The Japan Times - Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche

EUR -
AED 4.289106
AFN 72.978162
ALL 95.257832
AMD 430.626595
ANG 2.090731
AOA 1071.954318
ARS 1625.161268
AUD 1.61676
AWG 2.104791
AZN 1.975394
BAM 1.950866
BBD 2.35234
BDT 143.366756
BGN 1.949976
BHD 0.440574
BIF 3473.926594
BMD 1.167706
BND 1.487107
BOB 8.070483
BRL 5.841102
BSD 1.167941
BTN 111.907547
BWP 16.45018
BYN 3.262963
BYR 22887.045797
BZD 2.348898
CAD 1.602963
CDF 2621.501329
CHF 0.914764
CLF 0.026521
CLP 1043.777298
CNY 7.923063
CNH 7.924371
COP 4427.265468
CRC 530.737107
CUC 1.167706
CUP 30.94422
CVE 110.582325
CZK 24.315267
DJF 207.524926
DKK 7.473023
DOP 69.705106
DZD 154.85073
EGP 61.744578
ERN 17.515596
ETB 182.35277
FJD 2.556926
FKP 0.863742
GBP 0.871224
GEL 3.129164
GGP 0.863742
GHS 13.323215
GIP 0.863742
GMD 84.670566
GNF 10252.462715
GTQ 8.910462
GYD 244.338834
HKD 9.146171
HNL 31.060436
HRK 7.537074
HTG 152.937269
HUF 357.757189
IDR 20488.168117
ILS 3.389386
IMP 0.863742
INR 111.733392
IQD 1529.930214
IRR 1535533.939684
ISK 143.604208
JEP 0.863742
JMD 184.662916
JOD 0.827932
JPY 184.719789
KES 150.925387
KGS 102.11626
KHR 4684.838406
KMF 492.771763
KPW 1050.901516
KRW 1742.544498
KWD 0.360144
KYD 0.973334
KZT 552.849263
LAK 25636.994177
LBP 104568.109284
LKR 379.879139
LRD 213.982322
LSL 19.171807
LTL 3.447933
LVL 0.706334
LYD 7.413249
MAD 10.715122
MDL 20.075962
MGA 4891.522719
MKD 61.636893
MMK 2452.025909
MNT 4180.541034
MOP 9.422645
MRU 46.670951
MUR 54.767933
MVR 17.994673
MWK 2024.769903
MXN 20.111005
MYR 4.590834
MZN 74.61249
NAD 19.171807
NGN 1600.971677
NIO 42.9811
NOK 10.777054
NPR 179.047686
NZD 1.9735
OMR 0.448982
PAB 1.167921
PEN 3.991986
PGK 5.088
PHP 71.919089
PKR 325.295202
PLN 4.242511
PYG 7116.998355
QAR 4.257322
RON 5.200946
RSD 117.400016
RUB 85.533366
RWF 1708.257212
SAR 4.389495
SBD 9.379319
SCR 17.107269
SDG 701.210948
SEK 10.915254
SGD 1.489188
SHP 0.871811
SLE 28.720739
SLL 24486.222194
SOS 667.480245
SRD 43.446834
STD 24169.165267
STN 24.438082
SVC 10.21889
SYP 129.065111
SZL 19.157461
THB 37.801579
TJS 10.914054
TMT 4.09865
TND 3.402893
TOP 2.811557
TRY 53.05533
TTD 7.929739
TWD 36.813698
TZS 3030.197606
UAH 51.341978
UGX 4367.839825
USD 1.167706
UYU 46.51116
UZS 14003.220669
VES 593.270376
VND 30763.225588
VUV 137.88004
WST 3.162758
XAF 654.288044
XAG 0.013813
XAU 0.00025
XCD 3.155784
XCG 2.104867
XDR 0.81152
XOF 654.28525
XPF 119.331742
YER 278.643902
ZAR 19.244911
ZMK 10510.763608
ZMW 21.985355
ZWL 376.00099
  • MDAX

    493.4700

    31893.88

    +1.55%

  • Goldpreis

    -27.3000

    4679.4

    -0.58%

  • DAX

    319.4500

    24456.26

    +1.31%

  • TecDAX

    94.6200

    3856.96

    +2.45%

  • SDAX

    383.2000

    18604.36

    +2.06%

  • Euro STOXX 50

    126.5100

    5934.96

    +2.13%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.168

    -0.33%

Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche
Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche / Foto: Jalaa MAREY - AFP/Archiv

Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche

Ein Jahr nach Inkrafttreten der Waffenruhe mit der Hisbollah sind erstmals seit Jahrzehnten Regierungsvertreter Israels und des Libanon zu offiziellen Gesprächen zusammengekommen. Die Gespräche fanden am Mittwoch im Hauptquartier der UN-Friedensmission für den Libanon (Unifil) in Nakura im Südlibanon an der Grenze zu Israel statt. Der Regierungschef des Libanon, Nawaf Salam, stellte die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz im Grenzgebiet zu Israel bis zum Jahresende in Aussicht.

