The Japan Times - Angst vor Annexion: Regierungen Grönlands und Dänemarks alarmiert wegen Trump-Äußerungen

EUR -
AED 4.266327
AFN 72.602888
ALL 96.045598
AMD 437.103753
ANG 2.079534
AOA 1065.27595
ARS 1623.419796
AUD 1.660456
AWG 2.093668
AZN 1.975506
BAM 1.956712
BBD 2.335279
BDT 142.276321
BGN 1.985698
BHD 0.438497
BIF 3443.70526
BMD 1.161697
BND 1.483604
BOB 8.029743
BRL 6.079504
BSD 1.15945
BTN 108.641175
BWP 15.887543
BYN 3.432585
BYR 22769.251731
BZD 2.331977
CAD 1.597925
CDF 2645.76246
CHF 0.915444
CLF 0.027004
CLP 1066.274537
CNY 8.007222
CNH 8.005872
COP 4304.062361
CRC 540.256487
CUC 1.161697
CUP 30.784958
CVE 110.316423
CZK 24.448487
DJF 206.475358
DKK 7.471933
DOP 69.462978
DZD 154.02952
EGP 61.070967
ERN 17.425448
ETB 179.250199
FJD 2.578737
FKP 0.867845
GBP 0.865714
GEL 3.142339
GGP 0.867845
GHS 12.667905
GIP 0.867845
GMD 85.390256
GNF 10162.73729
GTQ 8.879139
GYD 242.663116
HKD 9.093354
HNL 30.703577
HRK 7.535916
HTG 152.032177
HUF 390.334619
IDR 19619.36971
ILS 3.630708
IMP 0.867845
INR 109.529569
IQD 1518.908029
IRR 1525336.568915
ISK 143.806627
JEP 0.867845
JMD 182.976868
JOD 0.823622
JPY 184.409451
KES 150.265186
KGS 101.588619
KHR 4653.209117
KMF 494.883011
KPW 1045.493347
KRW 1735.49382
KWD 0.356014
KYD 0.96625
KZT 559.740919
LAK 24963.42164
LBP 103836.408796
LKR 364.45989
LRD 212.768265
LSL 19.766644
LTL 3.430188
LVL 0.702699
LYD 7.392414
MAD 10.809339
MDL 20.279278
MGA 4841.256719
MKD 61.640387
MMK 2439.131634
MNT 4146.061617
MOP 9.344056
MRU 46.244955
MUR 54.010439
MVR 17.959772
MWK 2010.537198
MXN 20.597114
MYR 4.585206
MZN 74.244083
NAD 19.766814
NGN 1597.6344
NIO 42.66989
NOK 11.261939
NPR 173.828525
NZD 1.989603
OMR 0.446615
PAB 1.15944
PEN 4.010569
PGK 5.007377
PHP 69.733125
PKR 323.935489
PLN 4.271285
PYG 7565.494041
QAR 4.228171
RON 5.09555
RSD 117.445202
RUB 93.517752
RWF 1696.290714
SAR 4.361242
SBD 9.342334
SCR 16.817866
SDG 698.179481
SEK 10.809778
SGD 1.484032
SHP 0.871573
SLE 28.579044
SLL 24360.207686
SOS 662.614577
SRD 43.378208
STD 24044.772443
STN 24.511637
SVC 10.145729
SYP 128.922229
SZL 19.765384
THB 37.720244
TJS 11.125286
TMT 4.077555
TND 3.400885
TOP 2.797086
TRY 51.514847
TTD 7.877672
TWD 37.105515
TZS 2982.724285
UAH 50.922437
UGX 4342.024005
USD 1.161697
UYU 47.252026
UZS 14145.593872
VES 533.07716
VND 30618.835095
VUV 138.774207
WST 3.193358
XAF 656.262912
XAG 0.015927
XAU 0.000256
XCD 3.139542
XCG 2.089674
XDR 0.81618
XOF 656.260087
XPF 119.331742
YER 277.187548
ZAR 19.614746
ZMK 10456.646968
ZMW 21.943134
ZWL 374.065804
  • EUR/USD

    0.0002

    1.1614

    +0.02%

  • DAX

    -16.9900

    22636.91

    -0.08%

  • Euro STOXX 50

    6.9700

    5581.29

    +0.12%

  • MDAX

    -104.2900

    28125.11

    -0.37%

  • SDAX

    54.2900

    16517.29

    +0.33%

  • TecDAX

    -19.0500

    3416.31

    -0.56%

  • Goldpreis

    195.0000

    4597

    +4.24%

Angst vor Annexion: Regierungen Grönlands und Dänemarks alarmiert wegen Trump-Äußerungen
Angst vor Annexion: Regierungen Grönlands und Dänemarks alarmiert wegen Trump-Äußerungen / Foto: Mads Claus Rasmussen - Ritzau Scanpix/AFP

Angst vor Annexion: Regierungen Grönlands und Dänemarks alarmiert wegen Trump-Äußerungen

Die Regierungen Grönlands und Dänemarks haben alarmiert auf die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Annexion Grönlands durch die USA reagiert. "Das reicht jetzt", erklärte der grönländische Regierungschef Jens Frederik Nielsen in der Nacht zum Montag. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen warnte, mit einem Angriff auf einen Nato-Partner würden die USA das Ende des Militärbündnisses besiegeln. Trump hatte zuvor gesagt, die USA würden sich "in rund zwei Monaten um Grönland kümmern".

