The Japan Times - Kiew hofft auf Befreiung von Asow-Stahl-Verteidigern durch Gefangenenaustausch

EUR -
AED 4.257672
AFN 73.037937
ALL 96.217861
AMD 436.590295
ANG 2.074906
AOA 1063.113856
ARS 1640.436723
AUD 1.657264
AWG 2.086811
AZN 1.952051
BAM 1.955765
BBD 2.335748
BDT 141.847459
BGN 1.910181
BHD 0.437262
BIF 3446.593656
BMD 1.159339
BND 1.483054
BOB 8.013753
BRL 6.124091
BSD 1.159674
BTN 106.707628
BWP 15.560654
BYN 3.373525
BYR 22723.048888
BZD 2.332448
CAD 1.587559
CDF 2614.309992
CHF 0.906876
CLF 0.026549
CLP 1048.321089
CNY 7.999672
CNH 8.032505
COP 4409.674285
CRC 545.287879
CUC 1.159339
CUP 30.72249
CVE 110.262549
CZK 24.368175
DJF 206.515409
DKK 7.471454
DOP 69.548454
DZD 151.722735
EGP 57.820766
ERN 17.390088
ETB 179.878101
FJD 2.567299
FKP 0.865756
GBP 0.871069
GEL 3.135996
GGP 0.865756
GHS 12.489615
GIP 0.865756
GMD 84.631572
GNF 10170.73005
GTQ 8.893802
GYD 242.622514
HKD 9.057755
HNL 30.693318
HRK 7.540224
HTG 152.165961
HUF 389.496827
IDR 19632.250503
ILS 3.600093
IMP 0.865756
INR 106.962604
IQD 1519.27278
IRR 1524035.466935
ISK 144.117259
JEP 0.865756
JMD 181.155973
JOD 0.821949
JPY 182.741421
KES 149.728335
KGS 101.38363
KHR 4653.776126
KMF 492.718694
KPW 1043.52639
KRW 1717.601607
KWD 0.356334
KYD 0.966483
KZT 580.149606
LAK 24828.341009
LBP 103865.517283
LKR 359.522008
LRD 212.80527
LSL 18.983796
LTL 3.423227
LVL 0.701272
LYD 7.375836
MAD 10.794767
MDL 20.062468
MGA 4859.891969
MKD 61.62848
MMK 2434.210104
MNT 4138.25864
MOP 9.319133
MRU 46.072976
MUR 54.871638
MVR 17.911479
MWK 2010.555307
MXN 20.596358
MYR 4.582287
MZN 74.087591
NAD 18.983878
NGN 1596.456645
NIO 42.679051
NOK 11.244014
NPR 170.732205
NZD 1.968633
OMR 0.445757
PAB 1.159664
PEN 3.90473
PGK 5.063887
PHP 67.988872
PKR 324.139395
PLN 4.299467
PYG 7485.833597
QAR 4.240406
RON 5.096801
RSD 117.385447
RUB 90.020793
RWF 1694.962323
SAR 4.350973
SBD 9.327096
SCR 15.871992
SDG 697.334604
SEK 10.771102
SGD 1.483334
SHP 0.869805
SLE 28.291146
SLL 24310.763209
SOS 661.585294
SRD 43.580744
STD 23995.981343
STN 24.499455
SVC 10.147818
SYP 128.135945
SZL 18.991578
THB 36.730768
TJS 11.075254
TMT 4.057687
TND 3.404924
TOP 2.791411
TRY 50.993739
TTD 7.857825
TWD 36.808443
TZS 2971.269314
UAH 50.576976
UGX 4313.866897
USD 1.159339
UYU 44.54901
UZS 14154.868492
VES 488.48741
VND 30394.976236
VUV 137.763751
WST 3.148658
XAF 655.942419
XAG 0.013826
XAU 0.000226
XCD 3.133172
XCG 2.090063
XDR 0.815782
XOF 655.942419
XPF 119.331742
YER 276.512379
ZAR 19.272919
ZMK 10435.447154
ZMW 22.179507
ZWL 373.306759
  • Goldpreis

    24.1000

    5147.8

    +0.47%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.1621

    +0.03%

  • DAX

    -847.3500

    23790.65

    -3.56%

  • Euro STOXX 50

    -215.2000

    5771.73

    -3.73%

  • MDAX

    -1062.1000

    29801.02

    -3.56%

  • TecDAX

    -104.5500

    3617.31

    -2.89%

  • SDAX

    -771.4300

    17094.09

    -4.51%

Kiew hofft auf Befreiung von Asow-Stahl-Verteidigern durch Gefangenenaustausch
Kiew hofft auf Befreiung von Asow-Stahl-Verteidigern durch Gefangenenaustausch / Foto: Handout - Russian Defence Ministry/AFP

Kiew hofft auf Befreiung von Asow-Stahl-Verteidigern durch Gefangenenaustausch

Nach wochenlangem militärischen Kampf um das Asow-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol zeichnet sich nun ein hartes Ringen um die Zukunft der dort von Russland gefangengenommenen ukrainischen Soldaten ab. Der ukrainische Militärgeheimdienst kündigte am Dienstag an, es solle ein Gefangenenaustausch organisiert werden. Aus Moskau kamen allerdings bereits Rufe, die Soldaten wie Kriegsverbrecher zu behandeln. Der Internationale Strafgerichtshof kündigte an, die größte Ermittlergruppe seiner Geschichte in die Ukraine zu entsenden.

