The Japan Times - Nach Gerichtsbeschluss: Verwirrung um geplante Umbenennung von Berliner Mohrenstraße

EUR -
AED 4.300203
AFN 74.938572
ALL 96.041824
AMD 440.335601
AOA 1073.732152
ARS 1618.20269
AUD 1.652941
AWG 2.109117
AZN 1.993097
BAM 1.959689
BBD 2.355404
BDT 143.665101
BHD 0.441752
BIF 3477.628441
BMD 1.170919
BND 1.491673
BOB 8.081071
BRL 5.969695
BSD 1.169436
BTN 108.298692
BWP 15.752462
BYN 3.396728
BYR 22950.005873
BZD 2.352028
CAD 1.617747
CDF 2693.113378
CHF 0.924212
CLF 0.026507
CLP 1043.276762
CNY 7.999541
CNH 7.996099
COP 4279.180814
CRC 543.683573
CUC 1.170919
CUP 31.029345
CVE 110.653743
CZK 24.369218
DJF 208.095247
DKK 7.47198
DOP 70.694254
DZD 154.85044
EGP 62.162664
ERN 17.56378
ETB 182.610326
FJD 2.617825
FKP 0.871255
GBP 0.870935
GEL 3.143845
GGP 0.871255
GHS 12.897675
GIP 0.871255
GMD 86.647589
GNF 10274.811269
GTQ 8.946793
GYD 244.666581
HKD 9.172936
HNL 31.056028
HRK 7.530413
HTG 153.375681
HUF 376.450941
IDR 19978.15575
ILS 3.59168
IMP 0.871255
INR 108.144291
IQD 1532.059972
IRR 1540928.966161
ISK 143.390335
JEP 0.871255
JMD 184.899298
JOD 0.83016
JPY 185.98931
KES 151.341119
KGS 102.395079
KHR 4698.314584
KMF 492.956886
KPW 1053.77309
KRW 1726.853334
KWD 0.36172
KYD 0.974546
KZT 557.663818
LAK 25719.228214
LBP 104855.766899
LKR 368.996995
LRD 215.741321
LSL 19.120863
LTL 3.457419
LVL 0.708277
LYD 7.441183
MAD 10.886411
MDL 20.196597
MGA 4885.758288
MKD 61.571829
MMK 2458.671744
MNT 4186.327475
MOP 9.437049
MRU 46.848138
MUR 54.541673
MVR 18.09026
MWK 2033.885779
MXN 20.32545
MYR 4.663756
MZN 74.880462
NAD 19.121726
NGN 1594.967147
NIO 43.035955
NOK 11.11278
NPR 173.276083
NZD 1.997008
OMR 0.45022
PAB 1.169426
PEN 3.948922
PGK 5.062111
PHP 69.869835
PKR 326.715558
PLN 4.246956
PYG 7555.089723
QAR 4.269287
RON 5.092088
RSD 117.350666
RUB 90.89371
RWF 1711.297632
SAR 4.394135
SBD 9.424151
SCR 16.91011
SDG 703.721648
SEK 10.848322
SGD 1.489631
SLE 28.814898
SOS 669.175265
SRD 43.997851
STD 24235.652331
STN 24.549032
SVC 10.232437
SYP 129.449539
SZL 19.121524
THB 37.452967
TJS 11.127425
TMT 4.098215
TND 3.410282
TRY 52.163724
TTD 7.932844
TWD 37.1825
TZS 3038.533661
UAH 50.796656
UGX 4309.570668
USD 1.170919
UYU 47.464395
UZS 14267.496362
VES 555.503604
VND 30824.433908
VUV 139.965426
WST 3.242616
XAF 657.26976
XAG 0.015377
XAU 0.000245
XCD 3.164466
XCG 2.10771
XDR 0.817433
XOF 657.26976
XPF 119.331742
YER 279.351899
ZAR 19.154181
ZMK 10539.675023
ZMW 22.307555
ZWL 377.035333
  • Euro STOXX 50

