The Japan Times - Netanjahu hält trotz Kritik an Gaza-Plänen fest - Warnungen im UN-Sicherheitsrat

EUR -
AED 4.302068
AFN 74.971067
ALL 95.715424
AMD 440.340932
AOA 1074.198692
ARS 1618.829067
AUD 1.656265
AWG 2.110033
AZN 1.984292
BAM 1.955327
BBD 2.35853
BDT 143.865224
BHD 0.441838
BIF 3480.342769
BMD 1.171427
BND 1.492139
BOB 8.091077
BRL 5.98423
BSD 1.171017
BTN 108.619762
BWP 15.719322
BYN 3.360988
BYR 22959.965994
BZD 2.354849
CAD 1.618812
CDF 2694.281538
CHF 0.924016
CLF 0.026515
CLP 1043.588736
CNY 8.003012
CNH 7.996001
COP 4281.377659
CRC 541.968992
CUC 1.171427
CUP 31.042811
CVE 110.238353
CZK 24.364331
DJF 208.50468
DKK 7.472591
DOP 70.512955
DZD 154.897846
EGP 62.18555
ERN 17.571403
ETB 183.726931
FJD 2.589239
FKP 0.871474
GBP 0.871121
GEL 3.151232
GGP 0.871474
GHS 12.885345
GIP 0.871474
GMD 86.685389
GNF 10274.516389
GTQ 8.957835
GYD 244.961511
HKD 9.175781
HNL 31.100482
HRK 7.534033
HTG 153.542885
HUF 377.105842
IDR 20026.244625
ILS 3.571165
IMP 0.871474
INR 108.825143
IQD 1534.029186
IRR 1541597.716834
ISK 143.194975
JEP 0.871474
JMD 185.145246
JOD 0.830506
JPY 186.448971
KES 151.500785
KGS 102.441601
KHR 4687.306768
KMF 493.170589
KPW 1054.299841
KRW 1736.593707
KWD 0.361748
KYD 0.975748
KZT 553.310124
LAK 25820.672599
LBP 104855.922087
LKR 369.560668
LRD 215.442174
LSL 19.212656
LTL 3.458919
LVL 0.708584
LYD 7.444201
MAD 10.884269
MDL 20.173712
MGA 4859.244658
MKD 61.622209
MMK 2460.581451
MNT 4211.673632
MOP 9.445588
MRU 46.805686
MUR 54.4949
MVR 18.098422
MWK 2030.266591
MXN 20.31851
MYR 4.644748
MZN 74.913273
NAD 19.212656
NGN 1592.894267
NIO 43.089584
NOK 11.115868
NPR 173.79122
NZD 2.00348
OMR 0.450407
PAB 1.170877
PEN 3.952145
PGK 5.068775
PHP 70.111076
PKR 326.622447
PLN 4.243833
PYG 7573.169373
QAR 4.269168
RON 5.090553
RSD 117.371122
RUB 89.608863
RWF 1709.882326
SAR 4.396088
SBD 9.428326
SCR 15.744732
SDG 704.027841
SEK 10.834501
SGD 1.492111
SLE 28.793323
SOS 669.158275
SRD 44.016951
STD 24246.170413
STN 24.494079
SVC 10.246523
SYP 129.499042
SZL 19.215059
THB 37.594634
TJS 11.12908
TMT 4.105851
TND 3.421773
TRY 52.329664
TTD 7.947079
TWD 37.209786
TZS 3039.852369
UAH 50.877202
UGX 4332.952616
USD 1.171427
UYU 47.248579
UZS 14239.557938
VES 556.501957
VND 30849.525738
VUV 139.646357
WST 3.215517
XAF 655.720129
XAG 0.015493
XAU 0.000246
XCD 3.165839
XCG 2.11049
XDR 0.817787
XOF 655.798477
XPF 119.331742
YER 279.444044
ZAR 19.237178
ZMK 10544.247731
ZMW 22.275953
ZWL 377.198963
  • MDAX

    377.9900

    30430.35

    +1.24%

  • TecDAX

    20.0700

    3536.99

    +0.57%

  • Goldpreis

    -11.2000

    4806.8

    -0.23%

  • SDAX

    263.8300

    17297.4

    +1.53%

  • Euro STOXX 50

    44.5400

    5940.83

    +0.75%

  • DAX

    72.6400

    23879.63

    +0.3%

  • EUR/USD

    0.0038

    1.1741

    +0.32%

Netanjahu hält trotz Kritik an Gaza-Plänen fest - Warnungen im UN-Sicherheitsrat
Netanjahu hält trotz Kritik an Gaza-Plänen fest - Warnungen im UN-Sicherheitsrat / Foto: ABIR SULTAN - POOL/AFP

Netanjahu hält trotz Kritik an Gaza-Plänen fest - Warnungen im UN-Sicherheitsrat

Trotz der massiven Kritik im In- und Ausland hält Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an den Plänen zur Ausweitung des Militäreinsatzes im Gazastreifen fest. Das Vorhaben sei "der beste Weg, um den Krieg zu beenden, und der beste Weg, ihn schnell zu beenden", sagte Netanjahu am Sonntag vor Journalisten. Derweil erneuerten Vertreter der UNO und der Mitgliedsstaaten bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats ihre Warnungen in Bezug auf den Einsatz.