Textgröße:

Nach wochenlanger Belagerung waren nach ukrainischen und russischen Angaben in der Nacht zum Dienstag über 260 ukrainische Kämper, davon gut 50 Schwerverletzte, aus dem Industriekomplex Asow-Stahl gebracht worden. Sie hätten sich ergeben und befänden sich nun in russischer Gefangenschaft, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau.

Nach Angaben der stellvertretende Regierungschefin Iryna Wereschtschuk geht es bei einem bereits angestrebten Gefangenenaustausch zunächst nur um die "schwerverletzten Soldaten". Seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine am 24. Februar haben Kiew und Moskau bereits mehrmals Gefangene ausgetauscht.

Moskau äußerte sich dazu nicht direkt. Auf die Frage, ob die Asow-Verteidiger als Kriegsverbrecher oder Kriegsgefangene gälten, gab Kreml-Sprecher Dmitri Peskow keine Antwort. Präsident Wladimir Putin habe "garantiert, sie nach den einschlägigen internationalen Gesetzen behandelt werden", sagte er.

Der Vorsitzende des russischen Unterhauses, Wjatscheslaw Wolodin, forderte, dass "Nazi-Kriminelle" nicht für Gefangenenaustausche infrage kommen sollten. Er nahm nicht explizit Bezug auf die Verteidiger des Asow-Stahlwerks, aber Moskau hatte das dort kämpfende ukrainische Asow-Regiment wiederholt als "Nazis" bezeichnet.

Das Asow-Stahlwerk ist lange die letzte Bastion der ukrainischen Armee in der strategisch wichtigen Hafenstadt. In den vergangenen Wochen waren zunächst hunderte Zivilisten aus dem riesigen Industriekomplex in Sicherheit gebracht worden. In der vergangenen Woche teilten die ukrainischen Behörden mit, es hielten sich noch rund tausend ukrainische Soldaten, darunter 600 Verletzte, in den Tunnelsystemen auf dem Werksgelände auf.

Die Bemühungen zur Evakuierung der in dem Stahlwerk verbliebenen Soldaten würden fortgesetzt, erklärte das ukrainische Verteidigungsministerium nun. Jedoch könne die Armee "die Blockade von Asow-Stahl leider nicht mit militärischen Mitteln aufheben". Den Soldaten bliebe dann wohl nur, sich zu ergeben.

"Wir hoffen, dass wir das Leben unserer Jungs retten können", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montagabend in einer Videobotschaft. "Ich möchte unterstreichen: Die Ukraine braucht ihre ukrainischen Helden lebend."

Die vollständige Einnahme der seit Anfang März von Moskaus Truppen belagerten Hafenstadt Mariupol wäre für Russland ein wichtiger strategischer Erfolg, der allerdings schon lange auf sich hat warten lassen. Dem ukrainischen Generalstab zufolge hat der erbitterte Widerstand der Soldaten in Mariupol den Vormarsch der russischen Streitkräfte auf die Großstadt Saporischschja, die sich nach wie vor in ukrainischer Hand befindet, entscheidend verlangsamt.

Der Internationale Strafgerichtshofs (IStGH) kündigte derweil an, wegen der Vorwürfe massiver Kriegsverbrechen insbesondere gegen russische Soldaten 42 Ermittler in die Ukraine zu entsenden. Laut IStGH-Chefankläger Karim Khan handelt es sich um die größte Ermittlergruppe, seit das Gericht im Jahr 2002 seine Arbeit aufgenommen hatte. Die Mission soll demnach aus Ermittlern, Rechtsexperten und Unterstützungskräften bestehen und mit den ukrainischen Behörden vor Ort zusammenarbeiten.

Khan hatte bereits Ende Februar, kurz nach Beginn der russischen Invasion der Ukraine, Ermittlungen wegen möglicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angekündigt. Im April hatte der Chefankläger die ukrainische Stadt Butscha besucht, wo nach dem Abzug russischer Truppen die Leichen zahlreicher Zivilisten entdeckt worden waren. Damals bezeichnete er die gesamte Ukraine als möglichen "Tatort".

T.Ikeda--JT