The Japan Times - Deutschland plant vorerst keine Anerkennung Palästinas - Kritik und Lob für Macron

EUR -
AED 4.311008
AFN 75.113687
ALL 96.078618
AMD 440.343353
ANG 2.100705
AOA 1076.240939
ARS 1590.02147
AUD 1.655132
AWG 2.114045
AZN 1.995162
BAM 1.960978
BBD 2.361547
BDT 144.190751
BGN 1.957775
BHD 0.442858
BIF 3485.752856
BMD 1.173654
BND 1.495545
BOB 8.101358
BRL 5.861181
BSD 1.172546
BTN 109.363115
BWP 15.805544
BYN 3.345378
BYR 23003.621543
BZD 2.358127
CAD 1.619114
CDF 2711.140411
CHF 0.92119
CLF 0.026709
CLP 1051.265331
CNY 8.01653
CNH 8.004656
COP 4223.476652
CRC 541.760581
CUC 1.173654
CUP 31.101835
CVE 110.913197
CZK 24.367935
DJF 208.581473
DKK 7.47221
DOP 70.008823
DZD 155.092335
EGP 62.373221
ERN 17.604812
ETB 183.987228
FJD 2.590373
FKP 0.872286
GBP 0.870088
GEL 3.157605
GGP 0.872286
GHS 12.933839
GIP 0.872286
GMD 85.676696
GNF 10298.81512
GTQ 8.969647
GYD 245.296687
HKD 9.191356
HNL 31.145366
HRK 7.535914
HTG 153.545265
HUF 362.710785
IDR 20100.353246
ILS 3.574252
IMP 0.872286
INR 110.354416
IQD 1535.988662
IRR 1544675.581606
ISK 143.408527
JEP 0.872286
JMD 185.098235
JOD 0.832075
JPY 187.03177
KES 151.836032
KGS 102.635883
KHR 4695.69957
KMF 492.935213
KPW 1056.288296
KRW 1737.500608
KWD 0.362389
KYD 0.977113
KZT 557.240445
LAK 25856.718071
LBP 104976.159314
LKR 369.994893
LRD 215.734265
LSL 19.375243
LTL 3.465496
LVL 0.709931
LYD 7.448987
MAD 10.892115
MDL 20.033572
MGA 4867.100923
MKD 61.643097
MMK 2465.023699
MNT 4193.906077
MOP 9.457515
MRU 46.789343
MUR 54.64519
MVR 18.145414
MWK 2033.172753
MXN 20.309378
MYR 4.665341
MZN 75.055501
NAD 19.379133
NGN 1595.33611
NIO 43.146691
NOK 11.096859
NPR 174.986763
NZD 2.001509
OMR 0.451269
PAB 1.172491
PEN 3.975399
PGK 5.153002
PHP 70.52781
PKR 327.044716
PLN 4.242865
PYG 7517.170145
QAR 4.274268
RON 5.089668
RSD 117.361851
RUB 89.404632
RWF 1717.122029
SAR 4.404542
SBD 9.45748
SCR 16.335179
SDG 705.365863
SEK 10.79354
SGD 1.494232
SHP 0.876251
SLE 28.901205
SLL 24610.936416
SOS 670.103738
SRD 43.932199
STD 24292.271521
STN 24.566335
SVC 10.259309
SYP 129.722273
SZL 19.365126
THB 37.631971
TJS 11.115188
TMT 4.113658
TND 3.42152
TOP 2.825878
TRY 52.473961
TTD 7.962297
TWD 37.180162
TZS 3054.108645
UAH 50.939515
UGX 4379.546006
USD 1.173654
UYU 47.314738
UZS 14221.796538
VES 558.46901
VND 30917.571546
VUV 140.027942
WST 3.209345
XAF 657.727425
XAG 0.015599
XAU 0.000248
XCD 3.171859
XCG 2.113125
XDR 0.818002
XOF 657.721806
XPF 119.331742
YER 278.332422
ZAR 19.263771
ZMK 10564.339503
ZMW 22.306949
ZWL 377.916161
  • Euro STOXX 50

    -21.0900

    5905.02

    -0.36%

  • MDAX

    -130.3700

    30251.91

    -0.43%

  • SDAX

    12.4800

    17270.11

    +0.07%

  • DAX

    -61.5100

    23742.44

    -0.26%

  • TecDAX

    -21.8500

    3509.76

    -0.62%

  • Goldpreis

    -29.4000

    4758

    -0.62%

  • EUR/USD

    0.0033

    1.1762

    +0.28%

Deutschland plant vorerst keine Anerkennung Palästinas - Kritik und Lob für Macron
Deutschland plant vorerst keine Anerkennung Palästinas - Kritik und Lob für Macron / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Deutschland plant vorerst keine Anerkennung Palästinas - Kritik und Lob für Macron

Anders als Frankreich plant die Bundesregierung "kurzfristig" keine Anerkennung eines Palästinenserstaats. Deutschland sei aber "bereit, den Druck zu erhöhen", wenn Fortschritte bei der Lösung des Nahost-Konflikts ausblieben, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Freitag. Im politischen Berlin stieß die Ankündigung Frankreichs, Palästina im September als eigenen Staat anzuerkennen, auf ein geteiltes Echo.

