The Japan Times - Schwarzfahren entkriminalisieren: Hubig-Vorstoß löst geteiltes Echo aus

EUR -
AED 4.255407
AFN 75.316681
ALL 92.29825
AMD 424.498135
ANG 2.073861
AOA 1062.54769
ARS 1752.872732
AUD 1.617694
AWG 2.0857
AZN 1.965907
BAM 1.955339
BBD 2.345647
BDT 143.566169
BGN 1.965617
BHD 0.439114
BIF 3475.266054
BMD 1.158722
BND 1.480145
BOB 13.655723
BRL 6.017354
BSD 1.164626
BTN 111.022837
BWP 15.605323
BYN 3.512372
BYR 22710.950145
BZD 2.342348
CAD 1.610311
CDF 2633.775114
CHF 0.937892
CLF 0.027426
CLP 1079.41861
CNY 7.794433
CNH 7.799711
COP 3693.715884
CRC 525.596555
CUC 1.158722
CUP 30.706132
CVE 110.238547
CZK 24.135712
DJF 207.391128
DKK 7.475135
DOP 68.376542
DZD 154.569918
EGP 58.538753
ERN 17.380829
ETB 190.242357
FJD 2.547277
FKP 0.856193
GBP 0.855455
GEL 3.013599
GGP 0.856193
GHS 13.04387
GIP 0.856193
GMD 85.745173
GNF 10237.543338
GTQ 8.889867
GYD 243.66153
HKD 9.083737
HNL 31.241851
HRK 7.533889
HTG 152.363438
HUF 365.354878
IDR 20562.679657
ILS 3.464347
IMP 0.856193
INR 110.583769
IQD 1525.740458
IRR 1592750.218813
ISK 140.599201
JEP 0.856193
JMD 184.606497
JOD 0.821527
JPY 185.208375
KES 150.298109
KGS 101.330168
KHR 4712.869072
KMF 492.457082
KPW 1042.850092
KRW 1590.154655
KWD 0.357999
KYD 0.970571
KZT 539.722814
LAK 26117.845307
LBP 104293.323188
LKR 381.939996
LRD 210.800325
LSL 18.631509
LTL 3.421404
LVL 0.7009
LYD 7.381261
MAD 10.761218
MDL 20.136255
MGA 5023.816133
MKD 61.50626
MMK 2432.563933
MNT 4167.397998
MOP 9.404784
MRU 46.855778
MUR 54.586905
MVR 17.914238
MWK 2019.524097
MXN 19.728771
MYR 4.666213
MZN 74.053663
NAD 18.631509
NGN 1560.543659
NIO 42.859715
NOK 10.853198
NPR 177.643037
NZD 1.959335
OMR 0.445531
PAB 1.164621
PEN 3.90258
PGK 5.164761
PHP 72.376045
PKR 323.099761
PLN 4.341951
PYG 6901.373685
QAR 4.245381
RON 5.257106
RSD 117.347273
RUB 99.420538
RWF 1711.996567
SAR 4.375449
SBD 9.269989
SCR 16.059225
SDG 696.972913
SEK 11.137583
SGD 1.47503
SHP 0.858458
SLE 28.533505
SLL 24297.818954
SOS 665.543164
SRD 43.72998
STD 23983.204835
STN 24.494122
SVC 10.190599
SYP 15065.702635
SZL 18.617613
THB 38.41508
TJS 10.772861
TMT 4.055527
TND 3.397085
TOP 2.789924
TRY 55.922695
TTD 7.904137
TWD 36.726857
TZS 3084.558355
UAH 51.891272
UGX 4390.946322
USD 1.158722
UYU 46.898746
UZS 13762.756794
VES 916.174908
VND 30210.777941
VUV 136.139012
WST 3.137602
XAF 655.80246
XAG 0.017452
XAU 0.00026
XCD 3.131504
XCG 2.099005
XDR 0.819277
XOF 655.80246
XPF 119.331742
YER 274.040092
ZAR 18.729518
ZMK 10429.884276
ZMW 22.040806
ZWL 373.107994
  • Goldpreis

    -46.5000

    4483.4

    -1.04%

  • EUR/USD

    0.0006

    1.1593

    +0.05%

  • DAX

    202.7900

    26569.99

    +0.76%

  • SDAX

    42.5900

    18995.19

    +0.22%

  • Euro STOXX 50

    60.9400

    6485.67

    +0.94%

  • MDAX

    82.6100

    33029.91

    +0.25%

  • TecDAX

    14.8700

    4119.39

    +0.36%

Schwarzfahren entkriminalisieren: Hubig-Vorstoß löst geteiltes Echo aus
Schwarzfahren entkriminalisieren: Hubig-Vorstoß löst geteiltes Echo aus / Foto: STEFANIE LOOS - AFP

Schwarzfahren entkriminalisieren: Hubig-Vorstoß löst geteiltes Echo aus

Schwarzfahren soll nach dem Willen von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig nicht mehr als Straftat verfolgt werden. Dieser Vorstoß der SPD-Politikerin zur Entkriminalisierung des Fahrens ohne Fahrschein stieß am Dienstag allerdings auf ein geteiltes Echo.

