The Japan Times - UN-Sanktionen gegen den Iran gelten wieder - Europäer: Kein "Ende der Diplomatie"

EUR -
AED 4.238069
AFN 74.996942
ALL 95.909366
AMD 434.543489
ANG 2.065392
AOA 1058.031606
ARS 1599.70962
AUD 1.668566
AWG 2.076834
AZN 1.963852
BAM 1.955769
BBD 2.318684
BDT 141.257773
BGN 1.972195
BHD 0.435201
BIF 3427.930312
BMD 1.153797
BND 1.482744
BOB 7.954875
BRL 5.930858
BSD 1.151192
BTN 107.233309
BWP 15.793819
BYN 3.411205
BYR 22614.417406
BZD 2.315284
CAD 1.60567
CDF 2653.732544
CHF 0.921324
CLF 0.02678
CLP 1057.420037
CNY 7.941125
CNH 7.935243
COP 4249.664397
CRC 535.684589
CUC 1.153797
CUP 30.575615
CVE 110.620274
CZK 24.513163
DJF 205.052413
DKK 7.471809
DOP 69.948995
DZD 153.357456
EGP 62.597758
ERN 17.306952
ETB 180.791763
FJD 2.609313
FKP 0.87362
GBP 0.871978
GEL 3.091991
GGP 0.87362
GHS 12.703146
GIP 0.87362
GMD 84.801577
GNF 10127.450799
GTQ 8.806861
GYD 240.946201
HKD 9.042831
HNL 30.702886
HRK 7.532329
HTG 151.093034
HUF 381.509261
IDR 19647.198159
ILS 3.63078
IMP 0.87362
INR 107.261107
IQD 1511.473816
IRR 1518165.838355
ISK 144.374603
JEP 0.87362
JMD 181.496352
JOD 0.818028
JPY 184.2977
KES 150.112327
KGS 100.898834
KHR 4629.606758
KMF 492.670479
KPW 1038.416856
KRW 1740.236766
KWD 0.356915
KYD 0.959385
KZT 545.521398
LAK 25337.378431
LBP 103322.503804
LKR 363.220569
LRD 212.58712
LSL 19.458793
LTL 3.406862
LVL 0.69792
LYD 7.355496
MAD 10.819733
MDL 20.256207
MGA 4800.94859
MKD 61.552141
MMK 2422.705923
MNT 4121.641181
MOP 9.293953
MRU 46.290528
MUR 54.228169
MVR 17.826364
MWK 2003.564902
MXN 20.506081
MYR 4.646919
MZN 73.796761
NAD 19.464307
NGN 1591.201712
NIO 42.379074
NOK 11.200425
NPR 171.571064
NZD 2.020217
OMR 0.443186
PAB 1.151182
PEN 3.953196
PGK 4.969421
PHP 69.348379
PKR 321.966949
PLN 4.267721
PYG 7446.947116
QAR 4.205706
RON 5.097245
RSD 117.272019
RUB 92.539424
RWF 1685.697134
SAR 4.33228
SBD 9.282572
SCR 16.642346
SDG 693.432238
SEK 10.908451
SGD 1.482964
SHP 0.865646
SLE 28.400055
SLL 24194.554622
SOS 659.392533
SRD 43.095437
STD 23881.264386
STN 24.864321
SVC 10.072841
SYP 127.56896
SZL 19.452785
THB 37.667641
TJS 11.034326
TMT 4.038289
TND 3.367864
TOP 2.778065
TRY 51.470988
TTD 7.809978
TWD 36.870158
TZS 2999.871485
UAH 50.418768
UGX 4318.931897
USD 1.153797
UYU 46.619265
UZS 14047.476687
VES 546.284945
VND 30386.969592
VUV 137.654356
WST 3.191723
XAF 655.940972
XAG 0.015861
XAU 0.000248
XCD 3.118193
XCG 2.074767
XDR 0.814873
XOF 655.929191
XPF 119.331742
YER 275.295435
ZAR 19.469438
ZMK 10385.568304
ZMW 22.246842
ZWL 371.522101
  • EUR/USD

    -0.0012

    1.1534

    -0.1%

  • Goldpreis

    1.1000

    4685.8

    +0.02%

  • DAX

    -130.8200

    23168.08

    -0.56%

  • MDAX

    -289.5400

    28916.26

    -1%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • SDAX

    -78.6300

    16724.07

    -0.47%

UN-Sanktionen gegen den Iran gelten wieder - Europäer: Kein "Ende der Diplomatie"

UN-Sanktionen gegen den Iran gelten wieder - Europäer: Kein "Ende der Diplomatie"

Im Streit um das iranische Atomprogramm gelten wieder weitreichende UN-Sanktionen gegen Teheran: Zehn Jahre nach dem historischen Atomabkommen mit der Islamischen Republik - und nach Ablauf einer vierwöchigen Frist - traten in der Nacht zum Sonntag die Strafmaßnahmen in Kraft, die unter anderem auf das iranische Atom- und Raketenprogramm abzielen. Während die iranische Regierung erbost reagierte, riefen die Europäer und die USA zu neuen diplomatischen Bemühungen auf.