Textgröße:

"Wir brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit, und Dänemark wird nicht dazu in der Lage sein", sagte Trump am Sonntag an Bord seiner Präsidentenmaschine Air Force One. "Lassen Sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen." In einem Telefoninterview mit dem US-Magazin "The Atlantic" betonte er: "Wir brauchen Grönland, unbedingt. Wir brauchen es zur Verteidigung."

Grönlands Regierungschef Nielsen wies Trumps Drohungen entschieden zurück. "Kein weiterer Druck. Keine weiteren Andeutungen. Keine weiteren Annexions-Fantasien", schrieb er auf Facebook. "Wir sind offen für Dialog. Wir sind offen für Diskussionen", betonte er. Dies müsse aber "über die angemessenen Kanäle und unter Achtung des Völkerrechts geschehen".

Dänemarks Ministerpräsidentin Frederiksen rief die USA auf, ihre "Drohungen gegen einen historischen Verbündeten" einzustellen. Es sei "absolut absurd zu sagen, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle über Grönland übernehmen sollten".

In einem Interview mit dem dänischen Sender TV2 warnte sie am Montag vor den Folgen eines möglichen US-Angriffs auf die Insel Grönland, die zum Nato-Mitglied Dänemark gehört. Sollten sich die USA zu einer solchen Attacke entscheiden, "dann ist alles vorbei", sagte Frederiksen. Dies betreffe die Nato und damit auch die Sicherheitsarchitektur nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Regierung tue "alles, was möglich ist, damit dies nicht geschieht".

Die Bundesregierung pochte auf die Einhaltung des Völkerrechts. "Grenzen dürfen nicht mit Gewalt verschoben werden" und "Gebiete dürfen nicht zwangsweise annektiert werden", sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille in Berlin.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mahnte Gespräche innerhalb der Nato über eine Stärkung der Verteidigung an. Trump habe "richtigerweise darauf hingewiesen", dass es ein verstärktes chinesisches und russisches Interesse an der Arktis-Region gebe, sagte Wadephul dem Deutschlandfunk. "Das berührt unsere Sicherheitsinteressen." Dänemark, das für die Verteidigung Grönlands zuständig sei, "sei mit Sicherheit bereit, über diese Fragen mit den USA zu sprechen".

Die EU beschwor die "Grundsätze der nationalen Souveränität, der territorialen Integrität". Die EU werde diese "universellen" Grundsätze verteidigen, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission.

"Grenzen dürfen nicht mit Gewalt verschoben werden", betonte auch ein Sprecher des französischen Außenministeriums. "Grönland gehört den Grönländern und den Dänen, und sie allein entscheiden darüber", fügte er hinzu. Ähnlich äußerte sich der britische Premierminister Keir Starmer. Die nordischen Länder Schweden, Norwegen und Finnland bekundeten auf Onlineplattformen ebenfalls ihre Unterstützung Dänemarks.

Am Samstag hatte die Ehefrau des einflussreichen Trump-Beraters Stephen Miller mit einem Bild Grönlands in den Farben der US-Flagge Empörung ausgelöst. Katie Miller postete auf ihrem Konto im Onlinedienst X das Bild, über dem in Großbuchstaben "Bald" stand.

Trump hatte in den vergangenen Monaten wiederholt mit der Übernahme Grönlands durch die USA gedroht und dabei auch die Anwendung von Gewalt nicht ausgeschlossen. Zuletzt sorgte er mit der Ernennung eines Sondergesandten für Grönland auf der Insel selbst, in Kopenhagen und in der EU für Empörung.

Trump argumentiert mit den Sicherheitsinteressen der USA und verweist auf die angebliche Präsenz Moskaus und Pekings rund um die geostrategisch günstig gelegene Insel.

Die Abgeordnete Aaja Chemnitz, die Grönland im dänischen Parlament repräsentiert, warf Trump vor, "Lügen über chinesische und russische Kriegsschiffe zu verbreiten". Sie rief die Bewohner der Insel auf, sich auf "alle Szenarien vorzubereiten" und die Äußerungen Trumps zu Grönland ernster zu nehmen.

Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitgehend autonom. Die größte Insel der Welt liegt im Nordatlantik und Arktischen Ozean zwischen Nordamerika und Europa. Auch befindet sich die Insel auf direkter Strecke einer möglichen Raketenflugbahn zwischen Russland und den USA.

Im Boden Grönlands lagern wertvolle Rohstoffe, die bisher kaum genutzt werden. Durch neu eröffnete Seewege infolge des Klimawandels ist das geostrategische Interesse an der Arktis von Seiten der USA, Chinas und Russlands zuletzt deutlich gewachsen.

T.Sasaki--JT