    -17.0800

    5896.29

    -0.29%

  • DAX

    -273.6400

    23806.99

    -1.15%

  • SDAX

    -201.3900

    17033.57

    -1.18%

  • MDAX

    -242.7200

    30052.36

    -0.81%

  • Goldpreis

    16.1000

    4793.3

    +0.34%

  • TecDAX

    -78.7500

    3516.92

    -2.24%

  • EUR/USD

    0.0031

    1.1701

    +0.26%

Nach Gerichtsbeschluss: Verwirrung um geplante Umbenennung von Berliner Mohrenstraße

Nach Gerichtsbeschluss: Verwirrung um geplante Umbenennung von Berliner Mohrenstraße

Einen Tag vor der geplanten Umbenennung der Mohrenstraße in Berlin-Mitte herrscht nach einem Gerichtsbeschluss Unklarheit über den Namensakt. Das Verwaltungsgericht Berlin teilte am Freitag zunächst mit, dass es dem Eilantrag eines Anwohners gegen die Umbenennung stattgegeben habe und diese daher nicht stattfinden dürfe. Der Bezirk Mitte legte dagegen umgehend Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein und ging davon aus, dass die Umbenennung deshalb wie geplant vonstattengehen könne.

Textgröße:

Die Bezirksverordnetenversammlung hatte die Umbenennung bereits im August 2020 mehrheitlich beschlossen. Begründet wurde dies damit, dass der Name Mohrenstraße diskriminierend sei und dem Ansehen Berlins schade. Die Straße soll künftig Anton-Wilhelm-Amo-Straße heißen. Der um 1703 im heutigen Ghana in Westafrika geborene Amo wurde als Kind nach Deutschland verschleppt. Er war hierzulande der erste bekannte Philosoph und Rechtswissenschaftler afrikanischer Herkunft.

Im April 2021 setzte das Bezirksamt die Entscheidung um. Dagegen erhoben mehrere Anwohner der Mohrenstraße jeweils Klage. Eine dieser Klagen wies das Verwaltungsgericht Berlin ab, die anderen Klagen wurden im Einverständnis aller Beteiligten ruhend gestellt.

Im Falle der bereits verhandelten Klage erklärte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Umbenennung im Juli dann für rechtskräftig. Das Bezirksamt kündigte daraufhin die Umbenennung der Straße für diesen Samstag an und ordnete die sofortige Vollziehung der entsprechenden Allgemeinverfügung an. In einem Eilantrag dagegen machte ein Anwohner nun aber geltend, dass die Umbenennung nicht vorgenommen werden dürfe, bevor über seine bislang ruhende Klage entschieden sei.

Das Verwaltungsgericht Berlin gab dem Eilantrag statt und erklärte, es fehle an einem besonderen öffentlichen Interesse für die sofortige Vollziehung der Straßenumbenennung. Ein solches sei auch erforderlich, wenn die Rechtmäßigkeit der Umbenennung an sich gerichtlich geklärt sei.

Das Bezirksamt habe nicht dargelegt, warum die Umbenennung so dringlich sei, dass sie vor Abschluss des Klageverfahrens vollzogen werden müsse. Dass der 23. August der Internationale Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung sei, stelle keinen zwingenden Grund dar. Auch die vielfältigen Vorbereitungen für die geplante Umbenennung begründen aus Sicht des Gerichts keine besondere Dringlichkeit.

Das Bezirksamt wiederum begründete seine Beschwerde beim OVG damit, dass es den Beschluss des Verwaltungsgerichts für rechtsfehlerhaft halte. Das OVG habe im Juli in einem musterhaften Verfahren entschieden, dass die Umbenennung rechtmäßig sei. "Damit steht fest, dass durch die Umbenennung nicht in die Rechte der Kläger eingegriffen wird und durch den Vollzug auch keine Rechte verletzt werden können", erklärte der Bezirk.

Es wäre "widersprüchlich", wenn das OVG in den noch anhängigen Parallelverfahren von seiner eigenen rechtskräftigen Entscheidung abweichen würde. Das Bezirksamt habe überdies rechtstaatsgemäß über Jahre hinweg den Ausgang des Musterverfahrens abgewartet, bevor es tätig geworden sei. "Von Willkür kann daher keine Rede sein", betonte der Bezirk.

S.Yamada--JT