The Japan Times - Haushalt 2027: Rekordinvestitionen und hohe Neuschulden - Fokus auf Verteidigung

EUR -
AED 4.292294
AFN 76.558763
ALL 92.543258
AMD 425.668988
ANG 2.091835
AOA 1071.757796
ARS 1752.039854
AUD 1.631897
AWG 2.105238
AZN 1.99154
BAM 1.955658
BBD 2.356728
BDT 142.989582
BGN 1.982653
BHD 0.441168
BIF 3482.2463
BMD 1.168765
BND 1.484792
BOB 13.515015
BRL 6.006872
BSD 1.170115
BTN 111.979842
BWP 15.678858
BYN 3.500445
BYR 22907.791044
BZD 2.353329
CAD 1.609682
CDF 2658.940455
CHF 0.936657
CLF 0.027171
CLP 1080.391288
CNY 7.855561
CNH 7.85545
COP 3594.438126
CRC 532.461207
CUC 1.168765
CUP 30.972269
CVE 110.256967
CZK 24.133363
DJF 208.364819
DKK 7.481311
DOP 68.555005
DZD 155.237732
EGP 59.448669
ERN 17.531473
ETB 189.240713
FJD 2.56147
FKP 0.856751
GBP 0.856803
GEL 3.044679
GGP 0.856751
GHS 13.017052
GIP 0.856751
GMD 85.908717
GNF 10281.250955
GTQ 8.929349
GYD 244.802165
HKD 9.164695
HNL 31.378714
HRK 7.541577
HTG 153.078847
HUF 362.895688
IDR 20628.465835
ILS 3.491339
IMP 0.856751
INR 111.851385
IQD 1532.888321
IRR 1606584.162089
ISK 141.713189
JEP 0.856751
JMD 185.70647
JOD 0.828701
JPY 185.804438
KES 151.52896
KGS 102.208935
KHR 4723.655856
KMF 493.219176
KPW 1051.888708
KRW 1620.422785
KWD 0.360483
KYD 0.975129
KZT 538.730751
LAK 26357.079745
LBP 104787.965631
LKR 385.201936
LRD 212.374527
LSL 18.763233
LTL 3.451059
LVL 0.706975
LYD 7.436458
MAD 10.807113
MDL 20.143532
MGA 5003.635458
MKD 61.520518
MMK 2454.185139
MNT 4202.619517
MOP 9.449012
MRU 46.626603
MUR 54.468814
MVR 18.057859
MWK 2028.95218
MXN 19.772467
MYR 4.720061
MZN 74.661139
NAD 18.763233
NGN 1572.577458
NIO 43.056863
NOK 10.874159
NPR 179.167947
NZD 1.954457
OMR 0.449257
PAB 1.170115
PEN 3.922914
PGK 5.185622
PHP 72.071929
PKR 324.677545
PLN 4.31584
PYG 7048.48648
QAR 4.25369
RON 5.257981
RSD 117.35145
RUB 96.63036
RWF 1724.174385
SAR 4.396224
SBD 9.387821
SCR 16.05273
SDG 703.016353
SEK 11.059442
SGD 1.483752
SHP 0.865898
SLE 28.755901
SLL 24508.413601
SOS 668.751278
SRD 44.144681
STD 24191.072651
STN 24.498215
SVC 10.238254
SYP 15196.280459
SZL 18.750634
THB 38.621879
TJS 10.794314
TMT 4.090677
TND 3.403252
TOP 2.814105
TRY 56.15039
TTD 7.936422
TWD 37.219361
TZS 3100.974077
UAH 52.285191
UGX 4352.682884
USD 1.168765
UYU 47.066571
UZS 13871.989351
VES 910.447072
VND 30533.981685
VUV 137.622275
WST 3.174257
XAF 655.909213
XAG 0.01694
XAU 0.000254
XCD 3.158646
XCG 2.108846
XDR 0.826377
XOF 655.909213
XPF 119.331742
YER 277.08497
ZAR 18.722468
ZMK 10520.29035
ZMW 22.203382
ZWL 376.341805
  • Goldpreis

    109.2000

    4680.6

    +2.33%

  • MDAX

    394.8800

    32110.41

    +1.23%

  • Euro STOXX 50

    40.1600

    6462.22

    +0.62%

  • DAX

    153.5200

    26136.56

    +0.59%

  • SDAX

    66.6700

    18564.27

    +0.36%

  • TecDAX

    25.3000

    4090.64

    +0.62%

  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1678

    -0.03%

Haushalt 2027: Rekordinvestitionen und hohe Neuschulden - Fokus auf Verteidigung
Haushalt 2027: Rekordinvestitionen und hohe Neuschulden - Fokus auf Verteidigung / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Haushalt 2027: Rekordinvestitionen und hohe Neuschulden - Fokus auf Verteidigung

Rekordinvestitionen und eine hohe Neuverschuldung: Das Kabinett hat am Mittwoch die Eckpunkte für den Haushalt 2027 beschlossen, der ein Hauptaugenmerk auf den Bereich Sicherheit legt. "Die höhere Kreditaufnahme im Kernhaushalt ist notwendig, um in Verteidigung und Resilienz zu investieren", sagte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei der Vorstellung der Pläne. Zugleich steigt der Konsolidierungsdruck - in den kommenden Jahren klaffen weiterhin Milliardenlöcher im Haushalt.

