The Japan Times - Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt

EUR -
AED 4.183233
AFN 72.900796
ALL 94.178505
AMD 419.314312
ANG 2.039391
AOA 1044.526125
ARS 1682.963331
AUD 1.650836
AWG 2.050323
AZN 1.940938
BAM 1.953816
BBD 2.29467
BDT 140.137703
BGN 1.926028
BHD 0.429564
BIF 3383.764104
BMD 1.139068
BND 1.474203
BOB 7.873316
BRL 5.906116
BSD 1.139343
BTN 106.936538
BWP 15.483957
BYN 3.304345
BYR 22325.7403
BZD 2.291333
CAD 1.616088
CDF 2585.685641
CHF 0.921945
CLF 0.026716
CLP 1051.47848
CNY 7.750051
CNH 7.748997
COP 3924.853754
CRC 517.274756
CUC 1.139068
CUP 30.185312
CVE 110.152667
CZK 24.262503
DJF 202.435681
DKK 7.474852
DOP 66.942027
DZD 151.891398
EGP 56.388104
ERN 17.086026
ETB 183.690043
FJD 2.581248
FKP 0.861953
GBP 0.862588
GEL 3.012882
GGP 0.861953
GHS 12.846463
GIP 0.861953
GMD 83.152397
GNF 9982.863336
GTQ 8.692174
GYD 238.447299
HKD 8.931931
HNL 30.484046
HRK 7.534145
HTG 148.908797
HUF 353.806604
IDR 20318.644856
ILS 3.419541
IMP 0.861953
INR 107.482778
IQD 1492.484522
IRR 1566275.979936
ISK 143.990074
JEP 0.861953
JMD 179.437798
JOD 0.807645
JPY 184.248302
KES 147.464231
KGS 99.611968
KHR 4573.356185
KMF 494.356077
KPW 1025.161943
KRW 1749.07411
KWD 0.352667
KYD 0.949478
KZT 552.798685
LAK 25007.607115
LBP 102029.928944
LKR 382.987923
LRD 207.538374
LSL 18.727983
LTL 3.363373
LVL 0.689012
LYD 7.313542
MAD 10.683358
MDL 20.201374
MGA 4819.022121
MKD 61.650608
MMK 2391.4173
MNT 4078.140908
MOP 9.203718
MRU 45.46983
MUR 54.345384
MVR 17.599037
MWK 1975.671941
MXN 19.928917
MYR 4.656556
MZN 72.790718
NAD 18.727983
NGN 1569.96699
NIO 41.927427
NOK 11.321935
NPR 171.101263
NZD 2.019175
OMR 0.437978
PAB 1.139393
PEN 3.885055
PGK 4.999879
PHP 69.810658
PKR 317.086147
PLN 4.288536
PYG 6953.908432
QAR 4.152965
RON 5.240402
RSD 117.409287
RUB 89.840095
RWF 1668.578957
SAR 4.278556
SBD 9.171725
SCR 15.116694
SDG 683.441416
SEK 11.086063
SGD 1.474085
SHP 0.85043
SLE 28.253073
SLL 23885.698624
SOS 651.167384
SRD 42.695744
STD 23576.41575
STN 24.475148
SVC 9.968834
SYP 125.903618
SZL 18.716995
THB 37.997617
TJS 10.544809
TMT 3.986739
TND 3.377019
TOP 2.742604
TRY 53.107967
TTD 7.743002
TWD 36.285825
TZS 2987.418743
UAH 51.139324
UGX 4181.643799
USD 1.139068
UYU 45.735567
UZS 13685.704189
VES 707.080099
VND 29957.498463
VUV 136.632283
WST 3.172872
XAF 655.291613
XAG 0.019292
XAU 0.000279
XCD 3.07839
XCG 2.053315
XDR 0.816089
XOF 655.288739
XPF 119.331742
YER 271.810235
ZAR 18.752312
ZMK 10252.986409
ZMW 20.523521
ZWL 366.779554
  • DAX

    -323.6100

    24671.22

    -1.31%

  • TecDAX

    -32.5600

    3860.16

    -0.84%

  • Goldpreis

    36.5000

    4084.1

    +0.89%

  • Euro STOXX 50

    -45.9800

    6221.55

    -0.74%

  • SDAX

    -86.7100

    17767.77

    -0.49%

  • EUR/USD

    0.0009

    1.1386

    +0.08%

  • MDAX

    -383.9900

    31588.65

    -1.22%

Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt
Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt / Foto: Badru Katumba - AFP

Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt

Die tödliche Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo zieht weitere Kreise: Ein mit dem Virus infizierter US-Bürger soll in Deutschland behandelt werden, wie das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag bestätigte. Im Kongo wurden mittlerweile bereits mehr als 130 Todesopfer im Zusammenhang mit der Epidemie gezählt. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte sich "sehr besorgt" über das "Ausmaß und die Geschwindigkeit" der Ebola-Ausbreitung.

