The Japan Times - Streit um Warkens Krankenkassenreform: SPD bleibt auf Konfrontationskurs

EUR -
AED 4.183233
AFN 72.900796
ALL 94.178505
AMD 419.314312
ANG 2.039391
AOA 1044.526125
ARS 1682.963331
AUD 1.650836
AWG 2.050323
AZN 1.940938
BAM 1.953816
BBD 2.29467
BDT 140.137703
BGN 1.926028
BHD 0.429564
BIF 3383.764104
BMD 1.139068
BND 1.474203
BOB 7.873316
BRL 5.906116
BSD 1.139343
BTN 106.936538
BWP 15.483957
BYN 3.304345
BYR 22325.7403
BZD 2.291333
CAD 1.616088
CDF 2585.685641
CHF 0.921945
CLF 0.026716
CLP 1051.47848
CNY 7.750051
CNH 7.748997
COP 3924.853754
CRC 517.274756
CUC 1.139068
CUP 30.185312
CVE 110.152667
CZK 24.262503
DJF 202.435681
DKK 7.474852
DOP 66.942027
DZD 151.891398
EGP 56.388104
ERN 17.086026
ETB 183.690043
FJD 2.581248
FKP 0.861953
GBP 0.862588
GEL 3.012882
GGP 0.861953
GHS 12.846463
GIP 0.861953
GMD 83.152397
GNF 9982.863336
GTQ 8.692174
GYD 238.447299
HKD 8.931931
HNL 30.484046
HRK 7.534145
HTG 148.908797
HUF 353.806604
IDR 20318.644856
ILS 3.419541
IMP 0.861953
INR 107.482778
IQD 1492.484522
IRR 1566275.979936
ISK 143.990074
JEP 0.861953
JMD 179.437798
JOD 0.807645
JPY 184.248302
KES 147.464231
KGS 99.611968
KHR 4573.356185
KMF 494.356077
KPW 1025.161943
KRW 1749.07411
KWD 0.352667
KYD 0.949478
KZT 552.798685
LAK 25007.607115
LBP 102029.928944
LKR 382.987923
LRD 207.538374
LSL 18.727983
LTL 3.363373
LVL 0.689012
LYD 7.313542
MAD 10.683358
MDL 20.201374
MGA 4819.022121
MKD 61.650608
MMK 2391.4173
MNT 4078.140908
MOP 9.203718
MRU 45.46983
MUR 54.345384
MVR 17.599037
MWK 1975.671941
MXN 19.928917
MYR 4.656556
MZN 72.790718
NAD 18.727983
NGN 1569.96699
NIO 41.927427
NOK 11.321935
NPR 171.101263
NZD 2.019175
OMR 0.437978
PAB 1.139393
PEN 3.885055
PGK 4.999879
PHP 69.810658
PKR 317.086147
PLN 4.288536
PYG 6953.908432
QAR 4.152965
RON 5.240402
RSD 117.409287
RUB 89.840095
RWF 1668.578957
SAR 4.278556
SBD 9.171725
SCR 15.116694
SDG 683.441416
SEK 11.086063
SGD 1.474085
SHP 0.85043
SLE 28.253073
SLL 23885.698624
SOS 651.167384
SRD 42.695744
STD 23576.41575
STN 24.475148
SVC 9.968834
SYP 125.903618
SZL 18.716995
THB 37.997617
TJS 10.544809
TMT 3.986739
TND 3.377019
TOP 2.742604
TRY 53.107967
TTD 7.743002
TWD 36.285825
TZS 2987.418743
UAH 51.139324
UGX 4181.643799
USD 1.139068
UYU 45.735567
UZS 13685.704189
VES 707.080099
VND 29957.498463
VUV 136.632283
WST 3.172872
XAF 655.291613
XAG 0.019292
XAU 0.000279
XCD 3.07839
XCG 2.053315
XDR 0.816089
XOF 655.288739
XPF 119.331742
YER 271.810235
ZAR 18.752312
ZMK 10252.986409
ZMW 20.523521
ZWL 366.779554
  • DAX

    -323.6100

    24671.22

    -1.31%

  • TecDAX

    -32.5600

    3860.16

    -0.84%

  • Goldpreis

    36.5000

    4084.1

    +0.89%

  • Euro STOXX 50

    -45.9800

    6221.55

    -0.74%

  • SDAX

    -86.7100

    17767.77

    -0.49%

  • EUR/USD

    0.0009

    1.1386

    +0.08%

  • MDAX

    -383.9900

    31588.65

    -1.22%

Streit um Warkens Krankenkassenreform: SPD bleibt auf Konfrontationskurs
Streit um Warkens Krankenkassenreform: SPD bleibt auf Konfrontationskurs / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Streit um Warkens Krankenkassenreform: SPD bleibt auf Konfrontationskurs

Im Streit um die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorlegten Reformvorschläge für die gesetzliche Krankenversicherung bleibt der Koalitionspartner SPD auf Konfrontationskurs. Der Entwurf Warkens weise eine "Schieflage" zulasten von Beitragszahlern auf, sagte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf den Zeitungen der Funke Mediengruppe von Sonntag. Er forderte eine stärkere Belastung von Pharmakonzernen.

