The Japan Times - Faeser verlangt von Digitalkonzernen schärferes Durchgreifen gegen Desinformation

EUR -
AED 4.310347
AFN 73.9416
ALL 95.378956
AMD 432.006525
ANG 2.100496
AOA 1077.439046
ARS 1625.549388
AUD 1.621286
AWG 2.11556
AZN 1.990162
BAM 1.955369
BBD 2.364178
BDT 144.288165
BGN 1.955935
BHD 0.443002
BIF 3494.129079
BMD 1.173681
BND 1.49427
BOB 8.111245
BRL 5.764181
BSD 1.173841
BTN 112.192247
BWP 15.844504
BYN 3.281876
BYR 23004.148522
BZD 2.360779
CAD 1.607503
CDF 2611.439995
CHF 0.915935
CLF 0.027241
CLP 1072.110876
CNY 7.971761
CNH 7.969342
COP 4445.915543
CRC 535.681811
CUC 1.173681
CUP 31.102548
CVE 110.241147
CZK 24.338858
DJF 209.023882
DKK 7.47136
DOP 69.274716
DZD 155.389871
EGP 62.087964
ERN 17.605216
ETB 183.281862
FJD 2.565491
FKP 0.859811
GBP 0.867004
GEL 3.133946
GGP 0.859811
GHS 13.252133
GIP 0.859811
GMD 86.267542
GNF 10299.727538
GTQ 8.956062
GYD 245.576864
HKD 9.188338
HNL 31.213113
HRK 7.533848
HTG 153.356165
HUF 357.714274
IDR 20605.731302
ILS 3.420048
IMP 0.859811
INR 112.251445
IQD 1537.647643
IRR 1539869.533619
ISK 143.599265
JEP 0.859811
JMD 185.479077
JOD 0.83217
JPY 185.034927
KES 151.59245
KGS 102.638314
KHR 4708.961047
KMF 492.945358
KPW 1056.334357
KRW 1753.356269
KWD 0.361623
KYD 0.978176
KZT 544.445239
LAK 25732.103402
LBP 105114.312701
LKR 379.143118
LRD 214.812605
LSL 19.402554
LTL 3.465575
LVL 0.709948
LYD 7.426361
MAD 10.712782
MDL 20.089396
MGA 4904.917812
MKD 61.641379
MMK 2463.502229
MNT 4202.776117
MOP 9.465212
MRU 46.823669
MUR 54.805289
MVR 18.073251
MWK 2035.55089
MXN 20.219566
MYR 4.617232
MZN 75.009859
NAD 19.402554
NGN 1608.811319
NIO 43.200469
NOK 10.782643
NPR 179.507395
NZD 1.971268
OMR 0.451287
PAB 1.173846
PEN 4.023012
PGK 5.112872
PHP 72.210145
PKR 326.995754
PLN 4.25301
PYG 7165.419071
QAR 4.278774
RON 5.203278
RSD 117.378615
RUB 86.652585
RWF 1716.821212
SAR 4.405144
SBD 9.423496
SCR 16.562616
SDG 704.797057
SEK 10.907482
SGD 1.492799
SHP 0.876271
SLE 28.901914
SLL 24611.508992
SOS 670.851988
SRD 43.724896
STD 24292.828021
STN 24.494596
SVC 10.270646
SYP 129.726289
SZL 19.395721
THB 37.981501
TJS 10.975179
TMT 4.107884
TND 3.413761
TOP 2.825943
TRY 53.295921
TTD 7.966175
TWD 36.989266
TZS 3051.746463
UAH 51.591117
UGX 4412.045352
USD 1.173681
UYU 46.6799
UZS 14239.858215
VES 591.868057
VND 30913.585098
VUV 138.87399
WST 3.179848
XAF 655.812306
XAG 0.013442
XAU 0.000248
XCD 3.171932
XCG 2.115515
XDR 0.81562
XOF 655.812306
XPF 119.331742
YER 280.099047
ZAR 19.379706
ZMK 10564.54125
ZMW 22.097125
ZWL 377.924818
  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1741

    -0.03%

  • TecDAX

    -56.9100

    3709.45

    -1.53%

  • SDAX

    -458.7400

    18097.33

    -2.53%

  • MDAX

    -438.3800

    31010.38

    -1.41%

  • Euro STOXX 50

    -87.0000

    5808.45

    -1.5%

  • DAX

    -395.3500

    23954.93

    -1.65%

  • Goldpreis

    22.4000

    4709.1

    +0.48%

Faeser verlangt von Digitalkonzernen schärferes Durchgreifen gegen Desinformation
Faeser verlangt von Digitalkonzernen schärferes Durchgreifen gegen Desinformation / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Faeser verlangt von Digitalkonzernen schärferes Durchgreifen gegen Desinformation

Einen Monat vor der Bundestagswahl hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) die Betreiber der großen Online-Plattformen bei einem Treffen an ihre Verpflichtungen erinnert. "Die Prüfung von strafbaren Inhalten muss verstärkt und darf nicht eingeschränkt werden", erklärte Faeser nach der Gesprächsrunde am Mittwoch in Berlin. "Die großen Internetplattformen tragen Verantwortung für das, was auf ihren Plattformen geschieht." Bei den Versuchen der ausländischen Einflussnahme sei "derzeit Russland der auffälligste Akteur", hieß es aus Faesers Ministerium.

