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Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) politische Forderungen nach härteren Strafen kritisiert und ein zu zögerliche Ausschöpfung bereits vorhandener rechtlicher Möglichkeiten beklagt. "Der Strafrahmen interessiert doch die Leute überhaupt nicht, aber wenn sie dafür zu zehn Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt werden, das spricht sich herum", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg am Mittwoch in Berlin. Es gebe ganz offensichtlich "ein Vollzugsproblem".
Nach dem ukrainischen Raketenangriff in der ostukrainischen Stadt Makijiwka hat Moskau eine noch höhere Zahl an getöteten russischen Soldaten eingeräumt. "Die Zahl unserer toten Kameraden ist auf 89 gestiegen", hieß es in der Nacht zu Mittwoch vom russischen Verteidigungsministerium. Laut ukrainischer Armee waren bei dem Angriff in der Silvesternacht allerdings fast 400 russische Soldaten ums Leben gekommen. In Russland sorgt der Fall für Kritik an der eigenen Führung.
Nach den Silvesterkrawallen in Berlin hat die Polizei weitere Informationen zu den Tatverdächtigen bekannt gegeben. Wie die Behörde am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, wurden im Zusammenhang mit den Krawallen 145 Menschen vorläufig festgenommen. Diese seien jedoch nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen alle wieder entlassen worden.
Der Ärzteverband Virchowbund hat alle Arztpraxen zur Einführung einer Viertagewoche aufgerufen. Mittwochs sollten diese generell auf eine ambulante Versorgung von Patienten verzichten und den Tag stattdessen "zur Bewältigung der Bürokratie und zur Fortbildung" nutzen, teilte der Berufsverband am Mittwoch in Berlin mit.
Klimaaktivisten haben zur Mobilisierung für den Erhalt des kurz vor der Räumung stehenden nordrhein-westfälischen Dorfs Lützerath aufgerufen. "Es wird ernst - der Tag X ist gekommen, Lützerath braucht uns alle", teilten die Aktivisten in einer gemeinsamen Erklärung mehrerer Gruppen mit. Grund seien die laufenden Räumungsvorbereitungen der Behörden in dem von Aktivisten besetzten Ort im rheinischen Braunkohlerevier.
Das umstrittene neue Versammlungsgesetz von Nordrhein-Westfalen soll vom Verfassungsgerichtshof des Landes überprüft werden. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) teilte am Mittwoch in Berlin mit, dass sie zusammen mit dem Bündnis Versammlungsgesetz NRW stoppen in Münster eine Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz eingereicht habe. Es gilt seit Januar vergangenen Jahres und wurde mit den Stimmen von CDU und FDP verabschiedet.
Die Vorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, haben der Berliner Landesregierung eine Mitschuld an den Krawallen in der Silvesternacht zugewiesen. "Die Chaoten, viele davon mit Migrationshintergrund, fordern mit ihrer Randale den Staat heraus, den sie verachten", sagte Merz dem "Münchner Merkur" vom Mittwoch. Das Land Berlin werde jedoch "mit der Lage nicht fertig". Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) wies die Vorwürfe zurück.
Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr Genehmigungen für deutsche Rüstungsexporte im Gesamtwert von 8,36 Milliarden Euro erteilt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit. 2021 hatte das Gesamtvolumen demnach 9,35 Milliarden Euro betragen.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte hat sich dafür ausgesprochen, einen Platz oder eine Straße in Berlin nach dem verstorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. zu benennen. "Den an Silvester verstorbenen Papst emeritus mit seiner Herkunft aus Deutschland sollten wir entsprechend seiner Bedeutung würdigen", sagte Hirte laut Mitteilung vom Mittwoch dem Portal The Pioneer. Er denke, "wir können auch ein bisschen stolz auf ihn sein".
