The Japan Times - Irans neuer Anführer schwört in erster Botschaft "Rache" und will Straße von Hormus weiter blockieren

EUR -
AED 4.228872
AFN 71.972068
ALL 95.909842
AMD 434.62105
ANG 2.060869
AOA 1055.922261
ARS 1612.664041
AUD 1.626132
AWG 2.075573
AZN 1.962349
BAM 1.950864
BBD 2.321646
BDT 141.447046
BGN 1.897259
BHD 0.434591
BIF 3421.857394
BMD 1.151497
BND 1.469501
BOB 7.96509
BRL 6.015764
BSD 1.152694
BTN 106.183656
BWP 15.53909
BYN 3.398317
BYR 22569.334493
BZD 2.318365
CAD 1.568033
CDF 2507.959919
CHF 0.903603
CLF 0.026455
CLP 1044.636615
CNY 7.906464
CNH 7.925002
COP 4261.550951
CRC 543.330067
CUC 1.151497
CUP 30.514661
CVE 109.985776
CZK 24.434471
DJF 205.274212
DKK 7.472194
DOP 70.41277
DZD 152.14506
EGP 60.26191
ERN 17.27245
ETB 179.932431
FJD 2.545929
FKP 0.859123
GBP 0.862707
GEL 3.126354
GGP 0.859123
GHS 12.489347
GIP 0.859123
GMD 84.64225
GNF 10105.34523
GTQ 8.839097
GYD 241.164032
HKD 9.012851
HNL 30.512273
HRK 7.534821
HTG 150.989955
HUF 389.892131
IDR 19472.95998
ILS 3.606085
IMP 0.859123
INR 106.44101
IQD 1510.053265
IRR 1522019.494717
ISK 144.385837
JEP 0.859123
JMD 180.413545
JOD 0.816388
JPY 183.355687
KES 148.831121
KGS 100.697856
KHR 4626.275212
KMF 490.537296
KPW 1036.385217
KRW 1720.37028
KWD 0.353567
KYD 0.960595
KZT 564.217802
LAK 24695.163427
LBP 103228.165394
LKR 358.385716
LRD 210.95726
LSL 19.043312
LTL 3.40007
LVL 0.696529
LYD 7.357322
MAD 10.802176
MDL 20.016878
MGA 4777.973736
MKD 61.615023
MMK 2418.166226
MNT 4111.007847
MOP 9.292973
MRU 45.808704
MUR 52.864827
MVR 17.790309
MWK 1998.877461
MXN 20.552114
MYR 4.521965
MZN 73.591629
NAD 19.042487
NGN 1603.874006
NIO 42.424139
NOK 11.142746
NPR 169.893849
NZD 1.964862
OMR 0.442747
PAB 1.152724
PEN 3.944657
PGK 4.971379
PHP 68.561306
PKR 322.020359
PLN 4.26854
PYG 7463.1826
QAR 4.202604
RON 5.093645
RSD 117.390523
RUB 91.720314
RWF 1685.280067
SAR 4.320981
SBD 9.264001
SCR 15.257101
SDG 692.049195
SEK 10.754691
SGD 1.472235
SHP 0.863921
SLE 28.314872
SLL 24146.308417
SOS 657.650391
SRD 43.027403
STD 23833.655954
STN 24.438382
SVC 10.086393
SYP 127.674885
SZL 19.048221
THB 37.022348
TJS 11.04889
TMT 4.030238
TND 3.388926
TOP 2.772528
TRY 50.798269
TTD 7.822277
TWD 36.760144
TZS 2993.891239
UAH 51.039225
UGX 4315.120012
USD 1.151497
UYU 46.092982
UZS 13988.486971
VES 503.96085
VND 30255.574683
VUV 137.716839
WST 3.12565
XAF 654.298751
XAG 0.01351
XAU 0.000224
XCD 3.111977
XCG 2.077516
XDR 0.812706
XOF 654.335594
XPF 119.331742
YER 274.741289
ZAR 19.283306
ZMK 10364.857819
ZMW 22.392028
ZWL 370.781454
  • MDAX

    -171.4300

    29243.41

    -0.59%

  • EUR/USD

    -0.0044

    1.1526

    -0.38%

  • SDAX

    -64.8100

    17021.46

    -0.38%

  • Euro STOXX 50

    -45.7900

    5748.89

    -0.8%

  • DAX

    -50.3800

    23589.65

    -0.21%

  • Goldpreis

    -63.3000

    5115.8

    -1.24%

  • TecDAX

    -20.0900

    3579.36

    -0.56%

Irans neuer Anführer schwört in erster Botschaft "Rache" und will Straße von Hormus weiter blockieren
Irans neuer Anführer schwört in erster Botschaft "Rache" und will Straße von Hormus weiter blockieren / Foto: - - AFP

Irans neuer Anführer schwört in erster Botschaft "Rache" und will Straße von Hormus weiter blockieren

Fast zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat sich der neue oberste Anführer des Landes, Modschtaba Chamenei, in der ersten Botschaft seit seiner Ernennung unnachgiebig und kämpferisch gezeigt. Der 56-Jährige schwor "Rache" für die Opfer der US-israelischen Angriffe im Iran und rief zu einer fortgesetzten Blockade der für den Ölhandel weltweit wichtigen Straße von Hormus auf, wie Chamenei am Donnerstag im Staatsfernsehen erklären ließ. Die Internationale Energie-Agentur sprach von einer beispiellosen Störung der Ölversorgung, der Ölpreis stieg zeitweise wieder über 100 Dollar.

