The Japan Times - Klaus Nüchtern beschreibt Veränderungen bei Gastgärten und Restaurantbesuchen

EUR -
AED 4.215401
AFN 74.609111
ALL 91.743442
AMD 416.891958
ANG 2.055032
AOA 1052.558585
ARS 1736.38229
AUD 1.613807
AWG 2.066091
AZN 1.969947
BAM 1.956761
BBD 2.312995
BDT 141.029237
BGN 1.932302
BHD 0.432913
BIF 3454.935973
BMD 1.147829
BND 1.465294
BOB 11.684533
BRL 5.891347
BSD 1.148344
BTN 110.113059
BWP 15.573374
BYN 3.491053
BYR 22497.438932
BZD 2.309714
CAD 1.606702
CDF 2651.483661
CHF 0.946735
CLF 0.027748
CLP 1095.660028
CNY 7.697798
CNH 7.69739
COP 3597.937356
CRC 513.743266
CUC 1.147829
CUP 30.417456
CVE 110.317237
CZK 24.307338
DJF 204.496833
DKK 7.475227
DOP 68.02132
DZD 153.667385
EGP 59.879577
ERN 17.217428
ETB 187.581623
FJD 2.571997
FKP 0.853614
GBP 0.858237
GEL 2.990086
GGP 0.853614
GHS 13.218259
GIP 0.853614
GMD 84.939095
GNF 10095.956527
GTQ 8.762302
GYD 240.22375
HKD 9.005002
HNL 30.823132
HRK 7.53905
HTG 150.089108
HUF 363.101199
IDR 20356.738748
ILS 3.48339
IMP 0.853614
INR 109.953133
IQD 1504.386141
IRR 1577776.38367
ISK 139.783509
JEP 0.853614
JMD 181.225814
JOD 0.813785
JPY 178.792086
KES 148.760191
KGS 100.377205
KHR 4677.214743
KMF 491.270445
KPW 1033.04603
KRW 1587.601765
KWD 0.354232
KYD 0.957053
KZT 511.561147
LAK 25721.403624
LBP 102838.695928
LKR 380.896998
LRD 199.241741
LSL 18.708085
LTL 3.389239
LVL 0.69431
LYD 7.294581
MAD 10.93868
MDL 20.160546
MGA 4987.405075
MKD 61.550218
MMK 2410.05515
MNT 4128.568379
MOP 9.279973
MRU 46.005586
MUR 54.705044
MVR 17.688266
MWK 1991.342936
MXN 19.738633
MYR 4.704606
MZN 73.356338
NAD 18.708085
NGN 1527.701765
NIO 42.260748
NOK 10.823466
NPR 176.177423
NZD 1.999621
OMR 0.441346
PAB 1.148354
PEN 3.877003
PGK 5.109419
PHP 71.988932
PKR 318.311572
PLN 4.358443
PYG 6793.335132
QAR 4.186155
RON 5.262332
RSD 117.36434
RUB 97.240487
RWF 1694.502377
SAR 4.262505
SBD 9.183216
SCR 15.833256
SDG 690.345852
SEK 11.271113
SGD 1.464118
SHP 0.857388
SLE 28.282759
SLL 24069.380767
SOS 656.310775
SRD 43.333396
STD 23757.732844
STN 24.511607
SVC 10.048758
SYP 14924.066669
SZL 18.700855
THB 38.235889
TJS 10.593916
TMT 4.0174
TND 3.378259
TOP 2.763695
TRY 55.871024
TTD 7.796692
TWD 36.608896
TZS 3048.549876
UAH 51.3177
UGX 4513.215726
USD 1.147829
UYU 46.171863
UZS 13522.638828
VES 970.437301
VND 29857.315383
VUV 135.796243
WST 3.148394
XAF 655.957
XAG 0.017719
XAU 0.000264
XCD 3.102064
XCG 2.069716
XDR 0.811574
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 271.634183
ZAR 18.661402
ZMK 10331.834704
ZMW 22.537672
ZWL 369.600314
SSP 6494.615471
MXV 2.237951
  • SDAX

    162.7000

    18290

    +0.89%

  • Goldpreis

    23.1000

    4410.6

    +0.52%

  • TecDAX

    22.6300

    4007.15

    +0.56%

  • DAX

    355.1700

    25757.47

    +1.38%

  • MDAX

    366.0600

    31501.86

    +1.16%

  • Euro STOXX 50

    53.9500

    6320.45

    +0.85%

  • EUR/USD

    0.0023

    1.1492

    +0.2%

Klaus Nüchtern beschreibt Veränderungen bei Gastgärten und Restaurantbesuchen
Klaus Nüchtern beschreibt Veränderungen bei Gastgärten und Restaurantbesuchen

Klaus Nüchtern beschreibt Veränderungen bei Gastgärten und Restaurantbesuchen

Der Falter-Autor Klaus Nüchtern berichtet über veränderte Wiener Gastgärten und Erfahrungen mit lauten Restaurants. Sein Beitrag verbindet persönliche Beobachtungen mit Kritik an Musikbeschallung und veränderten Speisenangeboten.

Textgröße:

Der Journalist Klaus Nüchtern beschäftigt sich in einem Falter-Beitrag mit Veränderungen von Gastgärten und Restaurantangeboten. Er beschreibt persönliche Erfahrungen in Wien und im Vereinigten Königreich und kritisiert insbesondere hohe Geräuschpegel sowie eine aus seiner Sicht veränderte Rolle von Beilagen. Die Aussagen beruhen auf seinen Beobachtungen und Vorlieben, nicht auf einer systematischen Untersuchung der Gastronomie.

