The Japan Times - SPD in Brandenburg kündigt Koalition mit BSW: Woidke plant Gespräche mit CDU

EUR -
AED 4.266327
AFN 72.602888
ALL 96.045598
AMD 437.103753
ANG 2.079534
AOA 1065.27595
ARS 1623.419796
AUD 1.660456
AWG 2.093668
AZN 1.975506
BAM 1.956712
BBD 2.335279
BDT 142.276321
BGN 1.985698
BHD 0.438497
BIF 3443.70526
BMD 1.161697
BND 1.483604
BOB 8.029743
BRL 6.079504
BSD 1.15945
BTN 108.641175
BWP 15.887543
BYN 3.432585
BYR 22769.251731
BZD 2.331977
CAD 1.597925
CDF 2645.76246
CHF 0.915444
CLF 0.027004
CLP 1066.274537
CNY 8.007222
CNH 8.005872
COP 4304.062361
CRC 540.256487
CUC 1.161697
CUP 30.784958
CVE 110.316423
CZK 24.448487
DJF 206.475358
DKK 7.471933
DOP 69.462978
DZD 154.02952
EGP 61.070967
ERN 17.425448
ETB 179.250199
FJD 2.578737
FKP 0.867845
GBP 0.865714
GEL 3.142339
GGP 0.867845
GHS 12.667905
GIP 0.867845
GMD 85.390256
GNF 10162.73729
GTQ 8.879139
GYD 242.663116
HKD 9.093354
HNL 30.703577
HRK 7.535916
HTG 152.032177
HUF 390.334619
IDR 19619.36971
ILS 3.630708
IMP 0.867845
INR 109.529569
IQD 1518.908029
IRR 1525336.568915
ISK 143.806627
JEP 0.867845
JMD 182.976868
JOD 0.823622
JPY 184.409451
KES 150.265186
KGS 101.588619
KHR 4653.209117
KMF 494.883011
KPW 1045.493347
KRW 1735.49382
KWD 0.356014
KYD 0.96625
KZT 559.740919
LAK 24963.42164
LBP 103836.408796
LKR 364.45989
LRD 212.768265
LSL 19.766644
LTL 3.430188
LVL 0.702699
LYD 7.392414
MAD 10.809339
MDL 20.279278
MGA 4841.256719
MKD 61.640387
MMK 2439.131634
MNT 4146.061617
MOP 9.344056
MRU 46.244955
MUR 54.010439
MVR 17.959772
MWK 2010.537198
MXN 20.597114
MYR 4.585206
MZN 74.244083
NAD 19.766814
NGN 1597.6344
NIO 42.66989
NOK 11.261939
NPR 173.828525
NZD 1.989603
OMR 0.446615
PAB 1.15944
PEN 4.010569
PGK 5.007377
PHP 69.733125
PKR 323.935489
PLN 4.271285
PYG 7565.494041
QAR 4.228171
RON 5.09555
RSD 117.445202
RUB 93.517752
RWF 1696.290714
SAR 4.361242
SBD 9.342334
SCR 16.817866
SDG 698.179481
SEK 10.809778
SGD 1.484032
SHP 0.871573
SLE 28.579044
SLL 24360.207686
SOS 662.614577
SRD 43.378208
STD 24044.772443
STN 24.511637
SVC 10.145729
SYP 128.922229
SZL 19.765384
THB 37.720244
TJS 11.125286
TMT 4.077555
TND 3.400885
TOP 2.797086
TRY 51.514847
TTD 7.877672
TWD 37.105515
TZS 2982.724285
UAH 50.922437
UGX 4342.024005
USD 1.161697
UYU 47.252026
UZS 14145.593872
VES 533.07716
VND 30618.835095
VUV 138.774207
WST 3.193358
XAF 656.262912
XAG 0.015927
XAU 0.000256
XCD 3.139542
XCG 2.089674
XDR 0.81618
XOF 656.260087
XPF 119.331742
YER 277.187548
ZAR 19.614746
ZMK 10456.646968
ZMW 21.943134
ZWL 374.065804
  • EUR/USD

    0.0001

    1.1618

    +0.01%

  • DAX

    -16.9900

    22636.91

    -0.08%

  • TecDAX

    -19.0500

    3416.31

    -0.56%

  • Euro STOXX 50

    6.9700

    5581.29

    +0.12%

  • MDAX

    -104.2900

    28125.11

    -0.37%

  • Goldpreis

    142.6000

    4544.6

    +3.14%

  • SDAX

    54.2900

    16517.29

    +0.33%

SPD in Brandenburg kündigt Koalition mit BSW: Woidke plant Gespräche mit CDU
SPD in Brandenburg kündigt Koalition mit BSW: Woidke plant Gespräche mit CDU / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

SPD in Brandenburg kündigt Koalition mit BSW: Woidke plant Gespräche mit CDU

Die SPD in Brandenburg hat ihre Regierungskoalition mit dem BSW nach rund einem Jahr aufgekündigt und will nun Gespräche mit der CDU über die Bildung eines neuen Bündnisses führen. Die "Basis einer demokratischen Mehrheit" sei angesichts "ständiger Auseinandersetzungen" innerhalb des BSW über dessen Selbstverständnis und Kurs nicht länger gegeben, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag in Potsdam.

