The Japan Times - Union dringt vor Kabinettsberatung auf Änderung von Wehrdienstplänen

EUR -
AED 4.291302
AFN 74.783732
ALL 95.843102
AMD 439.164635
AOA 1071.510246
ARS 1620.690029
AUD 1.659289
AWG 2.103293
AZN 1.984621
BAM 1.955634
BBD 2.350531
BDT 143.367841
BHD 0.441068
BIF 3468.735511
BMD 1.168496
BND 1.488586
BOB 8.064351
BRL 6.002799
BSD 1.167016
BTN 108.074609
BWP 15.719869
BYN 3.3897
BYR 22902.519699
BZD 2.347161
CAD 1.617426
CDF 2688.709155
CHF 0.923814
CLF 0.026658
CLP 1049.145543
CNY 7.98813
CNH 7.986979
COP 4264.823087
CRC 542.55863
CUC 1.168496
CUP 30.965141
CVE 110.256121
CZK 24.40282
DJF 207.825043
DKK 7.472637
DOP 70.774603
DZD 154.66653
EGP 62.07962
ERN 17.527439
ETB 182.232485
FJD 2.612402
FKP 0.869452
GBP 0.870647
GEL 3.13745
GGP 0.869452
GHS 12.860964
GIP 0.869452
GMD 85.300278
GNF 10240.263005
GTQ 8.928281
GYD 244.160338
HKD 9.155224
HNL 30.99177
HRK 7.532825
HTG 153.058329
HUF 377.079456
IDR 19980.111445
ILS 3.606691
IMP 0.869452
INR 108.275751
IQD 1528.889965
IRR 1536572.112723
ISK 143.596129
JEP 0.869452
JMD 184.51672
JOD 0.828443
JPY 185.694988
KES 150.840776
KGS 102.183214
KHR 4666.644172
KMF 496.089758
KPW 1051.592714
KRW 1729.344709
KWD 0.360995
KYD 0.97253
KZT 556.509948
LAK 25732.14805
LBP 104519.619411
LKR 368.233498
LRD 214.737302
LSL 19.232416
LTL 3.450264
LVL 0.706811
LYD 7.420466
MAD 10.872524
MDL 20.154808
MGA 4875.649098
MKD 61.634773
MMK 2453.584472
MNT 4177.665487
MOP 9.417522
MRU 46.320666
MUR 54.428144
MVR 18.065424
MWK 2023.654357
MXN 20.377254
MYR 4.654142
MZN 74.73767
NAD 19.232416
NGN 1591.175868
NIO 42.946909
NOK 11.126126
NPR 172.917555
NZD 2.001727
OMR 0.449338
PAB 1.167006
PEN 3.950265
PGK 5.051636
PHP 69.883024
PKR 325.516872
PLN 4.257823
PYG 7539.457383
QAR 4.266556
RON 5.092536
RSD 117.362565
RUB 90.703706
RWF 1708.577033
SAR 4.385027
SBD 9.404651
SCR 16.093842
SDG 702.266166
SEK 10.871248
SGD 1.489096
SLE 28.803245
SOS 666.951999
SRD 43.88168
STD 24185.506008
STN 24.498237
SVC 10.211265
SYP 129.181693
SZL 19.233616
THB 37.504039
TJS 11.104401
TMT 4.089736
TND 3.403226
TRY 52.103935
TTD 7.91643
TWD 37.170443
TZS 3032.246938
UAH 50.691552
UGX 4300.653676
USD 1.168496
UYU 47.366186
UZS 14237.975289
VES 554.354201
VND 30760.654646
VUV 139.675821
WST 3.235906
XAF 655.909794
XAG 0.015689
XAU 0.000246
XCD 3.157919
XCG 2.103349
XDR 0.815741
XOF 655.909794
XPF 119.331742
YER 278.773916
ZAR 19.204598
ZMK 10517.864136
ZMW 22.261398
ZWL 376.255204
  • Euro STOXX 50

    -51.1900

    5862.18

    -0.87%

  • SDAX

    -264.8000

    16970.16

    -1.56%

  • MDAX

    -290.6300

    30004.45

    -0.97%

  • DAX

    -368.3600

    23712.27

    -1.55%

  • Goldpreis

    11.7000

    4788.9

    +0.24%

  • TecDAX

    -87.1200

    3508.55

    -2.48%

  • EUR/USD

    0.0018

    1.1688

    +0.15%

Union dringt vor Kabinettsberatung auf Änderung von Wehrdienstplänen
Union dringt vor Kabinettsberatung auf Änderung von Wehrdienstplänen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Union dringt vor Kabinettsberatung auf Änderung von Wehrdienstplänen

Die Union dringt weiter auf Nachbesserungen an dem Gesetzentwurf von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für einen neuen Wehrdienst. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte (CDU), warf Pistorius am Montag vor, unpopuläre Entscheidungen zu scheuen und so die nötige personelle Stärkung der Bundeswehr aufs Spiel zu setzen. Laut einem Bericht der "Welt" ist inzwischen auch der am Mittwoch geplante Kabinettsbeschluss zu der Neuregelung fraglich.

