The Japan Times - Sudan-Konferenz in Berlin sagt Bürgerkriegsland mehr als 1,3 Milliarden Euro zu

EUR -
AED 4.323624
AFN 75.940287
ALL 95.687478
AMD 441.242259
ANG 2.107224
AOA 1080.758104
ARS 1611.497818
AUD 1.640802
AWG 2.120604
AZN 2.006077
BAM 1.955544
BBD 2.375189
BDT 144.991026
BGN 1.96385
BHD 0.444942
BIF 3506.541132
BMD 1.177296
BND 1.500804
BOB 8.148934
BRL 5.86235
BSD 1.179346
BTN 109.436679
BWP 15.822929
BYN 3.349562
BYR 23075.00039
BZD 2.37179
CAD 1.622138
CDF 2719.554043
CHF 0.92023
CLF 0.026225
CLP 1032.124042
CNY 8.02651
CNH 8.025203
COP 4245.599931
CRC 537.829619
CUC 1.177296
CUP 31.198342
CVE 110.250573
CZK 24.292918
DJF 210.002519
DKK 7.478542
DOP 70.700748
DZD 156.180562
EGP 61.083007
ERN 17.659439
ETB 184.137404
FJD 2.6116
FKP 0.868551
GBP 0.870523
GEL 3.183245
GGP 0.868551
GHS 13.031295
GIP 0.868551
GMD 86.535785
GNF 10346.646031
GTQ 9.01882
GYD 246.727713
HKD 9.228882
HNL 31.3339
HRK 7.540232
HTG 154.429791
HUF 361.795271
IDR 20178.852382
ILS 3.484549
IMP 0.868551
INR 109.020489
IQD 1544.897834
IRR 1555796.58282
ISK 143.712969
JEP 0.868551
JMD 186.4556
JOD 0.834749
JPY 186.754908
KES 151.993381
KGS 102.954982
KHR 4717.38268
KMF 492.110114
KPW 1059.585206
KRW 1727.140685
KWD 0.363031
KYD 0.982771
KZT 552.967638
LAK 26018.595189
LBP 105605.880343
LKR 372.771219
LRD 216.991604
LSL 19.329071
LTL 3.476249
LVL 0.712135
LYD 7.457024
MAD 10.880676
MDL 20.272347
MGA 4891.359913
MKD 61.631935
MMK 2472.335396
MNT 4209.431325
MOP 9.512755
MRU 47.136832
MUR 54.497475
MVR 18.20144
MWK 2044.932399
MXN 20.380292
MYR 4.653267
MZN 75.294007
NAD 19.329071
NGN 1580.496695
NIO 43.394321
NOK 11.029737
NPR 175.099086
NZD 2.001864
OMR 0.452675
PAB 1.179346
PEN 4.057269
PGK 5.112331
PHP 70.124501
PKR 328.817071
PLN 4.231614
PYG 7513.016842
QAR 4.299437
RON 5.098167
RSD 117.334646
RUB 89.747056
RWF 1723.174504
SAR 4.416574
SBD 9.460335
SCR 17.72868
SDG 707.555258
SEK 10.789215
SGD 1.495288
SHP 0.87897
SLE 28.990957
SLL 24687.302663
SOS 674.011798
SRD 44.391165
STD 24367.648971
STN 24.496794
SVC 10.31865
SYP 130.205456
SZL 19.323471
THB 37.81518
TJS 11.120745
TMT 4.126422
TND 3.422652
TOP 2.834646
TRY 52.795135
TTD 8.009952
TWD 37.061709
TZS 3055.00648
UAH 51.917706
UGX 4367.428475
USD 1.177296
UYU 46.913861
UZS 14311.127236
VES 564.698282
VND 31004.088534
VUV 138.303874
WST 3.196656
XAF 655.871172
XAG 0.014569
XAU 0.000243
XCD 3.181702
XCG 2.125422
XDR 0.815693
XOF 655.871172
XPF 119.331742
YER 280.907036
ZAR 19.209
ZMK 10597.080419
ZMW 22.436064
ZWL 379.088812
  • Goldpreis

    71.3000

    4879.6

    +1.46%

  • Euro STOXX 50

    124.4300

    6057.71

    +2.05%

  • DAX

    547.7700

    24702.24

    +2.22%

  • SDAX

    290.5200

    18268.79

    +1.59%

  • MDAX

    1013.7500

    31952.1

    +3.17%

  • TecDAX

    112.4600

    3765.52

    +2.99%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1767

    -0.14%

Sudan-Konferenz in Berlin sagt Bürgerkriegsland mehr als 1,3 Milliarden Euro zu
Sudan-Konferenz in Berlin sagt Bürgerkriegsland mehr als 1,3 Milliarden Euro zu / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

Sudan-Konferenz in Berlin sagt Bürgerkriegsland mehr als 1,3 Milliarden Euro zu

Drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan sind dem afrikanischen Land auf einer internationalen Geber-Konferenz in Berlin Hilfen in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Euro zugesagt worden. Deutschland selbst werde seine Hilfen "um mehr als 230 Millionen Euro aufstocken", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nach der Konferenz am Mittwoch im Auswärtigen Amt. Der Bürgerkrieg im Sudan hat eine der schlimmsten humanitären Krisen weltweit ausgelöst.

