The Japan Times - Selenskyj: Nächste Gespräche mit Russland in den USA geplant - Stromausfälle in Ukraine

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Selenskyj: Nächste Gespräche mit Russland in den USA geplant - Stromausfälle in Ukraine
Selenskyj: Nächste Gespräche mit Russland in den USA geplant - Stromausfälle in Ukraine / Foto: Handout - UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP

Selenskyj: Nächste Gespräche mit Russland in den USA geplant - Stromausfälle in Ukraine

Nach den Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi haben die USA ukrainischen Angaben zufolge zu einer neuen Gesprächsrunde eingeladen - diesmal in den Vereinigten Staaten. Washington habe "erstmals vorgeschlagen", dass sich die ukrainischen und russischen Unterhändler in den USA treffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag mit. Unterdessen kam es in der Ukraine infolge massiver russischer Angriffe erneut zu weitreichenden Stromausfällen.

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Das nächste Treffen zwischen den Delegationen der Ukraine, Russlands und der USA solle voraussichtlich in der kommenden Woche in Miami abgehalten werden, erklärte Selensky. Washington wolle ein Ende des bald seit vier Jahren andauernden Kriegs "bis zum Beginn des Sommers, bis Juni", fügte er hinzu.

Die Ukraine habe den Gesprächen in den USA zugestimmt, sagte Selenskyj vor Journalisten. Zugleich betonte er erneut, dass Kiew keine ausschließlich zwischen Moskau und Washington ausgehandelte Vereinbarungen akzeptieren werde, welche die Ukraine beträfen. Eine Vereinbarung, die "über uns, ohne uns" getroffen worden sei, sei für die Ukraine nicht annehmbar.

Russland hatte seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 begonnen und besetzt derzeit rund 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets. Moskau will die Kontrolle über die gesamte Region Donezk im Osten der Ukraine erlangen - auch über dortige Gebiete, die weiterhin die Ukraine kontrolliert. Kiew lehnt dies entschieden ab und hat ein Einfrieren des Konflikts entlang des aktuellen Frontverlaufs vorgeschlagen.

Washington hat sich dafür ausgesprochen, dass die ukrainisch kontrollierten Gebiete in Donezk zu einer "Freihandelszone" erklärt werden, in der keine der beiden Länder militärische Macht ausübt. Selenskyj sagte dazu: "Selbst wenn es uns gelingt, eine Freihandelszone zu schaffen, brauchen wir faire und verlässliche Regeln."

Auch zum künftigen Status des größten europäischen Atomkraftwerks Saporischschja im Süden der Ukraine, das derzeit in russischer Hand ist, haben beide Seiten noch keine Einigung erzielt.

Am Donnerstag war die zweite Runde der Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi zuende gegangen. Alle Seiten sprachen nach dem zweitägigen Treffen von Fortschritten, aber teils auch von schwierigen Gesprächen. Einen Durchbruch für ein Ende der Kämpfe gab es nicht. Kiew und Moskau vereinbarten jedoch erneut einen Gefangenenaustausch und kündigten eine Fortsetzung der Gespräche an.

Ungeachtet der seit mehreren Wochen geführten direkten trilateralen Gespräche unter US-Vermittlung greift die russische Armee die Ukraine weiterhin massiv an. Der staatliche Netzbetreiber Ukrenergo meldete am Samstagmorgen Schäden durch einen "massiven Angriff", die zu Stromabschaltungen "in den meisten Regionen" geführt hätten.

Auch die Hauptstadt Kiew, die in den vergangenen Wochen besonders von den Stromausfällen betroffen gewesen war, war erneut ohne Strom. Im Westen des Landes kam es ebenfalls zu Explosionen und Stromabschaltungen.

Die polnische Armee gab unterdessen im Onlinedienst X den Einsatz von Flugzeugen bekannt, um den Luftraum Polens zu schützen. Bei russischen Angriffen auf den Westen der Ukraine nahe der Grenze zum Nachbarland Polen war dies bereits mehrfach der Fall gewesen.

Die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur dauern bereits seit Monaten an. Immer wieder sind hunderttausende Menschen bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius ohne Strom und Heizung.

S.Yamamoto--JT