Textgröße:

Chameneis erste Botschaft wurde von einer Journalistin des iranischen Staatsfernsehens verlesen, seit seiner Ernennung zum geistlichen Oberhaupt des Iran am Sonntag ist er nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Nun unterstrich er, bis die "Rache" "vollständig umgesetzt" sei, werde dies "zu unseren Prioritäten gehören". Chamenei dankte auch der "Widerstandsfront" im Jemen, im Libanon und im Irak. Er forderte zudem die Länder der Golfregion und im Nahen Osten auf, die US-Militärstützpunkte zu schließen. Versprechen der Vereinigten Staaten, Sicherheit und Frieden zu schaffen, seien "nichts weiter als eine Lüge".

Dass sich der 56-Jährige seit seiner Ernennung am Sonntag nicht öffentlich geäußert hatte, hatte in den vergangenen Tagen Spekulationen über seinen Verbleib ausgelöst. Der iranische Botschafter in Zypern hatte gesagt, vermutlich sei Modschtaba Chamenei bei dem Angriff auf seinen Vater verletzt worden.

Sein Vater Ayatollah Ali Chamenei war am 28. Februar, am ersten Tag des Iran-Krieges, bei einem israelischen Luftangriff auf Teheran getötet worden. Modschtaba Chamenei wurde am 8. März als Nachfolger zum politischen und geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt.

Modschtaba Chamenei rief nun auch zu einer fortgesetzten Blockade der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus auf. "Der Hebel der Blockade der Straße von Hormus muss auf jeden Fall genutzt werden", ließ er erklären. Die iranischen Revolutionsgarden teilten daraufhin mit, die Meerenge weiter zu blockieren. "Dem Befehl des Oberbefehlshabers folgend, werden wir dem aggressiven Feind die härtesten Schläge versetzen", teilte Marinekommandeur Aliresa Tangsiri im Onlinedienst X mit.

Der Iran startete auch eine neue Angriffswelle gegen die Ölinfrastruktur in den Golfstaaten. Die Angriffe richteten sich gegen Ziele in Bahrain, Saudi-Arabien und im Oman. Bei Attacken auf zwei Öltanker vor der Küste des Irak wurde nach Angaben der irakischen Hafenbehörde ein Besatzungsmitglied getötet.

Der Ölpreis zog wieder an. Am Donnerstag überstieg der Preis für ein Barrel Öl der Referenzsorte Brent erneut die Marke von 100 Dollar. "Der Krieg im Nahen Osten verursacht die größte Störung des Angebots in der gesamten Geschichte des globalen Ölmarkts", erklärte die Internationale Energie-Agentur (IEA).

Durch die gestiegenen Öl- und Kraftstoffpreise steht US-Präsident Donald innenpolitisch unter Druck. Er nannte die Ölpreise mit Blick auf den Iran-Krieg nun aber zweitrangig. Von weitaus größerer Bedeutung sei es für ihn, "ein Reich des Bösen, den Iran, daran zu hindern, Atomwaffen zu besitzen und den Nahen Osten und tatsächlich die ganze Welt zu zerstören", schrieb Trump in seinem Onlindedienst Truth Social. Der Iran stehe kurz vor der Niederlage, sagte Trump zudem. Ein sofortiges Kriegsende sei aber nicht zu erwarten.

Um den Ölpreisschock zu mildern, hatte Trump Öltankern in der Straße von Hormus Geleitschutz in Aussicht gestellt. Doch US-Energieminister Chris Wright sagte nun, die US-Streitkräfte seien im Moment darauf konzentriert, den Iran anzugreifen. Er nannte es aber "sehr wahrscheinlich", dass solche Eskorten bis Ende März stattfinden würden.

Die israelische Armee setzte derweil ihre Angriffe auf den Iran fort. Dabei trafen die Streitkräfte nach eigenen Angaben eine Entwicklungsstätte für die Produktion von Atomwaffen.

Die Führung in Teheran warf der Europäischen Union "Mittäterschaft" bei den Angriffen der USA und Israels vor. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums prangerte auf X "Gleichgültigkeit und Duldung" der Angriffe durch die EU an.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte bei einem Besuch in Ankara, es müsse gewährleistet sein, "dass vom Iran keine Gefahr mehr für die Nachbarn ausgeht, aber auch für Europa nicht ausgeht". Andererseits sei die territoriale Integrität von Staaten zu akzeptieren.

Seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels wurden nach UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mehr als drei Millionen Menschen vertrieben. In Deutschland wächst angesichts des Iran-Krieges die Sorge vor einer möglichen Massenflucht aus der Region.

Im Iran wurden indes nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg fast 200 Menschen festgenommen. Unter anderem seien den Betroffenen die Weitergabe von Inhalten an ausländische Medien, Spionage und eine Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen worden, wie die in den USA ansässige Organisation HRANA mitteilte.

T.Ueda--JT