Textgröße:

"Dass die Teilnehmer in einer Welt schrumpfender humanitärer Mittel schon jetzt Unterstützungszusagen in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Euro abgegeben haben, ist ein gutes Zeichen", betonte Wadephul (CDU). "Deutschland wird als einer der größten Unterstützer der humanitären Hilfe für die Menschen im Sudan vorangehen. Wir werden unsere Hilfe um mehr als 230 Millionen Euro aufstocken", kündigte der Minister an. "Und wir verbinden das natürlich mit der Bitte, dass auch alle anderen Akteure ihrer humanitären Verantwortung gerecht werden."

Die internationale Konferenz beriet genau am dritten Jahrestags des Beginns des Bürgerkriegs im Sudan über weitere Hilfen für die notleidende Bevölkerung. Ziel war neben der Mobilisierung von Geldern auch eine Wiederbelebung der Friedensverhandlungen. In dem drittgrößten Land Afrikas liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo einen erbitterten Machtkampf.

Deutschland richtete die Geberkonferenz gemeinsam mit anderen Ländern aus - Ko-Gastgeber war der Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU), Mahmoud Ali Youssouf. Unter den Teilnehmern waren die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, die britische Außenministerin Yvette Cooper und der französische Chefdiplomat Jean-Noël Barrot. Auch Nichtregierungsorganisationen waren vertreten. Vertreter der Konfliktparteien im Sudan nahmen an der Konferenz nicht teil.

UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete den dritten Jahrestag des Bürgerkriegsbeginns in einer Videobotschaft an die Konferenz als "tragischen Meilenstein". Die Folgen beschränkten sich nicht nur auf den Sudan. "Sie führen zu einer Destabilisierung der gesamten Region", sagte Guterres. "Dieser Albtraum muss ein Ende haben."

Hilfsorganisationen reagierten gemischt auf die Aufstockung der Hilfen. Ärzte ohne Grenzen begrüßte die Zusage, betonte aber gleichzeitig: "Eine geplante Erhöhung der Hilfsgelder allein reicht nicht aus. Im Sudan sterben Menschen nicht nur an Bomben, sondern auch daran, dass Hilfe weiter blockiert wird." Die Bundesregierung und weitere einflussreiche Staaten müssten sicherstellen, "dass nun auch in der Realität mehr Spielraum für humanitäre Hilfe geschaffen wird", sagte Sarah Meschenmoser, Leiterin der Organisation in Deutschland.

Janine Lietmeyer, Vorständin von World Vision Deutschland, bezeichnete die Zusage als "grünen Zweig in einer Wüste zerstörter Lebenspläne und Kindheiten". Die Hilfen könnten ihre Wirkung aber nur entfalten, "wenn politisch verursachte Blockaden von Hilfen beseitigt und Angriffe gegen zivile Einrichtungen beendet werden".

Die Lage im Sudan ist nach drei Jahren Bürgerkrieg verheerend. Insgesamt liege die Zahl der seit 2023 im Sudan Getöteten wohl "in den Hunderttausenden", sagte Wadephul bei der Pressekonferenz. "Mehr als 13 Millionen Menschen wurden durch den Krieg gewaltsam vertrieben. Mit letzter Kraft retteten sich viele von ihnen in Nachbarländer. Mehr als 20 Millionen Menschen im Sudan leiden akut Hunger, die Hälfte der Bevölkerung." Laut einem vor der Konferenz veröffentlichen UN-Bericht leben schätzungsweise sieben von zehn Menschen in Armut - beinahe doppelt so viele wie vor Beginn des Bürgerkriegs.

Die Kämpfe hatten sich in den vergangenen Monaten verstärkt - dabei wurden wiederholt Drohnen eingesetzt, die bewohnte Gebiete, Schulen und Krankenhäuser trafen. UN-Angaben zufolge wurden allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres fast 700 Zivilisten bei Drohnenangriffen getötet.

Laut dem UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher benötigen fast 34 Millionen Menschen und damit fast zwei Drittel der Bevölkerung humanitäre Hilfe. Hunderttausende Kinder seien unterernährt, Frauen und Mädchen systematischer und brutaler sexualisierter Gewalt ausgesetzt.

Bemühungen um eine Waffenruhe im Sudan unter Vermittlung der USA, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Ägyptens waren zuletzt gescheitert. Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei unterstützen mutmaßlich die sudanesische Armee - den Emiraten wird hingegen vorgeworfen, die RSF-Miliz zu bewaffnen. Alle Seiten streiten eine Verwicklung in den Konflikt jedoch ab.

Y.Kimura--JT