The Japan Times - Merz bei Hormus-Konferenz in Paris - Einsatz erst nach Ende der Kampfhandlungen

EUR -
AED 4.286951
AFN 77.041935
ALL 92.239359
AMD 424.151071
ANG 2.089232
AOA 1071.591028
ARS 1764.688182
AUD 1.629502
AWG 2.09824
AZN 1.985645
BAM 1.955574
BBD 2.348629
BDT 143.493447
BGN 1.980186
BHD 0.439649
BIF 3481.398391
BMD 1.16731
BND 1.481629
BOB 13.427451
BRL 6.009199
BSD 1.166065
BTN 111.209171
BWP 15.613199
BYN 3.517994
BYR 22879.282683
BZD 2.345329
CAD 1.615517
CDF 2659.721351
CHF 0.936136
CLF 0.027087
CLP 1066.069918
CNY 7.844734
CNH 7.841255
COP 3613.922777
CRC 529.038971
CUC 1.16731
CUP 30.933724
CVE 110.252281
CZK 24.070814
DJF 207.656045
DKK 7.475415
DOP 68.292122
DZD 155.261725
EGP 58.801741
ERN 17.509655
ETB 188.214888
FJD 2.559386
FKP 0.856451
GBP 0.855423
GEL 3.040819
GGP 0.856451
GHS 13.0025
GIP 0.856451
GMD 85.798605
GNF 10245.818059
GTQ 8.896974
GYD 243.971856
HKD 9.150015
HNL 31.277392
HRK 7.53417
HTG 152.552402
HUF 360.976737
IDR 20657.891104
ILS 3.47754
IMP 0.856451
INR 110.882928
IQD 1527.623776
IRR 1604584.79479
ISK 141.209394
JEP 0.856451
JMD 185.07865
JOD 0.827648
JPY 185.884848
KES 151.084766
KGS 102.081325
KHR 4719.455571
KMF 493.77205
KPW 1050.57965
KRW 1615.364885
KWD 0.360197
KYD 0.971788
KZT 533.948405
LAK 26172.980727
LBP 104425.653624
LKR 383.015816
LRD 211.645585
LSL 18.652448
LTL 3.446764
LVL 0.706094
LYD 7.383148
MAD 10.775357
MDL 20.150675
MGA 4990.424313
MKD 61.521856
MMK 2451.084129
MNT 4198.275285
MOP 9.414714
MRU 46.757606
MUR 54.595383
MVR 18.046666
MWK 2022.066738
MXN 19.782981
MYR 4.716053
MZN 74.596975
NAD 18.652448
NGN 1571.911262
NIO 42.915049
NOK 10.880832
NPR 177.934474
NZD 1.954066
OMR 0.448831
PAB 1.166165
PEN 3.913649
PGK 5.170404
PHP 71.920912
PKR 323.50958
PLN 4.303482
PYG 6990.193622
QAR 4.25091
RON 5.256752
RSD 117.296015
RUB 97.645083
RWF 1718.90171
SAR 4.382697
SBD 9.3611
SCR 16.062454
SDG 702.137104
SEK 11.038898
SGD 1.48162
SHP 0.864821
SLE 28.773862
SLL 24477.913292
SOS 666.423122
SRD 44.26676
STD 24160.967267
STN 24.497174
SVC 10.203823
SYP 15177.368943
SZL 18.650848
THB 38.182828
TJS 10.75156
TMT 4.097259
TND 3.397908
TOP 2.810603
TRY 56.169457
TTD 7.922086
TWD 37.186773
TZS 3093.370102
UAH 52.10009
UGX 4349.498249
USD 1.16731
UYU 46.874593
UZS 13733.415735
VES 914.800628
VND 30480.807623
VUV 138.094437
WST 3.170349
XAF 655.881339
XAG 0.016967
XAU 0.000251
XCD 3.154715
XCG 2.101658
XDR 0.825349
XOF 655.881339
XPF 119.331742
YER 276.774218
ZAR 18.59676
ZMK 10507.191229
ZMW 22.208438
ZWL 375.873454
  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1674

    -0.01%

  • DAX

    129.5400

    26266.14

    +0.49%

  • Euro STOXX 50

    7.6500

    6455.63

    +0.12%

  • TecDAX

    1.4900

    4050.72

    +0.04%

  • SDAX

    -22.4800

    18541.82

    -0.12%

  • MDAX

    157.0400

    32267.44

    +0.49%

  • Goldpreis

    14.5000

    4709

    +0.31%

Merz bei Hormus-Konferenz in Paris - Einsatz erst nach Ende der Kampfhandlungen
Merz bei Hormus-Konferenz in Paris - Einsatz erst nach Ende der Kampfhandlungen / Foto: Michel Euler - POOL/AFP

Merz bei Hormus-Konferenz in Paris - Einsatz erst nach Ende der Kampfhandlungen

Über einen internationalen Einsatz zur Sicherung der für den Ölhandel immens wichtigen Straße von Hormus haben am Freitag etwa 30 Staats- und Regierungschefs beraten, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfing Merz sowie den britischen Regierungschef Keir Starmer und die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni am Nachmittag in Paris. Die übrigen Teilnehmer, die insgesamt 50 Staaten und Organisationen vertraten, wurden per Video zugeschaltet.