Textgröße:

Hubig begründete ihre Forderung nach einem Ende der strafrechtlichen Verfolgung des Schwarzfahrens unter anderem mit der Überlastung von Gerichten und Gefängnissen. "Die Verfahren binden viele Ressourcen in der Justiz, die an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnten", sagte die Ministerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag. Hubig stellte zudem den Sinn der bisherigen Praxis von Ersatzfreiheitsstrafen für Menschen infrage, die Strafgelder für Schwarzfahren nicht zahlen können.

Fahren ohne Fahrschein gilt als Erschleichen von Leistungen und ist damit nach Paragraf 265a des Strafgesetzbuches eine Straftat. Laut polizeilicher Kriminalstatistik gab es 2024 mehr als 93.000 Fälle, in denen die Polizei wegen "Beförderungserschleichung" tätig wurde. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2024 wegen des Erschleichens von Leistungen 21.881 Menschen zu Geldstrafen verurteilt. Schwarzfahrer werden allerdings in dieser Statistik nicht gesondert ausgewiesen.

Unions-Fraktionsvize Günter Krings (CDU) sagte der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe), ein Ende der strafrechtlichen Verfolgung werde es "mit der Union nicht geben". Beim Fahren ohne Fahrschein gehe es "nicht um einen Streich, sondern um ein gemeinschädliches Betrugsdelikt".

Nur weil das Schwarzfahren eine Straftat sei, dürften Fahrkartenkontrolleure eine verdächtige Person festhalten, bis die Polizei vor Ort sei, betonte Krings. "Da Kontrollen ohne das Strafrecht keinen Sinn mehr machen würden, würde es dann natürlich viel mehr Passagiere ohne Ticket geben. Um das auszugleichen, müssten die Fahrpreise für alle anderen deutlich steigen.".

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnte Hubigs Pläne ab. Das Erschleichen von Leistungen müsse eine Straftat bleiben, "sonst öffnen wir Tür und Tor für ein solches Vorgehen", sagte der GdP-Chef für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der "Rheinischen Post".

Nach Ansicht der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) würde eine Herabstufung des Erschleichens von Leistungen zu einer Ordnungswidrigkeit die Sicherheitslage im Bahnbetrieb weiter verschärfen. Wenn Regeln "an Verbindlichkeit verlieren, steigt nicht die Akzeptanz, sondern die Bereitschaft, sie zu missachten".

Ablehnung kam auch von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). "Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzender von DB Regio, Ralf Damde, der "Süddeutschen Zeitung". Insbesondere nach dem brutalen Angriff mit Todesfolge eines Schwarzfahrers auf einen Zugbegleiter Anfang Februar sei eine Entkriminalisierung das völlig falsche Zeichen.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erklärte, Schwarzfahren verursache jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe. "Diese Verluste treffen nicht nur die Verkehrsunternehmen, sondern am Ende auch die ehrlichen Fahrgäste, die ihr Ticket bezahlen."

Die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Carmen Wegge, verteidigte dagegen die Pläne Hubigs. Die Kriminalisierung des Schwarzfahrens treffe "überproportional Menschen in Armut" und binde Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte "mit tausenden Verfahren", sagte Wegge der Nachrichtenagentur AFP. Das erhöhte Beförderungsentgelt bei ertappten Schwarzfahrern reiche als Konsequenz aus.

Ähnlich äußerte sich die Grünen-Obfrau im Bundestags-Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, Lena Gumnior. Sie verwies auf einen Gesetzentwurf ihrer eigenen Partei, nach dem das Fahren ohne Fahrschein aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden soll. Die Verkehrsbetriebe sähen zur Abschreckung bereits hohe Geldstrafen vor, sagte Gumnior AFP.

Auch aus Sicht der Linken ist eine Entkriminalisierung des Schwarzfahrens überfällig. Fraktionsvize Clara Bünger nannte es in der "Rheinischen Post" einen "Skandal, dass in diesem Land noch immer vor allem arme Menschen strafrechtlich verfolgt werden, weil sie sich ein Ticket nicht leisten können".

Der Deutsche Richterbund (DRB) sprach sich dafür aus, "den Straftatbestand der Beförderungserschleichung auf seinen strafwürdigen Kern zu beschränken". DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn erklärte, Schwarzfahren sollte "nur noch in Fällen strafbar sein, in denen die Betroffenen technische Zugangsbarrieren überwinden oder Zugangskontrollen umgehen".

K.Inoue--JT