In den USA wird die Verfügbarkeit von Abtreibungspillen deutlich ausgeweitet: Künftig sind sie auch in Apotheken erhältlich, wie die US-Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Das Mittel Mifepriston darf demnach in Staaten, in denen Schwangerschaftsabbrüche erlaubt sind, von Apotheken verkauft werden. Voraussetzung ist die Verschreibung eines Arztes. Bislang war die Abtreibungspille nur in Arztpraxen und Kliniken mit entsprechender Zulassung sowie bei wenigen Versandapotheken erhältlich.
In den USA ist erstmals ein Transgender hingerichtet worden. Die Todesstrafe gegen die wegen Mordes verurteilte Amber McLaughlin sei am Dienstagabend (Ortszeit) vollstreckt worden, teilte die Gefängnisverwaltung des Bundesstaates Missouri mit. Die 49-Jährige wurde demnach in der Haftanstalt Bonne Terre für tot erklärt. Laut einem Bericht des örtlichen Senders Fox2now war ihr eine Giftspritze verabreicht worden.
Chaotischer Auftakt der neuen Sitzungsperiode im US-Repräsentantenhaus: Der Kandidat der Republikaner für den Vorsitz, Kevin McCarthy, hat es am Dienstag nicht geschafft, eine einfache Mehrheit von 218 Stimmen hinter sich zu versammeln. Bis zu 20 Abgeordnete aus der eigenen Partei votierten in drei Wahlrunden gegen ihn, weil er aus ihrer Sicht zu gemäßigt ist. Nach drei gescheiterten Abstimmungen vertagte sich das Repräsentantenhaus auf Mittwoch.
Das US-Repräsentantenhaus hat die Wahl eines Vorsitzenden am Dienstag nach drei gescheiterten Wahlgängen vertagt. Der Republikaner Kevin McCarthy scheiterte wiederholt daran, eine einfache Mehrheit von 218 Stimmen hinter sich zu versammeln. Bis zu 20 Abgeordnete aus seiner eigenen Partei votierten in den drei Abstimmungsrunden gegen McCarthy.
Die gespaltenen Republikaner im US-Repräsentantenhaus sind am Dienstag in Washington bei der konstituierenden Sitzung des neuen Kongresses erstmals in 100 Jahren an der Wahl eines Vorsitzenden des Repräsentantenhauses im ersten sowie im zweiten Wahlgang gescheitert. Der Chef der Konservativen in der Kongresskammer, Kevin McCarthy, konnte zunächst keine einfache Mehrheit im Unterhaus erreichen - ihm verweigerten Vertreter des Rechtsaußen-Flügels der Partei von Ex-Präsident Donald Trump die Unterstützung.
Die gespaltenen Republikaner im US-Repräsentantenhaus sind am Dienstag in Washington bei der konstituierenden Sitzung des neuen Kongresses erstmals in 100 Jahren an der Wahl eines Vorsitzenden des Repräsentantenhauses in der ersten Wahlrunde gescheitert. Der Chef der Konservativen in der Kongresskammer, Kevin McCarthy, konnte zunächst keine einfache Mehrheit im Unterhaus erreichen - ihm verweigerten Vertreter des Rechtsaußen-Flügels der Partei von Ex-Präsident Donald Trump die Unterstützung.
Der neue US-Kongress ist am Dienstag in Washington zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Während der Sitzung, die um 12.00 Uhr Ortszeit (18.00 MEZ) begann, sollte auch der neue Vorsitzende des Repräsentantenhauses gewählt werden, des drittwichtigsten Repräsentanten in der US-Politik. Als Favorit für die Nachfolge der Demokratin Nancy Pelosi als "Speaker of the House" gilt der Chef der Konservativen Kevin McCarthy. Allerdings verweigern ihm einige Vertreter des Rechtsaußen-Flügels der Partei von Ex-Präsident Donald Trump bislang die Unterstützung.
Drei Jahre nach dem tödlichen US-Angriff auf den iranischen General Kassem Soleimani hat Präsident Ebrahim Raisi erneut Vergeltung für dessen Tod angekündigt. Den "Mördern und Verursachern" sei "Rache für das Blut des Märtyrers Soleimani gewiss", sagte Raisi am Dienstag bei einer von tausenden Menschen besuchten Gedenkveranstaltung in Teheran. Der beliebte und charismatische Kommandant der Al-Kuds-Brigaden sei "unvergessen".