Als Ausgangspunkt erinnert Nüchtern an ein Projekt, das er vor ungefähr zwanzig Jahren mit seinem damaligen Kollegen Wolfgang Kralicek begann. Unter dem Namen Grand Slam des Gastgartens, abgekürzt GSGG, bestimmten die beiden vier Wiener Lokale als bevorzugte Orte zum Biertrinken. Je zwei lagen in Favoriten und in der Leopoldstadt.

Für ihre Auswahl legten sie bestimmte Kriterien an. Die Gastgärten sollten Kiesboden und Bäume aufweisen und ohne Musikbeschallung auskommen. Große Markisen und ähnlich dimensionierte Sonnenschirme wollten sie vermeiden. Auch das ausgeschenkte Bier spielte eine Rolle: Lokale mit dem von Nüchtern als vorherrschend beschriebenen Bier aus dem 16. Gemeindebezirk schlossen sie aus.

Von diesen früheren Orten sind nach seiner Darstellung drei stark modernisiert worden, während ein weiterer dauerhaft geschlossen ist. Sein persönlicher Favorit war die Gösser-Bierinsel hinter dem Lusthaus. Dort habe es in diesem Jahr zwar Arbeiten am Dach gegeben. Nüchtern sieht darin aber noch keinen Hinweis auf eine bevorstehende Wiedereröffnung. Seine Vermutung über den Zweck der Reparaturen ist keine mitgeteilte Entscheidung des Betreibers.

Der Autor beschreibt die früheren Lokale als bodenständige und für verschiedene soziale Gruppen zugängliche Orte. Die Veränderung solcher Gaststätten verbindet er mit einer von ihm beobachteten Aufwertung und veränderten Kundenansprache. Als besonders störend bezeichnet er höhere Lautstärke und eine Verringerung der Beilagen. Auch die Preisgestaltung kritisiert er. Diese Einordnung ist seine Bewertung des Wandels.

Zur Auswahl von Restaurants nutzt Nüchtern nach eigenen Angaben Internetempfehlungen, besonders auf Reisen. Dabei hätten sich Hinweise einschlägiger Websites nicht immer als verlässlich erwiesen. Als Beispiel nennt er das Dzo Viet an der Upper Street in London, das ihm durch eine Empfehlung von Time Out aufgefallen war. Mit dem Besuch wollte er einen Spaziergang am Regent’s Canal und eine Erkundung von Islington verbinden.

Im Restaurant habe er einen nahezu vollständig reservierten Raum mit vielen Gästen vorgefunden. Die Gespräche seien laut gewesen, zusätzlich habe Musik gespielt. Nüchtern berichtet, dass er und seine Frau deshalb kaum miteinander gesprochen, eine Pho gegessen und das Lokal anschließend wieder verlassen hätten. Das Essen bewertet er als wenig überzeugend, aber allenfalls akzeptabel. Dabei handelt es sich um seine individuelle Erfahrung dieses Besuchs.

Nüchtern greift auch die ihm gegenüber geäußerte Vermutung auf, laute Raumgestaltung könne ältere Besucher abschrecken sollen. Er stellt diese Erklärung jedoch selbst infrage. Ein entsprechendes Konzept des genannten Restaurants wird nicht belegt. Seine Kritik richtet sich allgemeiner auf Bedingungen, unter denen ein Gespräch beim Essen schwieriger wird.

Als zusätzliche Belastung nennt er KI-generierte Lounge-Musik. Obwohl solche Musik häufig als unauffälliger Hintergrund eingesetzt werde, nehme er sie als aufdringlich wahr. Er verbindet dieses Thema mit Restaurants, in denen Hauptgerichte nach seiner Beobachtung seltener mit einer üblichen, eigenständigen Beilage angeboten werden.

Seine eigenen Erwartungen erläutert er an traditionellen Kombinationen wie Linsen mit Knödeln, Würsteln mit Semmel oder Schulterscherzel mit Erdäpfelschmarrn und Cremespinat. Gerichte wähle er oft gerade nach der Beilage aus. Kleine Portionen zum Teilen und aufwendig arrangierte Teller entsprächen dagegen nicht seinen Vorlieben. Nüchtern zieht dabei einen Vergleich zum Film „Indien“ von Paul Harather aus dem Jahr 1993, in dem Josef Hader die Figur Heinz Bösel spielt.

Den Bezug zum Begriff Grand Slam stellt der Autor über Tennis her. Am vergangenen Wochenende endete der letzte Grand-Slam-Wettbewerb des Jahres in Flushing Meadows. Nach den im Beitrag genannten Ergebnissen gewann Jelena Rybakina gegen Aryna Sabalenka und übernahm die Führung der Weltrangliste. Alexander Zverev besiegte Ben Shelton in vier Sätzen. Nüchtern erinnert außerdem an John McEnroe, mit dessen Karriere seine eigene intensive Beschäftigung mit Tennis endete: McEnroe gewann viermal die US Open und dreimal Wimbledon, erreichte bei den French Open das Finale und bei den Australian Open das Halbfinale.

Ergänzende Kulturhinweise des Beitrags verbinden Essen und Musik. Genannt werden Ernst Jandls Band „Laut und Luise“ und die Gedichte über Stilton sowie „calypso“, dessen Umsetzung in Claudia Bauers Volkstheater-Produktion „humanistää!“ aufgegriffen wird. Außerdem verweist Nüchtern auf Michael Mantlers Vertonung von Edward Goreys „The Doubtful Guest“ mit Robert Wyatt als Sänger sowie Wyatts „Soup Song“.

H.Hayashi--JT