Textgröße:

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte, die US-Behörden hätten "die Bundesregierung um Hilfe bei der Behandlung eines US-amerikanischen Staatsbürgers gebeten, der sich im Kongo mit Ebola infiziert hat". Dazu würden nun Vorkehrungen getroffen. Nährere Angaben wollte das Ministerium zunächst nicht machen, verwies aber darauf, dass Deutschland für die Versorgung von Patienten mit hochansteckenden Krankheiten über ein bundesweites Expertennetzwerk verfüge.

Laut der christlichen US-Hilfsorganisation Serge handelt es sich um einen ihrer Ärzte. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte am Montag erklärt, dass sich ein US-Bürger "im Rahmen seiner Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo" mit dem Ebola-Virus infiziert habe. Er habe im Laufe des Wochenendes Symptome entwickelt und sei am späten Sonntagabend positiv auf das gefährliche Virus getestet worden, sagte der CDC-Verantwortliche Satish Pillai.

Die USA versuchen demnach überdies, sechs weitere Menschen im Kongo für eine Überwachung ihres Gesundheitszustands außer Landes zu bringen. Zum Schutz ihrer Bevölkerung kündigten die US-Behörden die Überprüfung von Passagieren aus Ebola-Ausbruchsgebieten sowie die Aussetzung der Visavergabe an.

Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba informierte in der Nacht zum Dienstag über einen deutlichen Anstieg der mutmaßlich durch Ebola verursachten Opferzahl. Mittlerweile starben demnach 131 der insgesamt 513 Verdachtsfälle.

Staatschef Félix Tshisekedi rief die Bevölkerung am Dienstag zur Ruhe auf. Er habe die Regierung angewiesen, sofort alle notwendigen Maßnahmen für eine verstärkte Ebola-Bekämpfung zu ergreifen, hieß es in einer vom Präsidialamt im Onlinedienst X veröffentlichten Botschaft.

Die WHO hat wegen der Epidemie am Wochenende eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union rief am Montagabend wegen des "hohen Risikos einer regionalen Ausbreitung" für den gesamten Kontinent den Notstand aus.

Das Zentrum der Epidemie befindet sich in Ituri, einer Provinz im Nordosten der DR Kongo, die an Uganda und den Südsudan grenzt. Auch aus der Nachbarprovinz Nord-Kivu wurden Verdachtsfälle gemeldet. Bei zwei Erkrankten im Nachbarland Uganda handelte es sich um zwei Kongolesen, einer von ihnen starb.

Für Dienstag berief die WHO eine Krisensitzung zu der Epidemie ein. WHO-Chef Tedros thematisierte seine Besorgnis bei der Weltgesundheitsversammlung, die noch bis Samstag in Genf stattfindet. Die Ebola-Epidemie dürfte die dortigen Beratungen beeinflussen, auch wenn sie nicht auf der offiziellen Tagesordnung steht.

Die WHO-Repräsentantin im Kongo, Anne Ancia, mahnte am Dienstag: "Ich glaube nicht, dass diese Epidemie in zwei Monaten vorbei sein wird." Sie erinnerte daran, dass die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo 2018 bis 2020 zwei Jahre gedauert habe. Damals hatte es fast 2300 Todesopfer gegeben.

Das Ausmaß der aktuellen Epidemie werde abhängen "von der Schnelligkeit unserer Reaktion, unserer Fähigkeit, schnell die Übertragung zu stoppen", betonte Ancia, die aus der kongolesischen Stadt Bunia zugeschaltet vor Journalisten in Genf sprach. Mehrere Tonnen Hilfsgüter wie Ebola-Tests und Schutzausrüstung seien in die betroffenen Gebiete unterwegs. Zudem prüft die WHO laut Ancia auf internationaler Ebene, ob existierende Impfstoffe oder Medikamente bei der Eindämmung dieses Ausbruchs "von Nutzen sein könnten".

Die gegenwärtige Ebola-Epidemie wird von der seltenen Bundibugyo-Variante verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Die Sterblichkeitsrate dieser Variante liegt bei 30 bis 50 Prozent.

Eine weitere Schwierigkeit bei der Bekämpfung der Epidemie liegt darin, dass es an schwer zugänglichen Orten Infektionen gibt sowie in Gebieten, in denen bewaffnete Gruppen aktiv sind. François Moreillon vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) rief die Konfliktparteien auf, Hilfslieferungen und -einsätze nicht zu behindern. Seine Organisation setzte ihr höchstes Interventionslevel in Kraft und will in den kommenden Tagen Schutzausrüstung in die betroffenen Gebiete bringen.

"Wir sind angesichts der Situation äußerst besorgt, da der humanitäre Bedarf bereits jetzt enorm ist", erklärte Julie Drouet, Landesdirektorin der Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger in der DR Kongo. Angesichts internationalen Kürzungen bei humanitärer Hilfe forderte sie, das besonders gefährdete Gesundheitspersonal sowie die Bevölkerung dürften "in einer solchen Krise nicht im Stich gelassen werden".

S.Yamada--JT