Mit seinem Besuch auf dem für Juden wie Muslime heiligen Tempelberg in Jerusalem hat Israels neuer rechtsextremer Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir die Angst vor einer erneuten Gewalteskalation zwischen Israelis und Palästinensern geschürt. Mehrere arabische Staaten verurteilten den Besuch als "Rücksichtslosigkeit" und warnten vor den Folgen für die "Sicherheit und Stabilität" in der gesamten Region. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bestätigte derweil den "Status Quo" auf dem Tempelberg.
Im Nordwesten Burkina Fasos sind Regierungsangaben zufolge am Wochenende 28 Menschen getötet worden. Die Regierung des Landes erklärte am Montag, sie sei "über einen Vorfall in Nouna" in der Region Boucle du Mouhoun "in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember informiert worden". Der örtliche Staatsanwalt teilte mit, dass "die meisten Opfer, allesamt Männer, erschossen wurden". Die Regierung gab an, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei und mahnte zur Ruhe.
Nach der umstrittenen Videobotschaft von Christine Lambrecht (SPD) fordert die Union vehement den Rauswurf der Verteidigungsministerin. "Wie lange will sich der Bundeskanzler das eigentlich noch anschauen?", sagte CDU-Chef Friedrich Merz dem "Münchner Merkur" vom Mittwoch. CSU-Chef Markus Söder forderte: "Die Ministerin muss endlich zurücktreten – oder entlassen werden." Die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte den Funke-Zeitungen, Lambrecht solle nicht an einem Video gemessen werden, sondern an ihrem Reformwillen.
Das Vertrauen in alle politischen Institutionen ist einer Umfrage zufolge im Vergleich zum Vorjahr drastisch gesunken. Einen Vertrauensverlust gebe es bei allen zehn abgefragten Institutionen, wie das am Dienstag veröffentlichte "RTL/ntv Trendbarometer" ergab. Der größte Vertrauensrückgang ist demnach bei den beiden Institutionen der Exekutive auf Bundesebene zu beobachten: Der Bundeskanzler erzielte nur noch 33 Prozent, die Bundesregierung 34 Prozent - ein Minus von 24 beziehungsweise 22 Punkten.
Nach dem Tod zahlreicher russischer Soldaten bei einem ukrainischen Angriff in der Ostukraine haben Menschen in Russland am Dienstag bei einer seltenen öffentlichen Gedenkfeier ihre Trauer und Wut zum Ausdruck gebracht. Rund 200 Menschen legten Rosen und Kränze bei einer genehmigten Versammlung auf einem zentralen Platz in der Stadt Samara im Zentrum Russlands nieder, aus der einige der Soldaten stammten. Derweil kam in Russland Kritik an der Militärführung auf.
An einer noch unbewohnten Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Wildeshausen sind mehrere versteckte mutmaßliche Brandsätze entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei vom Dienstag handelte es sich um Flaschen mit einer entzündlichen Flüssigkeit, die unter Laub und Steinen verborgen waren. Sie wurden demnach bereits am an Silvester entdeckt. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt in dem Fall.
Trotz der Warnungen von palästinensischer Seite hat Israels neuer rechtsextremer Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir den Tempelberg in Jerusalem besucht - und damit die Angst vor einer Gewalteskalation zwischen Israelis und Palästinensern geschürt. Die neue ultrarechte Regierung Israels werde "einer niederträchtigen und mörderischen Organisation nicht nachgeben", begründete Ben Gvir am Dienstag seinen umstrittenen Besuch der heiligen Stätte. Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hatte Ben Gvirs Besuchspläne zuvor als "Auftakt zu einer Eskalation in der Region" bezeichnet.