Textgröße:

Mit dem Entwurf des SPD-Ministers werde "verpasst, ein zielorientiertes Wehrdienstgesetz vorzulegen - Unbequemes, aber Erforderliches wird 'zunächst' vertagt", schrieb Otte in einem gemeinsam mit dem Potsdamer Militärhistoriker Sönke Neitzel verfassten Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom Montag. Die beiden fügten eine Warnung hinzu: "Wenn unsere Streitkräfte nicht von einer Verwaltungsbehörde in eine kriegstüchtige Armee umgebaut werden, könnte im Ernstfall das Schlimmste drohen, weil die Politik im Frieden zauderte und zögerte."

Der Union geht vor allem der Grundsatz der Freiwilligkeit in dem Wehrpflicht-Modell von Pistorius nicht weit genug. In der "Welt" hieß es dazu ohne nähere Quellenangabe, Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe deswegen einen sogenannten Leitungsvorbehalt gegen die Vorlage des Verteidigungsministers eingelegt. Dies könne auf eine Absage der Kabinettsberatung hinauslaufen. In einem Gespräch auf Staatssekretärsebene mit Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) solle am Montagabend versucht werden, eine Klärung herbeizuführen, hieß es weiter.

Derzeit gibt es nur knapp 183.000 Soldatinnen und Soldaten bei der Bundeswehr. Pistorius strebt einen Aufwuchs auf mindestens 260.000 Soldatinnen und Soldaten an - dabei soll das neue Wehrdienstgesetz helfen. Die seit 2011 ausgesetzte Wehrpflicht in Deutschland wird damit aber nicht wieder eingeführt; Pistorius' Modell setzt weitgehend auf Freiwilligkeit. Die Union zweifelt, dass so die anvisierte personelle Stärkung der Truppe erreicht werden kann.

Otte und Neitzel kritisierten in ihrem "FAZ"-Beitrag, Pistorius bleibe mit seinem Gesetzentwurf bei Ankündigungen, anstatt "die dringend erforderlichen Strukturreformen anzustoßen und die materielle sowie vor allem personelle Stärkung der Truppe prioritär voranzutreiben". Den Anforderungen gerade angesichts der Bedrohung durch Russland werde der Entwurf nicht gerecht: "Mancher scheint jedoch zu hoffen, dass es zum Äußersten schon nicht kommen werde", schreiben sie. "Aber dies ist ein Vabanquespiel, auf das man sich nicht einlassen sollte."

In der Tat sei die Stärkung der Bundeswehr eine "Herkulesaufgabe, bei der es viele Widerstände in Parteien, Gewerkschaften, aber auch innerhalb der Streitkräfte zu überwinden gilt", schreiben Otte und Neitzel. "Die Pflicht zur Tapferkeit gilt aber nicht nur für unsere Soldaten. Auch verantwortliche Politiker müssen auf ihre Weise tapfer sein."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte eine Rückkehr zur Wehrpflicht. Deutschland sei das wirtschaftlich stärkste Land Europas und müsse "auf Dauer auch die stärkste Armee" haben, sagte Söder am Sonntagabend in der ARD. "Deswegen, glaube ich, wird an der Wehrpflicht kein Weg vorbeiführen." Er glaube "nicht, dass wir mit diesen Appellen zurechtkommen werden, die Bundeswehr noch ein bisschen attraktiver zu machen".

"Aus meiner Sicht genügt der vorliegende Entwurf eines Gesetzes zum neuen Wehrdienst noch nicht den gegenwärtigen sicherheitspolitischen Herausforderungen", sagte auch der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), der "Rheinischen Post". Er habe "erhebliche Zweifel", dass der geplante Personalaufwuchs so gelingen könne. Daher müsse das Gesetz einen "Automatismus hin zu einer verpflichtenden Heranziehung" enthalten, wenn zuvor festgelegte Aufwuchsziele verfehlt würden.

Nach Pistorius' Plänen soll ab dem kommenden Jahr in Anlehnung an das in Schweden praktizierte Modell an alle jungen Männer und Frauen ein Fragebogen versandt werden. Männer müssen ihn ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig. Dabei soll das Interesse am Dienst in der Bundeswehr abgefragt werden. Geeignete Kandidaten und Kandidatinnen werden dann zur Musterung eingeladen. Ab 2028 sollen dann alle 18-jährigen Männer zu einer verpflichtenden Musterung - auch wenn sie sich nicht für den freiwilligen Wehrdienst entscheiden.

T.Sato--JT