliban, unterstellt ihnen ein rationales und kalkulierbares Verfolgungshandeln und prüft kaum das Risiko von Folter oder erniedrigender Behandlung", kritisierte Pro Asyl. Dies sei "skandalös". Außerdem erteile das Bamf "trotz der desolaten humanitären Lage in dem Land" zumeist kein Abschiebungsverbot mehr. Gleichzeitig aber bauten "die Taliban ihre Herrschaft aus Rechtlosigkeit, Willkür und Brutalität immer weiter aus".

Laut einer Analyse von Pro Asyl lag die bereinigte Schutzquote bei asylsuchenden, alleinstehenden afghanischen Männern im Januar 2026 nur noch bei 16,2 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es demnach noch 66,6 Prozent. Die Gesamtschutzquote afghanischer Asylsuchender lag in den ersten vier Monaten 2026 hingegen bei 89,4 Prozent. Dies liegt der Organisation zufolge an einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs, demzufolge Frauen aus Afghanistan und deren Angehörige grundsätzlich Schutz erhalten müssen.

Pro Asyl kritisierte auch die Aussetzung humanitärer Aufnahmeprogramme durch die Bundesregierung sowie das Verhindern von Familiennachzug zu bereits in Deutschland lebenden Schutzberechtigten. "Die Bundesregierung muss die Lage neu bewerten. Schutzentscheidungen dürfen die aktuelle menschenrechtliche und dramatische humanitäre Entwicklung in Afghanistan nicht länger beschönigen und relativieren", forderte Pro-Asyl-Geschäftsführerin Helen Rezene.

Zudem wendet sich Pro Asyl gegen die von der Regierung forcierten Abschiebeflüge von Straftätern oder als Gefährder eingestuften Menschen nach Afghanistan, insbesondere wegen der damit einhergehenden diplomatischen Aufwertung der Taliban. "Für einen Abschiebedeal normalisiert Deutschland ein international geächtetes Regime, das Frauen völlig entrechtet und Oppositionelle systematisch verfolgt. Das ist menschenrechtlich verheerend und außenpolitisch töricht", warf Rezene der Regierung vor.

Pro Asyl fordert vor diesem Hintergrund eine Wende in der Afghanistan-Politik der Bundesregierung. Neben dem Abschiebestopp fordert die Organisation auch das Einhalten gegebener Aufnahmeversprechen sowie die Fortführung von Aufnahmeprogrammen. Das Recht auf Familiennachzug müsse zeitnah eingelöst werden. Die Taliban müssten "als Verfolger ernst genommen und jegliche Kooperation mit ihnen eingestellt werden". Menschen aus Afghanistan mit einer Duldung in Deutschland müssten "ein effektives Bleiberecht erhalten, das auch eine Arbeitserlaubnis beinhaltet".

Die Taliban-Regierung in Afghanistan ist international nicht anerkannt. Dennoch führt die Bundesregierung inzwischen offizielle Gespräche mit Taliban-Vertretern und hat diesen auch ermöglicht, konsularische Funktionen in afghanischen Auslandsvertretungen in Deutschland wahrzunehmen. Zahlreiche Afghaninnen und Afghanen, denen Deutschland eine Aufnahme zugesagt hatte, sitzen derzeit in Pakistan fest, nachdem die schwarz-rote Bundesregierung die Aufnahmeprogramme gestoppt hat. Dies betrifft unter anderem durch die Taliban bedrohte Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten.

H.Nakamura--JT