Textgröße:

In dem Gespräch im Bundesinnenministerium nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Digitalkonzerne und Plattformbetreiber Google, Meta, Microsoft, Tiktok und X teil. Im Mittelpunkt standen laut Ministerium Maßnahmen gegen gezielte Desinformationskampagnen, die zum Beispiel auf den Wahlprozess oder Kandidierende abzielen, und gegen Hasskriminalität wie etwa Morddrohungen. Zudem ging es um die Kennzeichnung politischer Werbung und manipulierter Inhalte, die durch Künstliche Intelligenz erstellt wurden.

Faeser machte nach dem Treffen deutlich, dass sie mit dem aktuellen Vorgehen der Plattformen noch nicht zufrieden sei. "Straftaten wie Morddrohungen müssen schneller und konsequenter an Ermittlungsbehörden gemeldet und von den Plattformen gelöscht werden", erklärte sie. "Und wir brauchen mehr Transparenz über die Algorithmen, damit diese nicht gefährliche Radikalisierungsprozesse insbesondere bei Jugendlichen befeuern."

Bereits vor der Gesprächsrunde hatte Faeser klar gemacht, dass sie durchaus Möglichkeiten sieht, auf das Handeln der Plattformen Einfluss zu nehmen. "Es geht auch darum, sie an ihre Verpflichtung zu erinnern, Hasskriminalität, schwerste Straftaten ganz schnell in ihren sozialen Medien zu löschen", sagte sie den Sendern RTL und ntv. "Ich glaube schon, dass die Plattformbetreiber reagieren."

Faesers Ministerium verwies nach dem Treffen auf bestehende rechtliche Vorschriften, die es einzuhalten gelte - etwa den Digital Services Act: Er verpflichtet Plattformen, die mindestens 45 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in der EU haben, unter anderem dazu, strafbare Inhalte an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden zu melden. Des weiteren gälten die Verordnung zur Bekämpfung terroristischer Online-Inhalte sowie die Verpflichtung zur Transparenz bei politischer Werbung.

Rund einen Monat vor dem Bundestags-Wahltermin haben die deutschen Behörden keine Erkenntnisse über eine konkrete Gefährdung. Allerdings sei "von einem grundsätzlichen Interesse zur möglichen illegitimen Beeinflussung von Wahlen durch fremde Staaten auszugehen", hieß es aus Sicherheitskreisen in Berlin. Die Sicherheitsbehörden rechnen zum Beispiel mit Cyberattacken und weiteren Sabotageaktivitäten.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die sozialen Medien, insbesondere mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellte, täuschend echt wirkende Bilder, Video- und Audiodateien. Ziel dieser Aktivitäten ist es, Wählerinnen und Wähler zu täuschen. Der Verfassungsschutz hat eine Task Force zur Lagebeobachtung und -analyse eingerichtet und tauscht sich auch mit Plattformbetreibern der sozialen Medien aus.

Faeser hatte vor dem Treffen eine deutliche Ansprache insbesondere gegenüber der Plattform X angekündigt. Deren Chef Elon Musk nehme Einfluss auf liberale Demokratien. "Er kritisiert nicht Putin, er kritisiert nicht China – sondern er kritisiert nur liberale Demokratien", sagte die Ministerin auf RTL und ntv. Musk tue das nicht nur in Deutschland mit seiner Unterstützung für die AfD, sondern beispielsweise auch in Großbritannien. "Das ist wirklich zersetzend, und daran werde ich X natürlich erinnern."

Bundesdigitalminister Volker Wissing (parteilos) forderte derweil die Europäische Union auf, im Umgang mit den großen Online-Plattformen standhaft zu bleiben. Er sehe die EU derzeit auf einem guten Weg, um gegen Desinformation im Internet vorzugehen, sagte Wissing im RBB Inforadio. So habe die zuständige EU-Kommissarin Henna Virkkunen angekündigt, das Personal zur Überwachung der Plattformen zu verdoppeln: "Europäisches Recht machen wir – und nicht Herr Trump", stellte Wissing klar.

Y.Ishikawa--JT