Textgröße:

Nach der Billigung durch das Sicherheitskabinett in der Nacht zum Freitag stellte Netanjahu am Sonntag bei einer Pressekonferenz die Pläne genauer vor. "70 bis 75 Prozent" des Gazastreifens würden von der israelischen Armee kontrolliert, sagte der Regierungschef. Der Hamas seien zwei wichtige Stellungen geblieben, die Stadt Gaza und die in Al-Mawasi im Zentrum des Gazastreifens liegenden Vertriebenenlager. "Das israelische Sicherheitskabinett hat die Armee angewiesen, diese zwei verbleibenden Hamas-Hochburgen (...) zu zerschlagen", sagte Netanjahu.

Zum "exakten Zeitplan" für den Einsatz wolle er sich nicht äußern, sagte der Ministerpräsident weiter. "Aber wir reden über einen ziemlich kurzen Zeitraum, weil wir den Krieg beenden wollen."

Israel werde zudem "sichere Korridore" für die "Lieferung und Verteilung von Hilfsgütern" in das Palästinensergebiet ermöglichen, kündigte Netanjahu zugleich an. Zudem werde Israel den palästinensischen Zivilistinnen und Zivilisten ermöglichen, die Kampfgebiete vor dem Beginn der Einsätze über "sichere Korridore" zu verlassen. Sie sollten in "Sicherheitszonen" geleitet werden. "In diesen Sicherheitszonen, werden sie mit ausreichend Lebensmitteln, Wasser und medizinischer Behandlung versorgt", sagte Netanjahu.

Sein Land habe zudem nicht vor, den Gazastreifen zu besetzen, betonte Netanjahu am Sonntag erneut. "Unser Ziel ist es nicht, Gaza zu besetzen, sondern eine zivile Verwaltung in dem Küstenstreifen zu etablieren, die nicht mit der Hamas oder der palästinensischen Autonomiebehörde in Verbindung steht."

In Bezug auf die stärker werdende Kritik an den Plänen und der Ankündigung der Bundesregierung, die Waffenlieferungen nach Israel einzuschränken, sagte Netanjahu: "Wir werden den Krieg gewinnen, mit oder ohne Unterstützung anderer."

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Freitag erklärt, es würden "bis auf Weiteres keine Ausfuhren von Rüstungsgütern" mehr an Israel genehmigt, "die im Gazastreifen zum Einsatz kommen können". Kritik aus der Union an dieser Entscheidung wies er am Sonntag zurück. "Wir stehen ohne Zweifel an der Seite dieses Landes", sagte Merz der ARD.

Netanjahu ist zuletzt auch innenpolitisch verstärkt unter Druck geraten. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich warf Netanjahu und dem Sicherheitskabinett in einem am Samstag veröffentlichten Video vor, sich "der Schwäche gebeugt" zu haben. Netanjahus rechtsextreme Koalitionspartner, auf deren Stimmen der Likud-Politiker angewiesen ist, wollen den Krieg im Gazastreifen weiterführen, weil sie dessen erneute Besetzung durch Israel anstreben.

Dagegen forderten am Samstag zehntausende Demonstranten in Tel Aviv, Jerusalem und weiteren israelischen Städten Verhandlungen für eine Waffenruhe und protestierten gegen die Regierungspläne. Angehörige der Geiseln befürchten, dass eine Ausweitung des Krieges das Leben der noch im Gazastreifen gefangenen Geiseln gefährdet.

In New York gab es am Sonntag bei der Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats erneut Kritik an den israelischen Plänen. Zum Auftakt der von mehreren Mitgliedsstaaten einberufenen Sitzung warnte der beigeordnete UN-Generalsekretär Miroslav Jenca, die Pläne würden "wahrscheinlich zu einer weiteren Katastrophe in Gaza führen, mit Auswirkungen auf die ganze Region und weiteren erzwungenen Vertreibungen, Tötungen und mehr Zerstörung".

Der im Namen der fünf europäischen Mitglieder des Sicherheitsrats sprechende slowenische Botschafter Samuel Zbogar warnte, "die Entscheidung der israelischen Regierung wird nichts dazu beitragen, die Rückkehr der Geiseln zu sichern". Stattdessen gefährdeten die Pläne das Leben der Geiseln. Zudem werde die Ausweitung der Militäroffensive "die bereits katastrophale humanitäre Situation in Gaza verschlimmern". Auch berge sie Gefahr von "weiteren Todesfällen und der Massenvertreibung von palästinensischen Zivilisten", sagte Zbogar.

Der Gaza-Krieg war durch den brutalen Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Rund 22 Monate danach halten die Radikalislamisten im Gazastreifen noch immer 49 Geiseln in ihrer Gewalt. 27 davon sind jedoch nach Einschätzung der israelischen Armee tot.

Nach Angaben des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Oktober 2023 mehr als 61.400 Menschen in dem Palästinensergebiet getötet. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen, werden aber von der UNO als realistisch eingestuft.

M.Ito--JT