Textgröße:

Nach den Plänen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sind im kommenden Jahr im Kernhaushalt Ausgaben des Bundes von 543,3 Milliarden Euro vorgesehen, davon allein 105,8 Milliarden Euro für den Bereich Verteidigung. Für Zinszahlungen des Bundes gehen 42,7 Milliarden Euro drauf.

Trotz geplanter Einsparungen und Kürzungen, zu denen jedes Ressort beitragen soll, steigt den Plänen zufolge die Neuverschuldung im Kernetat im kommenden Jahr deutlich an - auf 110,8 Milliarden Euro. Haupttreiber sind auch hier die massiv zunehmenden Verteidigungsausgaben.

Die Ausgaben für die sogenannte Bereichsausnahme für Verteidigung und weitere sicherheitsrelevante Posten sollen im kommenden Jahr auf 125 Milliarden Euro steigen, bis 2030 sind weitere Anstiege vorgesehen. Für den Bereich gelten Ausnahmen von der Schuldenbremse, die Ausgaben fallen nur bis zu einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts darunter. Die Verteidigungsausgaben sollen im kommenden Jahr auf 3,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen und bis 2030 rund 3,7 Prozent erreichen.

Klingbeil verwies darauf, dass eine veränderte globale Sicherheitslage auch Konsequenzen habe. "Es ist mein Anspruch, dass wir uns gegen die russische Aggression wehren können, dass Europa und Deutschland abschreckungs- und verteidigungsfähig sind", sagte der Finanzminister. "Und das erfüllen wir mit diesen Eckwerten und der Finanzplanung."

Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) verteidigte die hohen Militärausgaben: "Wir stehen hier im Wort und wir müssen gleichzeitig Prioritäten setzen", sagte er. "Wir wollen uns verteidigen können, damit wir uns nicht verteidigen müssen." Es gebe wiederum andere Bereiche, in denen gespart werden müsse, insbesondere im Bereich der staatlichen Verwaltung.

Insgesamt sind für kommendes Jahr erneut Rekordinvestitionen von insgesamt 118,5 Milliarden Euro geplant, die sich aus Geldern aus dem Kernhaushalt, dem Klima- und Transformationsfonds und dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zusammensetzen. Die geplante Investitionsquote im Kernhaushalt liegt damit im kommenden Jahr und den Jahren danach bei über zehn Prozent.

Zugleich sagte Klingbeil: "Wir müssen strikt konsolidieren." Für 2028 beträgt die Lücke im Haushalt noch immer gut 29 Milliarden Euro, in den Jahren danach könnte sie auf 60 Milliarden Euro anwachsen. Zur Konsolidierung werde in den kommenden Jahren die Einnahmebasis des Staates erweitert, etwa durch die höhere Tabaksteuer und die Einführung einer Zuckersteuer. Und zugleich müsse gespart werden - in allen Ressorts sowie bei Bundeszuschüssen. Der Finanzminister berichtete hier von "durchaus harten Verhandlungen" darüber in der Bundesregierung.

Nach den beschlossenen Eckpunkten soll nun am 6. Juli im Kabinett der Regierungsentwurf beschlossen werden. Nach der Sommerpause folgen die parlamentarischen Verhandlungen, die mit deutlichen Änderungen enden können.

Die Linke kritisierte die im Haushaltsplan enthaltenen "Mondsummen" an Investitionen in die Verteidigung. "In allen anderen Bereichen außer Rüstung wird zulasten der Menschen gespart und gekürzt", sagte Fraktionschef Sören Pellmann AFP. Von den Grünen kam Kritik an einem "Sammelsurium an noch nicht beschlossenen Konsolidierungsmaßnahmen" - es sei fraglich, was davon wirklich komme. Der entwicklungspolitische Dachverband Venro kritisierte die kurz- und auch mittelfristig geplanten Kürzungen im Etat des Entwicklungsministeriums.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sprach von "vielen ungedeckten Schecks" in der Haushaltsplanung sowie einer "Neuverschuldung, die mittelfristig die Gefahr von Steuererhöhungen erhöht". Besorgt zeigte sich der Verband angesichts der nach wie vor erheblichen Finanzierungslücken und der hohen Ausgaben für Zinsen.

M.Matsumoto--JT