Textgröße:

Der Regierungschef sprach von "Zerfall" innerhalb der BSW-Fraktion im Landtag. Nach eigenen Angaben will er nun vorerst "de facto mit einer Minderheitsregierung arbeiten" und parallel den Kontakt mit der CDU aufnehmen. Zuvor hatten drei BSW-Abgeordnete, darunter Finanzminister und Vizeministerpräsident Robert Crumbach, die Landtagsfraktion ihrer Partei verlassen. Die BSW kritisierte dies am Dienstag als "Verrat", die CDU erklärte sich zur Aufnahme von Gesprächen mit der SPD bereit.

Sämtliche Ministerinnen und Minister blieben bis auf Weiteres im Amt, sagte Woidke bei einem gemeinsamen Statement mit Crumbach, der am Montag auch seinen Austritt aus dem BSW bekanntgegeben hatte. Das BSW habe seine Rolle innerhalb der Landesregierung nicht klären können und sei zu einem "Bekenntnis zur Koalition" nicht mehr bereit gewesen.

Das BSW wies Woidkes Darstellung zurück. Die SPD beende die Koalition "trotz einer nach wie vor bestehenden Mehrheit", hieß es in einer Erklärung von BSW-Landtagsfraktionschef Niels-Olaf Lüders und deren parlamentarischem Geschäftsführer Falk Peschel. Der Hinweis auf angebliche Konflikte innerhalb der BSW-Fraktion sei nur ein Vorwand.

Die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda warf Crumbach und den anderen beiden aus der Fraktion ausgetretenen Abgeordneten "Verrat an Wählern" vor. Sie würden "einer nicht gewählten Mehrheit gemeinsam mit der SPD den Weg" ebnen. Auch "Kräfte in der SPD" hätten seit Monaten am Bruch "gearbeitet". Das BSW sei weiterhin regierungsfähig.

Ähnlich äußerte sich auch Parteigründerin Sahra Wagenknecht. "Mehr kann man seine Wähler nicht verraten - hier wird eine Regierung geschreddert, um mit der CDU auf ein Weiter-so einschwenken zu können", sagte sie der "Bild"-Zeitung. BSW-Bundeschefin Amira Mohamed Ali bezeichnete Woidkes Vorgehen am Dienstag als "verantwortungslos".

Für ein Bündnis zwischen SPD und CDU im Brandenburger Landtag fehlte bislang die Mehrheit, durch den Austritt Crumbachs und der anderen Abgeordneten aus der BSW-Fraktion ändert sich dies aber. Crumbach und die Abgeordnete Jouleen Gruhn wurden bereits am Dienstag auf eigenen Wunsch als parteilose Abgeordnete neu in die SPD-Fraktion aufgenommen.

Woidke betonte, dass das BSW nach der Landtagswahl 2024 "nicht erster Wunschpartner" der SPD gewesen sei. Angesichts einer klaren gemeinsamen Mehrheit habe die CDU damals aber die Gespräche beendet. Dies habe sich durch die jüngsten Entwicklungen geändert, sagte der Regierungschef, der auch SPD-Landeschef ist. Gespräche mit der CDU bräuchten aber "gute Vorbereitung" und seien "nicht leicht".

Die CDU erklärte sich grundsätzlich dazu bereit. "Brandenburg braucht jetzt Stabilität und Verlässlichkeit in der Politik", erklärte Fraktions- und Landeschef Jan Redmann. "Wir stehen selbstverständlich zur Verfügung, darüber zu sprechen, wie die CDU dazu beitragen kann." Im Landtag vertreten ist ansonsten nur noch die AfD. Ihre Fraktion forderte am Dienstag die Auflösung des Parlaments sowie Neuwahlen.

Die nun gescheiterte Koalition zwischen SPD und BSW in Brandenburg war die einzige ihrer Art. Das BSW ist eine junge Partei, die durch eine von Namensgeberin Wagenknecht initiierte Abspaltung von der Linken entstand. Bei Landtagswahlen erzielte die Partei im vorigen Jahr Erfolge, in Thüringen regiert sie unter CDU-Führung in einer Dreierkoalition mit der SPD. Bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte sie an der Fünfprozenthürde, ihre Umfragewerte sind rückläufig.

Im BSW in Brandenburg tobten seit Monaten interne Streitigkeiten um die politische Ausrichtung und die Rolle in der Koalition. Endgültig eskalierten diese im November im Zuge eines Streits um die Zustimmung Brandenburgs zum neuen Rundfunkstaatsvertrag. Während Finanzminister Crumbach zustimmte, lehnte die Fraktionsführung dies ab und folgte damit der Bundespartei. Die Mehrheit für den Vertrag im Potsdamer Landtag kam letztlich nur mithilfe von Stimmen der CDU zustande.

Vier Abgeordnete traten im Zuge dieses Streits aus dem BSW aus, zwei von ihnen revidierten ihre Entscheidung kurz darauf aber wieder. Die Abgeordneten Gruhn und André von Ossowski blieben bei ihrem Austritt, am Dienstag verließen sie zusätzlich auch die BSW-Landtagsfraktion. Bereits am Montag hatte Crumbach, der erster Spitzenkandidat des BSW bei der Landtagswahl 2024 war und als Architekt des Bündnisses mit der SPD galt, seinen Austritt aus dem BSW und dessen Landtagsfraktion verkündet.

T.Ikeda--JT