In Bayern und Sachsen hat die Bundespolizei die Einschleusung von mehr als zwei Dutzend Migranten aufgedeckt. In Bayern stoppten die Beamten am ersten Weihnachtsfeiertag am Grenzübergang Hörbranz an der Grenze zu Österreich einen aus Italien kommenden Reisebus mit 14 Syrern und zwei Bangladeschern, wie die Bundespolizeidirektion München am Dienstag berichtete. Offenbar half der Busfahrer bei der Schleusung.
Ein 90-jähriger Kardinal aus Hongkong, der im vergangenen Jahr wegen der Unterstützung von Demokratie-Aktivisten festgenommen wurde, darf zur Beerdigung des früheren Papstes Benedikt XVI. nach Rom reisen. Ein Richter entschied bei einer Anhörung hinter verschlossenen Türen, dass der peking-kritische Kardinal Joseph Zen Hongkong für fünf Tage verlassen darf und seinen Reisepass vorläufig zurück erhält, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Gerichtskreisen erfuhr.
Die nach den Silvesterkrawallen in Berlin festgenommenen Tatverdächtigen sind wieder auf freiem Fuß. Alle 103 in der Silvesternacht Festgenommenen seien wieder frei, weil es keine Haftgründe gebe, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei am Dienstag. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Gegen die Verdächtigen wird überwiegend wegen Brandstiftungsdelikten, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, Landfriedensbruchs sowie tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Die französische Regierung nimmt einen neuen Anlauf für eine Rentenreform. Dabei sei die ursprünglich geplante und heftig umstrittene Anhebung des Rentenalters von 62 auf 65 Jahre nicht in Stein gemeißelt, sagte Premierministerin Elisabeth Borne am Dienstag dem Sender France Info. Der Gesetzentwurf solle am 23. Januar im Kabinett vorgestellt werden, zwei Wochen später als zunächst angekündigt. Bis dahin will die Premierministerin mit den Sozialpartnern verhandeln.
Lobbyisten werben bei Regierung und Parlament massiv für ihre Interessen - und keine Branche ist dabei so präsent wie der Finanzsektor. Dies ergab eine Auswertung der Organisation Bürgerbewegung Finanzwende zum ersten Jahrestag der Einführung des neuen Lobbyregisters. Demnach hat die Finanzbranche unter den registrierten Lobbyisten das größte Budget: Zusammengerechnet kämen die Top-10-Konzerne und Verbände der Finanzlobby auf mehr als 42 Millionen Euro, wie Finanzwende am Dienstag mitteilte.
Zweieinhalb Jahre nach dem Angriff auf ein Team der ZDF-Sendung "heute-show" hat die Staatsanwaltschaft in Berlin Anklage gegen drei Männer und eine Frau erhoben. Sie sollen die ZDF-Mitarbeiter am 1. Mai 2020 am Rande einer Demonstration sogenannter Querdenker zusammen mit etwa zehn weiteren unbekannten Tätern brutal angegriffen haben, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Mit Metallstangen und den Fäusten hätten sie auf ihre Opfer eingeschlagen, diese zu Boden gebracht und "mehrfach mit großer Wucht gegen deren Köpfe getreten".
Kurz vor EU-Beratungen über den Umgang mit der Corona-Welle in China hat Peking die Einführung einer Corona-Testpflicht für China-Reisende in mehreren Ländern scharf kritisiert und mit "Gegenmaßnahmen" gedroht. Einige Länder hätten "Einreisebeschränkungen erlassen, die sich nur gegen chinesische Reisende richten", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking am Dienstag. Dies entbehre "einer wissenschaftlichen Grundlage", einige Praktiken seien "inakzeptabel". China könnte "auf der Grundlage des Prinzips der Gegenseitigkeit Gegenmaßnahmen ergreifen", fügte sie hinzu.
Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) hat die Notwendigkeit des Braunkohletagebaus in Lützerath bekräftigt. Dieser sei nötig, um ausreichend Energie für Menschen und Wirtschaft zu produzieren, sagte Neubaur am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. "Deswegen geht da leider kein Weg daran vorbei, Lützerath zu räumen."