The Japan Times - Ruf nach Abschiebungen nach Syrien - Hilfsorganisationen verweisen auf Lage vor Ort

EUR -
AED 4.301369
AFN 72.61664
ALL 95.571751
AMD 431.753162
ANG 2.097054
AOA 1075.195968
ARS 1630.356139
AUD 1.615523
AWG 2.109692
AZN 1.989761
BAM 1.955671
BBD 2.358985
BDT 143.770526
BGN 1.955873
BHD 0.441849
BIF 3485.018135
BMD 1.171238
BND 1.490489
BOB 8.093709
BRL 5.886877
BSD 1.171243
BTN 112.033661
BWP 15.778432
BYN 3.263657
BYR 22956.261284
BZD 2.355625
CAD 1.605545
CDF 2624.743572
CHF 0.915773
CLF 0.0264
CLP 1039.02867
CNY 7.953817
CNH 7.948301
COP 4442.235669
CRC 533.173971
CUC 1.171238
CUP 31.037802
CVE 110.623175
CZK 24.331119
DJF 208.152658
DKK 7.473949
DOP 69.396024
DZD 155.171775
EGP 61.983428
ERN 17.568567
ETB 184.323544
FJD 2.582755
FKP 0.86579
GBP 0.866072
GEL 3.139163
GGP 0.86579
GHS 13.239874
GIP 0.86579
GMD 85.500625
GNF 10280.538227
GTQ 8.935411
GYD 245.040129
HKD 9.171847
HNL 31.166938
HRK 7.534101
HTG 152.965144
HUF 358.447383
IDR 20497.715975
ILS 3.409116
IMP 0.86579
INR 112.174484
IQD 1534.321545
IRR 1537835.258793
ISK 143.628715
JEP 0.86579
JMD 185.232259
JOD 0.830423
JPY 185.033285
KES 151.300243
KGS 102.42502
KHR 4697.834644
KMF 493.091385
KPW 1054.133717
KRW 1748.330392
KWD 0.361034
KYD 0.976065
KZT 549.719082
LAK 25708.670405
LBP 105119.549576
LKR 380.121443
LRD 214.512526
LSL 19.220345
LTL 3.458361
LVL 0.70847
LYD 7.40808
MAD 10.744643
MDL 20.087277
MGA 4889.917874
MKD 61.62673
MMK 2458.760711
MNT 4192.649925
MOP 9.44796
MRU 46.849839
MUR 54.825636
MVR 18.049315
MWK 2039.711853
MXN 20.114311
MYR 4.602378
MZN 74.831569
NAD 19.219795
NGN 1605.18286
NIO 42.990287
NOK 10.746096
NPR 179.260544
NZD 1.975516
OMR 0.450344
PAB 1.171263
PEN 4.015592
PGK 5.106538
PHP 72.036981
PKR 326.312866
PLN 4.248664
PYG 7162.528021
QAR 4.267406
RON 5.208725
RSD 117.422465
RUB 86.872914
RWF 1710.007218
SAR 4.401596
SBD 9.407684
SCR 16.32793
SDG 703.328487
SEK 10.926384
SGD 1.490669
SHP 0.874447
SLE 28.810289
SLL 24560.273944
SOS 669.367056
SRD 43.563074
STD 24242.258167
STN 24.888804
SVC 10.248325
SYP 129.514263
SZL 19.307805
THB 37.889502
TJS 10.968658
TMT 4.111045
TND 3.373744
TOP 2.820059
TRY 53.21226
TTD 7.946612
TWD 36.922685
TZS 3042.466155
UAH 51.504267
UGX 4391.785595
USD 1.171238
UYU 46.527729
UZS 14146.21033
VES 595.064556
VND 30862.702192
VUV 138.181319
WST 3.165549
XAF 655.930578
XAG 0.013484
XAU 0.00025
XCD 3.165328
XCG 2.110843
XDR 0.813974
XOF 654.135719
XPF 119.331742
YER 279.486648
ZAR 19.236545
ZMK 10542.544236
ZMW 22.107204
ZWL 377.1381
  • Goldpreis

    0.3000

    4707

    +0.01%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1716

    -0.02%

  • DAX

    181.8800

    24136.81

    +0.75%

  • TecDAX

    52.8900

    3762.34

    +1.41%

  • Euro STOXX 50

    52.6200

    5861.07

    +0.9%

  • SDAX

    123.8300

    18221.16

    +0.68%

  • MDAX

    390.0300

    31400.41

    +1.24%

Ruf nach Abschiebungen nach Syrien - Hilfsorganisationen verweisen auf Lage vor Ort
Ruf nach Abschiebungen nach Syrien - Hilfsorganisationen verweisen auf Lage vor Ort / Foto: LOUAI BESHARA - AFP