Textgröße:

Warken hofft derweil auf sinkende Zusatzbeiträge für Versicherte bei ausreichenden Einsparungen durch ihre Reformvorschläge. Auch das sei "möglich", sagte die Ministerin der "Bild am Sonntag". Voraussetzung dafür sei unter anderem ein entsprechendes Volumen an tatsächlichen Einsparungen, auch die Konjunkturentwicklung spiele eine Rolle. Ziel ihres Reformentwurfs sei es insgesamt, die Beiträge stabil zu halten.

Warkens Vorschlag verlagere zu viel Belastung auf die Menschen, die ohnehin bereits hohe Beiträge zahlten, kritisierte Klüssendorf. Höhere Zuzahlungen, Einschnitte bei Leistungen und Druck auf das Krankengeld würden genau die treffen, die das System heute schon trügen. "Ein großer Hebel liegt bei den Arzneimitteln", fügte er an. Deutschland habe in Europa die höchsten Arzneimittelausgaben pro Kopf.

"Der Entwurf muss daher ganz erheblich bei den Arzneimittelpreisen ansetzen und die Preisgestaltung der Pharmakonzerne klar begrenzen, statt die Rechnung bei Familien und Beitragszahlenden abzuladen", sagte der SPD-Generalsekretär den Funke-Zeitungen. Die Pharmakonzerne müssten ihren gerechten Beitrag leisten. Versorgungssicherheit in der Gesundheit sei eine gemeinsame Aufgabe des Staates und der Industrie.

Warken hatte vor rund zwei Wochen ihre Vorschläge für eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vorgelegt, einer Säule der sozialen Sicherung. Dadurch sollen schon im kommenden Jahr 20 Milliarden Euro eingespart werden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die Reform am Mittwoch vom Kabinett beschließen und bis zur Sommerpause vom Bundestag verabschieden lassen. Der Entwurf stößt auf breite Kritik, unter anderem von Sozial- und Ärzteverbänden sowie Kassen.

Konkret sehen die Reformvorschläge unter anderem die Einschränkung der kostenlosen Mitversicherung vor. Kinder sollen zwar mitversichert bleiben, Ehepartner aber nur in Ausnahmefällen. Darüber hinaus sollen die Patientenzuzahlungen für Medikamente steigen. Bei planbaren Operationen will Warken schrittweise Zweitmeinungen verpflichtend machen. Geplant ist auch, Homöopathie als Kassenleistung zu streichen.

Die Gewerkschaft GEW beklagte am Sonntag eine "soziale Schieflage" in des Entwurfs. Statt das Gesundheitssystem "zukunftsfest" zu machen, wolle Warken "im Wesentlichen Leistungen kürzen und die Lasten von Versicherten und Beschäftigten tragen lassen", erklärte GEW-Chefin Maike Finnern am Sonntag in Frankfurt am Main. Einschränkungen bei der beitragsfreien Mitversicherung werde Familien "hart" treffen.

Mehr als 70 Millionen Menschen sind dem Bundesgesundheitsministerium zufolge in der gesetzlichen Krankenversicherung, das entspricht 90 Prozent der Bevölkerung. Zugleich steckt das System tief in den roten Zahlen: Im kommenden Jahr wird mit einem Defizit von 15 Milliarden Euro, bis 2030 sogar mit 40 Milliarden Euro gerechnet werden. Es drohen steigende Kassenbeiträge, was zu höheren Sozialabgaben für Versicherte und Unternehmen führt. Dies will die Regierung verhindern.

Eine Reform des Systems ist hochkomplex und politisch heikel, es gibt außerdem zahlreiche Stellschrauben. Eine Rolle spielt in der Debatte etwa auch die Forderung nach einer kostendeckenden Finanzierung der Beiträge für Bürgergeldempfänger durch den Bund. Derzeit decken die Zahlungen aus dem Bundeshaushalt nach Angaben der Techniker Krankenkasse nur etwa ein Drittel der tatsächlichen Kosten.

Laut Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen verschiebt der Bund dadurch jährlich ein Ausgabenvolumen von rund zehn Milliarden Euro aus dem eigenen Haushalt auf die Kassen. Der Verband beschreitet inzwischen den Rechtsweg: Im Dezember reichte er eine erste Klage gegen die Praxis beim nordrhein-westfälischen Landessozialgericht ein.

In der "Bild am Sonntag" äußerte Warken Verständnis für die Position der Kassen in dieser Frage. "Wir müssen da zumindest einen Einstieg finden, wie der Bund sich in größerem Umfang an diesen Kosten beteiligt", sagte sie. Dies sei auch "eine Frage der Gerechtigkeit".

H.Takahashi--JT