Textgröße:

Der Rahmen für den Austausch war der Mechanismus zur Überwachung der im November 2024 in Kraft getretenen Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah. Das Waffenruhe-Abkommen sieht unter anderem die Entwaffnung der Miliz durch die libanesische Armee vor.

An den Verhandlungen waren auch zivile Vertreter beteiligt: der frühere libanesische Botschafter Simon Karam und Uri Resnick, Mitglied des nationalen Sicherheitsrats Israels. Die US-Botschaft im Libanon begrüßte ihre Teilnahme.

Die USA erhoffen sich von den direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon eine Stabilisierung der Region und eine weitere Schwächung der Hisbollah. Bislang unterhalten beide Nachbarländer keine formalen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Offiziell erkennt der Libanon Israel nicht an.

An dem nun erfolgten Treffen nahm auch die US-Sonderbeauftragte für den Libanon, Morgan Ortagus, teil. Sie hatte am Dienstag Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Außenminister Gideon Saar getroffen.

Die israelische Regierungssprecherin Schosch Bedrosian bezeichnete die Gespräche als "historische Entwicklung". Das Treffen israelischer und libanesischer Vertreter sei ein "erster Versuch, eine Grundlage für Beziehungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen". Das Büro Netanjahus schrieb in einer Mitteilung von einer "positiven Atmosphäre" bei den Gesprächen.

Der Libanon hatte sich zuvor zu direkten Gesprächen mit Israel bereit erklärt. Nach den Gesprächen am Mittwoch sagte Regierungschef Salam vor Journalisten, es handle sich "noch nicht" um "Friedensgespräche". Zu einer möglichen Normalisierung der Beziehungen zu Israel sagte er: "Die Normalisierung folgt auf den Frieden. Sie kann nicht vor dem Frieden kommen."

Sein Land sei jedoch dafür offen, seine Bemühungen zur Hisbollah-Entwaffnung durch den Überwachungsmechanismus prüfen zu lassen, sagte der libanesische Regierungschef.

Bis Ende des Jahres stellte Salam zudem den Abbau der Anlagen der Hisbollah im südlichen Grenzgebiet zu Israel in Aussicht. Die Armee sollte bis dahin in der Gegend südlich des Flusses Litani "vollständig stationiert sein und das vollständige Gewaltmonopol ausüben".

Nach dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war auch der Konflikt zwischen Israel und der mit der Hamas verbündeten und im Libanon einflussreichen Hisbollah im Libanon eskaliert. Seit November 2024 gilt eine Waffenruhe. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig immer wieder Verstöße gegen die Feuerpause vor.

Die USA hatten zuletzt den Druck auf Beirut erhöht, die Hisbollah zu entwaffnen. Die pro-iranische Miliz lehnt ihre Entwaffnung strikt ab. Israel macht die Entwaffnung der Hisbollah jedoch zur Bedingung für ein Ende seiner Angriffe.

Die Regierung in Beirut hatte die libanesische Armee angewiesen, bis Ende des Jahres die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die Hisbollah anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen. Aus Israels Sicht setzt die libanesische Armee das Vorhaben jedoch nur unzureichend um.

Wegen der Befürchtung, dass die Miliz ihre militärischen Fähigkeiten wieder aufbauen könnte, hat Israel daher zuletzt seine Angriffe auf Hisbollah-Ziele intensiviert. Der israelische öffentlich-rechtliche Sender KAN berichtete am Dienstag, dass sich Israel auf eine "erhebliche Eskalation" mit der Hisbollah vorbereite, die trotz der Bemühungen Washingtons als "unvermeidlich" gelte.

Netanjahu hatte in den vergangenen Monaten immer wieder den Abschluss weiterer Friedensabkommen im Zuge der sogenannten Abraham-Abkommen ins Spiel gebracht. Mit diesen Abkommen, die US-Präsident Donald Trump während seiner ersten Amtszeit auf den Weg gebracht hatte, normalisierten die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und der Sudan ihre Beziehungen zu Israel. Andere Länder wie Saudi-Arabien und Israels Nachbarn Syrien und Libanon sind diesen Schritt bislang nicht gegangen.

T.Ikeda--JT