Textgröße:

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am Donnerstag überraschend erklärt, Frankreich wolle bei der UN-Generalversammlung im September einen palästinensischen Staat offiziell anerkennen. Dies wurde unter anderem als Reaktion auf die katastrophale humanitäre Lage der Bevölkerung im Gazastreifen und die vorerst abgebrochenen Verhandlungen über eine Friedenslösung mit der radikalislamischen Hamas gesehen.

Die Anerkennung eines Palästinenserstaates betrachte Deutschland weiter "als einen der abschließenden Schritte auf dem Weg zur Verwirklichung einer Zwei-Staaten-Lösung", erklärte in Berlin Regierungssprecher Kornelius. Israels Sicherheit habe "für die Bundesregierung übergeordnete Bedeutung". Sie plane "insofern nicht, kurzfristig einen palästinensischen Staat anzuerkennen".

Die Bundesregierung forderte aber, "die katastrophale humanitäre Lage in Gaza sofort und drastisch" zu verbessern und der "leidenden Zivilbevölkerung menschenwürdige, dringend notwendige Versorgung zukommen" zu lassen. Besorgt zeigte sich Berlin auch über die Lage im Westjordanland, wo immer mehr Gebiete von jüdischen Siedlern besetzt werden. Es dürfe "keine weiteren Schritte hin zu einer Annexion des Westjordanlandes geben".

Über das weitere Vorgehen der Bundesregierung wird am Montag womöglich das Sicherheitskabinett beraten. Wie es aus Regierungskreisen in Berlin hieß, ist eine Sitzung für Montagnachmittag geplant. Am Freitag sollte es nach britischen Angaben ein "Krisentelefonat" von Premierminister Keir Starmer mit Merz und Macron geben.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, nannte Macrons Schritt für eine Anerkennung Palästinas "völlig fehlgeleitet". Er werde von "der Propaganda der radikalislamischen Hamas als Erfolg gefeiert", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Israels Sicherheitsinteressen müssten "unverrückbar im Zentrum jeder internationalen Initiative stehen".

Bei den Parteien im Bundestag stieß der Vorstoß des französischen Präsidenten auf ein unterschiedliches Echo: CSU-Generalsekretär Martin Huber sagte dem "Tagesspiegel", die Anerkennung sei "das völlig falsche Signal". Damit werde die radikalislamische Hamas "für ihren Terror belohnt."

Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt erklärte, mit Macrons Vorstoß komme die internationale Gemeinschaft dem Ziel von zwei Staaten, die sich gegenseitig respektierten, "keinen Schritt näher". Die Anerkennung durch Frankreich bleibe "rein symbolisch und wird in Israel als Affront betrachtet".

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller nannte eine deutsche Anerkennung Palästinas "verfrüht". Sie werde "an der schrecklichen Situation in Gaza zunächst nichts ändern". Gleichwohl dürfe eine Anerkennung "kein Tabu" sein. Israel müsse den "Siedlungsbau im Westjordanland und die Vertreibungspläne in Gaza" unverzüglich stoppen.

Die AfD nannte Macrons Entscheidung "inhaltlich falsch". Denn es mangele den palästinensischen Autonomiegebieten "an der erforderlichen Staatsqualität", wie der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Markus Frohnmaier, AFP sagte. Er sah innenpolitische Motive hinter Macrons Ankündigung. Dieser wolle aus Nahost und Afrika stammende Bevölkerungsgruppen in Frankreich "beschwichtigen".

Für dauerhaften Frieden brauche es eine Verhandlungslösung und die "gegenseitige Anerkennung" von Israel und Palästina, sagte Grünen-Chefin Franziska Brantner dem "Tagesspiegel". Sie verlangte "endlich ernsthaften Druck für einen sofortigen Waffenstillstand". Dazu gehörten ein Waffenexportstopp an Israel für den Einsatz in Gaza und eine Überprüfung des Assoziierungsabkommen zwischen Israel und der EU.

Linken-Chef Jan van Aken sah in Macrons Schritt "ein wichtiges Zeichen". "Die Bundesregierung sollte dem Schritt Frankreichs sofort folgen und auch Palästina als souveränen Staat anerkennen", sagte er AFP. Angesichts von massiver Kritik aus den USA und Israel dürfe die Bundesregierung "Frankreich jetzt nicht allein lassen, sondern muss ein klares Zeichen setzen".

Auch die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft (DPG) begrüßte Macrons Schritt. Es sei an der Zeit, dass die Bundesregierung "endlich den palästinensischen Staat ebenso anerkennt". Deutschland halte an der Zwei-Staaten-Lösung fest, "jedoch nur verbal", kritisierte die DPG. Es sei "beschämend", dass sich Deutschland gegen den Stopp des Krieges im Gazastreifen stelle.

Y.Kato--JT