Textgröße:

Die Wiedereinführung der nach dem Atomabkommen von 2015 abgebauten UN-Sanktionen sei "nicht das Ende der Diplomatie", erklärten Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), sein französischer Kollege Jean-Noël Barrot und die britische Außenministerin Yvette Cooper. Die sogenannten E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollten vielmehr "weiterhin mit allen Parteien zusammenarbeiten, um eine diplomatische Lösung zu finden, die sicherstellt, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügt".

Zugleich warnten die drei Länder den Iran vor "eskalierenden Maßnahmen" als Reaktion auf die UN-Sanktionen. Auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, die UN-Sanktionen seien nicht das Ende der Diplomatie. Eine "nachhaltige Lösung" im Atomstreit könne nur durch "Verhandlungen" erzielt werden.

US-Außenminister Marco Rubio forderte Teheran zu "direkten Gesprächen" mit Washington auf. "Ein Abkommen bleibt weiterhin die beste Lösung für das iranische Volk und die Welt", erklärte er.

Die E3-Staaten hatten Ende August den sogenannten Snapback-Mechanismus aktiviert, nachdem Verhandlungen über das iranische Atomprogramm ergebnislos geblieben waren. Der Mechanismus sieht vor, die UN-Sanktionen gegen den Iran binnen 30 Tagen wieder in Kraft zu setzen - was nun geschah. Die Sanktionen umfassen nach Angaben des Auswärtigen Amtes unter anderem ein Waffenembargo, Restriktionen für den iranischen Banken- und Finanzsektor und Verbote über den Import, Export oder Transfer zahlreicher Güter.

Westliche Staaten werfen dem Iran vor, nach der Atombombe zu streben. Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen ist auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig, zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf 3,67 Prozent ausreichend. Teheran versichert beharrlich, sein Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung zu betreiben.

Der Iran kündigte nach der Wiedereinsetzen der UN-Sanktionen eine "entschlossene und angemessene" Reaktion an. Das Außenministerium des Landes bezeichnete die Reaktivierung als "rechtlich unbegründet und nicht zu rechtfertigen" und rief die internationale Staatengemeinschaft auf, die Sanktionen nicht anzuerkennen.

Für den Iran, der bereits mit hoher Inflation und einer schwachen Infrastruktur zu kämpfen hat, dürften die UN-Sanktionen weitere wirtschaftliche Schwierigkeiten bedeuten. So sank die Landeswährung Rial am Sonntag auf dem Schwarzmarkt der Islamischen Republik laut spezialisierten Websites auf einen historischen Tiefstand. Ein US-Dollar wurde demnach mit 1,12 Millionen Rial gehandelt, Anfang August waren es noch rund 900.000 Rial gewesen.

Zweifelhaft ist allerdings, ob alle Länder sich an die Sanktionen halten. Der russische Vize-Botschafter bei der UNO, Dmitri Poljanski, kündigte bereits an, dass sein Land die Wiedereinführung der Strafmaßnahmen als "null und nichtig" betrachte. Unklar ist zudem, ob China sich an die Sanktionen halten wird.

Erst am Freitag hatte der UN-Sicherheitsrat einen von Irans Verbündeten Russland und China vorgeschlagenen Aufschub der Sanktionen abgelehnt. Neun von 15 Mitgliedern des UN-Gremiums stimmten in New York gegen einen Resolutionsentwurf, der Teheran mehr Zeit für Verhandlungen über sein Atomprogramm verschaffen sollte.

Bundesaußenminister Wadephul sagte am Samstag in seiner Rede bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York, dass die E3-Staaten wegen der Verstöße des Iran gegen das Atomabkommen "keine andere Wahl" gehabt hätten, als den Snapback-Mechanismus auszulösen. Der Iran dürfe niemals in den Besitz einer Atombombe gelangen. Zugleich betonte Wadephul: "Wir bleiben offen für Verhandlungen über eine neue Vereinbarung. Die Diplomatie kann und sollte weitergehen."

Das Atomabkommen von 2015 sollte den Iran am Bau der Atombombe hindern. Die USA stiegen aber im Mai 2018 während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump einseitig aus dem Abkommen aus. In der Folge zog sich auch der Iran schrittweise von seinen Verpflichtungen zurück.

Diplomatische Bemühungen für eine Wiederbelebung des Abkommens brachten bislang keinen Durchbruch. Im Juni bombardierten Israel und schließlich auch die USA iranische Atomanlagen.

M.Ito--JT