Textgröße:

Die strategisch wichtige Meerenge hatte der Iran nach Beginn des Iran-Krieges wochenlang blockiert. Während der noch laufenden Konferenz in Paris erklärte nun der iranische Außenminister Abbas Araghtschi, dass die Straße von Hormus während der derzeit geltenden Waffenruhe "komplett offen" sei. US-Präsident Donald Trump begrüßte dies und schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social "Danke" in Großbuchstaben.

Bundeskanzler Merz hatte als Vorbedingungen für eine Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus ein Ende der Kampfhandlungen, ein internationales Mandat "vorzugsweise der Vereinten Nationen" sowie die Zustimmung des Bundestages genannt.

Deutschland könnte sich an einer solchen Mission mit Minenräumung oder Seefernaufklärung beteiligen, hatte es vor dem Pariser Treffen in Regierungskreisen in Berlin geheißen. Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack warnte allerdings vor einer Überlastung der deutschen Seestreitkräfte. "Wir haben die kleinste Marine aller Zeiten, aber eine Masse an Aufgaben", sagte Kaack im Vorfeld der Pariser Beratungen der "Wirtschaftswoche".

Linken-Chef Jan van Aken forderte am Freitag einen Vorrang für diplomatische Initiativen. "Statt darüber zu diskutieren, wie man die Straße von Hormus militärisch sichert, muss es zuallererst darum gehen, eine umfassende Friedenslösung zu erreichen", sagte van Aken. Sollte es eine Friedenslösung geben, könnte der Iran die Minen am Ende auch selbst räumen.

Der SPD-Außenpolitikexperte Adis Ahmetović äußerte sich am Freitag ähnlich. Es brauche "einen stabilen, verlässlichen Waffenstillstand" und ein "internationales Dach" für den Einsatz, sagte er im ZDF. Dazu komme ein Bundestagsmandat für den entsprechenden Bundeswehreinsatz.

Nach französischen Angaben müssten sich vor einem solchen Einsatz sowohl der Iran als auch die USA zuvor verpflichten, keine Schiffe in der Meerenge mehr anzugreifen beziehungsweise zu blockieren. Macron, Starmer, Merz und Meloni wollten am Nachmittag Erklärungen vor der Presse abgeben, ohne jedoch Fragen zuzulassen.

Die USA waren nach französischen Angaben ausdrücklich nicht zu der Konferenz eingeladen, sollten aber über die Ergebnisse informiert werden. Ein Gespräch der in Paris anwesenden Teilnehmer mit Trump nach dem Treffen sei nicht ausgeschlossen, hieß es im französischen Präsidialamt.

Zur Rolle der USA bei der Absicherung der Straße von Hormus gibt es unterschiedliche Ansichten. Frankreich besteht darauf, dass die US-Streitkräfte nicht beteiligt sein sollten, da sie Konfliktpartei seien. Merz hatte am Donnerstag hingegen erklärt, dass es "gute Argumente" für eine Beteiligung der USA an der Mission gebe.

Zu den Teilnehmern der Konferenz zählten nach französischen Angaben Staaten aus Europa, dem Nahen Osten, Asien, dem Indopazifik und Lateinamerika. Ziel sei es, einen "dritten Weg" zu finden zwischen dem von den USA verfolgten Kurs des "maximalen Drucks" auf den Iran und der Wiederaufnahme des Kriegs, in dem derzeit eine zweiwöchige Waffenruhe gilt, hieß es im Elysée.

In der Straße von Hormus dürfe es weder Seeminen noch Mautgebühren geben, hieß es weiter. Der Einsatz in der Straße von Hormus erfordere voraussichtlich Aufklärung, Minenräumung und die militärische Eskorte von Frachtern und Tankern. Jedes Land solle sich "nach seinen Möglichkeiten beteiligen".

Frankreich hat derzeit nach Angaben des Präsidialamtes einen Flugzeugträger, zehn weitere Kriegsschiffe und 50 Flugzeuge vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs im Einsatz. Eine Ausweitung der EU-Mission Aspides, die im Roten Meer und im Golf von Aden im Einsatz ist, schloss Frankreich zunächst aus.

Die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus war zuletzt von einer doppelten Blockade betroffen: Der Iran versperrte seit Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar weitgehend die Meerenge, indem er Schiffe angriff, mit Angriffen drohte oder Gebühren verlangte.

Das US-Militär blockierte seinerseits seit Anfang dieser Woche Schiffe, die iranische Häfen anlaufen wollen. Trump verhängte diese Blockade, nachdem der Iran nicht die erwarteten Zugeständnisse beim Atomprogramm gemacht hatte. Der US-Präsident kündigte am Freitag eine Fortsetzung dieser Blockade bis zu einem Abkommen mit dem Iran an.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Normalerweise verläuft rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports durch die Meerenge. Die Blockade hatte weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe getrieben. Nach der Ankündigung aus Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus ging der Ölpreis drastisch zurück.

T.Ueda--JT