Ruf nach Abschiebungen nach Syrien - Hilfsorganisationen verweisen auf Lage vor Ort

Ein Jahr nach dem Sturz der Assad-Regierung in Syrien mehren sich besonders aus den Reihen der Union die Rufe nach der Rückführung syrischer Staatsbürger. "Die ursprünglichen Fluchtgründe Bürgerkrieg und Assad-Regime sind seit einem Jahr weggefallen. Deswegen müssen wir auch an die Rückkehr von Personengruppen denken, die erst kurz hier sind oder nicht gut integriert sind", sagte CDU-Innenpolitiker Alexander Throm dem Nachrichtenportal Web.de. Hilfsorganisationen verwiesen hingegen auf die weiterhin prekäre Lage in dem Land.

Textgröße:

Throm sprach von "hunderttausenden Syrern", die in Deutschland Bürgergeld bezögen. Dies sei "ohne hinreichenden Schutzgrund dem Steuerzahler nicht zumutbar". Syrien brauche "außerdem Menschen, die sich am Wiederaufbau des Landes beteiligen". Zugleich sprach sich der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag dafür aus, dass "bestens integrierte" Syrer ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland erhalten. Entscheidend sei, dass sich "die Person oder die Familie selbst versorgen kann".

Die Debatte um eine mögliche Rückkehr von Syrern in ihr Heimatland müsse "sachlich und faktenbasiert" geführt werden, fordern hingegen die Hilfsorganisationen Brot für die Welt und Diakonie Deutschland. "Wir hoffen gemeinsam mit allen Syrerinnen und Syrern, dass ihr Heimatland in Zukunft wieder ein sicherer Ort sein wird", erklärte die Präsidentin von Brot für die Welt, Dagmar Pruin. "Diese Vision hat aber leider wenig mit der aktuellen Realität zu tun."

"Bewaffnete Milizen stellen in ganz Syrien eine ernsthafte Bedrohung für die Menschen dar", führte Pruin aus. "Die humanitäre und wirtschaftliche Lage im Land ist katastrophal." Die Grundvoraussetzung für Rückkehrer, sich dort ein neues Leben aufzubauen, seien nicht gegeben. "Wer Syrien für sicher erklärt, um Abschiebungen zu rechtfertigen, ignoriert die Verhältnisse vor Ort."

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Sonja Eichwede, forderte unter Berufung auf den Koalitionsvertrag ebenfalls, Straftäter und Gefährder grundsätzlich nach Syrien zurückzuführen. Allerdings sei die Lage vor Ort nach wie vor "vom gewaltigen Ausmaß der Zerstörung nach einem mehr als ein Jahrzehnt andauernden Krieg geprägt". Rückführungen seien vor diesem Hintergrund "immer davon abhängig, ob im Einzelfall eine Rückkehr ins Herkunftsland gefahrlos möglich ist".

Eichwede erklärte zudem, eine "sehr große Zahl von aus Syrien stammenden Menschen" sei "hervorragend integriert". Sie fügte an: "Sie leisten einen wertvollen Beitrag zum Funktionieren unseres Gemeinwesens. Viele haben inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit und sind hier heimisch geworden."

"Die Menschen, die sich eine Rückkehr vorstellen können, sollten die Möglichkeit zu Erkundungsreisen bekommen, ohne dass sie dadurch ihren Schutzstatus in Deutschland verlieren", schlug Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch vor. "Eine sichere und gelingende Rückkehr sollte in unser aller Interesse sein."

"Statt populistischer Abschiebedebatten braucht es jetzt flexiblere Reglungen im Aufenthaltsrecht", forderte auch die Grünen-Abgeordnete Luise Amtsberg. "Durch die Aufnahme von etwa einer Million syrischer Geflüchteter während der Kriegsjahre seit 2011 verbinden Deutschland und Syrien heute besondere Beziehungen. Aus diesen ergeben sich Chancen und Verantwortung."

Am Montag jährt sich der Sturz des syrischen Langzeit-Machthaber Baschar al-Assad. Am 8. Dezember 2024 hatten die islamistische HTS-Miliz und mit ihr verbündete Gruppen die Hauptstadt Damaskus erobert. Assad floh nach Russland. Übergangspräsident wurde der HTS-Anführer Mohammed al-Scharaa.

T.Maeda--JT